

Die Buch. Der feministische Buchpodcast
Die Buch
Wir sprechen über Bücher von Frauen aus einer feministischen Perspektive. Bei uns bekommt ihr neben spannenden Buchtipps auch inspirierende Interviews mit Autorinnen und Aktivistinnen zu hören. Wir sprechen nicht nur über Feminismus und Literatur, sondern auch über alle anderen Themen, die Frauen bewegen - von der Klimakrise über Rassismus und Sexismus, von Aktivismus über Krieg und Flucht bis zu psychischer Gesundheit, Sexualität und Liebe. In unserem "Klassikerinnen"-Projekt stellen wir euch außerdem literarische Klassiker von Frauen vor, die ihr bestimmt nicht in der Schule gelesen habt, aber unbedingt in den Kanon gehören.
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Feb 7, 2024 • 23min
96 Erinnerung, Trauma und die Geschichte der Sklaverei in “The Deep” von Rivers Solomon
Es ist Black History Month! Deswegen behandeln wir in diesem Monat Bücher, die Schwarze Geschichte verhandeln. In “The Deep” von Rivers Solomon geschieht dies auf fantastische Weise rund um Fragen des Erinnerns und Vergessens einer traumatischen Vergangenheit.
Die Wajinru, ein mythisches Meeresvolk, leben unter Wasser. Ihre Vorfahren waren schwangere Frauen, die während des transatlantischen Sklavenhandels über Board geworfen wurden und deren Kinder überlebten. Doch an diese traumatische Vergangenheit erinnert sich nur eine von ihnen: die “Historian” (Geschichtsträgerin) namens Yetu. Für sie wiegt die Last des Erinnerns jedoch zu schwer – sie flieht vor ihrem Volk an die Meeresoberfläche… Doch ist es eine Befreiung, sich von der eigenen Vergangenheit zu lösen?
Diese Frage stellt Rivers Solomon in “The Deep” (Sage, Gallery Press, 2019). Die Geschichte knüpft am transatlantischen Sklavenhandel an, stellt jedoch grundsätzlich Fragen zur Kultur des Erinnerns. Anders als die Wajinru, deren Geschichte von nur einer Person getragen wird, ist das Buch „The Deep“ selbst ein kollektives Projekt. Den Song zum Buch findet ihr hier: https://www.youtube.com/watch?v=5EnPFsk4lOo
Unabhängiger, feministischer Content wird oft nicht honoriert: Dabei könnt ihr einspringen! Mit einem kleinen finanziellen Beitrag helft ihr uns, schreibenden Frauen eine Plattform zu geben und feministische Literaturkritik zu leisten. Alle Infos findet ihr unter www.steadyhq.com/diebuchpodcast!
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Jan 24, 2024 • 44min
95 Die Frauen hinter den Grimm-Märchen - "Clever Maids" von Valerie Paradiz
Die Märchen der Gebrüder Grimm wie Aschenputtel, Dornröschen und der Froschkönig wurden eigentlich von Frauen wie Marie Hassenpflug und Dorothea Viehmann erzählt. Diese beiden Frauen prägten die Entstehung der Märchensammlung entscheidend, wurden jedoch in der Literaturgeschichte in den Hintergrund gedrängt.
In dieser Folge sprechen wir über Märchen aus feministischer Perspektive – von der Entstehungsgeschichte der „Kinder- und Hausmärchen“ der Gebrüder Grimm und deren weiblichen Informantinnen, bis zu feministischen Interpretationen und Neufassungen.
Wir fragen uns: Wer waren die Frauen hinter den Grimm-Märchen? Was sagen uns die Märchen heute noch? Sind sie überhaupt noch zeitgemäß und wie können wir uns diesen alten Geschichten aus feministischer Sicht heute nähern. Ihr hört unter anderem von folgenden Büchern:
Karrie Fransman und Jonathan Plackett, „Der Prinz auf der Erbse und andere umgekrempelte Märchen“ (2022)
Angela Carter, „Blaubarts Zimmer“/“The Bloody Chamber“ (1979)
Valerie Paradiz, „Clever Maids. The Secret History of the Grimm Fairy Tales“ (2005)
Außerdem beziehen wir uns außerdem auf folgende Quellen:
Bruno Bettelheim, „Kinder brauchen Märchen“ (1977)
Die Filmpionierin Lotte Reiniger
Youtube, Walt Disney’s Multiplane Camera (1957)
Schreibt uns, was ihr von Märchen haltet, ob ihr damit aufgewachsen seid und welche feministischen Neufassungen ihr gut findet. Ihr erreicht uns unter plaudern@diebuch.at oder auf Social Media.
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Jan 10, 2024 • 31min
94 Liebe und Verlust in "Lost & Found" von Kathryn Schulz
Wir lieben – und wir verlieren. Für die Autorin Kathryn Schulz gehört beides zusammen, wie sie in „Lost & Found“, übersetzt von Nicole Seifert beschreibt.
Nachdem Kathryn Schulz ihre Lebenspartnerin gefunden hatte, starb ihr Vater. Die Gleichzeitigkeit von Verlust und Neuentdeckung beschreibt sie in dem Buch „Lost & Found. Vom Verlieren und Finden der Liebe“ (S. Fischer 2023). Übersetzt wurde es von Nicole Seifert, die uns im Podcast von den Herausforderungen ihrer Arbeit und ihrer Meinung zum Buch erzählt.
Wir sprechen in der Folge über verlorene Schlüssel und verlorene Liebe, über die „kosmischen“ Ausmaße des Findens und unsere Lesevorsätze fürs neue Jahr. Hört rein!
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Dec 27, 2023 • 49min
93 Klassikerinnen! Ist Frieden weiblich und Krieg männlich? "Die Waffen nieder!" von Bertha von Suttner
Das Zitat „Die Waffen nieder!“ und den Namen Bertha von Suttner kennen zwar viele – doch wer war die Frau, die heute auf der österreichischen 2 Euro-Münze abgebildet ist? Was steckt hinter ihrem revolutionären Roman „Die Waffen nieder!“ und was sagt uns dieses Buch noch heute, da Kriege überall auf der Welt (wieder)aufflammen?
Kaum eine andere Frau des 19. Jahrhunderts hat Kriege und Militarisierung so entschlossen kritisiert wie die spätere Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner. Ihr Buch “Die Waffen nieder!” wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und Bertha von Suttner zur Friedensikone – aber sie erntete auch viel Spott und Widerstand.
Im Zuge ihres heurigen 180. Geburtstags besprechen wir diese Klassikerin, die zu ihrer Zeit für Aufruhr sorgte, als erste Frau den Friedensnobelpreis erhielt und deren Bücher während der Nazizeit verboten wurden. Wir besprechen, warum die Annahme “friedliche Frau, kriegerischer Mann” zu kurz greift und auch, wie erschreckend aktuell sich die Kriegswarnungen von Bertha von Suttner auch heute lesen. Und wie sollte es anders sein – gelangen wir auch irgendwie zum Vergleich Bertha von Suttner und Jane Austen… Hört rein!
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Dec 13, 2023 • 29min
#92 Was lesen Politikerinnen? Buchtipps von Leonore Gewessler, Alma Zadić, Sigi Maurer, Beate Meinl-Reisinger und Margot Wallström
Welche Bücher lesen Politikerinnen? Wir haben für euch nachgefragt und Spitzenpolitikerinnen vors Mikro geholt! In dieser Folge erzählen Alma Zadić, Beate Meinl-Reisinger, Sigi Maurer, Margot Wallström und Leonore Gewessler von ihren liebsten Büchern von Frauen und ihren feministischen Vorbildern.
Welche Politikerin hat die längste Leseliste und wer wäre lieber Bibliothekarin als geworden als in die Politik zu gehen? Sophia hat im Rahmen des Forum Alpbach Spitzenpolitikerinnen vors Mikro gebeten und sie nach Lieblingsbüchern und feministischen Vorbildern gefragt. Ihr hört in dieser Folge von …
Österreichische Justizministerin Alma Zadić
Österreichische Klimaschutzministerin Leonore Gewessler
NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger
Grünen-Politikerin Sigi Maurer
ehemalige schwedische Außenministerin Margot Wallström
Porträtfoto: (C) Cajetan Perwein
Außerdem könnt ihr noch bis 17.12.2023 bei unserem Weihnachts-Gewinnspiel mitmachen! Wir verlosen ein Buchpaket der rororo-Entdeckungen, zur Verfügung gestellt von Rowohlt Verlag, unter zukünftigen und aktuellen Steady-Mitgliedern zu, bestehend aus:
„Ein Mädchen mit Prokura“ von Christa Anita Brück
„Freundliche junge Damen“ von Mary Renault
„Eine Tochter Harlems“ von Louise Meriwether
Wie funktioniert’s?
Steady-Mitglied werden bis 17.12.2023
Für eines von drei Unterstützungspaketen unter steadyhq.com/diebuchpodcast wählen
Unsere Mitgliedschaften gibt’s auch als Geschenkabos! Alle Infos unter steadyhq.com/de/diebuchpodcast/gift_plans.
Wir verständigen euch dann per E-Mail über euren Gewinn. Viel Glück!
Zu Steady
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Nov 29, 2023 • 39min
91 Interview! Feministische Buchtipps von Katrin Rönicke von "Der Lila Podcast"
Wer steckt eigentlich hinter dem Namen Beate Uhse? Autorin und Podcasterin Katrin Rönicke von „Der Lila Podcast“ erzählt im Interview nicht nur von ihrer Biografie über die bekannte Sexshop-Erfinderin, sondern bringt auch weitere spannende feministische Buchtipps in den Podcast mit.
Nach unserem Interview in „Der Lila Podcast“, wo wir im Rahmen des Lila Büchersommers Buchtipps in den bekannten deutschen Podcast mitbringen durften, starten wir die Gegeneinladung: Katrin Rönicke von „Der Lila Podcast“ ist bei uns zu Gast und erzählt von ihren Lieblingsbüchern. Eine große Vielfalt feministischen Lesestoffs erwartet euch! Wir sprechen unter anderem über:
„Solidarität“ von Natascha Strobl (Kremayr & Scheriau 2023)
„Finnisches Feuer“ von Johanna Sinisalo (Tropen Verlag 2014)
„Beate Uhse. Ein Leben gegen Tabus“ von Katrin Rönicke (Residenz Verlag 2019)
Den „Lila Podcast“ findet ihr unter www.lila-podcast.de und überall, wo es Podcasts gibt. Außerdem sind sie auf Instagram und Twitter/X unterwegs und haben auch ein Unterstützungsprogramm auf Steady.
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Nov 15, 2023 • 48min
90 Buch Wien Live! Magda Birkmann über "Eine Tochter Harlems" von Louise Meriwether
Wie kann man vergessene Autorinnen wiederentdecken? Eine Expertin dafür ist Herausgeberin und Buchhändlerin Magda Birkmann. Sie bringt gemeinsam mit Nicole Seifert die Reihe der rororo-Entdeckungen bei Rowohlt heraus. Wir durften im Rahmen eines Live-Podcast auf der Buch Wien mit ihr über „Eine Tochter Harlems“ von Louise Meriwether sprechen.
In der Reihe rororo-Entdeckungen erscheinen Bücher bereits vergessener internationaler Autorinnen au dem 20. Jahrhundert. In „Eine Tochter Harlems“ von Louise Meriwether erzählt die 12-jährige Francie von ihrer Welt in Harlem der 1930er Jahren. Ihr Vater ist ein sogenannter “Number runner” – jemand, der bei illegalen Lotterien die Wetteinsätze einsammelt. Somit hält sich die Familie finanziell über Wasser. Die Situation ist allerdings nicht leicht. Dem Vater droht Verhaftung, wenn er dabei erwischt wird. Auch auf den Straßen herrscht viel Gewalt und Kriminalität. Francie geht zur Schule, trifft sich mit Freundinnen und muss sich allen möglichen Herausforderungen stellen.
Magda Birkmann hat sich im Studium mit Sprachwissenschaft auseinandergesetzt, hat dann über ein Volontariat bei Suhrkamp in die Bücherbranche gefunden. Seit 2018 ist sie Buchhändlerin in der Buchhandlung Ocelot in Berlin und arbeitet als Literaturvermittlerin, unter anderem auf Social Media. In ihrem Newsletter „Magda liest“ empfiehlt sie Bücher und bringt aktuell mit der Autorin und Bloggerin Nicole Seifert die Reihe rororo-Entdeckungen heraus.
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Oct 31, 2023 • 42min
89 Was haben Hexen mit Feminismus zu tun? "Hex" von Jenni Fagan
Es ist Halloween – deswegen gibt’s eine vorgezogene Folge zu einem Thema, das Bücher, Frauen und Feminismus verbindet: Hexen! Freut euch auf eine Folge voller Magie, widerspenstiger Frauen und weiblicher Solidarität.
Jenni Fagans Novelle „Hex“ erzählt die wahre Geschichte einer Hexenverfolgung nach. 1591 wurde Geillis Duncan in Edinburgh als Hexe verfolgt und hingerichtet, doch in Fagans Buch bekommt Geillis eine zweite Chance. Die schottische Autorin erzählt von weiblicher Solidarität, patriarchaler Gewalt und einer Frau, die sich nicht unter kriegen lässt.
Das Thema der Hexenverfolgung besprechen wir außerdem aus feministischer und historischer Perspektive. Warum kam es überhaupt zu den Hexenverfolgungen? Was hatte diese Praxis mit Frauenfeindlichkeit, religiösen Konflikten, dem Kapitalismus und sogar dem Bierbrauen zu tun? Das alles erfahrt ihr in unserem Halloween-Special. Und am Ende gibt’s eine Überraschung für alle Junghexen und Hexenmeister*innen unter euch. Hört rein!
Podcastempfehlung: „Wilma. Die unerklärlichen Kräfte eines Dienstmädchens“ von von Anna Masoner, Kerstin Tretina und Irmi Wutscher, ORF Ö1.
***Kommt zur Buch Wien 2023***
Am 11.11.2023 um 11.30 Uhr dürfen wir über wiederentdeckte Autorinnen auf der Buch Wien sprechen. Bei einem Live-Podcast mit Herausgeberin und Buchhändlerin Magda Birkmann erzählen wir euch von Klassikerinnen der 1930er Jahre – frisch erschienen in der Reihe rororo-Entdeckungen von Rowohlt. Alle Infos unter: https://www.buchwien.at/programm/podcast-die-buch/
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Quellen:
Silvia Federici, Hexenjagd: Die Angst vor der Macht der Frauen, Unrast Verlag, 2021.
Mona Chollet, Hexen: Die unbesiegte Macht der Frauen, Nautilus, 2020.
Peter Leeson & Jacob Russ, „Witch Trials“, The Economic Journal, 2017.
BBC Radio 4, Witch (Podcast).
A Mighty Girl, „Women Used to Dominate the Beer Industry – Until the Witch Accusations Started Pouring In“, 2023.
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Oct 16, 2023 • 38min
88 Wer darf über die DDR schreiben? "Gittersee" von Charlotte Gneuß
Zur Verleihung des Deutschen Buchpreises dürfen wir euch unser diesjähriges Patenbuch vorstellen: „Gittersee“ von Charlotte Gneuß. Die Geschichte eines jungen Mädchens, das in die Fänge eines Stasimannes gerät, hat ganz schön polarisiert und die Frage aufgeworfen: Wer darf über die DDR schreiben?
Dresden in den 1970er Jahren: Paul ist verschwunden. Es heißt, er soll Republikflucht begangen haben. Als seine Freundin muss die 16-jährige Karin doch davon gewusst haben? Sie wird von dem Stasimann Wickwalz verhört und zum Spitzeln angeleitet. Dabei muss sie sich gegen ihre eigenen Freunde und Familie wenden.
Die Veröffentlichung von Charlotte Gneuß Debütroman „Gittersee“, das auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2023 stand und kürzlich den ZDF-„aspekte“-Literaturpreis gewann, wurde von der Frage begleitet, wer über die DDR schreiben darf. Denn als Autorin, die nach der Wende im Westen geboren wurde, hat Charlotte Gneuß die DDR nicht selbst miterlebt.
Als unbedarfte Österreicherinnen waren wir von der heftigen Diskussion rund um unser Buchpreis-Patenbuch durchaus überrascht – und dürfen in unserer Folge als Außenstehende unseren Senf dazu abgeben. Wir fragen uns: Was bedeutet Kulturelle Aneignung in der Literatur? Wie gehen andere Autorinnen mit dieserm Vorwurf um? Und wie sehen wir die Debatte um „Gittersee“ aus feministischer Perspektive? Hört rein!
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Quellen:
Zeit Online, Wie war das im Osten? Stasi-Kind in der DDR, „Ich war Täter. Punkt.“ 8.10.2019
The Guardian, „Whose life is it anyway? Novelists have their say on cultural appropriation“, 1.10.2016.
Sandra Kegel, „Was habt ihr eigentlich vor 1989 gemacht?“, FAZ, 25.9.2023.
Sandra Kegel, „Die Akte Gneuß“, FAZ, 15.9.2023.
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Oct 4, 2023 • 31min
87 Live! Lesen wir rassistisch? Wie Toni Morrison den Literaturkanon aufmischt - "Rezitativ" von Toni Morrison
In einem Live-Podcast spricht Julia mit Literaturwissenschaftlerin Tomi Adeaga und Afrikawissenschaftlerin Miša Krenceyová über Toni Morrisons Erzählung „Rezitativ“.
Toni Morrison fordert unseren Blick auf Literatur heraus – damals wie heute. In ihrer neu auf Deutsch erschienen Erzählung „Rezitativ“ (Rowohlt) spielt sie mit der Wahrnehmung der Leser*innen und bricht rassistische Stereotype auf. In diesem Live-Podcast, einer Kooperation mit ÖFSE, Frauen*solidarität und der C3 Bibliothek, geht’s um Fragen wie: In welchem historischen, politischen und gesellschaftlichen Kontext schrieb die afroamerikanische Autorin ihre einzige Erzählung „Rezitativ“, was sagt ihre Rezeption über uns als Leser*innen aus und wie gelingt es Toni Morrison (nicht nur) den US-amerikanischen Literaturkanon aufzumischen?
Julia (rechts) sprach mit Afrikawissenschaftlerin Miša Krenceyová und Literaturwissenschaftlerin Tomi Adeaga (links) über Toni Morrisons Erzählung „Rezitativ“.
Miša Krenčeyová studierte Afrikawissenschaften und Internationale Entwicklung. In ihrer Lehrtätigkeit ist sie unter anderem am Institut für Afrikawissenschaften der Universität Wien zum Thema Gender und Race in afrikanischen Kontexten beschäftigt und hat sich vielfältig mit Toni Morrisons Wirken auseinandergesetzt.
Tomi Adeaga studierte Deutsch und Französisch an der Obafemi Awolowo University, Nigeria, sowie Germanistik an der Universität in Siegen. Sie unterrichtet unter anderem afrikanische Literaturwissenschaften an der Universität Wien und veröffentlicht selbst Kurzgeschichten. Im Wintersemester 2023/24 organisiert sie eine öffentliche Ringvorlesung zum Thema Kulturelle Pluralität im Feminismus, die auch online übertragen werden.
***KOMMT ZUR BUCH WIEN***
Am 11.11.2023 um 11.30 Uhr dürfen wir über wiederentdeckte Autorinnen auf der Buch Wien sprechen. Bei einem Live-Podcast mit Herausgeberin und Buchhändlerin Magda Birkmann erzählen wir euch von Klassikerinnen der 1930er Jahre – frisch erschienen in der Reihe rororo-Entdeckungen von Rowohlt. Alle Infos unter: https://www.buchwien.at/programm/podcast-die-buch/
Quellen:
Toni Morrison, Playing in the Dark: Whiteness and the Literary Imagination, Vintage: 1993.
Charlie Rose, Youtube, „Toni Morrison Beautifully Answers an „Illegitimate“ Question on Race (Jan. 19, 1998)“
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