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Jul 21, 2024 • 7min
Joann Sfar – Der Götzendiener | Buchkritik
Natürlich hat der Comic-Autor Joann Sfar mehrere Götter. Einer von ihnen ist Serge Gainsbourg.
Am 2. März 1991 erfuhr ich in einer Seilbahn vom Tod Serge Gainsbourgs. Ich bin in dem Wintersportort, in dem meine Mutter siebzehn Jahre zuvor gestorben ist. Ich nehme Gainsbourgs Tod zu ernst. Irgendwas läuft hier schief. Ich wusste kaum etwas vom Tod meiner Mutter, also weine ich um Serge Gainsbourg.
Quelle: Joann Sfar – Der Götzendiener
Comic über die Leere nach dem Tod der Mutter
Über Serge Gainsbourg hat Joann Sfar 2010 einen Spielfilm gedreht. Doch die Trauer um das tote Idol steht hier für eine andere Trauer: Joann Sfars Mutter ist gestorben als er drei Jahre alt war. Jahrelang verschwieg ihm sein Vater, ein angesehener Rechtsanwalt in Nizza, ihren Tod. Die Mama sei verreist. In seinem neuesten autobiografischen Band „Der Götzendiener“ setzt sich der Comic-Zeichner Joann Sfar mit der Leere auseinander, die der Tod seiner Mutter hinterlassen hat.
Ein Elefant im Raum. Ich kann ohne Ende essen. Ich fühle mich nie voll. Manchmal tusche ich sogar schwarze Flächen mit einer Schreibfeder. Das ist sehr befriedigend. Aber es hört nie auf.
Quelle: Joann Sfar – Der Götzendiener
Gespräche prägen diesen Band, Gespräche von Joann Sfar mit seinem Psychotherapeuten und einem Rabbi in Nizza. Aber Theologie und Psychoanalyse bilden nur einen Rahmen. Wirklich persönlich ist dieser Comic, weil Joann Sfar sich auf die Suche macht, nach den Ursprüngen seiner Kunst. Warum ist er Zeichner geworden? Mit dem Zeichnen und Malen haben jedenfalls die wenigen Erinnerungen an seine Mutter zu tun.
Suche nach den Ursprüngen seiner Kunst
Zum Beispiel Asterix: Meine Mutter lebt da noch. Ich male mit dem Kugelschreiber in ihren Asterix-Erstausgaben herum. Nicht, um sie zu beschädigen. Sondern, weil ich betört bin von Uderzos Zeichnungen und davon träume, das auch zu können. Oder besser, mich auf die eine oder andere Weise an seinen Zeichnungen zu beteiligen. Aber diesmal bekomme ich wenige Komplimente. Und auch nicht, als Mama geweint hat, weil ich die weißen Tiere auf einer Kinderdecke ausgemalt hatte. Ich sehe meine Mutter mit hochgekrempelten Jeans im Bad, wie sie weinend die Decke reinigt. Ich weiß, dass es meine Schuld ist, und es macht mich noch heute traurig. Denn es ist eine der lebendigsten Erinnerungen an sie.
Quelle: Joann Sfar – Der Götzendiener
Wenn sein Therapeut ihn auf das Fehlen der Mutter anspricht, antwortet Sfar, dass er lieber ein Buch darüber zeichnen würde. Das Zeichnen, das Leben in Bildern, das Leben als Bildermacher: Wenn es die Leere füllt, wird es dann zum Lebensersatz, eine Flucht vor dem Leben?
Wenn du ein Bild mehr liebst als die Wirklichkeit, bist du verloren. Hier ein konkretes Beispiel: Ich bin bei einer Brünetten und verschüchtert. Sie will unbedingt, dass ich mit ihr schlafe. Wir haben uns gerade kennengelernt. Ich fühle mich unwohl. Sie anzusehen, würde mir reichen. Sie macht alles viel schneller als ich. Sie ist vor mir nackt. Das stresst mich. Ich ziehe mich mental zurück. Ich fange an, sie in meinem Kopf zu zeichnen. Wussten Sie das? Dass ein Zeichner sogar ohne Stift in der Hand zeichnet? Wenn ich zeichne, krieg ich keinen hoch. Mit einer Autorität wie der von Francois Mitterand oder meiner Großmutter väterlicherseits, erklärt sie: Und doch wird es passieren müssen! Schließe die Augen! Und sobald ich die Augen schließe, krieg ich einen hoch. Verstehen Sie? Zeichnen und Leben, beides gleichzeitig ist nicht so einfach.
Quelle: Joann Sfar – Der Götzendiener
Der Comiczeichner – ein Götzendiener?
Eine typische Joann Sfar Szene. Auch, was den Humor betrifft. Denn unten auf der Seite mit der Sex-Szene, die von der Kunst handelt, die dem Leben in die Quere kommt, zeichnet Sfar eine Katze, die einen Vogel gefräßig anschaut und ihm zuraunt: Schließ die Augen! Und vom kleinen Witz springt Joann Sfar dann unvermittelt zum nächsten großen Thema: Neben der Trauer und dem schwierigen Verhältnis von Kunst und Leben befragt Sfar auch seine jüdische Identität. „Götzenanbetung ist, wenn man sich lieber einem Bild anvertraut als der Welt.“ Sagt der befreundete Rabbi zu dem jungen Comiczeichner. Das zweite Gebot Moses, das Bilderverbot: vielleicht folgt es auch der lebensklugen Einsicht, dass ein Glaube, der sich perfekte Bilder macht und in der bildlichen Perfektion erstarrt, das Leben mit erstarren lässt.
Bin ich als Comiczeichner dann ein Götzendiener, der „sich in eine Welt flüchtet, die nicht diese Welt ist“? Fragt sich der junge Joann Sfar. Und die existentialistische Frage zieht sich durch den Band. Joann Sfar hat Philosophie studiert. Aber so grundsätzlich er die Fragen von Tod und Leben und Kunst stellt, so spielerisch sind seine Antworten. Denn alle Antworten liegen in den Zeichnungen selbst. Sfar ist für seinen ungenau-krakeligen, expressiven Stil berühmt. Die Rahmen der Panelbilder sind nicht präzise geometrisch gezogen, sondern mit freier Hand und erinnern an die Form von Sprechblasen. Das heißt, jedes Bild ist gewissermaßen eine große Sprechblase. Deutlicher geht es kaum, wenn man als Comicautor vor allem seine Zeichnungen sprechen lassen will.
Zeichnen ist Leben
Mitten im neuen Band stellt Joann Sfar die Frage, ob das Zeichnen selbst seine Religion ist. Und die Antwort enthält den ganzen Joann Sfar. Denn er erzählt mit wilden Strichen, wie im Mittelalter ein paar anarchistische Mönche, den altfranzösischen Fuchsroman, den „Roman de Renart“, mit seinen humoristischen Parabeln verfassen. Das ist so kindlich wie ironisch, so abenteuerlustig wie fantasievoll. Man versteht sofort, warum die klassischen Superhelden und B-Movie-Monster für Sfar so wichtig sind, wie seine philosophischen Studien. „Schreiben wir, was wir sehen. Also Quatsch!“ ist das Motto der mittelalterlichen Klosterschreiber. Und ganz in diesem Sinne antwortet Joann Sfar auf die Frage, ob es schlimm sei, sich in eine Welt zu flüchten, die nicht diese Welt ist: Nein! Ich liebe es!
Man muss in der Küche arbeiten, oder im Wohnzimmer, inmitten seiner Liebsten. Man braucht Cafés, Bänke, den Wind und dass man unentwegt gestört wird. Das Zeichnen wird nicht abhandenkommen. Zu versuchen, weniger zu zeichnen, wenn man es so sehr liebt, ist morbid. Wenn Du das Gefühl hast, bei deinen Toten zu sein, wenn du schreibst, brich alles ab. Zeichnen, das ist das Leben!
Quelle: Joann Sfar – Der Götzendiener

Jul 21, 2024 • 1min
Sommer-Lesetipp: Martin Mosebach – Der Mond und das Mädchen
Das Buch erschien 2007, als Martin Mosebach den Büchner-Preis bekam und wurde damals für den ersten Deutschen Buchpreis nominiert.
Mehr wettergeprägte Bücher

Jul 21, 2024 • 13min
„Wir machen Bücher aus Leidenschaft“ – Der Klaus Wagenbach Verlag wird 60
Kunstgeschichte und Netzphänomene
Im Gespräch mit SWR Kultur sagt Schüssler, es sei bis heute das große Anliegen des Verlages, Bücher aus Leidenschaft zu machen: „Wir brennen für bestimmte Themen und versuchen, diese Themen und diese Bücher durchzusetzen. Und neben einer Vasari-Gesamtausgabe mit den Texten des „Vaters der Kunstgeschichte“ machen wir auch leichte Dinge und spielerische Dinge. Und wir machen Dinge, die auch in die Zukunft gucken. Also nicht nur nach hinten.“ Ein Beispiel. Die Reihe „Digitale Bildkulturen“ mit Texten über Phänomene wie Emojis, Memes oder Netzfeminismus.
Italien-Reise prägte Klaus Wagenbach
Ein anderer wichtiger Schwerpunkt: italienische Literatur. Kaum ein anderer deutschsprachiger Verlag hat so viel italienische Literatur im Programm wie der Klaus Wagenbach Verlag. Der Grund dafür sei eine sehr persönliche Geschichte. Klaus Wagenbach radelte von Frankfurt aus mit dem Fahrrad durch ganz Italien. Sein Interesse sei zu einem die Kunstgeschichte gewesen und zum anderen ein politisches: „Es hat ihn interessiert, wie eine Nation mit der faschistischen, mit der nazistischen im deutschen Falle, Vergangenheit umgeht. Also der Unterschied zwischen Italien und Deutschland, und es hat ihn dann nicht mehr losgelassen, und so ist er bei Italien geblieben“, so Schüssler.
60 Jahre Wagenbach heißt 20 Jahre Susanne Schüssler
2003 übernahm Susanne Schüssler die Verlagsleitung. Was auffällt: Viele junge italienische Autorinnen prägen das Programm des Wagenbach Verlages. Der Verdienst von Susanne Schüssler? Das ist so passiert, sagt die Verlegerin: „Die italienische Literatur wie wahrscheinlich alle Literaturen war sehr männlich geprägt, über lange Zeit und ohne es zu wollen oder zu forcieren, ist uns plötzlich aufgefallen, dass wir hauptsächlich Frauen ins Programm genommen haben, nicht nur in Italien, sondern auch in anderen Sprachen. Wir sind sehr, sehr weiblich in unserem Programm geworden, und es macht Spaß. Und es sind andere Erzählerinnen, die ein bisschen anders schreiben und auch andere Themen haben.“

Jul 18, 2024 • 4min
Ruth Hoffmann – Das deutsche Alibi | Buchkritik
So richtig verwunderlich ist es nicht, dass man sich in der frühen Bundesrepublik recht schwer tat mit der Bewertung des Widerstands gegen das Dritte Reich. Die Verfolgung nationalsozialistischer Verbrechen wurde rasch ad acta gelegt; ehemalige Nazis waren schon kurz nach Kriegsende entlastet und ins neue System eingebunden worden – nicht nur für diese galten die Elsers, Scholls und Stauffenbergs als Landesverräter.
Zudem gab es ja einen neuen Feind, dem man sich mit bewährten Kräften entgegenstemmen musste – den Kommunismus. Eine allzu starke Beschäftigung mit den zahlreichen Tätern und Mitläufern, den Opfern oder Oppositionellen passte da nicht ins Bild.
Der Widerstand als Stachel im Fleisch der deutschen Nachkriegsgesellschaft
Die Journalistin Ruth Hoffmann untersucht in ihrem ausgezeichnet recherchierten Buch „Das deutsche Alibi“ diesen blinden Fleck sowie den später politisch instrumentalisierten Mythos „Stauffenberg-Attentat“. Noch bis in die 50er Jahre hinein…
…standen mit wenigen Ausnahmen also nicht die Verfolger und Henker am Pranger, sondern ihre Opfer. Während für die einen Pensionen gezahlt, Rechtsbeistand geleistet und Ehrenerklärungen abgegeben wurden, waren die anderen weiterhin Verleumdungen ausgesetzt – und die Regierung ließ es geschehen.
Quelle: Ruth Hoffmann – Das deutsche Alibi
Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus war ein…
…Stachel im Fleisch der deutschen Nachkriegsgesellschaft.
Quelle: Ruth Hoffmann – Das deutsche Alibi
Absolution fürs „verführte Volk“
Die Unfähigkeit zu trauern verband sich mit dem Unwillen, Scham angesichts der begangenen Verbrechen zu empfinden. Nur langsam änderte sich daran etwas. Die Helden des 20. Juli 1944 hätten den Versuch unternommen, „den Staat der mörderischen Bosheit zu entreißen“, sagte Theodor Heuss zum zehnjährigen Jubiläum des Attentats; dem „verführten“ Volk erteilte aber auch er die Absolution.
Angesichts der vorangegangenen Scheuklappenmentalität war Heuss‘ Bekenntnis jedoch schon ein Fortschritt: Konservativen Kreisen fiel es zwar nicht leicht, den Widerstand zu würdigen – zu sehr stand der im Ruch des Landesverrats; aber mit den Offizieren rund um Stauffenberg konnten sie einigermaßen leben. Immerhin ließ sich deren Haltung gut in ein bürgerliches Narrativ von deutschem Geist und patriotischer Gesinnung integrieren.
Wie um die Deutung dieses Ereignisses und des Widerstands insgesamt gerungen wurde, wie die Beurteilung auch den Kalten Krieg zwischen West- und Ostdeutschland bestimmte, wie man um Worte feilschte und Redner sich wanden, wie die Hinterbliebenen der Widerständler ihre je eigenen Kämpfe gegen das Vergessen oder das richtige Gedenken führten – das zeigt Hoffmann penibel genau auf. Die Kultur des Erinnerns bettet sie in die jeweiligen politischen Kontexte ein und würdigt einzelne Protagonisten.
Über die Jahre verfestigte sich so das immer gleiche Muster: Widerstand, das war der 20. Juli 1944. (…) und von einer Schuld der Deutschen war praktisch nie die Rede
Quelle: Ruth Hoffmann – Das deutsche Alibi
Historische Erkenntnisse jenseits ideologischer Ambitionen fehlen
Selbst nach dem Fall der Mauer änderte sich nicht viel – die Instrumentalisierung des 20. Juli für konservative Zwecke setzte sich fort. Der Widerstand linker Gruppen wurde kaum betrachtet, er passte noch immer nicht ins Bild eines konservativen Geschichtsverständnisses, das während Helmut Kohls Regierungszeit neue Konjunktur erfuhr.
Dass der zivile Teil des 20. Juli und das politisch höchst heterogene Netzwerk der Verschwörer bis heute unterbelichtet bleiben und inzwischen die AfD und die Neue Rechte das Datum ungeniert für sich reklamieren können – als Aufstand echten deutschen Patriotismus – scheint nach Hoffmanns Ausführungen fast folgerichtig: Über Jahrzehnte wurde versäumt, historische Erkenntnisse jenseits ideologischer Ambitionen in die offizielle Erinnerungsrhetorik einzubringen.
Das ist das große Verdienst von Ruth Hoffmanns dazu noch exzellent geschriebener Studie – aufzuzeigen, wie der Mythos vom „Stauffenberg-Attentat“ die Komplexität des Widerstands überlagert hat und zum „selbstgerechten Narrativ der Konservativen“ geworden ist.

Jul 17, 2024 • 4min
Ika Sperling – Der große Reset
Ein Vater, der an eine Weltverschwörung glaubt. Seine Familie, die aufgegeben hat, mit ihm darüber zu sprechen. Oder miteinander. Das klingt nach großer Tragödie. Doch Ika Sperlings Comic-Debüt „Der Große Reset“ verbreitet von Seite 1 an vor allem eines: Leichtigkeit.
Mit schwungvollem Strich und vielen Aquarellfarben schickt sie ihr Alter Ego, das wie sie Ika heißt, in die pfälzische Provinz. Wochenende. Heimatbesuch. Mit der großen Schwester daddeln oder abhängen. Nur verrät schon ihr erstes Gespräch: Unbeschwert wird der Besuch nicht.
Ika: U..und? Was macht er? Hat er seinen Job schon gekündigt? Hat er schon einen Flug. Glaubst du, er macht dieses Mal Ernst? Hat er was darüber gesagt, ob er das Haus verkauft? Lernt der schon spanisch? Lässt er sich dann auch scheiden? Und was ist dann mit uns? Was genau ist dann sein Plan? Was passiert dann mit dem Hund? (kurze Pause) Bella: Ika. Das kannst du ihn gleich alles selbst fragen.
Quelle: Ika Sperling – Der große Reset
Tragik in den Dialogen, Komik in den Bildern
Damit ist die Fallhöhe gesetzt. Für die Familie geht es ums Ganze. Von nun an kippt „Der Große Reset“ zwischen zwei Polen hin und her. In den Dialogen offenbaren sich Verzweiflung und Resignation, die jeder in Ikas Familie mit sich herumschleppt. Die Bilder aber verbreiten weiter bunte Leichtigkeit.
Auch, weil sie den Alltag in der Familie und im Dorf zeigen. Dabei fühlt man sich bisweilen an Sketche von Loriot erinnert. Kleinbürgerleben hat ungeheuer komisches Potenzial und Ika Sperling hat ein Auge dafür, wie sich Menschen ungewollt lächerlich machen. Die übergriffige Mutter, die Teilnahme heuchelnde Nachbarin, ihr eigenes ungelenkes Alter Ego – sie schont niemanden.
Ihre Figuren zeichnet sie bisweilen, als seien sie überdrehten Cartoons entsprungen. Sie verzerrt die Gesichter oder lässt Schweißtropfen fliegen. Und doch ist die ganze Zeit eine große Zärtlichkeit spürbar, für Schwester, Mutter und sogar für den fremd gewordenen Vater. Ihn entwirft sie als amorphes durchsichtiges Wesen, halb gefüllt mit Flüssigkeit. Tropfen rinnen als Verschwörungsmythen nach und nach aus ihm heraus. Denn er wähnt sich als Opfer böser Mächte und will raus aus Deutschland.
Aber ich muss mich beeilen. Die scheinen ihre Pläne schneller umzusetzen als gedacht. Der Krieg für Europa war erst für 2024 vorhergesagt. Und gerade sieht es so aus, als ob sie das vorgezogen hätten. Wahrscheinlich weil immer mehr Leute wie ich aufwachen und bei dem Mist nicht mehr mitmachen und sich jetzt wehren. Zuerst Corona, dann der Krieg, jetzt die Inflation. Es ist alles so gekommen, wie ich gesagt habe. Wach endlich auf!
Quelle: Ika Sperling – Der große Reset
Verschwörungsglauben entsteht nicht im luftleeren Raum
Redet sich der Vater in seine Wut hinein, verlieren seine Umgebung und Tochter Ika ihre Konturen und Farben, alles fließt ineinander. Auch wenn die Zeichnerin danach zu ihrem lockeren Strich und bunten Bildern zurückkehrt – es wird klar: Der Vater lebt in seiner eigenen Realität. Ika Sperling lässt uns aber nicht im Glauben, seine Radikalisierung sei ein Sonderfall. Sie porträtiert ein Umfeld, in dem andere ganz ähnlich denken.
Gespaltene Gesellschaft – gespaltene Familie
Glücklicherweise erspart „Der Große Reset“ uns Lesenden moralische Verurteilungen. Ika Sperling hält in ihrem Comic einfach fest, wie die politische Spaltung der Gesellschaft sich ins Private fortsetzt. Bei Konflikten lässt sie ihre Ika einfach aus dem Bild spazieren. Oder sie zeichnet immer wieder einen Querschnitt vom Haus der Familie.
Unter dessen Dach leben zwar alle, aber jeder in einem anderen Raum. Und so endet ihr Debüt nicht hoffnungslos, aber ernüchtert. Aus Ikas Vater ist zum Schluss alle Flüssigkeit herausgesuppt. Vielleicht, weil die beiden sich endlich offen auseinandergesetzt haben. Und seine Entscheidung getroffen ist.
„Reset“ ist ja auch übersetzbar mit „Neustart“. Ein großartiges Comic-Debüt.

Jul 16, 2024 • 4min
Ingrid Robeyns – Limitarismus
Sinnvolle Forderungen gegen Armut und Ungleichheit
Die Österreicherin Marlene Engelhorn hat rund 25 Millionen Euro geerbt und wird ein Großteil ihres Erbes nicht behalten. Ein Rat aus fünfzig Bürgerinnen und Bürgern wird darüber entscheiden, was damit geschehen soll. Engelhorn tritt dafür ein, die Erbschaftssteuer zu erhöhen und große Vermögen mit saftigen Steuern zu belegen, um Armut und Ungleichheit entgegenzuwirken.
Den Schluss, dass diese Forderungen sinnvoll sind, legt auch das Buch „Limitarismus. Warum Reichtum begrenzt werden muss“ nahe. Das leidenschaftliche Plädoyer für die Deckelung von Vermögen stammt aus der Feder der niederländischen Wirtschaftswissenschaftlerin und Ethikprofessorin Ingrid Robeyns.
Sie liefert Belege für die weltweit wachsende Ungleichheit und erklärt, warum diese schädlich für die Stabilität der Demokratie und das Klima ist. In einem zweiten Schritt zeigt sie Wege auf, diese Ungleichheit wieder zu verringern. Die Forscherin schreibt,
(...) dass in den vergangenen fünf Jahren jeder der zehn reichsten britischen Milliardäre mindestens 10 Milliarden Pfund besaß oder das Äquivalent von zehntausend Dreizimmerwohnungen mitten in London. Zehntausend Dreizimmerwohnungen.
Quelle: Ingrid Robeyns - Limitarismus
Zwei Millionen Dollar Stundenlohn
Zu Elon Musk, der 2022 die Spitze der Milliardärsliste des US-Magazins Forbes anführte, heißt es bei Robeyns:
Damals belief sich der geschätzte Wert seines Vermögens auf 219 Milliarden US-Dollar. Welchem lebenslangen Stundenlohn entspricht Musks Vermögen? Antwort: 1.871.794 US-Dollar pro Stunde. Annähernd zwei Millionen Dollar pro Stunde. Fünfundvierzig Jahre lang für jede Arbeitsstunde.
Quelle: Ingrid Robeyns - Limitarismus
Robeyns macht in ihrem gut lesbaren Buch mit solch eindrücklichen Beispielen klar, was es heißt, unermesslich reich zu sein. Sehr große Vermögen, so schreibt sie, wurden meist nicht nur auf saubere Weise angehäuft, sondern profitierten von Steuerbetrug, Korruption oder Geldwäsche und bauten auf ausbeuterischen Gewinnen aus der Kolonialzeit auf.
Robeyns schreibt großen Vermögen auch zu viel politischen Einfluss zu, etwa durch Lobbyismus. Dadurch werde das Prinzip „eine Person – eine Stimme“ ausgehebelt. Wachsende Ungleichheit und Armut seien jedoch noch weitaus gefährlicher für die Demokratie:
Wenn unterschwellige Unzufriedenheit über die Verhältnisse herrscht, kann ein einziges Ereignis sehr schnell eine Eskalation auslösen und zu Protesten, Aufständen und sogar Regimewechseln führen. Die einzige Möglichkeit, solche dramatischen Umwälzungen zu verhindern, ist, den Gesellschaftsvertrag so zu überarbeiten, dass er allen einen gerechten Nutzen gewährleistet.
Quelle: Ingrid Robeyns - Limitarismus
Vielfältige Wege zu mehr Gleichheit
Für Robeyns gibt es verschiedene Wege, um mehr Gleichheit zu erreichen. Hohe Steuern für Vermögende sind ein Weg, die Besteuerung von Erbschaften ein weiterer. Und Steueroasen und Steuervermeidungsstrategien gehörten abgeschafft. Am liebsten würde die Autorin ein Limit für Reichtum einführen, zumal ab einer bestimmten Vermögenshöhe der Wohlstand eines Menschen nicht mehr wachsen könne.
Eine Million Euro pro Person ermögliche einem Menschen ein sehr gutes Leben, habe beispielsweise eine Umfrage in den Niederlanden ergeben. Robeyns weiß, dass drastische Eingriffe wie eine Obergrenze für Reichtum utopisch sind. Überdenkenswert sind ihre Vorschläge aber durchaus, zumal es auch die Reichen sind, die am meisten zum Klimawandel beitragen.
Wie Marlene Engelhorn ist inzwischen eine wachsende Zahl von Vermögenden zu dem Schluss gekommen, dass ungezügelt wachsender Reichtum nicht von Nutzen sei. Wie Taxmenow in Deutschland, fordern inzwischen weltweit Vereinigungen von Vermögenden die Einführung gerechterer Steuersysteme, berichtet Ingrid Robeyns – nicht zuletzt aus Angst vor Gewalt und politischer Instabilität.

Jul 15, 2024 • 4min
Paula Irmschler – Alles immer wegen damals
Müsste man das Leben von Karla mit einem Satz zusammenfassen, so lautete er vermutlich: Es ist kompliziert. Sie ist 29, lebt in Köln in prekären Verhältnissen, ist verliebt in eine Frau, die weit weg ist, und mit ihrer Mutter Gerda hat sie seit zwei Jahren kein Wort gewechselt. Warum genau, ist nicht so leicht zu sagen. Eine Antwort könnte darin liegen, dass Karla 1989 in Leipzig zur Welt kam.
Ihre Mutter hatte da bereits drei Kinder, musste sich nach der friedlichen Revolution plötzlich in einem neuen System zurechtfinden und hatte kaum Zeit und Nerven, sich der sensiblen Karla ausreichend zu widmen. Und weil auch der Vater abwesend war, musste das Mädchen sich eben selber helfen, was einerseits in tiefsitzende Ängste und Selbstzweifel und anderseits in einer tiefen Entfremdung zwischen Tochter und Mutter mündete.
Es klingt dramatisch und das ist es auch, doch Paula Irmschler findet in ihrem Roman „Alles immer wegen damals“ einen Ton für ihre Geschichte, der schön schnoddrig ist und doch berührt.
Erst als sie 17 wurde, erfuhr Mutti, dass Karla schon lange ihre Tage hatte und war enttäuscht, sie hätte das gern gewusst, es sei doch eine große Sache, man wird zur Frau. Karla fühlte sich überhaupt nicht als Frau, nur weil sie einmal im Monat ultrafiese Schmerzen und eklige Suppe im Schlüpfer hatte. Sie wartet noch heute auf das Gefühl. Auch ihr Körper hat sich nicht verändert. Sie ist bis heute dünn und flach, sie findet sich viereckig. Sie ist eine Sache.
Quelle: Paula Irmschler - Alles immer wegen damals
Der Ossi in ihr
Immer im Wechsel erzählt Paula Irmschler von Karla in Köln und Gerda in Leipzig. Karla wollte zwar so schnell und so weit wie möglich weg von der Mutter, aber auch in Köln fühlt sie sich unfertig und verloren. Allerdings bemerkt sie in der Ferne, dass sie ihre Herkunft nicht einfach abstreifen kann.
Und so zeichnet Paula Irmschler nicht nur das Porträt einer schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung, sondern wie nebenbei auch das einer nicht weniger schwierigen Ost-West-Beziehung, die sich in Karla auf interessante Art und Weise personifiziert. So, wenn sie allein in einem Kölner Café sitzt und die einladenden Blicke einer Frau am Nebentisch abwehrt.
Karla ist ein unzugänglicher Millennial, obendrauf ist sie noch, wie sie ist, und dann steckt da leider auch immer ein unaufgeschlossener Ossi in ihr, der skeptisch gegenüber allen ist, die ihr fremd sind, also alle, die sie kürzer als ein Jahr kennt. Wann wird sie endlich zur Kölnerin und schmatzt einfach alle ab?
Quelle: Paula Irmschler - Alles immer wegen damals
Und wo bleibt unsere Geschichte?
Mutter Gerda dagegen gehört zu der Generation Ostdeutscher, die im wiedervereinigten Deutschland tapfer ihren Weg gegangen sind und dabei zugesehen haben, wie Leute aus dem Westen auch im Osten zunehmend das Sagen hatten. Mit ihrer Freundin Karin erträgt sie in Leipzig die Höhen und Tiefen dieser Entwicklung und bemerkt 30 Jahre nach der Wiedervereinigung eine gewisse Selbst-Musealisierung.
Die Lebensgeschichten der beiden sind jetzt Systembiografien. Das Leben von damals befindet sich nun in Museen und Dokus, aber nirgendwo findet Gerda ihres. Vieles war eigentlich so unspektakulär, findet sie. Ja, richtig langweilig, ergänzt Karin. Aber dann sagt sie: Das sollte man nicht öffentlich sagen, sonst verharmlost man die Diktatur.
Quelle: Paula Irmschler - Alles immer wegen damals
Weil sowohl Karla als auch Gerda im November geboren sind, schenken ihnen die Geschwister zum 30. bzw. 60. Geburtstag schließlich eine gemeinsame Reise nach Hamburg, die Karla nur zähneknirschend antritt und die sie unverhofft an die Ostsee führt. Dort kommen Tochter und Mutter sich immerhin wieder so nahe, dass sie erst über Wessis und deren Macken lästern und sich dann ihre Versionen der gemeinsamen Geschichte erzählen können.
Der Titel von „Alles immer wegen damals“ ist also Programm, ein manchmal trauriges, oft komisches, aber immer unterhaltsames Programm. Paula Irmschler schafft es, das zumindest im Osten immer noch heiße Eisen der ungleichen Verhältnisse anzufassen ohne in Larmoyanz zu verfallen.
Dass der Roman ein bisschen zerfasert und kein richtiges Ende findet, liegt wahrscheinlich in der Natur der Sache: Familie ist nie zu Ende und auch die deutsche Wiedervereinigung ist, wenn man ehrlich ist, noch in vollem Gange.

Jul 14, 2024 • 55min
lesenswert Magazin: (Nicht ganz leichte) Sommerlektüren
Ein gutes Buch darf in keinem Reisegepäck fehlen - und da hat das Lesenswert-Magazin einige Tipps.

Jul 14, 2024 • 6min
Rachel Cusk – Parade | Buchkritik
Schon der Anfang ist typisch Rachel Cusk: präzise, kühl und treffend genau.
Ab einem gewissen Punkt in seiner Laufbahn begann der Künstler G – vielleicht weil er keine andere Möglichkeit sah, sich zeitlich und räumlich in der Geschichte zu orientieren -, auf dem Kopf zu malen.
Quelle: Rachel Cusk – Parade
Wo findet die künstlerische Frau ihren Platz?
Die Kunstwelt reagiert begeistert: Die Wirklichkeit auf den Kopf gestellt - was für ein genialer Einfall! Eine Betrachterin aber steht wie erstarrt:
Als Gs Frau die umgedrehten Bilder zum ersten Mal sah, fühlte sie sich, als hätte jemand sie geschlagen. Das Gefühl, dass alles richtig erschien und doch grundlegend falsch war, erkannte sie auf Anhieb wieder. Dies war ihre Befindlichkeit, die Befindlichkeit ihres Geschlechts.
Quelle: Rachel Cusk – Parade
Damit ist auch schon das Thema auf dem Tisch, das fast das ganze Werk von Rachel Cusk beherrscht: Wo findet die Frau, vor allem die künstlerische Frau ihren Platz? Wie kann sie ihre Talente erkennen und umsetzen? Und wie schützt sie sich vor den Anforderungen des Alltags, der Familie, der Liebe, die sie von ihrem Weg abbringen? Das fragt sich auch Gs Frau, findet dann aber einen Ausweg, mit dem sie einigermaßen leben kann:
Seine Erfolge - seine Leistungen – waren auch ihre, besser gesagt hatte sie ihm ihr Leben und ihre Kraft gewidmet und auf die Möglichkeit verzichtet, es selbst zu etwas zu bringen. Deshalb beanspruchte sie nun einen Teil seiner Macht für sich.
Quelle: Rachel Cusk – Parade
Themenwechsel: es geht um Mutterschaft
Doch kaum hat man sich als Leser auf dieses Malerpaar und seine Probleme eingelassen – da bricht die Geschichte auch schon ab. Übergangslos übernimmt eine andere Frau den Erzählfaden, die einfach nur als „Ich“ auftritt, vielleicht sogar die Autorin selbst ist. Sie berichtet von einer Künstlerin, die auch G heißt und ziemlich jung im Kindsbett gestorben ist. Plötzlich geht es also um Mutterschaft und ob sie die schöpferische Arbeit von Frauen behindert oder sogar zerstört. Auch die Erzählerin fühlt sich davon bedroht.
Manchmal scheinen in dieser Stadt alle Kinder zu weinen. Sie werden in Buggys durch die Straßen geschoben und heulen wie Sirenen.
Quelle: Rachel Cusk – Parade
stellt sie genervt fest.
Während die Kinder schreien, erscheint mir meine eigene Geschichte der Mutterschaft wie ein hoch flussaufwärts gelegener Ort, von dem ich weit abgedriftet bin. (…) Das Geschrei der Kinder weckt meine Ungeduld und so etwas wie Angst, als verkörperten sie eine universelle Einsatztruppe, aus der ich niemals entlassen werde.
Quelle: Rachel Cusk – Parade
Später wird dieser Gedanke aus der Sicht einer Tochter aufgegriffen.
Denkt denn nicht jeder, seine Mutter hätte eine Künstlerin sein können? Vielleicht glauben wir das, weil wir uns schuldig gemacht und das Leben unserer Mutter ruiniert haben.
Quelle: Rachel Cusk – Parade
Rachel Cusk ist nicht ohne Grund eine hochgelobte Schriftstellerin - wenn auch in Deutschland weniger bekannt als im englischsprachigen Raum. Schon zu Beginn ihrer literarischen Karriere 1993 wurde sie als eine der besten jungen britischen Autorinnen gefeiert und dann auch mit Preisen überhäuft. In nahezu allen ihren Büchern umkreist sie Themen wie Mutterschaft und weibliches Künstlertum. Fast zornig verteidigt sie das Recht der Frau, eine eigene Sicht auf die Welt zu haben und die auch kreativ umzusetzen.
2022 sagte sie in einem Interview:
„Muss eine weibliche Stimme denn ungelebt und unentdeckt bleiben? Besteht ihr Wert darin, überhaupt nicht oder nur stumm zu existieren? Nicht frei zu sein, keine Dinge zu besitzen und nicht das Wissen, das daraus entsteht? Oder ist sie in Wirklichkeit eine eigenständige Existenz und ein als eigenständig erkennbares geistiges Wesen?“
Ein Plädoyer für weibliche Eigenständigkeit
Auch Rachel Cusks neues Werk „Parade“ ist ein Plädoyer für die Eigenständigkeit der Frau und für den Respekt vor ihrer künstlerischen Kraft. Denn trotz aller Gleichberechtigung gibt es immer noch die vertrauten Rollenverteilungen, die Machtkämpfe zwischen den Geschlechtern. Manchmal brutal direkt, manchmal nur wie ein feines Gespinst, eine Art Spinnennetz - Gelegenheit für schön fiese Bemerkungen:
Einem Mann ihre Alpträume aufzubürden, war womöglich ihr Abschiedsgeschenk an das männliche Geschlecht. Vielleicht lässt mich dieser Gedanke heute Nacht besser schlafen.
Quelle: Rachel Cusk – Parade
Leider hat Rachel Cusk ihrem Roman eine ziemlich komplizierte Form verpasst. Er zerfällt in oft unverbundene Einzelteile. Männliche und weibliche Künstler tauchen auf und verschwinden wieder und alle heißen sie G. Oft rätselt man, an welchem Ort und in welcher Zeit man sich denn jetzt befindet. Doch immer wenn man kurz davor ist, das Buch beiseite zu legen, genervt von dem ewigen Hin und Her und dem vielen Theoretisieren, fegen wunderbar dichte und klare Passagen allen Frust weg.
Nach der Parade bedeckte eine flockige Schicht aus Müll und Glasscherben die Straße (…) An manchen Stellen lag er fast einen halben Meter hoch, größtenteils leere Flaschen und Verpackungen. Wie Tiere, die in freier Wildbahn einen abgenagten Kadaver zurücklassen, hatte die Leute gegessen, getrunken und die Behältnisse einfach zu Boden geworfen. In den Schaufensterscheiben spiegelte sich der rosa Himmel.
Quelle: Rachel Cusk – Parade
Solche sprechenden Bilder sind eine der großen Stärken von Rachel Cusk. Sie ist eine erbarmungslos genaue Beobachterin von Menschen, von kleinen, erhellenden Szenen, in denen sie viel mehr erkennt, als an der Oberfläche erscheint.
Besonders genau aber beobachtet sie sich selbst, klug und fast übersensibel. Es lohnt sich also, sie näher kennenzulernen, mit ihren Gedanken und ihrer Dünnhäutigkeit – doch „Parade“ ist dafür leider kein guter Einstieg: zu theoretisch, zu kopflastig, zu kompliziert. Deshalb lieber „Arlington Park“ oder „Der andere Ort“. Oder die vielgelobte „Outline“-Trilogie. Alle aber mit punktgenauen Erkenntnissen wie diese:
Gottseidank sind wir nicht verheiratet, sagte sie, denn so kann ich ihn trotzdem lieben.
Quelle: Rachel Cusk – Parade

Jul 14, 2024 • 6min
Die gute alte Landkarte hat noch nicht ausgedient | Gespräch
Sein persönlicher Lektüretipp: Anne Webers „Bannmeilen“.


