

Holger ruft an
Übermedien
Der Übermedien-Podcast, in dem Host Holger Klein jede Woche mit wechselnden Gästen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe spricht.
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik und berichtet seit 2016 über Medien: unabhängig, werbefrei und finanziert ausschließlich durch unsere Community.
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Oct 23, 2024 • 34min
Holger ruft an ... wegen #MeToo
Was hat die Berichterstattung über #MeToo verändert?
2017 entwickelte sich #MeToo im Zuge der Vorwürfe zahlreicher Frauen gegen den Filmproduzenten Harvey Weinstein zur globalen Bewegung. Seitdem wurden auch in Deutschland viele Fälle von Machtmissbrauch öffentlich, unter anderem durch Recherchen von Medien wie dem „Spiegel“ und der „Süddeutschen Zeitung“.
Die Journalistin Juliane Löffler, die zu den Vorwürfen gegen Ex-„Bild“-Chef Julian Reichelt, Rammstein-Sänger Till Lindemann und anderen Fällen recherchiert hat, hat nun ein Buch geschrieben, in der sie der Frage nachgeht, was #MeToo in Deutschland verändert hat. Darüber spricht sie diese Woche mit Holger Klein. Im Übermedien-Podcast geht es auch um die Schwierigkeiten ihrer Arbeit. Löffler:
„Ich finde den Kontakt mit den Quellen bei diesen Recherchen mit die größte Herausforderung, weil es vielfach darum geht, dass diese Personen erstmal ihre Angst überwinden müssen und auch für sich selber ausloten müssen: Wie resilient bin ich, wie viel Öffentlichkeit kann ich aushalten?“
Auch wenn #MeToo-Recherchen von den Rechtsabteilungen der Medienhäuser geprüft werden, sind juristische Auseinandersetzungen nach Veröffentlichungen fast schon Standard. Immer wieder müssen Medien Texte ändern, Passagen streichen. Wie geht man damit um und warum kann man das nicht verhindern? Wie viele von den Hinweisen, die Löffler erhält, kommen an die Öffentlichkeit? Ist es eigentlich eine gute Idee, alles – von der Vergewaltigung bis zur unangemessenen Bemerkung – als #MeToo-Fall zu labeln? Und wie geht man als Journalistin damit um, immer wieder mit diesen schweren Themen konfrontiert zu sein? Darüber sprechen Holger Klein und Juliane Löffler in der neuen Folge „Holger ruft an…“.
Links:
Ist Luke Mockridge wirklich das Medienopfer, zu dem er sich jetzt macht?
#MeToo in Frankreich: Die Angst vieler Medien vor der Macht der Stars
Eine ARD-Doku hilft Christian Schertz dabei, sich als #MeToo-Vorkämpfer zu inszenieren
An welche Regeln muss sich Verdachtsberichterstattung halten? (Podcast)

Oct 18, 2024 • 21min
Holger ruft an ... wegen des Prozesses in Avignon
Wie hart ist es, über einen Vergewaltigungsprozess wie den in Avignon zu berichten?
Der Fall sorgt weltweit für Aufsehen: Ein Mann soll seine Frau über Jahre betäubt und anderen Männern zur Vergewaltigung zugänglich gemacht haben. Wie ist es, über einen Fall dieses Ausmaßes zu berichten? Gibt es Grenzen? Und was für eine Debatte hat die breite Berichterstattung ausgelöst? Darüber spricht Holger Klein mit der Reporterin Annika Joeres. Sie sagt, so hart es auch sei, das alles detailliert zu verfolgen, habe sie "trotzdem in jedem Moment das Gefühl, dass es wichtig ist, diesen Prozess zu begleiten". Allerdings gibt es auch für sie Grenzen, mediale wie persönliche.
(Triggerwarnung: Im Podcast geht es auch um die explizite Darstellung sexueller Gewalt.)
Annika Joeres ist freie Journalistin und Buch-Autorin. Sie berichtet für die "Zeit" und andere große deutsche Medien über Leben und Politik in Frankreich, wo sie seit vielen Jahren lebt. Sie gehört außerdem zum Team der gemeinnützigen Investigativ-Redaktion „Correctiv“, wo sie als Klima-Reporterin tätig ist. Früher war Joeres unter anderem stellvertretende Redaktionsleiterin der "taz NRW".
Links:
"Ganz normale Männer" ("Die Zeit")
"Sie haben alles gewusst" ("Die Zeit")
"Frankreichs neue Ikone" ("Die Zeit")
"In der ersten Woche konnte ich nicht schlafen" ("Spiegel")

Oct 10, 2024 • 27min
Holger ruft an ... wegen Israel-Berichterstattung
Wie ausgewogen berichten deutsche Medien über Israel?
Seit Jahrzehnten erforscht der Politik- und Kommunikationswissenschaftler Kai Hafez die Berichterstattung über den Nahen Osten. "Immer wenn Israel in einem gewaltsamen Konflikt ist, tendieren deutsche Medien dazu, stärker auf der israelischen Seite zu stehen", kritisiert er. Er beobachtet in der journalistischen Kultur einen Reflex, Israel gerade in Krisenzeiten zu schützen. Die palästinensische und arabische Seite würde grundsätzlich zu schlecht dargestellt.
Hafez findet, dass internationale Medien oft bessere Kriegsberichterstattung anbieten. Jeder Staat und jede paramilitärische Organisation führe Propagandakämpfe. Für den Journalismus bedeute das: "Die Wahrheit liegt nicht in der Mitte zwischen Propaganda und Gegenpropaganda, sondern sie liegt ganz woanders."
Welche Themen fehlen in der Berichterstattung über Israel? Was müsste sich in deutschen Redaktionen ändern, damit die Berichterstattung ausgewogener wird? Und was haben die Hierarchien in Verlagen und Sendern damit zu tun? Das erklärt der Erfurter Medienwissenschaftler in der neuen Folge von "Holger ruft an…".
Links:
Vertrauen verloren? Deutsche Medien und der Gaza-Krieg (Doku des NDR-Magazins "Zapp")
Was wissen wir über die mehr als 100 getöteten Journalisten in Gaza? (Übermedien-Podcast)
Aus Solidarität mit Israel verzichtet die "Bild" darauf, über palästinensische Opfer in Gaza zu berichten
Von wegen "doppelte Standards" in der deutschen Gaza-Krieg-Berichterstattung (Kommentar von Andrej Reisin)
"Die deutsche Berichterstattung zum Nahostkrieg setzt meine Glaubwürdigkeit als Reporter aufs Spiel" (Kommentar von Teseo La Marca)
Gute Tabus, schlechte Tabus: Die vertauschten Rollen in der Debatte über Israel

Sep 20, 2024 • 15min
Holger ruft an ... wegen Medieneigentümern
Wem gehören die Medien in Deutschland?
Hätten Sie gewusst, dass die SPD Eigentumsanteile an großen Medienunternehmen wie der Madsack-Gruppe hat? Oder haben Sie schon mal den Namen Dirk Ströer gehört? Vielleicht nicht. Aber Sie haben sicher schon einmal einen Artikel bei „t-online“ gelesen, dem Portal, an dem Dirk Ströer 20 Prozent der Anteile besitzt.
Zu wissen, wem Medien gehören, ist wichtig. Denn ihre Eigentümer können theoretisch Einfluss nehmen. Einen Überblick über die Strukturen des deutschen Medienmarkts liefert der neue „Media Ownership Monitor“. Ein Team des Magazins „Medieninsider“ ist in Kooperation mit der gemeinnützigen Organisation „Global Media Registry“ der Frage nachgegangen: Wem gehören die Medien in Deutschland? Seit vergangener Woche ist die Seite online.
Wie kam das Team an Informationen? Welche Medienunternehmer haben sie sich genauer angeschaut? Welche Überraschungen gab es? Und ist es um die Medienpluralität in Deutschland bestellt? Holger Klein und Projektleiter Matthias Bannert sprechen darüber in der neuen Folge „Holger ruft an …“
Links:
"Media Ownership Monitor" für Deutschland
Wie Bertelsmann versucht, den Patriarchen Reinhard Mohn zum Ober-Aufklärer der dunklen Firmengeschichte zu verklären
Alle Übermedien-Artikel zu Bertelsmann
Alle Übermedien-Artikel zum Burda-Verlag
Alle Übermedien-Artikel zum Axel-Springer-Verlag

Sep 11, 2024 • 25min
Holger ruft an ... wegen Luke Mockridge
Warum fällt vielen Comedians nichts Besseres ein als nach unten zu treten?
Der Comedian Luke Mockridge hat in einem Podcast abwertende Witze über Sportler mit Behinderung gemacht und erntet dafür seit einigen Tagen sehr viel Kritik. Sat.1 hat eine geplante Sendung mit ihm abgesagt.
Doch sollte man dem ganzen Thema überhaupt so viel Aufmerksamkeit schenken, wie Medien es gerade tun? Hat Mockridge damit nicht erreicht, was er wollte? Der Journalist und Comedy-Experte Bernhard Hiergeist kommt im Übermedien-Podcast zu dem Schluss: Wie man’s macht, macht man's falsch. „Wenn man nicht drüber berichtet, setzt eine Normalisierung von solchen Äußerungen ein. Wenn man darüber berichtet, setzt auch eine Normalisierung ein“, sagt er.
Als jemand, der sich mit Comedians und ihren Ausfälligkeiten intensiv beschäftigt, war der neue Skandal um Luke Mockridge für Hiergeist keine Überraschung. Reaktionäre Comedy, die nach unten tritt, gebe es schon immer, sagt er. Und er habe den Eindruck, dass das in den vergangenen Jahren zugenommen habe.
Was würde er sich von Comedians wünschen? Warum machen richtig gute Witze so viel Arbeit? Was verrät der Blick in die Comedy-Szene der USA? Und was macht eigentlich ein Comedy-Journalist den ganzen Tag lang? Darüber sprechen Holger Klein und Bernhard Hiergeist in der neuen Folge „Holger ruft an…“.
Links:
Ist Luke Mockridge wirklich das Medienopfer, zu dem er sich jetzt macht?
Luke Mockridges gescheiterter Versuch, lustig nicht lustig zu sein
Luke Mockrdige darf sagen, was er will. Und er will offenbar ekelhaft sein (Anja Rützel im "Spiegel")
Sat1 sagt Comedy-Quiz mit Luke Mockridge ab

Sep 6, 2024 • 35min
Holger ruft an ... wegen Thüringen
Müssen Medien auch mit Pressefeinden sprechen?
"Das Ergebnis hat mich betroffen gemacht", sagt Martin Debes in dieser Folge von "Holger ruft an …" über die Landtagswahl in Thüringen vom vergangenen Wochenende. Der Grund: Die AfD ist dort mit 32,8 Prozent der Stimmen zur stärksten Fraktion geworden, verfügt damit über das Vorschlagsrecht für den Landtagspräsidenten und die sogenannte Sperrminorität. Auch das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) holte aus dem Stand fast 16 Prozent. Der "Stern"-Journalist ist allerdings der Meinung, dass der Journalismus zur aktuellen politischen Situation in seinem Heimat-Bundesland auch einen Teil beigetragen hat: "Die Stärke des BSW lässt sich ohne die Medien nicht erklären, die Stärke der AfD vielleicht auch nicht."
Tatsächlich treibt Medien schon lange die Frage um, wie über die rechtspopulistische AfD angemessen berichtet werden kann. Auf der einen Seite steht der Anspruch, objektiv und unvoreingenommen zu berichten, auf der anderen der Wunsch, demokratiefeindlichen Positionen keine Plattform zu bieten. Debes mahnt die Branche zwar zur Selbstkritik, hält aber nicht viel von Positionen, die bestimmte politische Akteure aus dem medialen Diskurs ausschließen wollen: "Wir sollten über die AfD kritisch berichten, aber sie auch ernst nehmen, als eine Partei, die nun mal gewählt wird." Aber was, wenn politische Akteure die Medien selbst zum Feindbild erklären? Darüber spricht Martin Debes mit Podcast Holger Klein in dieser Woche.
Links:
AfD-Coup, Wagenknecht-Volte oder Chaos: Was droht Thüringen? (Analyse von Martin Debes im "Stern")
Der Feind in meinem Studio ("Spiegel")
So sollte man ein Interview mit einem AfD-Vordenker niemals führen (Kommentar von Annika Schneider)
Faktenchecks bringen nur dann etwas, wenn sie auch gelesen werden (Martin Rücker über Sommerinterviews mit AfD-Politikern)
Warum berichten überregionale Medien groß, wenn in Nordhausen gewählt wird? (Übermedien-Podcast mit Martin Debes)
Haben Medien die AfD groß gemacht? (Übermedien-Podcast mit Ann-Katrin Müller vom "Spiegel")

Aug 29, 2024 • 32min
Holger ruft ... wegen Pawel Durow
Was bewirkt die Festnahme des Telegram-Chefs?
Am vergangenen Wochenende wurde in Paris Pawel Durow, der Chef der Messenger-Dienstes Telegram, festgenommen. Mittlerweile ist er wieder frei – allerdings gegen Kaution. Die französischen Behörden werfen Durow unter anderem Beihilfe zu kriminellen Aktivitäten auf seiner Plattform und mangelnde Kooperation vor. Denn Telegram wird nicht nur für Alltagskommunikation genutzt, sondern auch für kriminelle Geschäfte wie Drogenhandel. Große, öffentliche Kanäle verbreiten dort Verschwörungsmythen, Fake News und Hassrede. Und der Betreiber geht kaum dagegen vor. Durow wird deshalb mitverantwortlich gemacht, gegen ihn läuft ein Ermittlungsverfahren.
Ist das nun der große Schlag gegen die übermächtigen Plattformen und die Tech-Milliardäre? Darüber spricht Holger Klein diese Woche im Übermedien-Podcast mit Anna Biselli. Die Chefredakteurin von netzpolitik.org sieht die Festnahme Durows und die Reaktionen darauf eher kritisch. Sie spricht von „Signalaktionismus“. Außerdem nutze Russland den Fall nun, „um sich zum Verteidiger von Presse- und Meinungsfreiheit aufzuschwingen“.
Welche Bedeutung hat Telegram eigentlich – hier in Europa, aber auch in autoritären Staaten? Welchen Kollateralschaden sieht Biselli nach Durows Festnahme für andere verschlüsselte Dienste? Und welche Möglichkeiten gibt es eigentlich, um gegen die Plattform und auf ihr geteilte Inhalte vorzugehen?
Links:
Festnahme mit Risiken und Nebenwirkungen – Beitrag von Anna Biselli bei Netzpolitik.org
Entscheidet die EU jetzt, was Desinformation ist? Übermedien-Podcast zum Digitale-Dienste-Gesetz mit Hendrik Wieduwilt
Schnell Telegram abschalten und dann ist alles wieder gut? Übermedien Podcast mit Andrej Reisin

Aug 22, 2024 • 15min
Holger ruft an ... wegen Sahra Wagenknecht
Warum lieben Russlands Medien Sahra Wagenknecht?
Keine andere deutsche Politikerin wird von russischen Staatsmedien so gerne zitiert wie Sahra Wagenknecht. Die BSW-Gründerin und Parteivorsitzende sei so etwas wie die „Gegenfigur zu Olaf Scholz“, sagt die Journalistin Yelizaveta Landenberger im Übermedien-Podcast. Sie beobachtet russische Medien genau und hat für die FAZ diese Woche aufgeschrieben, wie sehr die Kremlpropaganda „Wagenknechts Loyalität“ schätzt.
Die staatliche Nachrichtenagentur Tass, zum Beispiel, veröffentliche an manchen Tagen gleich mehrere Meldungen zu Sahra Wagenknecht. Eine Zeitung nannte sie kürzlich den „neuen Star der deutschen Politik“. Wagenknecht, so Landenberger, impliziere mit ihren Aussagen immer, dass „eigentlich die Nato, der Westen und die Ukraine Schuld an diesem Krieg" seien. Ein Narrativ, das der russischen Propaganda natürlich gelegen kommt.
Aber sind es nicht auch die deutschen Medien, die Sahra Wagenknecht abfeiern? Wie tragen sie damit indirekt zu ihrer Karriere in russischen Medien bei? Und ist Wagenknecht die einzige deutsche Politikerin, auf die sich Russlands Propaganda gerne bezieht, oder gibt es da noch andere? Darüber sprechen Holger Klein und Yelizaveta Landenberger in der neuen Folge „Holger ruft an…“.
Links:
„Russlands Propaganda liebt Sahra Wagenknecht“ (FAZ)
„Auf Linie mit der russischen Propaganda“ (tagesschau.de)
„Was Sahra Wagenknecht zum Krieg in der Ukraine sagt“ (Faktencheck im Deutschlandfunk)
Johannes Hillje über den Medienhype um Wagenknechts Partei
Kommentar von Stefan Niggemeier zu Sahra Wagenknecht bei „hart aber fair“

Aug 15, 2024 • 30min
Holger ruft an ... wegen Correctiv
Warum musste die Kritik an der "Geheimplan"-Recherche sein?
Nachdem wir bei Übermedien vor zwei Wochen die ausführliche Kritik dreier Autoren an der „Geheimplan“-Recherche von Correctiv veröffentlicht haben, gab es viele Reaktionen. Darunter war positives Feedback, aber auch viel Kritik an der Kritik – von Lesern, anderen Medien, von Correctiv und auch aus unserer eigenen Redaktion. Zudem instrumentalisierten rechte Medien wie die AfD-nahe „Junge Freiheit“ oder das Krawallportal „Nius“ den Text der Übermedien-Autoren als vermeintlich endgültigen Beleg dafür, dass Correctiv mit seiner Geschichte gelogen habe. Der Ton: Jetzt zerlegt sogar ein „linkes Portal“ die „Geheimplan“-Recherche. Dabei haben die Übermedien-Autoren die Gefahr des Rechtsextremismus nie angezweifelt. War es das alles wert?
Übermedien-Gründer Stefan Niggemeier, einer der drei Autoren, spricht diese Woche bei Holger Klein im Podcast darüber, wie er die Debatte wahrnimmt – und warum die Kritik an Correctiv aus seiner Sicht sein musste.
Aber was sagt er zum Applaus von rechts? Was würde er im Nachhinein anders machen? Ist das jetzt die Art von Debatte, die er und seine Co-Autoren sich gewünscht hatten? Und ist Übermedien eigentlich links?
Links:
Der Correctiv-Bericht verdient nicht Preise, sondern Kritik – und endlich eine echte Debatte
Die Kritik an Correctiv ignoriert, was wir über Rechtsextremismus wissen - Replik von Andrej Reisin
Verdient die Correctiv-Recherche Preise oder Kritik? (Diskussion im DLF-Podcast "Nach Redaktionsschluss")
"Geheimplan gegen Deutschland": Die Recherche von Correctiv
Fragen und Antworten zur „Geheimplan“-Recherche von Correctiv
Correctivs Antwort auf die Kritik von „Übermedien“
"Peinliches Penisfechten" – Kommentar zur Übermedien-Kritik an der „Geheimplan-Recherche“ in der taz
"Eine Recherche mit Peng" (SZ)
"Was bleibt vom Geheimplan gegen Deutschland?" (FAZ)
"Seriösem Journalismus muss die Wirkung seiner Arbeit egal sein" – Gastbeitrag von Stefan Niggemeier im "Spiegel"

Jul 18, 2024 • 22min
Holger ruft an ... wegen Ralf Schumacher
Ist ein Coming Out noch eine Nachricht – oder sind wir schon weiter?
Ralf Schumacher hat eine neue Liebe. Das machte der ehemalige Rennfahrer am vergangenen Wochenende bei Instagram öffentlich. Und weil diese neue Liebe ein Mann ist, waren die Reaktionen vor allem auf eines fokussiert: das Coming-out von Ralf Schumacher als homosexueller oder bisexueller Mann.
Aber ist das eigentlich eine Nachricht jenseits von Promiklatsch? Schließlich sollte es doch heutzutage ganz egal sein, wer wen liebt. Darüber spricht Holger Klein diese Woche mit Bettina Böttinger. Die bekannte WDR-Moderatorin und Produzentin ist selbst lesbisch und setzt sich seit langem für die Sichtbarkeit von queeren Menschen ein.
Böttinger sagt: „Es gehört immer noch ein Funken Mut dazu, aus einer gesicherten gesellschaftlichen Position heraus plötzlich ein Coming-out zu verkünden.“ In diesem Fall wohl auch, weil Ralf Schumacher in einer Sportart berühmt geworden ist, die extrem männlich besetzt ist, der Formel 1.
Wie blickt Böttinger auf den öffentlichen Umgang mit Coming-outs? Wie war das in den 90er Jahren, als ihre Homosexualität öffentlich wurde? Welche Sorgen macht sie sich angesichts des Rechtsrucks in der Gesellschaft? Und wo hat Bettina Böttinger eigentlich den Ehering von Jens Spahn versteckt?
**Links:
**WDR-Podcast "Wohnung 17"
Instagram-Profil von Ralf Schumacher
Bettina Böttinger bezichtigt Harald Schmidt der Homophobie (queer.de)
Post von Dietmar Bartsch (Die Linke) zum Coming Out von Ralf Schumacher


