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Jul 30, 2025 • 42min

CIW146 - Libre Workspace

CIW - Folge 146 - 30.07.2025 - Libre WorkspaceWir begrüssen alle Wolkenstürmer zur Folge 146 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 28. Juli von Jean-Frédéric Vogelbacher, Felix Daum und Ralf Hersel. In dieser Folge sprechen wir über das Self-Hosting einer Cloud mit Libre Workspace.HausmitteilungenkeineInterviewBegrüssung von JeanBevor wir mit Libre Workspace (LW) beginnen: Was ist LinuxGuides?Als ich mir die Webseite von LW angesehen habe, hatte ich viele Fragezeichen auf der Stirn. Ist LW ähnlich wie Yunohost oder OpenDesk? Jean, was ist Libre Workspace?Welche Module bietet LW?An wen richtet sich LW?Gibt es Hosting-Angebote für LW oder funktioniert es nur als Self-Hosting?Was sind die USPs von LW?Welche Pläne hast Du für die Weiterentwicklung von LW?Wie kann sich die Community daran beteiligen?VerabschiedungOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.Quellenhttps://www.jf-vogelbacher.de/https://www.linuxguides.de/https://www.libre-workspace.org/https://www.youtube.com/playlist?list=PLhvaM7uJr1PB4dC5QA660htfw-BGKMBmMhttps://github.com/Jean28518/libre-workspace
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Jul 23, 2025 • 34min

CIW145 - Tuta

CIW - Folge 145 - 23.07.2025 - TutaWir begrüssen alle Postboten zur Folge 145 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft, aufgenommen am 21. Juli von Hanna Bozakov und Ralf Hersel. In dieser Folge sprechen wir über mehr Privatsphäre bei E-Mails, Kalendern und Kontakten mit Lösungen von Tuta.HausmitteilungenkeineInterview: TutaBegrüssung und Vorstellung von Hanna BozakovWer ist und was macht die Firma Tutao GmbH und warum heisst sie nicht Tuta GmbH?Wie steht ihr zu den Themen Ethik, Nachhaltigkeit, Open Source, Zusammenarbeit mit der Community?Was sind die USPs eurer Lösung?Wie kann man mit Tuta Mail verschlüsselt mit anderen kommunizieren, die kein Tuta Mail verwenden?Man kennt euch in erster Linie als E-Mail-Provider. Wie differenziert ihr euch von Mailbox.org oder Proton Mail? Seht ihr euch als Konkurrenten oder gibt es ein Zusammenspiel auf dem europäischen Markt?Wie seht ihr Bestrebungen der EU Privatsphäre zu untergraben, Stichwort Chatkontrolle?Welche Rolle spielt die Tutao GmbH im Rennen um das europäische Souveränitätsbestreben?Welche Zielgruppe sprecht ihr mit eurem Angebot an?Gibt es Pläne für weitere Produkte?VerabschiedungOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.Quellenhttps://tuta.com/de
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Jul 16, 2025 • 39min

CIW144 - Musik

CIW - Folge 144 - 16.07.2025 - MusikWir begrüssen alle mit und an den Hörgeräten zur Folge 144 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft, aufgenommen am 14. Juli von Joël Schurter und Ralf Hersel. In dieser Folge sprechen wir über die Verwaltung und die Wiedergabe von Musik auf unseren Geräten.HausmitteilungenE-Mail-Benachrichtigung für Redakteure über neue Kommentare zu ihren Artikeln.Thema: MusikÜber das Thema Musik haben wir zuletzt im Mai 2021 gesprochen. Daher dachten wir, dass eine Neuauflage des Themas für euch interessant ist. Es geht um unsere Hardware, Software, Erfahrungen, zu Hause und unterwegs.AusrüstungRalfZuhause liefert ein Raspi4 die Musik per USB-Kabel direkt an meine Nubert nuPro XS-6000 RC Aktivlautsprecher. Darüber höre ich Radio, meine Musikkonserven und Spotify. Wie das geht, erzähle ich später. Ich habe zwei Tipps für euch: Aktivlautsprecher kann ich wärmstens empfehlen, weil die Chassis und die Verstärker besser aufeinander abgestimmt sind als bei getrennten Geräten. Vom höheren Preis sollte man sich nicht abschrecken lassen, weil man die Kosten für einen separaten Verstärker spart. Das USB-Kabel zur Verbindung vom Raspi zu den Lautsprechern sollte erstklassig sein; ansonsten sind unliebsame Überraschungen wahrscheinlich.Ergänzt wird das Setup durch zwei ohrumschliessende Kopfhörer. Für Hifi verwende ich einen Sony MDR-1A und für Studioarbeiten den Beyerdynamic DT-770 Pro/80 Ohm. Bei Thomann ist das seit Jahren der Topseller, wenn es um Studiokopfhörer geht.Unterwegs kommt die Musik natürlich von meinem Handy, einem Fairphone 5 mit /e/OS als Google-befreites Betriebssystem. Vor dem Fairphone hatten meine Handys einen Klinkenanschluss für Ohr- bzw. Kopfhörer. Damals habe ich die mitgelieferten Billigdinger gegen einen Shure SE215 Pro CL ausgetauscht. Die haben einen tollen Klang, sind aber super fummelig beim Anlegen. Da die Shure In-Ears nicht alt waren, wollte ich sie mit dem Fairphone weiterverwenden. Dazu habe ich mir einen Klinke-zu-USB-C-Adapter gekauft. Das Hörerlebnis war aufgrund des Rauschens enttäuschend. Das muss nicht sein, wie andere berichten. Hier lohnt es sich, einen hochwertigen Adapter zu kaufen.Die Shure In-Ears habe ich gegen Bluetooth In-Ears von JBL ausgetauscht. Die JBL Live Pro 2 True Wireless kann ich nicht empfehlen, weil sie alle paar Minuten einsekündige Aussetzer haben. Daran haben auch zwei Firmware-Updates nichts geändert. Letzten Samstag habe ich sie nach eineinhalb Jahren im Rahmen der Garantie gegen den Kaufpreis zurückgegeben. Stattdessen verwende ich nun die In-Ears Sony WF-C710N in glasblau. Es ist noch zu früh, um ein Urteil darüber abgeben zu können. Bisher bin ich zufrieden. Die Konfiguration der Touch-Steuerungen könnte etwas besser sein: wer will schon viermal Tippen um die Lautstärke zu verändern.JoëlZuhause höre ich entweder wie auch unterwegs, mit Handy und In-Ear-Kopfhörer, meist über Spotify oder aber, wenn ich am PC bin, über YouTube oder Spotify mit meinen Beyerdynamic DT-770 Pro/32 Ohm. Diese haben einen eher flachen Klang, aber mit entsprechenden Einstellungen am digitalen Equaliser in den jeweiligen Musik-Clients bieten sie trotzdem ein gutes Hörerlebnis. Theoretisch habe ich noch zwei Lautsprecher, diese sind trotz ziemlich guter Qualität aktuell nicht in mein Setup eingebaut, da ich es nicht gleich mit meinen neuen Nachbarn anlegen will.Unterwegs höre ich meine Musik mit meinem Samsung Galaxy A53 und den Soundcore Liberty 3 Pro. Diese liefern aus meiner Laien-Sicht einen sehr guten Klang, haben jedoch auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel und die Akkus sind entsprechend auch nicht mehr die besten.In den meisten Fällen kommt meine Musik von Spotify, ein seltenes Mal auch von anderen Playern.Auf der Arbeit höre ich entweder im Auto das normale Radio oder aber mit meinem Handy auf meinem Bluetooth-Gehörschutz des Typs IsoTunes Pro Aware. Diese sind eher leise und bieten insgesamt ein eher mässiges Klangbild, aber für Podcasts ist es absolut ausreichend – der Fokus liegt ja auch nicht beim Sound.VerwaltungRalfIch höre viel Radio und Podcasts, aber immer seltener Musik aus meiner eigenen Sammlung oder von Spotify. Wenn wir von "Verwaltung" sprechen, geht es um die Ablage und Organisation der eigenen Musiksammlung. Dafür verwende ich seit jeher Rhythmbox. Diese Anwendung aus der GNOME-Kiste verwendet als Datenbank und für die Playlisten zwei XML-Dateien im Ordner: home/.local/share/rhythmbox. Diese lassen sich prima über Nextcloud auf alle Geräte synchronisieren. Da Rhythmbox die Ablage der Musik auf externen Speichermedien unterstützt, liegen meine Musikdateien auf dem oben erwähnten Raspi4, damit alle Geräte im Haus darauf zugreifen können. Durch die Nextcloud-Synchronisation wissen sie, was wo liegt.JoëlIn diesem Punkt bin ich leider ein quasi reiner Spotify-Gefangener. Bis vor einigen Jahren habe ich meine Musik von YouTube geraubt und auf meinem Handy in Ordnern nach Genre sortiert, mittlerweile ist diese Sammlung schon sehr verstaubt und kommt kaum noch ans Tageslicht.Anwendungen und AppsRalfWie ich Rhythmbox verwende, habe ich bereits erklärt. Auf dem Raspi übernimmt der Music Player Daemon MPD die Verwaltung. Zur Fernsteuerung der Musikwiedergabe verwende ich auf den mobilen Geräten die App M.A.L.P. Auf dem Desktop übernimmt Ymuse diese Aufgabe. Um Spotify auf der heimischen Anlage zum Klingen zu bringen, verwende ich Raspotify. Diese Software erlaubt es, aus der Spotify-App die Musikauswahl und Wiedergabe auf dem Raspi zu steuern.Da ich Gitarre spiele, kommt bei mir der proprietäre Service Ultimate Guitar zum Einsatz. Dort findet man die Noten für Gitarrenstücke und kann sich die Titel auch anhören. Auf dem Handy verwende ich vier Apps, die im Zusammenhang mit Musik stehen:Fossify Music - als Player für Musik, die auf dem Handy gespeichert istRadioDroid - als Radio-Player der Radio Browser als Quelle verwendetM.A.L.P. - zur Fernsteuerung von MPD auf dem RaspiSpotifyAls Musik-Player habe ich bis vor Kurzem die Standard-App von /e/OS verwendet. Dabei handelt es sich um Eleven aus der LineageOS-Sammlung. Der Player ist nicht schlecht, leidet jedoch unter der fehlenden Suchfunktion. Den Nachfolger Twelve habe ich nicht getestet, sondern auf die Tipps unserer Community gehört. Jetzt verwende ich den Musik-Player aus der Fossify-Sammlung, einem Fork der Simple Mobile Apps.JoëlWie schon gesagt, meistens kommt Spotify zum Einsatz, RadioDroid ist auch noch zur Stelle, aber kommt meist nur zur vollen Stunde für die News zum Einsatz, oder wenn mir meine Spotify-Playlisten auf den Sender gehen ;)Für YouTube Music hatte ich zeitweise RiMusic auf Android genutzt, aber da haben mir die Restriktionen durch ein fehlendes Abo den Spass geraubt, zudem die App auch sehr langsam ist.OutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.QuellenAlle Links findet ihr im Text
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Jul 9, 2025 • 48min

CIW143 - Zweite Klasse

CIW - Folge 143 - 09.07.2025 - Zweite KlasseWir begrüssen auch die niederen Kasten zur Folge 143 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft, aufgenommen am 7. Juli von Lioh Möller und Ralf Hersel. In dieser Folge sprechen wir über den zunehmenden Ausschluss von freien Menschen aus der digitalen Gesellschaft.HausmitteilungenFür ihre Spenden bedanken wir uns herzlich bei: Michael, Siegmund, Sören, Albrecht, Andris, Folker, Ingmar, Edmund, Florian, Michel, Rolf, Klaus-Dieter, Dirk, Remo, Torsten, sowie allen anonymen Spendern und unserem neuen Sponsor, der Heinlein GmbH.Ein Dank gilt auch unserem CORE-Team und den Teilnehmenden aus der Community, die während meiner Abwesenheit drei Podcast-Folgen produziert haben.Thema: Digitale ZweiklassengesellschaftWas heisst denn "Klassengesellschaft"? Die Bundeszentrale für politische Bildung schreibt:"Der Begriff kam im 19. Jahrhundert auf. Mit dem Begriff ist die Vorstellung verbunden, dass man die Bevölkerung eines Landes in unterschiedliche Gruppen oder Klassen aufteilen kann. Als Beispiel dafür wurde das Bild einer Pyramide gebraucht. Den Sockel bildet die Klasse der Land- und Fabrikarbeiter, die auch "Arbeiterklasse" genannt wurde. Diese Menschen mussten für wenig Lohn sehr hart arbeiten. Darüber folgte die Klasse der Handwerker und Gewerbetreibenden, der kleinen Beamten und Angestellten. Darüber waren die "Besitzbürger". Darunter verstand man diejenigen, denen Land gehörte, die Eigentum besaßen. Das waren Fabrikbesitzer, leitende Angestellte oder auch Beamte. An der schmalen Spitze der Pyramide fand man die wirklich reichen Leute. Sie konnten allein von den Zinsen ihres Kapitals leben und beeinflussten aufgrund ihres Reichtums die Wirtschafts- und Finanzwelt ebenso wie die Politik."In einer digitalen Gesellschaft kann man die Pyramide auf den Kopf stellen. Ganz oben befindet sich die breite Bevölkerung, die sich konform bezüglich des verwendeten Betriebssystems verhält. Google (mit Android und dem PlayStore) und Apple (mit iOS und ihrem AppStore) bestimmen, ob und welche Dienste genutzt werden können. Für die Nutzer:innen von freien Betriebssystemen wird es immer dünner. Sie befinden sich an der dünnen Spitze der Pyramide, ganz unten. Solche Anwender:innen haben keine Lobby, weil sie im Gegensatz zur normalen Pyramide ganz wenige sind.App-ZwangEin Nebenthema ist der App-Zwang, also die ausschliessliche Bereitstellung von Informationen und Dienstleistungen über Smartphone-Apps. Beispiele:Authentifizierung beim Online-BankingTickets für den öffentlichen VerkehrPackstationenBonusprogramme bei der Deutschen Bahn und im EinzelhandelMuseumsführer (z.B. Guggenheim Museum in Bilbao)Probleme:RegistrierungszwangSchlechter DatenschutzPlayStore, AppStore als VoraussetzungFehlende Alternativen; keine WahlfreiheitLösung:Hier ist die Politik gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Verbraucherrechte schützen und echte Alternativen zu digitalen Monopolen ermöglichen. Ob solche Maßnahmen realistisch zu erwarten sind, ist allerdings fraglich – denn in der Vergangenheit hat die Politik meist nur halbherzig oder zu spät auf solche Entwicklungen reagiert.Custom ROMs sind hierfür nur bedingt eine Lösung, wie wir gleich sehen werden.Wenn die App nicht mehr funktioniertWer dem Würgegriff der kapitalistischen Ökosysteme entfliehen will, hat die Möglichkeit, ein von Google befreites Android (Custom ROM) wie GrapheneOS, CalyxOS, e/OS oder weitere zu installieren. Zudem gibt es auch reine Linux-Systeme für das Smartphone, wie UbuntuTouch, PostmarketOS, Sailfish, Mobian, PureOS oder PlasmaMobile. Letztere verwenden Paketmanager, wie man sie von den Desktop-Distributionen kennt. Die Android-basierten Custom ROMs bieten F-Droid und weitere AppStores an, aus denen sich 90 % der App-Anwendungsfälle abdecken lassen. Bei e/OS kommt die AppLounge zum Einsatz, in der mehrere alternative AppStores kombiniert werden. Damit ist es möglich, Apps zu installieren, die nur über den Google PlayStore verfügbar sind. Hierbei wird die App mit einem anonymen Account installiert (Aurora).Es sind oft die wichtigen Apps, bei denen man die AppStores von Google und Apple nur schwer umgehen kann. Dabei handelt es sich meist um Banking-Apps oder um Anwendungen für den öffentlichen Verkehr. Hier sind zwei Beispiele:Twint ist eine in der Schweiz sehr populäre Mobilanwendungen zum Zahlen im Einzelhandel und für die Geldüberweisung zwischen Personen. Diese Lösung der privatwirtschaftlichen Twint AG wird (als gebrandete Versionen) von allen Schweizer Banken, im Gross- und Einzelhandel, sowie im Gastronomiebereich breit unterstützt. Ein vergleichbarer Zahlungsdienst im europäischen Raum ist Wero, welcher sich noch in der Startphase befindet.Bis vor einem Jahr konnte man die Twint-App in der Version seiner eigenen Bank auf einem Google-freien Smartphone installieren. Irgendwann funktionierte die App nicht mehr. Statt einer aussagekräftigen Fehlermeldung erhielt man eine flackernde App, die sich nur mit brachialen Methoden beenden liess. Ich habe lange gebraucht, um herauszufinden, woran es liegt. Aktuelle Versionen der Twint-App verlangen, dass man bei den Google Play-Services angemeldet ist. Entweder man hat einen richtigen Google-Account oder die App läuft nicht mehr.Alternative kann man die Prepaid-Variante von Twint installieren. Dieses erfordert ein aufwendiges Identifikationsverfahren: Selfie mit Personalausweis, was bei mir bisher nicht funktioniert hat. Ob die Anwendung nach Abschluss der Identifikation läuft, kann ich noch nicht sagen.Eine weitere App, die in der Schweiz im öffentlichen Verkehr unverzichtbar ist, ist SBB Mobile. Diese Anwendung lief seit Jahren einwandfrei auf entgoogleten Android Geräten. Seit Kurzem zeigt die App zwei Auffälligkeiten:Beim Start der Anwendung muss jedes Mal die Datenschutzerklärung akzeptiert werden. Früher war das nur einmalig nach der Installation notwendig.Ausserdem erscheint nach dem Start der SBB-App neuerdings eine Warnmeldung:SBB MobileGoogle Play-Dienste aktualisierenSBB Mobile wird nur ausgeführt, wenn du die Google Play-Dienste aktualisierst.Diese Meldung ist nur halb wahr. Die normalen Funktionen laufen weiterhin. Doch beim Einrichten einer Pendlerstrecke bricht die Anwendung mit Fehlercode VXA-7008 ab. Ähnliches geschieht, wenn man EasyRide (Hop-on, Hop-off Service) einrichten möchte.Weitere Apps, die ohne Google-Konto nicht funktionieren, sind: Ebay und Fraenk.GründeAls ein Grund wird häufig die DSGVO-Konformität genannt. Insbesondere geht es um TCF 2.2. Das Transparency and Consent Framework ist ein Standard des Interactive Advertising Bureau Europe, der die Einholung und Übermittlung von Nutzereinwilligungen für die Verarbeitung personenbezogener Daten im Online-Marketing regelt. Ziel ist es, die Anforderungen der DSGVO zu erfüllen und eine standardisierte, transparente Abfrage und Verwaltung von Nutzerentscheidungen zu ermöglichen.In deren Rahmen musst Du als Nutzer:in bestätigen, dass du die Nutzungsbedingungen der App einhältst. Das Argument lautet, dass die App ohne ein Google-Konto keine Informationen über dich hat und die App deshalb ihren Dienst verweigern darf.Als weiteren Grund liest man, dass Entwickler gerne auf die vorhandenen Google Play-Services zugreifen, z. B. für die Altersverifikation oder die Standortbestimmung, weil es zu aufwendig ist, diese Dienste selbst zu entwickeln. Hier kommt MicroG ins Spiel, welches eine quelloffene Alternative zu den Google-Play-Diensten ist. MicroG unterstützt in der aktuellen Version auch den SafetyNet-Nachfolger Play Integrity, der oft als Grund für das Nichtfunktionieren von Apps genannt wird. Allerdings ist dies auf meinem /e/OS-Smartphone aktiviert, aber die genannten Apps laufen trotzdem nicht.Falls euch noch weitere Gründe bekannt sind, dann schreibt diese bitte in die Kommentare.AusblickRechtlich gegen Digitalzwang vorzugehen, ist nicht einfach. Der deutsche Gesetzgeber schreibt weder Privatunternehmen noch Behörden vor, dass ihre Angebote auch ohne digitale Technik nutzbar sein müssen. Nach dem in § 311 BGB normierten Grundsatz der Privatautonomie dürfen Unternehmen normalerweise selbst bestimmen, gegenüber wem und zu welchen Konditionen sie ihre Angebote machen.Sich auf Grundrechte wie das Gleichbehandlungsgebot nach Art. 3 GG zu berufen, führt gegenüber privaten Anbietern meistens nicht weit: Grundrechte sind als Rechte gegenüber den staatlichen Gewalten konzipiert, nicht gegenüber privaten Adressaten. Etwas anderes kommt nur dann in Betracht, wenn Bürger auf Leistungen der Daseinsvorsorge dringend angewiesen sind. Typische Beispiele sind Stromversorgung, Post, Telefon, Verkehrsunternehmen und die Müllabfuhr.Das Netzwerk Datenschutzexpertise hat Ende 2024 auf Initiative des Vereins Digitalcourage ein Rechtsgutachten zu der Frage vorgelegt, unter welchen Voraussetzungen ein Anspruch auf eine analoge Alternative abzuleiten ist. Das Gutachten legt dar, dass die Forderung nach analogen Alternativen aus unserem Grundgesetz und der europäischen Grundrechtecharta abzuleiten ist. Es sei sinnvoll, ein Verbot digitaler Diskriminierung verfassungsrechtlich zu fixieren.Bezüglich der nicht mehr funktionierenden Apps kann man davon ausgehen, dass sich dieses Problem ausweiten wird und weitere Apps nicht mehr laufen werden. Dies trotz alternativer Betriebssysteme. Leider sind oft solche Apps betroffen, zu denen es keine wirklichen Alternativen gibt, z. B. Banking und öffentlicher Verkehr.Falls euch Lösungen für dieses wachsende Problem einfallen, schreibt sie bitte in die Kommentare.OutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.Quellenhttps://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/das-junge-politik-lexikon/320630/klassengesellschaft/https://www.kuketz-blog.de/kommentar-digitale-erpressung-der-unaufhaltsame-vormarsch-des-app-zwangs/https://www.heise.de/hintergrund/Ohne-App-geht-nix-Ein-rechtlicher-Blick-auf-den-Digitalzwang-9576044.htmlhttps://taz.de/Recht-auf-analoges-Leben/!6009956/https://digitalcourage.de/digitalzwang/definitionhttps://digitalcourage.de/blog/2024/rechtsgutachten-digitalzwanghttps://www.netzwerk-datenschutzexpertise.de/sites/default/files/pe_2024_digitalzwang.pdfhttps://de.wikipedia.org/wiki/Twinthttps://de.wikipedia.org/wiki/Wero_(Zahlungsdienst)https://discuss.grapheneos.org/d/18761-twint-not-working-anymorehttps://play.google.com/store/apps/details?id=ch.sbb.mobile.android.b2c&hl=dehttps://www.dr-datenschutz.de/online-werbung-tcf-2-0-verstoesst-gegen-dsgvo/https://de.wikipedia.org/wiki/MicroG
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Jul 2, 2025 • 52min

CIW142 - Prokrastinieren, Aufgabenverwaltung und Zeitmanagement

CIW - Folge 142 - 02.07.2025 - Prokrastinieren, Aufgabenverwaltung und ZeitmanagementWir begrüssen alle prokrastinierenden Community-Mitglieder zur Folge 141 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft, aufgenommen am 02. Juli von Fadikkop und Felix Daum. In der heutigen Folge reden wir über Prokrastination und Tools, die Helfen, Prokrastination zu vermeiden.AnkündigungenMartin via Mastodon hat sich bei dem letzten Podcast darüber beklagt, dass ich in der Folge 141 behauptet habe, dass Obsidian als Verlinkungs-Methode Wiki-Links verwendet, die auch nicht jeder Editor darstellen kann. Man kann allerdings in den Einstellungen die Wiki-Links deaktivieren und die Standard-Markdown-Syntax verwenden.Der Podcast erscheint erst wieder spätabends, weil es Felix zeitlich nicht anders geschafft hat.Thema:ProkrastinationBegriffsdefinition (Wikipedia)Als Prokrastination (vom lateinischen Substantiv procrastinatio („Aufschub“, „Vertagung“), wird das Leiden an einer Störung bezeichnet, die durch ein unnötiges Vertagen des Beginns oder durch Unterbrechen von Aufgaben gekennzeichnet ist, sodass ein Fertigstellen nicht oder nur unter Druck zustande kommt. Das Gegenteil der Prokrastination ist die Präkrastination, d. h., alles möglichst schnell erledigen zu wollen.Wichtig zu beachten: Im Wikipedia-Artikel geht es um die StörungSymptome bedeuten nicht gleich Störungdas wurde am Artikel kritisiertWarum prokrastinieren wir?Im Gehirn werden kurzfristige Belohnungen bevorzugt, weshalb wir unangenehme oder komplexe Aufgaben gerne verschieben.Zu viele Aufgaben auf einmal können zu „Task Paralysis“ führen, einer Art Lähmung, in der gar nichts mehr vorangehtStrategien gegen ProkrastinationUrsachenforschung: Finde heraus, warum du aufschiebst (z. B. Überforderung, fehlende Struktur, Langeweile).Klare Rahmenbedingungen: Setze dir realistische Ziele, arbeite mit Zwischenschritten und strukturiere deinen Alltag.Begrenze Ablenkungen: Handy weglegen, Arbeitsumgebung aufräumen.Nutze Zeitmanagement-Methoden wie die Pomodoro-Technik: 25 Minuten konzentriert arbeiten, dann 5 Minuten Pause – das hilft, den Einstieg zu finden und motiviert zu bleiben.Digitale Helfer gegen ProkrastinationNextcloud (Kalender, Notizen, Aufgaben, Kanban-Board)Knowledge ManagementJoplinLogseqSuper ProductivityAnalyticsActivityWatchProcrastiScan (Browser)Mindful (Android)Task-ManagementErrandsPlanifyTimePlannerTasks.orgLinksArtikel im Tagesspiegelhttps://de.wikipedia.org/wiki/ProkrastinationOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Jun 25, 2025 • 44min

CIW141 - Joplin, Xournal++ und Rnote

CIW - Folge 141 - 25.06.2025 - Joplin, Xournal++ und RnoteWir begrüssen alle Notizzettel-Liebhaber*innen zur Folge 141 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft, aufgenommen am 25. Juni von Stefan Draxlbauer und Felix Daum. In der heutigen Folge reden wir über Joplin, Xournal++ und Rnote.AnkündigungenRalf ist noch immer im Urlaub, weshalb der Podcast vertretungsweise produziert wird und heute mir Verspätung erscheint.Felix hat endlich mit dem Volla Phone Quintus Teil 2 angefangen!Thema: Joplin und Xournal++ / RnoteJoplinEine fast eierlegende Wollmilchsau:Joplin (Wiki) ist eine kostenlose, Open-Source-Software zur Organisation von Notizen und Aufgabenlisten. Sie ermöglicht das Erstellen und Verwalten von Notizen im Markdown-Format, die in hierarchisch gegliederten Notizbüchern organisiert werden können. Joplin unterstützt die Einbindung von Bildern, Videos, PDFs und anderen Dateiformaten sowie die Verwendung von Tags und die Verlinkung von Notizen. Die Software bietet eine leistungsfähige Volltextsuche und ermöglicht den Export in verschiedene Formate wie MD, PDF und HTML. Joplin ist für die Betriebssysteme macOS, Linux, Windows, iOS und Android verfügbar und kann offline genutzt werden, wobei eine Synchronisierung über verschiedene Cloud-Dienste möglich ist.Joplin Notes ist eine gute Alternative zu Evernote und OneNote. Inzwischen soll man seine Notizen relativ unkompliziert zu Joplin Notes umziehen können. Auch wer von Obsidian umziehen möchte, kann das tun.Kritik an der Datenbank von Joplin: Kann dadurch nicht mit anderen Systemen bearbeitet werden. Zumindest hat aber auch Obsidian das Problem, dass beim Export die Verlinkungen nicht korrekt dargestellt werden könnten. Obsidian verwendet das Wiki-Link-System. Das unterstützt auch nicht alle Notizprogramme. Grundsätzlich ist das aber alles egal, denn Joplin funktioniert auf den unterschiedlichsten Plattformen gut.Xournal++ und RnotePrimär handschriftliche Notizen, aber es gehen auch Bilder, Texte, Annotationen in PDF-Dateien mitverschiedenen FarbenGlättung der HandschriftHilfsmitteln wie gerade Linien, Pfeile, Rechtecke, Kreise, Formerkennung, WinkelmesserFreie Platzierung, Verschiebung und Anpassung von Objekten, also Bildern, Texten, Formen.benötigt aber eigentlich ein Grafiktablett oder ähnliches EingabegerätXournal++ ist eine klassische "Ein Dokument Applikation". Heißt, man öffnet eine Datei und bearbeitet diese.Es gibt Seiten mit Papierformaten wie DIN A4, aber auch selbst gewählte.Daneben verschiedene Hintergründe wie kartiert, liniert, Notenlinien und beliebige Bilder oder PDF-Dateien als Hintergrund.Die Platzierung von Taskleisten sowie die Auswahl derer lässt sich sehr frei wählen, was es ermöglicht, sie an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.Rnote entspricht eher dem, was man von OneNote oder GoodNotes kennt: bspw. unendlicher Schreibplatz, auf der linken Seite ist eine Übersicht der "Arbeitsfläche", was letztlich den Dateibaum anzeigt. Es ist eine libAdwaita-App.Einsatzgebiete: Mitschriften in der Schule oder Universität, handschriftliche Anmerkungen in PDF-Dateien, Konzepte entwerfen.Eine Synchronisation wie bei Joplin ist nicht möglich. Gibt es aber auch nur für den DesktopHonorable MentionsMarkdown-Editoren mit "Ordnung":Marknote: https://apps.kde.org/marknote/Folio: https://github.com/toolstack/FolioQOwnNotes: https://www.qownnotes.org/ErfahrungenXournal++ verwende ich als Lehrkraft primär für Unterrichtsentwürfe und Hefteinträge bzw. deren Lösungen.Was mich an Rnote stört: Der PDF-Export ist riesig (mehrere MB), aber ich benötige leider PDF-Dateien, um mich mit Kolleg:innen auszutauschen.Joplin: funktioniert gut und kann viel. Könnte aber zu unübersichtlich aufgrund der ganzen Funktionen wirken.OneNote: fühlt sich unfertig an. Die Integration von Text und Handschrift und das freie Schreiben an jeder Stelle auf dem Blatt, fühlt sich nicht gut an.FazitLieber ein Programm, das eine Sache richtig gut kann, als ein Programm, dass viele Funktionen hat, diese aber nicht besonders gut umsetzt.LinksXournal++: https://github.com/xournalpp/xournalppRnote: https://rnote.flxzt.net/Joplin: https://joplinapp.org/Handschriften wie OneNote in Joplin implementieren: https://discourse.joplinapp.org/t/why-doesnt-joplin-support-pen-input-in-the-same-way-that-onenote-does/45307/5Joplin Plug-ins: https://joplinapp.org/plugins/OutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Jun 17, 2025 • 25min

CIW140 - Matrix Clients

CIW - Folge 140 - 18.06.2025 - Matrix ClientsWir begrüssen alle Matrixanten zur Folge 138 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft, aufgenommen am 16. Juni von Ephraim Pauli und Joël Schurter. In der heutigen Folge gehen wir den verschiedenen Matrix-Clients auf den Grund, erklären die groben Unterschiede und berichten von unseren Erfahrungen.AnkündigungenRalf ist in den FerienThema: Matrix-ClientsDesktop ClientsElement/SchildiChat (Zukünftige Entwicklung → Matrix 2.0/X)Fractal → Optimiert für GNOME, typischerweise wenige FunktionenNheko → Optimiert für KDE, viele Funktionen... Weitere?Mobile ClientsElement: wird mittlerweile nicht mehr weiterentwickelt und enthält wenig Pflege, hat aber die meisten FunktionenSchildiChat: basiert auf Element, hat aber einige Extras, insbesondere was das Bedienkonzept sowie das Design angehtElement X: Neuentwicklung auf Matrix 2.0 basierend, aber mit weniger FunktionenSchildiChat Next hat deutlich mehr Funktionen als Element X, aber auch noch in der aktiven Entwicklung und es fehlen verglichen zur "Vollversion" immer noch viele FunktionenFluffyChat sieht ganz nett aus, hat Unterstützung für mehrere Accounts, aber es fehlen Matrix 2.0 Funktionen.ErfahrungenJoël:Element/SchildiChat Desktop: Element funktioniert bei mir (Manjaro KDE) einiges besser als SchildiChat, dies aufgrund eines speziellen ungelösten Problems: nach dem Starten von SchildiChat Desktop verliert das Programm plötzlich die Verbindung. Bei Element Desktop habe ich dieses Problem nicht. Die beiden Clients unterscheiden sich aber nur geringfügig.SchildiChat Android: guter Client, das Bedienkonzept ist aber verglichen mit den Marktstandards Signal, WhatsApp etc. eher veraltet, dasselbe gilt für Element.SchildiChat Next/Element X: beides gute Clients, jedoch hat Element X quasi gar keine Einstellungsmöglichkeiten, was ich von SchildiChat kommend sehr vermisse.SchildiChat Next hingegen ist eine Mischung aus Element X und SchildiChat, ebenfalls noch in einer frühen Entwicklungsstufe, aber deutlich weiter entwickelt als Element X.Das einzige Problem von SchildiNext vs Element X scheint mir, dass Element X die Push-Benachrichtigungen besser beherrscht (auf meinem Samsung mit Google Services, installiert zum Test aus dem PlayStore).Ephraim:Element/SchildiChat Desktop: Element tut alles, was es soll, ist am Desktop auch merklich schneller als am Handy. Ich mag auch das Design am Desktop mehr im Vergleich zu SchildiChat.Fractal: Funktioniert und sieht nett aus, aber ist im Alltag auch etwas spärlich, was den Funktionsumfang angeht.Element SchildiChat Android: Habe bis vor kurzem SchildiChat genutzt, kann so weit alles, vermisst aber neuere Funktionen.Element X/SchildiChat Next: Sieht echt gut aus, aber Element X fehlen teilweise noch zu viele Funktionen für einen guten Einsatz im Alltag. SchildiChat Next macht das besser, ist aber tendenziell etwas instabiler als Element X und auch UX-technisch nicht komplett durchdacht.Linkshttps://matrix.org/ecosystem/clients/OutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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Jun 11, 2025 • 44min

CIW139 - Ladybird

CIW - Folge 139 - 11.06.2025 - LadybirdWe welcome all surfers to episode 139 of “Captain it's Wednesday”, the podcast about Free Software and Free Society, recorded on June 10th by Jelle Raaijmakers and Ralf Hersel. Today we talk about the emergence of the new web browser Ladybird.AnnouncementsnoneTheme: LadybirdGreeting and introduction of JelleWhat is the Ladybird project, who is working on it and how did it come about?Why do we need a new web browser?What makes Ladybird different from other browsers?For which platforms will the browser be available?How will the development be financed?Will Ladybird be available under a free license?Is extension support planned for your browser?When do you expect a first executable version?How can the project be supported?FarewellLinkshttps://ladybird.orghttps://github.com/LadybirdBrowser/ladybirdOutroYour feedback is important to us. You can contact us via Matrix, Mastodon or by e-mail. You can find the addresses on our website.GNU/Linux.ch is a magazine in which the community creates interesting articles for the community and discusses them in the podcast. Help to enrich the information for the community. You can find out how to do this here.
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Jun 4, 2025 • 26min

CIW138 - Barrierefreiheit

CIW - Folge 138 - 04.06.2025 - BarrierefreiheitWir begrüssen alle Personen mit Einschränkungen zur Folge 138 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft, aufgenommen am 1. Juni von Thomas Eibich und Ralf Hersel. Heute stellen wir die neue 'Kolumne zur Barrierefreiheit und Inklusion in der Open-Source-Welt' vor.HausmitteilungenkeineThema: BarrierefreiheitBegrüssung und Vorstellung von ThomasWarum ist eine Kolumne zum Thema "Barrierefreiheit" eine gute Idee?Thomas, wie bist Du auf die Idee genommen und bist Du selbst betroffen?Im Vorfeld haben wir über das Format diskutiert. Soll es eine Serie oder eine Kolumne werden?Welche Bereiche der Barrierefreiheit gibt es?Hältst Du die Barrierefreiheit bei Linux-Distributionen weniger gut umgesetzt als bei anderen Systemen?Wirst Du die Kolumne alleine schreiben oder zusammen mit anderen Autoren?Wann dürfen wir den ersten Artikel lesen?Wie kann Dich die Community bei dieser Kolumne unterstützen?VerabschiedungLinkskeineOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.
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May 27, 2025 • 48min

CIW137 - Yocto

CIW - Folge 137 - 28.05.2025 - YoctoWir begrüssen alle Distrobauer zur Folge 137 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft, aufgenommen am 27. Mai von Götz, Christian und Ralf Hersel. Heute sprechen wir darüber, wie man seine eigene Distribution für eingebettete Systeme baut.HausmitteilungenWir bedanken uns für eure Spenden bei: Michael, Engelbert, Soeren, Andris, Folker, Ingmar, Volker, Edmund, Florian, Michel, Stefan, Torsten, Katrina, Rolf, Marco und allen unbekannten Spender:innen, die uns über Liberapay und Twint unterstützt haben.Wir ziehen den Hut vor allen Spender:innen, die mit einem kleinen oder grossen Betrag unser Community-Projekt unterstützen. Wer wenig Geld hat, kann das Projekt jederzeit durch Mitarbeit in Form von Artikeln oder Mit-Podcasten unterstützen. Uns geht es nicht um das Geld, sondern um die Zusammenarbeit der Community.Thema: YoctoWas ist das Yocto Project?Erzeuge dir deine eigene Distro basierend auf den Anforderungen deines Softwareprojekts für IoT mit Embedded LinuxSteht unter der Schirmherrschaft der Linux FoundationHat eine technische und administrative Leitstelle. In letzterem sind viele Chiphersteller versammelt.Releases alle 6 Monate (April und Oktober) und alle zwei Jahre eine LTS Version mit 4 Jahren Support.LTS: Scarthgap (5.0)Walnascar (5.2)Unterschiede zu anderen Buildsystemen (z. B. Buildroot)Buildroot ist eine Sammlung aus Bash SkriptenKeine gute Trennung zwischen Userland Software und Board-Support-PackageKein Dependency-Management und Trennung der BuildsystemeAufbau und Komponenten: BitBake, Poky, Layer-KonzeptJedes Programm wird in einem Recipe (Meta-Sprache für Bitbake, stark an Python angelehnt) beschrieben.Recipes werden in Layer gruppiertGroßes Basislayer: OpenEmbedded hat tausende Recipes und viele SubLayer mit weiteren Compilern (Go, Rust, Clang, ...) oder Bildschirmumgebungen (Gnome, KDE, ...)Recipes aus anderen Layern können erweitert oder komplett überlagert werdenPoky: Standardprojekt für die "eigene" Distro: Template und Grundlage für allesBitBake: Parst jedes Recipe und führt die darin enthaltenen Anweisungen ausBSP: Board Support Package: Enthält die Sourcen zu Kernelmodulen, speziellem Linux Kernel Sourcen, speziellen Compilern, plattformspezifische Bibliotheken, ...Tipps für den Einstieg: Erste eigene Builds, Layer auswählen und konfigurierenSucht euch ein Projekt mit Vorlage, am besten eines, was aktiv gemanagt wirdLest die Dokumentation von Yocto (denn sie ist sehr gut)Arbeitet mit einer Hardware für die es ein BSP gibt:macht nicht den gleichen Fehler wie ich: Nehmt das BSP für x86 RechnerRealisiert kleine Projekte und haltet euch von den großen fern (e.g. OpenBMC)Mein erster Versuch: Nach dem Booten automatisch ins W-LAN einloggenBest Practices für Wartbarkeit und SkalierungÄndert nicht zu viel an den Layern die ihr verwendet.Ändert nur etwas am BSP/Kernel/Firmware, wenn ihr bei Versionsupgrades viele Anpassungen machen wollt.Baut euch eine Build-Pipeline und wartet diese mit jedem VersionsupgradeTypische Stolperfallen – und wie man sie vermeidetNutzt keine der zusätzlichen Tools, die euch die Verwaltung vermeintlich erleichtern:Toaster: Kann alles was die CLI kann und wenn ihr dort den Überblick verliert, verliert ihr ihn auch daAuch wenn Bitbake zustandsorientiert baut, sobald ihr eine der *.conf Dateien ändert, löscht alles und baut neuWollt nicht zu viel auf einmal: Die Lernkurve ist eine WandTooling, Debugging und ErweiterungenOpenEmbedded Layer Index: Eine Website, in der man nach Recipes sucht und auch die verschiedenen Versionen miteinander vergleichen kann.Wann lohnt sich der Einsatz von Yocto (und wann nicht)?Yocto lohnt sich immer dann:Ihr einen sehr spezifischen Anwendungszweck habt.Ihr euch unabhängig von Distributionen machen wollt.Keine Überraschungen bei Updates haben wollt.Wenn ihr genau wissen wollt und kontrollieren möchtet, was in eurem OS drin ist.Yocto lohnt sich nicht:Ihr euer System flexibel anpassen wollt.Auf dem System Softwareentwicklung stattfindet.Beispielprojekt SpotyPeeWollte meine alte Hi-Fi Anlage mit AUX-Eingang auch für Spotify verwenden.Sollte möglichst Energiearm laufenSollte robust im Betrieb seinErfahrungen in der Wartung und Weiterentwicklung:Rust für LibrespotNeue Versionen einpflegenDokumentationLinksOpenEmbedded Layer Index: https://layers.openembedded.org/layerindex/branch/master/layers/Yocto Dokumentation: https://docs.yoctoproject.org/brief-yoctoprojectqs/index.htmlSpotyPee: https://github.com/MrTarantoga/SpotyPeeArtikelseriehttps://gnulinux.ch/serie-embedded-linux-das-kompliziertehttps://gnulinux.ch/eingebettete-systeme-board-support-packagehttps://gnulinux.ch/serie-embedded-linux-yoctohttps://gnulinux.ch/serie-embedded-linux-spotypeeOutroEuer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.

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