ÄrzteTag

Ärzte Zeitung
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Oct 29, 2020 • 18min

Was Ärzte an der Corona-Strategie der Regierung stört

und was sie daher in einem Positionspapier vorschlagen Das Corona-Rad scheint sich immer schneller zu drehen, eine Infektions-Höchststandmeldung jagt die andere, die Krisentreffen der Regierungs-Chefs von Bund und Ländern finden in immer kürzeren Abständen statt, gefolgt von Änderungen der Corona-Maßnahmen. Am Mittwoch haben nun in seltener Einmütigkeit Bund und Länder gemeinsam für vier Wochen weitere Einschränkungen beschlossen, um so das Infektionsgeschehen wieder in den Griff zu bekommen – die Einschränkungen sind deutlich, aber nicht so absolut wie im Frühjahr, quasi ein Lockdown light. Genau den hätten eigentlich etliche Ärztevertreter und Wissenschaftler gerne vermieden. Kurz vor dem politischen Corona-Gipfel ist am Mittwoch haben sie ein Positionspapier vorgelegt mit einer eigenen Strategien, wie auf die steigenden Corona-Infektionszahlen reagiert werden könnte. Unterzeichnet haben das Papier die KBV und die beiden Virologen Professor Hendrik Streeck (Universität Bonn) und Professor Jonas Schmidt-Chanasit (Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Hamburg). Unterstützung kommt von vielen Ärzte und Psychotherapeuten auf einer langen Liste an großen und kleinen ärztlichen Berufsverbänden und Fachgesellschaften. Mit zu den Unterstützern gehört etwa der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands, kurz SpiFa. Dr. Dirk Heinrich, der Vorstandsvorsitzender des SpiFa, erläutert im Podcast-Gespräch, was seinen Verband bewogen hat, die Vorschläge zu unterstützen, welche Diskussionen es auslösen soll und vor allem, was jetzt zu tun ist aus Sicht der Ärzte.
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Oct 28, 2020 • 15min

Wie funktioniert die Schlaganfallversorgung per Telemedizin?

Einblicke in Telekonsile bei Apoplex Bei Schlaganfällen zählt jede Minute und eine schnelle Einlieferung auf eine neurologische Station - am besten eine Stroke Unit. Doch die ist nicht immer in unmittelbarer Nähe. Dann können auch in einem Telekonsil, die wichtigsten Informationen ausgetauscht werden, um erste Behandlungsentscheidungen zu treffen, ist Privatdozent Dr. Christoph Gumbinger überzeugt. Er ist Sprecher der Kommission "Telemedizinsche Schlaganfallversorgung" der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und Leiter der Stroke-Unit an der Universität Heidelberg. In dieser Podcast-Episode erzählt er, warum sich die Teleneurologie lohnt – auch wenn sie (zunächst) kosten- und schulungsintensiv ist – was die Bayern hier besonders gut machen und auch, wo die Grenzen dieses Konzepts (noch) sind. Außerdem ein Thema des Gesprächs: Wie hat sich die Corona-Pandemie auf die Nutzung telemedizinischer Notfallversorgung ausgewirkt?
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Oct 27, 2020 • 22min

Der diabetische Fuß – Warten bis es zu spät ist?

Warum noch zu oft Zehen amputiert werden müssen Durchblutungsstörungen durch Diabetes werden oft verschleppt, obwohl sie schlimme Folgen bis hin zur Amputation von Gliedmaßen haben können. Ärzten fällt die Entscheidung für eine solche Operation daher ebenfalls schwer. Ihr Ziel ist es, möglichst frühzeitig zu intervenieren, indem der Blutzucker gut eingestellt wird, Wunden an Fuß und Bein ordentlich versorgt werden und die Gefäßdurchblutung erhalten bleibt. Doch genau hier scheint sich auch die Corona-Pandemie negativ auszuwirken. Denn die Patienten kommen zunehmend erst spät, teilweise dann zu spät zum Arzt – überwiegend offenbar aus Angst vor Ansteckung, da Diabetiker bekanntlich zu einer der Hochrisikogruppen für einen schweren COVID-19 Verlauf zählen. Professor Dittmar Böckler aus Heidelberg kennt diese Problematik. Er ist Ärztlicher Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie und endovaskuläre Chirurgie am dortigen Universitätsklinikum und aktueller Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG), die sich schon seit geraumer Zeit für die Prävention des diabetischen Fußsyndroms stark macht. Im Podcast-Gespräch erläutert er, warum es so wichtig für Patienten ist, frühzeitig auf mögliche periphere Gefäßerkrankungen zu reagieren und wie ihnen geholfen werden kann. Zudem gibt er auch Kollegen in der Hausarztpraxis zum Thema periphere Gefäßschäden wichtige Tipps.
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Oct 26, 2020 • 18min

Wie bereiten sich Intensivstationen auf die zweite Corona-Welle vor?

und welche Lehren sich aus der ersten Welle ziehen lassen Täglich überschlagen sich derzeit die Meldungen mit neuen Höchstständen bei den positiven Corona-Tests. Noch scheint das nicht in gleichem Maß auf die Zahl schwer erkrankter Patienten mit COVID-19 durchzuschlagen. Doch vergangenen Freitag kam eine erste Meldung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, wonach die Zahl der stationär zu behandelnden COVID-19-Kranken in dem bevölkerungsreichsten Bundesland innerhalb eine Woche von 950 auf rund 1420 Patienten gestiegen war. Vier Wochen zuvor hatte die Zahl noch bei nur 320 gelegen. Einen profunden Einblick in das Infektionsgeschehen auf Intensivstationen hat Professor Gernot Marx. Er ist nicht nur Sprecher des Arbeitskreises Intensivmedizin der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), sondern auch Direktor an der Unkiklinik Aachen im Bereich Intensivmedizin. Im Podcastgespräch berichtet er, wie sich die Intensivmediziner auf die neue Situation einstellen, welche Sorgen bestehen und welche Erfahrungen aus den ersten Monaten der Pandemie für die aktuellen Pläne und Behandlungsstrategien hilfreich sind.
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Oct 23, 2020 • 12min

Infektiologin Marylyn Addo: „Die Pandemie sind wir!“

Und über Fortschritte bei Corona-Impfstoffen Allein in Deutschland werden derzeit drei Impfstoffkandidaten gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 erforscht. So auch am Hamburger Uniklinikum-Eppendorf (UKE). Dort erprobt das Team der Infektiologin und Internistin Professor Marylyn Addo die Vektorvakzine MVA-SARS-2-S. In dieser „ÄrzteTag“-Episode berichtet sie über erste Fortschritte – nicht nur bei ihrer Phase-1-Studie – und gibt einen Ausblick, wann ein erster Impfstoff zugelassen sein könnte. Und sie spricht darüber, was wir jetzt in der Pandemie tun sollten – und warum „wir die Pandemie sind“. Foto: Ulrich Perrey / dpa-POOL / dpa
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Oct 22, 2020 • 28min

Wie Spahn die deutsche Gesundheits-IT an Europa anschließen will

Ein Blick in die Eckpunkte für ein neues Digitalgesetz Aus dem Bundesgesundheitsministerium gibt es erste Eckpunkte für ein neues Digitalisierungsgesetz. Gesundheitsminister Jens Spahn würde damit zum nächsten großen Wurf ansetzen, denn die Stichpunkte haben es in sich. So will er die Nutzer der Telematikinfrastruktur (TI) deutlich ausweiten. Er will die TI „an Europa“ anschließen. Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) würde zum Auslaufmodell. Und noch sehr viel mehr. In dieser „ÄrzteTag“-Episode stellen wir erste Vermutung an, was die Pläne konkret für Ärzte und andere Leistungserbringer bedeuten könnten. Klar ist: Einfach umzusetzen wird dieses Gesetz nicht. Und es könnte einige frustrierte Gesichter geben. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Dean Hanson/Albuquerque Journal
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Oct 20, 2020 • 10min

„Wir haben nur 22 ÖGD-Fachärzte, das zeigt die Brisanz“

Thüringens Ärztekammerchefin Dr. Ellen Lundershausen zum Quereinstieg Mit einem Quereinstieg will die Landesärztekammer in Thüringen Ärzte für den öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) gewinnen. Mit einer verkürzten Weiterbildung von ein oder zwei Jahren sollen so Kollegen aus anderen Fachgebieten einen Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen absolvieren können. Die Möglichkeiten will die Kammer nach einem Grundsatzbeschluss jetzt vorbereiten. Warum nicht auch einfach andere Fachgebiete in den Gesundheitsämtern tätig werden können, was schon heute oft der Fall ist, darüber sprechen wir in dieser Episode vom „ÄrzteTag“-Podcast mit Thüringens Kammerpräsidentin Dr. Ellen Lundershausen. Wir sprechen über die Hürden bis zum Quereinstieg, für wen er infrage käme, und ob der Thüringer Weg ein bundesweites Modell sein könnte. Foto: BÄK
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Oct 19, 2020 • 17min

So kommen Arztpraxen durch die Pandemie

Marion Dorbath vom Kompetenzzentrum Hygiene (CoC) der KVen Im Frühjahr haben die niedergelassenen Ärzte quasi über Nacht ihre Praxen auf den Pandemiebetrieb umgestellt, zusätzliche Hygienemaßnahmen hochgefahren, Sichtschutz am Tresen installiert oder sogar "Fensterpraxen" eröffnet. Nun kommt mit steigenden Corona-Infektionszahlen wieder mehr Arbeit auf die Arztpraxen zu. Auch die neue nationale Teststrategie erhöht den Bedarf etwa für Abstriche von asymptomatischen Personen. Das Kompetenzzentrum Hygiene und Medizinprodukte der KVen (www.hygiene-medizinprodukte.de) hat jetzt die neue Broschüre "Pandemieplanung in der Arztpraxis. Eine Anleitung zum Umgang mit Corona" veröffentlicht. In dieser Episode vom "ÄrzteTag"-Podcast sprechen wir mit einer der Autorinnen, Marion Dorbath vom CoC, wie die Praxen durch den Pandemie-Winter kommen. Foto: CoC
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Oct 16, 2020 • 34min

Die neue Corona-Teststrategie: Wie Ärzte mit Antigentests umgehen sollten

Labormediziner Dr. Michael Müller über PCR, Antigene und Partys Seit Donnerstag gilt die neue Corona-Testverordnung. Sie bringt nicht nur die Antigentests in die nationale Teststrategie, sondern mit ihr werden erstmals auch kostenfreie Screenings für Ärzte und Pflegekräfte und Gesundheitseinrichtungen ermöglicht. Mit diesen Schnelltests tun sich aber viele klinisch relevante Fragen auf. Wann sind sie sinnvoll und wann nicht? Wie gut ist ihre Testgüte und sind sie überhaupt extern validiert? Und was unterscheidet ein negatives Antigen-Testergebnis in Berlin von einem positiven Testergebnis in Schleswig? Darüber sprechen wir in dieser „ÄrzteTag“-Episode mit dem Berliner Facharzt für Laboratoriumsmedizin Dr. Michael Müller. Der 1. Vorstandsvorsitzende der Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V. spricht über den „Dreiklang“ für den Winter, über Partys und Tierärzte. Quellen: “Antigentests Auf SARS-CoV-2.” BfArM, 16 Oct. 2020, www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Antigentests/_node.html “Empfehlung Des Ausschusses Für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) Zu „Arbeitsschutzmaßnahmen Bei Probenahme Und Diagnostik Von SARS-CoV-2‘.” BAUA, 1 Oct. 2020, www.baua.de/DE/Aufgaben/Geschaeftsfuehrung-von-Ausschuessen/ABAS/pdf/SARS-CoV-2_6-2020.pdf?__blob=publicationFile Nationale Teststrategie – Wer Wird in Deutschland Auf Das Vorliegen Einer SARS-CoV-2 Infektion Getestet? 14 Oct. 2020, www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Teststrategie/Nat-Teststrat.html Foto: ALM e.V.
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Oct 15, 2020 • 18min

Zusatznutzen oder nicht – was bei Arzneien auf Ärzte zukommt

Der Medizinrechtler Dr. Gerhard Nitz über das Arzneiinformationssystem (AIS) Auf Ärzte kommt das AIS zu, das Arzneimittelinformationssystem nach dem AMNOG. Was gut klingt, nämlich die Nutzenbewertung der Arzneien transparent zu machen, sorgt aber nicht nur bei ihnen für Kopfzerbrechen. Sie befürchten ein erhöhtes Regressrisiko und Einschränkungen ihrer Therapiefreiheit. In dieser "ÄrzteTag"-Episode sprechen wir deshalb über die Wirkungen und Nebenwirkungen des AIS mit Dr. Gerhard Nitz. Der Fachanwalt für Medizinrecht von der Anwaltskanzlei Geiger, Nitz, Daunderer (www.gnd-law.de) ist ein Experte im Arzneimittelrecht. Er erklärt, warum ein fehlender Zusatznutzen noch lange keinen Verordnungsausschluss bedeutet. Und er spricht darüber, wann Ärzte die Bewertungen bei ihrer Therapieentscheidung berücksichtigen sollten und wann sie in Rechtfertigungsnöte geraten könnten. Foto: privat

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