

Wohlstand für Alle
Ole Nymoen, Wolfgang M. Schmitt
Wir, Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt, sprechen wöchentlich über Geld. Jeden Mittwoch behandeln wir in "Wohlstand für Alle" ein Wirtschaftsthema und werfen dabei einen anderen Blick auf ökonomische Zusammenhänge.
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Episodes
Mentioned books

Nov 11, 2020 • 27min
Ep. 66: Chinas Aufstieg
Wohlstand für Alle
Am Ende von Maos Leben liegt China am Boden. Zwei Jahrzehnte Misswirtschaft haben tiefe Spuren hinterlassen, während sich die Welt dort draußen jenseits der Chinesischen Mauer immer schneller dreht. Mao ignorierte das weitgehend, dennoch ließ er sich auf ein Treffen mit dem damaligen US-Präsidenten Richard Nixon ein, das der Sicherheitsberater Henry Kissinger eingefädelt hatte.
Ein großer Schritt, der nicht nur geopolitisch entscheidend war, sondern auch die Weltwirtschaft radikal verändern sollte. China öffnete sich nach und nach. Maos Nachfolger #Deng schlug bald einen neuen Weg ein, plötzlich setzte man nach den Kollektivierungsprozessen wieder auf Privateigentum, führte marktwirtschaftliche Reformen durch, setzte auf Wettbewerb und Innovation. Und man suchte nach ausländischen Investoren. Die Lohnkosten waren niedrig und deshalb für westliche Unternehmen sehr verlockend.
Deng war kein großer Theoretiker, sondern in erster Linie ein Pragmatiker, der verstand, dass nur ein hohes Wirtschaftswachstum die Bevölkerung aus der Verelendung befreien kann. Deng ist der große Reformer, der den Grundstein für die heutige Wirtschaftsmacht legte, auch war er es, der die deutsch-chinesischen Handelsbeziehungen initiierte, von denen die deutsche Industrie, insbesondere die Autoindustrie, heute mehr denn je profitiert.
In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ erklären Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt den rasanten Aufstieg Chinas.
Literatur:
Henry Kissinger: China. Zwischen Tradition und Herausforderung. C. Bertelsmann.
Felix Lee: Macht und Moderne. Chinas Großer Reformer Deng Xiaping. Rotbuch.
Felix Wemheuer. Chinas große Umwälzung. Soziale Konflikte und Aufstieg im Weltsystem. Papyrossa.
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Nov 4, 2020 • 36min
Ep. 65: Karl Marx #6 - Corona und die Arbeitszeit
Wohlstand für Alle
Der technische Fortschritt ereignet sich mit einer unglaublichen Rasanz, doch wem kommt dies eigentlich zugute? Wo uns die #Maschinen und die Algorithmen immer mehr Arbeit abnehmen, müsste doch schon längst die Arbeitszeit verkürzt werden, schließlich steigt die Produktivität. Doch seit fast fünf Jahrzehnten haben wir nun die 40-Stunden-Woche, und derzeit erleben wir in Österreich, aber auch in anderen Ländern, dass die Arbeitszeit sogar wieder verlängert wird. Die aktuelle Krise muss dabei als Legitimation herhalten, nicht nur konservative und liberale Politiker, auch Funktionäre von Arbeitgeberverbänden plädieren für mehr kostenlose Überstunden und für eine generelle Ausdehnung der #Arbeitszeit. Um diese abstrus anmutenden Forderungen einordnen zu können, müssen wir zurück zu Karl Marx und zu seinem Hauptwerk „Das #Kapital“. Darin beschäftigt sich Marx akribisch mit dem Arbeitstag: Während die Kapitalisten die Arbeiter so lange wie möglich arbeiten lassen wollen, möchten die Arbeiter das Gegenteil, erklärt Marx. Dieser Konflikt bestimmt grundsätzlich das Verhältnis zwischen Arbeiter und Kapitalist, heute hat sich das nicht geändert, wie die aktuellen Diskussionen zeigen. Marx macht dabei deutlich, dass die Arbeiter nur mit Arbeitskämpfen möglichst viel freie Zeit für sich herausschlagen können. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in einer neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.
Literatur:
Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Band 1, Dietz Verlag.
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Oct 28, 2020 • 26min
Ep. 64: Chinas Abstieg
Wohlstand für Alle
Um Chinas gegenwärtigen Weg zur Weltmacht zu begreifen, müssen wir uns mit der chinesischen Geschichte befassen. Keineswegs ist es bloße Rhetorik, wenn Präsident Xi Jinping immer wieder auf die lange Tradition seines Landes verweist, denn vor dem 19. Jahrhundert war China tatsächlich ein Weltreich und genau daran will man nun anknüpfen, und damit auch alte Wunden endlich heilen können. Denn Chinas Aufstieg ist nur durch den Abstieg zu verstehen, bei dem die Briten eine entscheidende, unrühmliche Rolle gespielt haben: China war Ende des 18. Jahrhunderts #Exportweltmeister, die Welt gierte geradezu nach Porzellan, Seide und Tee, hingegen importieren wollten die Chinesen von europäischen Nationen nichts. Interessiert war die Quing-Dynastie nur an Silber. Die Briten begannen deshalb im 19. Jahrhundert heimlich eine Ware nach China zu importieren, von der die Chinesen süchtig werden sollten: Opium. Es folgten bald darauf zwei #Opiumkriege, mit katastrophalen Verlusten für China. Der Abstieg war besiegelt – und noch lange nicht beendet. In der Mitte des 20. Jahrhunderts war die Wirtschaftsleistung drastisch gesunken, da plante #Mao den sogenannten Großen Sprung nach vorn, der jedoch Millionen Menschenleben kosten sollte. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ erklären Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt den wirtschaftlichen Abstieg des einstigen Weltreichs.
Literatur:
Jörg Kronauer: Der Rivale. Chinas Aufstieg zur Weltmacht und die Gegenwehr des Westens. Konkret Verlag.
Felix Lee: Macht und Moderne: Chinas großer Reformer Deng Xiaoping. Die Biographie. Rotbuch Verlag.
Karl Marx über die Opiumkriege: MEW, Bd. 12. Online:
http://www.mlwerke.de/me/me12/me12_549.htm
http://www.mlwerke.de/me/me12/me12_553.htm
http://www.mlwerke.de/me/me12/me12_584.htm
http://www.mlwerke.de/me/me12/me12_162.htm
http://www.mlwerke.de/me/me13/me13_508.htm
Helmut Schmidt im Interview über China: https://www.tagesspiegel.de/kultur/interview-china-ist-ein-gigantisches-experiment/1204526.html
Kai Vogelsang: Kleine Geschichte Chinas. Reclam.
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Oct 23, 2020 • 55min
Spezial #8: "Mit Biden wird wenig besser" - US-Korrespondent Jörg Wimalasena im Gespräch
Wohlstand für Alle - Spezial
"Die USA sind das reichste Armenhaus in der Welt" sagte Heiner Müller einst. Auch Jörg Wimalasena, Korrespondent für verschiedene deutschsprachige Medien in New York, weiß von den Widersprüchen der einstigen Hegemonialmacht zu berichten. Im Gespräch mit Wolfgang M. Schmitt spricht er über die anstehende US-Wahl, wie Trump das achte Weltwunder versprach und warum für viele Menschen auch eine Zukunft unter Joe Biden düster aussieht.
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https://twitter.com/JoergWimalasena
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Oct 21, 2020 • 36min
Ep. 63: Wie gefährlich ist Markus Krall?
Wohlstand für Alle
Die Europäische Zentralbank (#EZB) ist das Feindbild vieler konservativer und libertärer Ökonomen. Auch Markus Krall, dessen Crash-Prophezeiungen zwar nicht eintreten, sich aber größter Beliebtheit erfreuen – vor allem bei YouTube –, sieht in der lockeren Geldpolitik unser Verderben. Noch in diesem Jahr soll es zum großen #Crash kommen (momentan gibt es dafür keine Anzeichen).
Ähnlich wie Roland Baader denkt auch Krall, dass wir im #Geldsozialismus leben, den die „Kulturmarxisten“ der Frankfurter Schule ideologisch flankieren. Eine hedonistische Gesellschaft, die auf dem Rücken der sogenannten Leistungsträger ihre Laster auslebt, habe sich so gebildet, die den Kapitalismus zerstöre und eine Tyrannei der Mehrheit etabliere. Nur noch Gold könne uns aus diesem Elend erlösen. Eine ulkige Vorstellung, könnte man sagen, doch diese Weltanschauung, die die Ökonomie moralistisch betrachtet, ist keineswegs demokratiefreundlich gesinnt. Überdies ist sie auch – wirtschaftswissenschaftlich betrachtet – reichlich unsinnig. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Markus Krall.
Literatur:
Markus Krall: Die bürgerliche Revolution, Langen-Müller.
Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Erster Band, Dietz Verlag.
Wolfgang Streeck: Gekaufte Zeit. Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus, Suhrkamp.
Das Adorno-Interview mit dem "Spiegel":
https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45741579.html
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Oct 17, 2020 • 1h 3min
Spezial #7: Ausverkauf der DDR? Dr. Marcus Böick über die Geschichte der Treuhandanstalt
Wohlstand für Alle - Spezial
Die Treuhandanstalt ist bis heute eine der umstrittensten Institutionen der deutschen Geschichte. Ihre Aufgabe bestand darin, die Volkseigenen Betriebe der DDR im Zuge der Wiedervereinigung zu privatisieren. Während einige diese Praxis als neoliberalen Ausverkauf der ostdeutschen Wirtschaft kritisieren, stellen andere das Handeln der Behörde als alternativlos dar.
Der Historiker Dr. Marcus Böick hat sich mit der Geschichte der Treuhand intensiv auseinandergesetzt und spricht im siebten "WfA-Spezial" mit Ole Nymoen über seine umfangreiche Forschungsarbeit.
Literatur:
Marcus Böick: Die Treuhand - Idee – Praxis – Erfahrung 1990-1994, Suhrkamp.
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Oct 14, 2020 • 22min
Ep. 62: Die neue Seidenstraße - Chinas Weg zur Weltmacht
Wohlstand für Alle
2013 kündigte der chinesische Präsident #XiJingping in einer Rede eine neue Seidenstraße an. Schnell folgten den Worten Taten, Milliarden wurden in das ambitionierte Projekt bereits investiert, doch das ist erst der Anfang. Bis 2050 gehen die Planungen, dann soll die „One Belt, One Road“-Initiative vollendet sein, mit der sich China mit Zentralasien, Europa, Afrika, Russland, ja, sogar mit Südamerika vernetzen will. Autobahnen, Bahnstrecken und neue Wasserwege entstehen, um Handel zu treiben, schon jetzt sind über 90 Staaten bei dem Projekt involviert. China will #Weltmacht werden – möglicherweise kann es in 15 Jahren schon so weit sein – und dabei eine alte Tradition wieder aufleben lassen, denn schon vor mehr als 2000 Jahren gab es eine Seidenstraße und war China bereits ein Weltreich. Während – nicht erst seit der Präsidentschaft von Donald #Trump – die Macht der USA schwindet, erlebt China einen rasanten Aufstieg. Doch was bedeuten die neuen Seidenstraßen für die Weltwirtschaft? Werden sie geopolitische Konflikte verstärken? Und droht Europa und Afrika der große Ausverkauf? Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.
Literatur:
Hillary Rodham Clinton: Remarks on India and the United States. A Vision for the 21st Century.
Online: https://2009-2017.state.gov/secretary/20092013clinton/rm/2011/07/168840.htm
Peter Frankopan: Die neuen Seidenstraßen. Gegenwart und Zukunft unserer Welt
Jörg Kronauer: Der Rivale. Chinas Aufstieg zur Weltmacht und die Gegenwehr des Westens. Konkret Texte.
Niels Werber: Geopolitik zur Einführung. Junius.
Xi Jinping: China regieren. Bd. 1. CBT China Book Trading.
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Oct 7, 2020 • 30min
Ep. 61: Geldsozialismus jetzt! Roland Baader neu gelesen
Wohlstand für Alle
Liberale und vor allem Libertäre beziehen sich häufig auf ihn: Roland Baader gilt als einflussreicher Denker, dabei sind seine Gedanken wenig originell – meistens radikalisiert er bloß Thesen von Friedrich August von Hayek –, vor allem aber sind sie gefährlich, unsozial und demokratiefeindlich. Immer wieder warnte der deutsche Volkswirt vor dem #Kulturmarxismus, der angeblich die westlichen Zivilisationen bedroht, und dessen Vertreter, die laut ihm durch die lockere #Geldpolitik der #Zentralbanken alimentiert werden . Baader, der übrigens den Klimawandel leugnete, schürte eine panische Angst vor der Inflation, die, wie wir wissen, weit und breit nicht in Sicht ist. In seinem Buch „Geldsozialismus“ geht Baader davon aus, dass wir eigentlich überhaupt nicht im Kapitalismus leben, sondern unser Wirtschaftssystem in Wahrheit sozialistisch ist. Den Grund dafür erkennt Baader im staatlichen Geldmonopol, durch welches, wie er meint, die Währung immer weiter entwertet wird. Bar jeglicher intellektueller Redlichkeit verbreitet Baader eine ökonomische Irrlehre, die auf einem erzkonservativen Weltbild beruht, das keineswegs liberal ist. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ geben Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt Einblicke in ein krudes Weltbild, das als Rettung eine Entnationalisierung des Geldes anstrebt.
Literatur:
Roland Baader: Geldsozialismus. Die wirklichen Ursachen der neuen globalen Depression, Resch 2010.
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Sep 30, 2020 • 21min
Ep. 60: Staat und Markt sind keine Gegner!
Wohlstand für Alle
„Da soll sich der Staat mal lieber schön raushalten“, heißt es allzu oft, wenn es um die Wirtschaft geht. Imaginiert wird ein freier Markt, dem der Staat allerhöchstens einen Rahmen geben darf, doch innerhalb des Marktes agieren dann die Marktteilnehmer frei und losgelöst von staatlicher Gängelung. Gegen diese Haltung protestieren wiederum jene, die die Deregulierung der Märkte beklagen, infolgedessen rufen sie nach mehr Staat. In gewisser Weise jedoch sind beide Positionen falsch, denn der Staat ist immer untrennbar mit dem Markt verbunden. Selbst die größten Propagandisten des Neoliberalismus können auf den Staat gar nicht verzichten – sie taten es auch nie –, und der Staat ist auf einen funktionierenden Markt angewiesen, weshalb man durchaus von einem Staatsmonopolistischen Kapitalismus sprechen kann. Bei den Finanzmärkten ist das nicht anders, auch hier ist der Staat ein wichtiger Akteur und auch Profiteur, weshalb beispielsweise die Durchsetzung einer Finanztransaktionssteuer so heikel ist, da jeder Staat auf seine Wettbewerbsvorteile bedacht ist. Und die jüngste #Krise hat uns einmal mehr gezeigt, dass man in der Not sich selbst in liberalen Kreisen keineswegs schämt, den Staat um Hilfe zu rufen. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Monopolstrukturen sowie über das Verhältnis von Markt und Staat.
Literatur:
Stephan Kaufmann, Antonella Muzzupappa: Crash Kurs Krise. Wie die Finanzmärkte funktionieren. Eine kritische Einführung. Bertz + Fischer.
Wladimir Iljitsch Lenin: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus. Manifest Verlag.
Andreas Wehr (u.a.): Staatsmonopolistischer Kapitalismus. PapyRossa Verlag.
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Sep 23, 2020 • 24min
Ep. 59: Die lustige Welt des Hans-Werner Sinn
Wohlstand für Alle
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Mehr Informationen zu "Kapitalismus Global" von Branko Milanovic gibt es unter:
http://www.suhrkamp.de/kapitalismusglobal