ÄrzteTag

Ärzte Zeitung
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Sep 28, 2020 • 13min

Das harte Ringen um eine Nationale Demenzstrategie

und was nun noch zu tun ist Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat vergangene Woche den offiziellen Startschuss für die „Nationale Demenzstrategie“ gegeben. Mit dieser Strategie verpflichten sich die beteiligten Akteure auf Maßnahmen, die das Leben von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen verbessern sollen – und zwar in jedem Stadium der Krankheit. Das geht los beim ersten Hausbesuch, wenn die Diagnose vorliegt, über die ärztliche Versorgung und die psychosoziale Beratung inklusive der Angehörigen sowie die Pflege in schweren Stadien der Krankheit bis hin zur würdigen Sterbebegleitung. Und auch Haus- und Fachärzte sollen bei der Versorgung von Demenzkranken stärker unterstützt werden, etwa indem „professionelle Netzwerke“ für Demenzkranke – bestehend aus Ärzten, Pflegeheimen und Pflegediensten – finanziell stärker unterstützten und ausgebaut werden. Erarbeitet wurde die Strategie, die 27 Ziele und Unterziele mit 162 konkreten Einzelmaßnahmen umfasst, unter Federführung des Bundesfamilienministeriums und des Bundesgesundheitsministeriums und unter dem Co-Vorsitz der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Daneben waren ebenfalls das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Länder, Verbände der Pflege und des Gesundheitswesens, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft involviert. Im Podcast-Gespräch erzählt Monika Kaus, die Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, wie schwer es mitunter war, alle Akteure und ihre Interessen unter einen Hut zu bekommen, was bei der Strategie dennoch fehlt und wie nun den schönen Worten echte Taten folgen sollen.
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Sep 25, 2020 • 16min

Reinhard Busse: "Mehr Geld für Prävention gefährdet nicht die Kranken!"

Berliner Erklärung zur Gesundheitsvorsorge der Zukunft Zehn Leitprinzipien, Maßnahmen und Rahmenbedingungen für die Gesundheitsvorsorge der Zukunft – am Donnerstagabend (24. September) wurde in Berlin die "Berliner Erklärung" vorgestellt. Über 40 Experten aus dem Gesundheitswesen haben über ein Jahr lang daran getüftelt. Wieso es diese Erklärung braucht, darüber haben wir mit dem Gesundheitsökonomen Professor Reinhard Busse von der TU Berlin gesprochen. Er ist Schirmherr der Initiative. In dieser "ÄrzteTag"-Episode erklärt er, weshalb das Verkehrsministerium sich dringend um Gesundheit kümmern muss und was die Initiative noch in der Bundesregierung ändern würde. Wir sprechen auch über die Rolle der Gesundheitsämter und warum es dort mehr als nur Ärzte geben sollte. Busse erklärt außerdem, dass die medizinische Versorgung kranker Menschen nicht leiden wird, wenn mehr Geld für die Prävention ausgegeben wird. Foto: Stephanie Pilick
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Sep 24, 2020 • 27min

Wie der Impfpass voll digital wird – und was das Ärzten nutzt

ImpfDocNE schickt sich an, Praxen zu entlasten Die ePA ist auf dem Weg, wenn auch noch abstrakt. Das interdisziplinäre Team von ImpfDocNE will den Impfpass voll digitalisieren und hat eine Software entwickelt, die Arzt und Patient dessen Impfstatus detailliert zeigt – und auch, auf Wunsch, Impfungen in die ePA übertragen. Was auch möglich ist: Mit einer Familienfunktion wird der Enkel auf seinem Handy über den Impftermin seiner Großmutter erinnert und kann diese weitergeben. In dieser Episode reden wir mit Dr. Hans-Jürgen Schrörs über ImpfDocNE. Gemeinsam klopfen wir ab, welches Team dahinter steckt, wie die Anbindung in die Praxissoftware das Praxisteam unterstützen kann und warum eine dezentrale Speicherung der Daten die beste Lösung für die ePA ist. Und was sage ich eigentlich meinem Patienten, wenn der sein Handy mit den Impfdaten verliert?
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Sep 23, 2020 • 17min

Warum der Weg zu "mehr Qualität in Kliniken" so kompliziert ist

und externe Qualitätsindikatoren auch nicht der Stein der Weisen sind Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement sind im Krankenhaus wie auch in der Arztpraxis zwei grundlegende – und auch selbstverständliche – Aspekte, um die Patientenversorgung sicher zu gestalten. Doch es macht sich unter den Ärzten Unmut breit. Für die Qualitätssicherung sei mittlerweile ein zu hoher bürokratischer Aufwand nötig, der im Missverhältnis zum potenziellen Nutzen für die Patientenversorgung stehe, beklagte jüngst die Bundesärztekammer in einem Memorandum. Was genau die Ärzteschaft verärgert, erläutert im Podcast Dr. Susanne Johna. Sie ist Oberärztin am Sankt Josefs-Hospital in Rüdesheim und seit 2016 im Vorstand der Bundesärztekammer, wo sie im Ausschuss Qualitätssicherung mitwirkt. Im Gespräch geht sie auch auf die Qualitätsoffensive im Krankenhausstrukturgesetz und die planungsrelevanten Qualitätsindikatoren ein, die das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen erarbeitet, und warum dieses Instrument mitunter mehr Sand als Öl in die Klinikabläufe bringt – Dabei gebe es oft eine relativ einfache Lösung.
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Sep 22, 2020 • 29min

Wie lässt sich eine faire Aufgabenverteilung in der Pandemie erreichen?

Ein Blick auf das duale Versicherungssystem Privat versicherte Patienten sind häufig gern gesehene Patienten in den Praxen, weil sie im Vergleich zu Kassenpatienten in vielen Fällen für dieselbe Leistung ein deutlich höheres Honorar einbringen. Gerade in der Corona-Pandemie, nach der ersten Welle, ist die Branche von Ärzten immer wieder an den Pranger gestellt worden: Sie habe sich nicht angemessen beteiligt an den Pandemiekosten, hieß es und heißt es bis heute immer wieder – vor allem von KV-Vertretern. Dahinter steckt der uralte Konflikt im dualen System, inwieweit die privaten Krankenversicherungen (PKV) an Infrastrukturkosten im Gesundheitswesen zu beteiligen wären, die für gesetzlich Versicherte wie für privat Krankenversicherte vorgehalten werden. Im Podcast stellt sich Dr. Florian Reuther, Verbandsdirektor der Privaten Krankenversicherungen der Kritik. Er erläutert, wo etwa die Hygienepauschalen für den erhöhten Aufwand in Praxen greifen und wo neue telemedizinische Abrechnungsmöglichkeiten entstanden sind. Außerdem gibt er einen Ausblick auf die geplante neue GOÄ.
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Sep 21, 2020 • 19min

Was Demenzpatienten mitten im Leben hält

Weltalzheimertag – Wir müssen reden! Alljährlich am 21. September ist Weltalzheimertag. Dieses Jahr steht der Tag in Deutschland unter dem Motto „Demenz – wir müssen reden!“. Doch das ist leichter gesagt als getan. Noch immer ist die Krankheit ein Tabu – auch wenn Demenzen inzwischen zu den häufigsten neuropsychiatrischen Erkrankungen im höheren Alter gehören und über eine Million Senioren in Deutschland betroffen sind. So fällt es vielen Familienmitgliedern sehr schwer, den Betroffenen auf merkliche Veränderungen seiner geistigen Leistungen anzusprechen, aus Sorge, ihn zu verletzen. Selbst einem Arzt gegenüber wird das Thema oft nur vorsichtig und verklemmt angesprochen. Der Erkrankte selbst verschließt häufig die Augen vor seiner zunehmenden Vergesslichkeit oder entwickelt Kompensationsmechanismen. Wertvolle Zeit geht so verloren, denn es ist nachgewiesen: Je früher ein Betroffener mit Gedächtnistraining, mit Gesprächen und Aktivitätsprogrammen mitten im Leben gehalten wird, desto besser kann das Fortschreiten einer Demenzerkrankung zumindest verzögert und die Lebensqualität erhalten werden. Und eine heilende medikamentöse Therapie lässt ja leider nach wie vor auf sich warten. Was sich mit bestimmten aktivierenden Maßnahmen erreichen lässt, welche Rolle eine Selbsterhaltungstherapie dabei spielt und wann Medikamente helfen und wann nicht lässt, erläutert im Podcast Dr. Jürgen Herzog. Er ist Chefarzt an der Schön Klinik München-Schwabing, die einen Schwerpunkt Neurologie hat, zu der auch eine Tagesklinik für Demenz gehört.
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Sep 18, 2020 • 23min

Dr. Matthias Jöllenbeck - ein Arzt pfeift Bundesliga

So ist das Leben als Klinikarzt und DFB-Schiedsrichter Die Fußballfans in Deutschland sind voller Vorfreude, denn die Bundesligen starten an diesem Freitag in die neue Saison. Die Coronavirus-Pandemie bringt allerdings jede Menge Besonderheiten mit sich: für Spieler, Trainer, Fans - aber auch für Schiedsrichter wie Dr. Matthias Jöllenbeck. Er ist Arzt in Weiterbildung in der Orthopädie und Unfallchirurgie an der Uniklinik Freiburg und seit vier Jahren als DFB-Schiedsrichter im deutschen Profifußball im Einsatz. Zum Saisonauftakt wird der 33-Jährige am Freitagabend die Zweitliga-Partie Jahn Regensburg gegen den 1. FC Nürnberg pfeifen. Bislang fungierte Dr. Jöllenbeck 35 Mal in der 2. Bundesliga als Hauptschiedsrichter, zudem war er mehrmals im deutschen Oberhaus als Assistent im Einsatz. In der nun beginnenden Spielzeit wird der Freiburger Mediziner erstmals Bundesliga-Spiele leiten, denn er gehört nun zum erweiterten Kreis der Erstliga-Schiedsrichter. In dieser Episode unseres „ÄrzteTag“-Podcasts spricht Dr. Matthias Jöllenbeck über sein Leben zwischen Klinikalltag und Bundesliga-Zirkus, wie er seine beiden Leidenschaften unter einen Hut bringt und wie ihm der Arztberuf auf dem Platz hilft. Außerdem erzählt er, welche besonderen Herausforderungen die Corona-Pandemie den Schiedsrichtern beschert, wie sich Fußballspiele in der Corona-Zeit verändert haben, welchen Einfluss Zuschauer im Stadion auf die Unparteiischen haben - und wie er über seine Zukunft als Arzt und Bundesliga-Schiedsrichter denkt.
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Sep 17, 2020 • 15min

Warum wollen Sie zurücktreten, Ärztekammerpräsident Jonitz?

Dr. Günther Jonitz über Jugend und Horizonte – und Deutschlands Ärzte als Vorbild Der Präsident der Berliner Ärztekammer, Dr. Günther Jonitz, hat am Mittwochabend überraschend seinen Rückzug aus der aktiven Berufspolitik angekündigt. Bis Juni 2021 will er von seinem Präsidentenamt zurücktreten, sagte der Chirurg vor der Delegiertenversammlung. Wir haben Jonitz, der noch im vergangenen Jahr bei der Wahl zum Präsidenten der Bundesärztekammer angetreten war, am Donnerstag nach den Hintergründen seinen Entscheidung befragen können. In dieser Sonderausgabe vom „ÄrzteTag“-Podcast spricht er über die junge Ärztegeneration und ihr Politikverständnis. Er blickt auf seine politischen Erfolge zurück und erzählt, wie das Aktionsbündnis Patientensicherheit entstanden und mittlerweile ein internationales Vorbild selbst für die WHO und die G20 geworden ist. Und Jonitz verspricht, dass er der Gesundheitspolitik erhalten bleiben will. Foto: Guido Kirchner / dpa
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Sep 17, 2020 • 16min

Welche Lehren zur Patientensicherheit sich aus der Corona-Krise ziehen lassen

und was das mit Personalcoaching zu tun hat Geht es um das Thema Patientensicherheit, dann hat die Corona-Krise den Finger in altbekannte "Wunden" gelegt, wie auch ganz neue Aspekte hervorgebracht. So gehören Unterbrechungen der an sich notwendigen kontinuierlichen Versorgung und unversorgte Notfälle mit zu den Folgen, die die gewohnte Versorgung von Patienten in Deutschland durcheinander gebracht hat. Zugleich kam auf Ärzte und Pflegekräften eine neue ungewohnte Situation zu mit phasenweise sehr hohe physischer wie psychischer Belastung, da die Pandemie die Abläufe in den Alltag in Praxen und Kliniken stark verändert hat – auch dies ist ein Aspekt, der die Patientensicherheit beeinträchtigen kann, denn ganz klar: Wer unter Stress steht, macht leichter Fehler. Dr. Ruth Hecker, Vorsitzende des Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS), erläutert im Podcast, welche Schwachstellen in unserem Gesundheitswesen offen gelegt wurden und an welchen Stellen nun im Sinne der Patientensicherheit dringlich nachgebessert werden sollte – und da ist der Personalmangel nur ein Aspekt. Kritisch sieht sie auch, dass zu wenig auf die Belastungen von Mitarbeitern im Gesundheitswesen geachtet wird und Geld für entsprechendes Mentoring in den Klinikbudgets nicht vorgesehen ist. Doch sie sieht auch einen positiven Effekt.
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Sep 16, 2020 • 13min

„Streit zwischen Haus- und Fachärzten macht gar keinen Sinn!“

BDI-Präsidentin Neumann-Grutzeck zu dem Honorarbeschluss und den Budgets Der Honorarbeschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses stößt den niedergelassenen Ärzten sauer auf. Auch der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) sieht in dem Plus von rund 500 Millionen Euro für die rund 160.000 Vertragsärzte nur einen Tropfen auf den heißen Stein. Die neue BDI-Präsidentin und Diabetologin Christine Neumann-Grutzeck spricht in der „ÄrzteTag“-Episode über die Hintergründe und die gestiegenen Kosten in den Praxen. Und sie erklärt, warum ein Streit zwischen Haus- und Fachärzten um die Honorartöpfe nicht weiterführt. „Wenn der Eine dem Anderen das Geld wegnimmt, wird uns das nicht weiterführen“, sagt sie. Die Folge eines solchen Konflikts wäre schlicht Ärztemangel. Das Budget sei das entscheidende Problem, „das muss weg“. Foto: privat

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