ÄrzteTag

Ärzte Zeitung
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Nov 16, 2020 • 26min

Wie wird die ärztliche Weiterbildung besser, Max Tischler?

Ein Gespräch über die Pflichten von Weiterbildern und Ärzten in Weiterbildung Viele angehende Fachärzte sind unzufrieden mit ihrer Weiterbildung, wie eine Umfrage des Hartmannbunds unter 800 Ärzten in Weiterbildung gezeigt hat. Nahezu die Hälfte der Assistenzärzte sagt, dass die vorgesehene Kompetenzvermittlung weitestgehend nicht stattfinde. Fast jeder dritte Befragte moniert, es gebe kein jährliches verpflichtendes Feedbackgespräch. 60 Prozent klagen, dass die Rotationspläne nicht umgesetzt werden. In dieser „ÄrzteTag“-Episode sprechen wir mit Max Tischler vom Hartmannbund über die Befunde. Der angehende Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten setzt große Hoffnung ins E-Logbuch. Er sagt aber auch, dass auch die Ärzte in Weiterbildung eine Holschuld haben. Und er erzählt, welche Modelle er für die Weiterbildung „spannend“ findet und was man von den Kompetenzzentren lernen könne. Foto: privat
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Nov 12, 2020 • 27min

Mit „Gesundheitsregionen“ mehr sprechende Medizin – und Geld sparen

Dr. Helmut Hildebrandt über sein Konzept für „Innovative Gesundheitsregionen“ Dr. Helmut Hildebrandt von OptiMedis und zahlreiche andere Autoren haben ein „Zukunftskonzept für Innovative Gesundheitsregionen“ veröffentlicht. Darin skizzieren sie ein Gesundheitssystem, dass die Regionen als wichtige Akteure einbezieht. Die Selbstverwaltung, also die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) oder der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA), sollen damit nicht abgeschafft werden, im Gegenteil, wie er im „ÄrzteTag“-Podcast erklärt. Wir sprechen mit ihm darüber, welchen Vorteil Gesundheitsregionen haben und wie es um die Integrierte Versorgung generell steht. Im Gespräch erklärt er, wie sein Modell die sprechende Medizin und eine „Medizin auf Augenhöhe mit den Patienten“ fördern würde. Und er sagt, woher das Geld kommen soll und wie die Krankenkassen dadurch sparen würden. Foto: Bente Stachowske / OptiMedis
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Nov 11, 2020 • 19min

Wie es um die Männerseele bestellt ist

und wie Stress und Depressionen von Männern wahrgenommen werden Der November steht seit einigen Jahren im Zeichen der Männergesundheit. Denn Männer gelten gemeinhin als Vorsorgemuffel – bei der Krebsvorsorge wie beim Gesundheits-CheckUp. Männer rauchen und trinken auch mehr und ernähren sich ungesünder als Frauen. Und dennoch schätzen rund 70 Prozent der Männer ihren allgemeinen Gesundheitszustand als gut oder sehr gut ein. Auch bei der psychischen Gesundheit gibt sich das starke Geschlecht gerne stark. Nach aktuellen Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geben in Deutschland nur etwa halb so viele Männer wie Frauen an, sich seelisch belastet zu fühlen. Zumindest die Diagnose Depression wird bei ihnen auch tatsächlich seltener gestellt als bei Frauen. Und doch begehen dreimal so viele Männer Selbstmord wie Frauen. Hauptursache für Suizide sind – ja – eben Depressionen. Wie das männliche Selbstbild und psychische Erkrankungen zusammenhängen und wie Männer besser bei der Gesundheitsvorsorge erreicht werden können, ist Thema des Podcast-Gesprächs mit Dr. Gernot Langs, Chefarzt an der Psychosomatischen Klinik der Schön Klinik Bad Bramstedt.
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Nov 9, 2020 • 14min

Mit UV-C-Licht und Ozon gegen Corona – bringt das etwas?

Dr. Heinz-Jörn Moriske über den Sinn und Unsinn von Filtersystemen Die Patienten sind abends aus der Praxis, der Praxisinhaber schaltet seine UV-C-Lampen an – und die Desinfektion der Oberflächen ist erledigt: So einfach ist das?Hersteller von UV-C-Lampen, Ozon-Luftreinigern und mechanischen Filtern preisen jedenfalls ihre Produkte an: leichte Anwendung, sicher und effektiv. Dr. Heinz-Jörn Moriske hat bei vielen dieser Produkte seine Zweifel: Er leitet die Kommission Innenraumlufthygiene beim Umweltbundesamt und hat die verschiedenen Systeme begutachtet. Im Podcast sprechen wir darüber, wie die aktuelle Studienlage bei UV-C-Licht gegen das Virus SARS-CoV-2 ist, ob Ozon bei der Luftreinigung schädlich für Menschen ist und auf welche Parameter es in der Praxis ankommt, damit die Reinigungssysteme nicht nur in der Theorie wirken. Moriske erklärt zudem, warum manche Systeme bei der Anwendung unsicher sein könnten und was er von mechanischen Filtersystemen hält.
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Nov 6, 2020 • 24min

Wie Rheuma bei Kindern früher erkannt werden kann

und wie Medikamente, Sport und Ernährung dann helfen Mit Rheuma verbinden die meisten Menschen eine Alterserscheinung. Zu Unrecht – denn in Deutschland leiden über 20.000 Kinder und Jugendliche an einer rheumatischen Erkrankung, deren Erscheinungsformen sehr unterschiedlich sein können. Auch die Ursachen der meisten dieser Erkrankungen sind noch nicht völlig verstanden. Eine Expertin in diesem Bereich ist Professor Kirsten Minden. Sie arbeitet als Kinderrheumatologin im Sozialpädiatrischen Zentrum der Charité in Berlin und sie ist Professorin für Versorgungsforschung in der Rheumatologie. In dieser Podcast-Episode erläutert sie, wie sich die Erkenntnisse zu Kindern und Rheuma in den letzten Jahren verändert haben, welche Therapiefortschritte es gibt und wie es gelingen kann, eine gute Versorgung von Kindern bis ins Jugend- und später Erwachsenenalter zu gestalten. Denn das ist nach wie vor ein Knackpunkt.
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Nov 5, 2020 • 26min

Streit ums KBV-Papier – „Gebote haben nicht geklappt!“

DGfN-Präsident Professor Jan Galle über Lockdown und Langzeitstrategie Während die Republik im Lockdown ist, geht der Streit um ein Positionspapier weiter: das gemeinsame Dokument von KBV, einigen Verbänden und zwei Virologen. Darin fordern die Autoren einen behutsamen Umgang mit den Maßnahmen gegen die Pandemie, nicht einen Lockdown nach dem anderen, sondern eine langfristige Strategie. Etlichen Ärzteverbänden und Fachgesellschaften stößt das Dokument jedoch sauer auf, so auch den Nephrologen. In dieser Episode vom „ÄrzteTag“-Podcast sprechen wir mit DGfN-Präsident Professor Jan Galle über das Papier und seine Kritik daran. Galle sagt, dass er etliches darin unterstützen könne. Nur die „Unzeit“ der Publikation stört ihn. Und der Stil, wie es zustande gekommen ist. Ein Gespräch über Lockdown versus Langfriststrategie. Foto: Jan Galle
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Nov 4, 2020 • 15min

Droht der ärztliche Bereitschaftsdienst wegen Corona zu überlasten?

KV-Hessen-Vize Dr. Eckhard Starke über besorgte Bürger und die 116117 Die Telefonhotline des ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Hessen läuft wieder heißt: Laut der KV haben in der vergangenen Woche dort über 41.000 Menschen Rat gesucht. 85 Prozent aller Anrufer hatten Fragen zur Coronavirus-Pandemie. Eine Aufgabe, für die die 116117 ursprünglich gar nicht gedacht war, sagte der stellvertretende KV-Vorstandsvorsitzende Dr. Eckhard Starke in dieser „ÄrzteTag“-Episode. Denn vor Corona war die Hotline zunächst für rund 6000 Anrufer in der Woche ausgelegt. In dieser Episode spricht er über die Gründe und Anliegen der Anrufer. Er erklärt, warum es bald noch sehr viel mehr werden könnten, und wie die Telefonhotlines der KVen entlastet werden könnten. Foto: Carolina Ramirez / KVH
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Nov 3, 2020 • 17min

Wie möchten Sie den ÖGD für Ärzte attraktiver machen, Dr. Botzlar?

Und warum gelingt das mit dem Verdi-Tarifabschluss nicht Vor kurzem haben sich nach zähem Ringen und einigen Warnstreiks Gewerkschaften und Arbeitgeber im öffentlichen Dienst (ÖD) auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Das Einigungspaket sieht unter anderem ein Einkommensplus je nach Gehaltstufe zwischen 3,2 und 4,5 Prozent vor plus Corona-Prämienzahlungen. Besonders im Pflegebereich gibt es noch weitere Gehaltszuschläge und auch die Ärzte in den Gesundheitsämtern werden ab März 2021 mit einer Zulage von 300 Euro bedacht. Von Seiten des Ärztegewerkschaft Marburger Bund gibt es dennoch Kritik. Was an den neuen Vereinbarungen aus ihrer Sicht verkehrt ist, erläutert in dieser Podcast-Episode Dr. Andreas Botzlar. Der stellvertretende Vorsitzende des Marburger Bundes und dortige Tarifexperte stellt zudem die eigenen Vorschläge des Marburger Bundes vor, wie die Anstellung als Arzt im öffentlichen Gesundheitsdienst attraktiver werden könnte.
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Nov 2, 2020 • 11min

Was Bierflaschen mit der Ärzte-Ausbildung zu tun haben

HOM-KIT bringt Medizinstudenten und Schaupieler zusammen Wie vielen Studiengängen haftet auch dem Medizinstudium der Ruf an, zu theoretisch zu sein – so dass mancher angehende Arzt erst spät die Interaktion mit Patienten wahrnimmt. An der Universität des Saarlandes (UdS) machen die Lehrbeauftragten ihre Studenten schon vorher mittels Schauspielern fit: Im Homburger Kommunikations- und Interaktionstraining (HOM-KIT) schmeißen die interdisziplinären Ausbilder ihre Schützlinge in verschiedenste Arzt-Patientengespräche – und die Lehrer sowie die Schauspieler geben ihnen danach Feedback. Die Inhalte sind vielfältig: Wie überbringe ich einem Angehörigen einen Todesnachricht, wie spreche ich fehlende Compliance oder ein Übergewicht an und was mache ich, wenn ein Patient unverschämt wird? Auch STI-Aufklärung steht auf dem Plan. Corona-bedingt haben die Verantwortlichen jetzt ein neues Modul hinzugefügt: die Videosprechstunde. Hier bringen sie den Jungmedizinern nicht nur eine gute Gesprächsführung bei, sondern auch, was das Besondere am virtuellen Blickkontakt ist und sie setzen Requisiten ein, auf die die angehenden Ärzte im Hintergrund achten sollen. In dieser „ÄrzteTag“-Episode erzählen Prof. Johannes Jäger, Leiter des Zentrums für Allgemeinmedizin an der UdS, und der Psychologe Roberto D’Amelio, wie das Programm funktioniert, woher sie die Schauspieler bekommen und wie sie HOM-KIT weiter ausbauen wollen. Und sie erzählen im Podcast, warum sie bei der Arztausbildung künftig selbst auf Podcasts setzen.
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Oct 30, 2020 • 12min

Warum Intensivmediziner die nächsten Wochen fürchten

und das KBV-Positionspapier zum falschen Zeitpunkt kam In einem Positionspapier der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) sowie der Virologen Professor Hendrik Streeck (Universität Bonn) und Professor Jonas Schmidt-Chanasit (Universität Hamburg) haben die Autoren eine langfristige Strategie zum Umgang mit dem neuartigen Coronavirus vorgestellt, die nicht auf wiederholtes Herunterfahren des gesellschaftlichen Lebens abzielt. Viele ärztliche und psychotherapeutische Verbände und Gesellschaft wurden dabei als Unterstützer aufgezählt. Gegenposition dazu haben der Berufsverband der Deutschen Anästhesisten (BDA) und die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin bezogen (DGAI). Professor Götz Geldner, Präsidenten des BDA und Ärztlicher Direktor der Klinik für Anästhesiologie, RKH Ludwigsburg, erläutert im Podcast, weshalb sich die Verbände von KBV-Positionspapier distanzieren. Vielmehr gilt es seiner Meinung nach zu verhindern, dass sich die Versorgungslage für intensivmedizisch zu behandelnde Patienten – und zwar nicht nur beatmungspflichtige COVID-19-Patienten – in den nächsten Wochen zuspitzt.

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