ÄrzteTag

Ärzte Zeitung
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Oct 12, 2020 • 21min

Wie Hausarzt Sami Gaber seine Praxis durchdigitalisiert hat

Und was passiert, wenn Hausärzte programmieren können Digitalisierung in der Arztpraxis klingt oft öde und ist für viele ein nerviges Thema, das nur Geld kostet und im schlimmsten Fall sogar gefährlich. Nicht so Sami Gaber. Er hat seine Hausarztpraxis Bottrop mit rund 2200 Scheinen im Quartal durchdigitalisiert – und zwar selbstständig. In dieser Episode vom "ÄrzteTag"-Episode spricht er darüber, wie er das getan hat und was die größten Hürden und Baustellen waren, als er die Praxis übernommen hatte. Er erzählt, warum es so hilfreich ist, keine Telefonanlage mehr zu haben. Er erklärt, wie sie mit einem Tool, das sie selbst programmiert haben, alle Heim- und Hausbesuche schaffen. Und wie künftig Kollegen von seinen Erfahrungen profitieren können und er mit einem Kollegen das Start-up docport (www.docport.de) gegründet hat. Foto: privat
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Oct 9, 2020 • 17min

Wenn Ärzte und Pfleger unter Dauerstrom stehen

und wie der Verein PSU Akut hilft Mit der Corona-Pandemie ist eine zuvor so noch nicht gekannte Ausnahmesituation entstanden, die die ohnehin oft große Belastung im Klinik- und Pflegealltag für die dort Arbeitenden nochmals verschärft hat – auch ohne dass wir in den Kliniken dramatische Situationen wie in Bergamo oder New York hatten. Mit dem Ziel, Pflegekräften und Ärzten psychosoziale Unterstützung bei schwerwiegenden traumatischen Ereignissen im Arbeitsalltag zu bieten – etwa nach Fehlern, nach schweren Unfällen oder einer erfolglosen Reanimation – hat Dr. Andreas Schießl von der Schön Klinik München Harlaching vor sieben Jahren gemeinsam mit Kollegen den Verein PSU Akut gegründet. Nun in der Corona-Krise wurde zusätzlich eine telefonische „Helpline“ für Mitarbeiter im Gesundheitswesen ins Leben gerufen. Im Podcast-Gespräch erzählt der Anästhesist und Notfallmediziner, mit welchen Sorgen die PSU im „Normalfall“ konfrontiert wird, wie belasteten Kollegen geholfen werden kann und was sich im letzten halben Jahr bei den Belastungen konkret geändert hat.
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Oct 8, 2020 • 19min

Warum die Corona-Krise auf den Appetit durchschlägt

und wie Videoberatungen bei Essstörungen helfen Die Corona-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen sind für viele Menschen eine echte Herausforderung, da der gewohnte Alltag nun schon seit Monaten gehörig durcheinandergewirbelt wurde, soziale Kontakte wie auch Arztkontakte reduziert wurden. Schon viel wurde daher darüber berichtet, wie das das Entstehen seelischer Probleme bis hin zu Depressionen fördert. Zugleich gibt es eine Gruppe meist junger Erwachsener, die bisher recht wenig in den Fokus gerückt ist, das sind die Patienten mit Essstörungen, wie einer Ess-Brech-Sucht oder Magersucht. Denn bei beiden Erkrankungen sind es Imbalancen in gewohnten Abläufen, die einen Rückfall begünstigen können. Prof. Ulrich Voderholzer Ärztlicher Direktor der Schön Klinik Roseneck, hat vor kurzem mit seinem Team nun zwei Studien zu diesem Thema publiziert. Im Gespräch erläutert der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, wie die Corona-Krise auf Psyche und Essverhalten wirkt und wer besonders gefährdet ist, mehr Probleme als nur das ein oder andere Corona-Kilo zu viel aus der Pandemie mitzunehmen.
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Oct 7, 2020 • 16min

"Es wird eine Phase der Sparsamkeit auf uns zukommen"

RWI-Ökonom Boris Augurzky zur Zukunft der Krankenhäuser In den letzten Jahrzehnten hat sich die Krankenhauslandschaft gewandelt: fast doppelt so viele Intensivbetten gibt es heute, aber weniger Gesamtbetten – und das hat wenig mit der Coronavirus-Pandemie zu tun. Das RWI-Leipniz-Institut für Wirtschaftsforschung prophezeit zudem, dass ab dem Jahr 2022 viele Kliniken stark in die Bredouille geraten. Der RWI-Ökonom Boris Augurzky meint, dass eine neue Regierung die Klinikkosten senken wird, nein, muss. In dieser Podcast-Episode berichtet er, wie wir stabile Klinikstrukturen hinbekommen – Stichwort: Zentralisierung und sektorenübergreifende Versorgung. Dabei ist die Ambulatantisierung der Pferdefuß, wie Augurzky erklärt. Foto: RWI/Sven Lorenz
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Oct 6, 2020 • 27min

Die vier Kostentreiber in den Arztpraxen

Zi-Chef Dr. Dominik Graf von Stillfried über die Praxisumfrage IT, Corona, Lieferengpässe und Termine sind die Kostentreiber in Deutschland Arzt- und Psychotherapeutenpraxen. Ganz besonders die IT belastet die Ausgaben der niedergelassenen Ärzte, hat das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) herausgefunden. Im Gespräch mit Zi-Chef Dr. Dominik Graf von Stillfried fragen wir nach den Gründen für die Kosten, und ob sie nicht auch an anderer Stelle etwa durch Mehreinnahmen kompensiert werden. Wir reden auch darüber, wie es um die Zukunft der Einzelarztpraxis steht und welche Lösung es für die zunehmenden administrativen Vorgaben und steigenden Kosten gibt. Foto: Georg J. Lopata / axentis.de / Zi
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Oct 5, 2020 • 18min

Wo ist der Beweis, dass Gesundheits-Apps etwas bringen?

Dr. Anne Sophie Geier vom SVDGV über Evidenz bei DiGA Die Bundesrepublik könnte in diesen Tagen tatsächlich einmal Weltmeister bei der Digitalisierung werden: Erstmals sollen digitale Gesundheitsanwendungen, kurz DiGA, offiziell für die Verordnung durch Ärzte gelistet werden – zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). „Apps auf Rezept“ – das ist ein echtes Novum weltweit. Doch mit der Listung beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ist es noch nicht getan. Denn die Hersteller müssen „positive Versorgungseffekte“ durch ihre DiGA mittels klinischer Studien nachweisen. Wie das geht, das haben wir Dr. Anne Sophie Geier vom Spitzenverband digitale Gesundheitsanwendungen (SVDGV) gefragt. Die Pharmazeutin ist ein echter AMNOG-Profi – ein Verfahren, das hierzulande seit zehn Jahren bekanntlich für neue Arzneimittel Usus ist. Deswegen haben wir Geier auch gefragt, warum es kein „App-AMNOG“ gibt und die Prüfung besser beim BfArM als beim GBA und IQWiG aufgehoben ist. Foto: SVDGV
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Oct 2, 2020 • 39min

Hausärzte nach 30 Jahren Einheit: „Das Zwischenmenschliche fehlt“

Die zwei Hausärztegenerationen Barbara und Christina Fleischhauer zum 3. Oktober Am 3. Oktober vor 30 Jahren hörte die DDR auf zu existieren und wurde Deutschland wiedervereint. Der Auslöser waren lange friedliche Proteste von Hunderttausenden. Die Wende war für die Ostdeutschen eine Aufbruchstimmung und voller Euphorie, sagt Dipl.-Med. Barbara Fleischhauer aus Jena. Sie hat sich 1990 mit eigener Hausarztpraxis in Jena niedergelassen, nachdem sie zuvor in Jena als HNO-Ärztin im Krankenhaus gearbeitet hatte. Doch was ist von der Euphorie übrig geblieben, gibt es vielleicht auch Enttäuschungen? Und wie hat sich der Medizinbetrieb, die Versorgung und der ärztliche Berufsalltag im Osten nach der Wende verändert? Darüber reden wir mit ihr und ihrem Sohn Dr. Christian Fleischhauer. Der Allgemeinmediziner, Baujahr 1979, hat 2015 die Praxis seiner Mutter übernommen. Foto: [M] privat
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Oct 1, 2020 • 25min

Warum die Corona-Pandemie das Risiko der Internet-Spielsucht befeuert

und wie Gaming-Industrie und Politik in die Pflicht genommen werden sollten Vor wenigen Wochen hat eine Erhebung ein Schlaglicht auf eine besondere Folge der Corona-Pandemie geworfen. Sie hat nämlich verdeutlicht, wie stark der Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen während der Lockdown-Phase im Frühjahr zugenommen hat. Forscher des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes und Jugendalters am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf hatten dafür im April rund 1200 Familien mit Kindern im Alter zwischen zehn und 17 Jahren befragt und die Erhebungsdaten mit Daten von September 2019 verglichen. Das Ergebnis: Die durchschnittliche Verweildauer der Zehn- bis 17-Jährigen in den sozialen Medien war werktags um 66 Prozent angestiegen. Die Nutzungsdauer von Onlinespielen an diesen Tagen stieg um 75 Prozent. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig, bezeichnete den Anstieg der Verweildauer von Minderjährigen im Internet als "heftig" und warnte, diese Entwicklung dürfe "so nicht weitergehen". Nun hat auch die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) in diesem Zusammenhang Alarm geschlagen und warnt vor einem Anstieg der Computerspiel- und Internetabhängigkeit. Doch in der geplanten Gesetzesnovelle zum Jugendschutz werde auf diese Risiken gar nicht eingegangen, kritisiert Professor Hans-Iko Huppertz, der Präsidenten der DAKJ. In einem gemeinsamen Gespräch gehen er und und Dr. Jakob Florack, Kinder- und Jugendpsychiater im Vivantes Klinikum im Friedrichshain, näher auf diese Kritik ein und erläutern, wie es denn tatsächlich im das Risiko Internet-Spielsucht steht, welche Spiele überhaupt kritisch sind und welchen Einfluss die Corona-Krise nun darauf hat.
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Sep 30, 2020 • 18min

Wie pflegebedürftigen Senioren ein Klinikaufenthalt erspart werden könnte

– ein Ziel des Projekts Optimal@NRW Mit dem Innovationsfonds werden bundesweit Projekte gefördert, die über die bisherige Regelversorgung hinausgehen und dabei die sektorale Aufteilung des Gesundheitswesens – unter anderen in Kliniken, niedergelassene Ärzte, Pflegeeinrichtungen – überwinden sollen. Ein solches über vier Jahre mit rund 15 Millionen Euro gefördertes Projekt ist das ganz frisch gestartete Projekt Optimal@NRW: Es zielt auf die optimierte Akutversorgung geriatrischer Patienten, denn die Zahl der Menschen über 65 Jahren, die pflegebedürftig sind, wächst stetig. Ihre medizinische Versorgung soll daher künftig ein telemedizinisches Kooperationsnetzwerk über Sektorengrenzen hinweg verbessern – das rund um die Uhr aktiv ist. Was genau hinter dem Projekt steckt und wie damit konkret älteren, vor allem pflegebedürftigen Patienten geholfen werden soll, das erläutert im Gespräch Dr. Jörg Christian Brokmann. Er ist Leiter der Zentralen Notaufnahme des Universitätsklinikums Aachen und Koordinator des Projekts.
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Sep 29, 2020 • 17min

Wie Ärzte Videosprechstunden für ihre Praxis organisieren können

...und was es rechtlich dabei zu beachten gilt Mit der Corona-Pandemie sind Bedeutung und Akzeptanz der Telemedizin deutlich gestiegen. Die Bundesärztekammer hat darauf jetzt reagiert und eine Handreichung für Ärztinnen und Ärzte zur Umsetzung von Videosprechstunden in der Praxis veröffentlicht. Sie ist in acht Themenblöcke unterteilt, die einen kompakten und verständlichen Überblick über organisatorische, technische und rechtliche Aspekte der Fernbehandlung geben. Die BÄK will damit nach eigenen Angaben auch über die Corona-Pandemie hinaus einen Beitrag dazu zu leisten, telemedizinische Angebote als Ergänzung zum Arztbesuch zu fördern. An dem Papier mitgearbeitet hat auch Dr. Josef Mischo, Präsident der Ärztekammer des Saarlandes und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Fernbehandlung der BÄK. Im Podcast-Gespräch gibt er Ärzten wichtige Hinweise für die Organisation der Videosprechstunden und erläutert, welche Chancen, aber auch welche Herausforderungen er in der Telemedizin sieht.

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