

Schweigen ist Zustimmung!
Jens Brodersen & Patrick Breitenbach
Der wöchentlich andere Blick auf Politik und Kultur mit Jens Brodersen und Patrick Breitenbach
Episodes
Mentioned books

Oct 11, 2025 • 2h 32min
Israel-Gaza-Krieg Teil 1
1.200 Menschen brutal ermordet. 250 Geiseln verschleppt. Vergewaltigung, Verstümmelung, gefilmt und gestreamt: Der 7. Oktober 2023 markiert den größten Massenmord an Jüdinnen und Juden seit dem Holocaust. Doch was folgte, übertrifft alle Dimensionen bisheriger Konflikte im Nahen Osten.
Gaza heute: 92 Prozent aller Wohneinheiten zerstört. Über 67.000 Tote, 70 Prozent davon Frauen und Kinder. 2,2 Millionen Menschen auf zwölf Prozent der ohnehin winzigen Fläche zusammengepfercht – ohne Krankenhäuser, ohne sanitäre Anlagen, ohne Zukunft. Gleichzeitig: 217 getötete Journalisten, die höchste Zahl in der Geschichte der Kriegsberichterstattung. Ein systematischer Angriff auf die Wahrheit selbst.
Wie konnte aus einem terroristischen Akt eine humanitäre Vollkatastrophe werden? Die Antwort liegt in den Protagonisten: Netanyahus rechtsextreme Regierung trifft auf die Hamas – zwei totalitäre Ideologien, die dem anderen das Existenzrecht absprechen. Beide instrumentalisieren Religion für politische Macht. Beide opfern ihre eigene Bevölkerung für größenwahnsinnige Ziele.
Patrick und Jens nehmen die universalistische Brille zur Hand: Menschenwürde ist unteilbar – für Israelis wie Palästinenser. Sie dekonstruieren die Propaganda beider Seiten und fragen, warum derselbe Netanyahu, der einst Friedensnobelpreisträger Rabin bekämpfte, heute den Gaza-Krieg führt.
Themen
Der 7. Oktober 2023: Terroranschlag der Hamas auf Israel
Israels militärische Reaktion und Bodenoffensive in Gaza
Humanitäre Katastrophe und Zivilopfer auf beiden Seiten
Rolle von KI-Systemen wie „Lavender“ in der Kriegsführung
Systematische Angriffe auf Journalisten und Pressefreiheit
Netanyahus rechtsextreme Regierung und ihre Ideologie
Hamas als islamistische Terrororganisation
Gescheiterte Friedensprozesse und die Ermordung Yitzhak Rabins
Völkerrechtliche Bewertung des Konflikts
Erwähnte Personen & Organisationen
Benjamin Netanyahu: Israelischer Ministerpräsident, führt die am weitesten rechts stehende Regierung in Israels Geschichte
Bezalel Smotrich: Israelischer Finanzminister, bekannt für extremistische Äußerungen gegen Palästinenser
Itamar Ben-Gvir: Israelischer Minister für nationale Sicherheit, ehemaliger Kahanist
Yitzhak Rabin: Ehemaliger israelischer Ministerpräsident, 1995 von einem rechtsextremen Israeli ermordet
Yasser Arafat: Ehemaliger Vorsitzender der PLO, Friedensnobelpreisträger
Omar Bartov: Genozid-Forscher, warnt vor der aktuellen israelischen Politik
Hamas: Islamistische Terrororganisation, regiert seit 2007 den Gaza-Streifen
Palantir: US-Datenanalyse-Unternehmen, unterstützt israelische Kriegsführung
ICC: Internationaler Strafgerichtshof, ermittelt wegen Kriegsverbrechen
Begriffe
Lavender: KI-System zur automatisierten Markierung von Hamas-Verdächtigen mit hoher Fehlertoleranz
„Where’s Daddy“: System zur Verfolgung von Zielen bis zu ihren Wohnhäusern
Iron Dome: Israelisches Raketenabwehrsystem
Kibbutz: Kollektive Gemeinschaftssiedlungen in Israel
Gaza Humanitarian Foundation (GHF): Umstrittene private Hilfsorganisation
Zionismus: Politische Bewegung zur Errichtung eines jüdischen Staates
Zwei-Staaten-Lösung: Vorschlag für einen israelischen und einen palästinensischen Staat
Oslo-Abkommen: Friedensvereinbarung von 1993 zwischen Israel und PLO
Weiterführende Quellen
Der Rest ist Geschichte Podcast
Was bisher geschah Podcast
Jung & Naiv – Interviews und Analysen
UN-Menschenrechtskommissar
Internationales Rotes Kreuz
Internationaler Strafgerichtshof
Ärzte ohne Grenzen
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Oct 4, 2025 • 1h 41min
Wo sind unsere dritten Orte!?
1600 öffentliche Schwimmbäder sind seit 1990 in Deutschland verschwunden. 25% aller Grundschulen haben keinen Zugang mehr zu Schwimmbädern. Fast 500 Bibliotheksstandorte wurden geschlossen. Die Zahlen sprechen eine erschreckend deutliche Sprache: Unsere dritten Orte sterben.
Was sind dritte Orte? Neben Zuhause (erster Ort) und Arbeitsplatz (zweiter Ort) brauchen Menschen Räume für ungezwungene Begegnung – das Wohnzimmer der Gesellschaft. Doch während die neoliberale Wende seit den 1980ern alles der Verwertungslogik unterwirft, verschwinden genau diese Räume. Wo sollen sich Jugendliche treffen, die kein Geld haben? Wo können verschiedene Schichten aufeinandertreffen? Die Antwort der Politik: Nirgendwo. Stattdessen Hostile Architecture – Metallspikes gegen Obdachlose, segmentierte Bänke, die das Liegen verhindern. Der öffentliche Raum wird zur Konsumzone umfunktioniert.
Der amerikanische Soziologe Ray Oldenburg prägte den Begriff, doch seine Theorie hat blinde Flecken – besonders bei Geschlechtergerechtigkeit. Kritische Stadtforscher wie Henri Lefebvre und David Harvey zeigen: Kapital hat kein Interesse daran, Städte für Menschen zu bauen, nur für Profit. Das Recht auf Stadt wird zur Ware.
Patrick und Jens analysieren, warum Einsamkeit zur Epidemie wird, wie Gentrifizierung funktioniert und was wir tun können, um unsere Gemeinschaftsräume zurückzuerobern.
Themen
Third Places: Definition und Charakteristika nach Ray Oldenburg
Neoliberale Zerstörung öffentlicher Infrastruktur seit den 1980ern
Feministische und kapitalismuskritische Einordnung von Oldenburgs Theorie
Right to the City-Bewegung (Henri Lefebvre, David Harvey)
Kommerzialisierung des Sozialen und Branded Third Places
Hostile Architecture: Menschenfeindliche Stadtplanung
Gentrifizierung und soziale Segregation
Auswirkungen: Einsamkeit, Polarisierung, Verlust von Zivilgesellschaft
Lösungsansätze: Vereinswesen, Community-Initiativen, politisches Engagement
Erwähnte Personen & Organisationen
Ray Oldenburg: US-amerikanischer Soziologe, prägte den Begriff „Third Places“ 1989
Henri Lefebvre: Französischer Soziologe, entwickelte 1968 die „Right to the City“-Theorie
David Harvey: Britisch-amerikanischer Geograf, erweiterte Lefebvres Ansatz um Kapitalismuskritik
Erich Fromm: Psychoanalytiker der Frankfurter Schule, Entfremdungstheorie
Ulrich Lilie: Präsident der Diakonie Deutschland
Margaret Thatcher: Britische Premierministerin, neoliberale Ideologin
Ronald Reagan: US-Präsident, Verfechter des Neoliberalismus
Helmut Kohl: Deutscher Bundeskanzler, führte neoliberale Politik in Deutschland ein
Christian Lindner: FDP-Vorsitzender, Kritiker der „Gratis-Mentalität“
Thilo Sarrazin: Ehemaliger Berliner Finanzsenator, neoliberaler Hardliner
Begriffe
Third Places: Informelle öffentliche Räume jenseits von Zuhause und Arbeitsplatz für ungezwungene soziale Begegnung
Hostile Architecture: Menschenfeindliche Architektur zur Verdrängung unerwünschter Personen aus öffentlichen Räumen
Right to the City: Konzept des Rechts aller Stadtbewohner auf Teilhabe an der Gestaltung urbaner Räume
Gentrifizierung: Aufwertung von Stadtteilen mit Verdrängung einkommensschwacher Bewohner
Branded Third Places: Kommerzialisierte „dritte Orte“ wie Starbucks als Marketing-Strategie
Anti-Homeless-Spikes: Metallspitzen im öffentlichen Raum zur Verhinderung des Verweilens
Austeritätspolitik: Sparpolitik mit Kürzungen öffentlicher Ausgaben
Sumis: Jugendliche, die während Corona sozialisiert wurden
Weiterführende Quellen
Ray Oldenburg: „The Great Good Place“ (1989)
David Harvey: „Rebel Cities: From the Right to the City to the Urban Revolution“
Henri Lefebvre: „The Right to the City“ (1968)
Bundeszentrale für politische Bildung: Gentrifizierung
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Sep 27, 2025 • 2h 14min
Machtergreifung in 3, 2, 1 ...
75.017.613 US-Amerikaner: Diese Zahl kennt Donald Trump auswendig. Es sind die Menschen, die 2024 Kamala Harris wählten. Seine politischen Gegner. Die er hasst. Öffentlich, ungefiltert, bei einer Beerdigungszeremonie verkündet er: „Ich hasse meine Gegner.“ Während in Washington die Militärbesetzung demokratischer Städte beginnt, verschwindet wissenschaftliche Evidenz über rechten Terror aus Regierungsdatenbanken. Briefwahl wird abgeschafft, Gewerkschaftsrechte gestrichen, Verhütungsmittel vernichtet.
Ist das noch Amerika? Oder bereits die Chronologie einer Machtergreifung in Echtzeit? Als Charlie Kirk am 10. September erschossen wird, explodiert das Land: Bombardiert die Blue Cities! Markiert die Demokraten als Terrororganisation! Das FBI jagt nun „nihilistische Extremisten“ – gemeint sind Transpersonen. Journalisten müssen Loyalitätseide schwören. Jimmy Kimmel wird zensiert. Venezuela-Fischerboote werden wie in ISIS-Videos stolz bombardiert. Das Verteidigungsministerium heißt wieder Kriegsministerium.
In einem Stadion voller Hass wird Kirk zum Märtyrer verklärt: „Wir sind der Sturm!“ schreit Stephen Miller wie einst Goebbels. Patrick und Jens dokumentieren 60 Tage autoritärer Beschleunigung – von Militärbesetzung bis zur grotesken Trauershow, die eine Nation endgültig spaltet.
Themen
Militärbesetzung demokratischer Städte (Blue Cities)
Abschaffung der Briefwahl und Wahlrechtsbeschränkungen
Charlie Kirk-Attentat als autoritärer Wendepunkt
Angriffe auf Wissenschaft und Medienfreiheit
Gewerkschaftsrechte und Arbeiterorganisation
Venezuela-Bombardierung als Kriegsverbrechen
Verfolgung von Transpersonen und LGBTQ+-Community
Zensur von Late-Night-Comedy (Jimmy Kimmel)
Umstrukturierung zu Kriegsministerium
Trauerfeier als politische Inszenierung
Erwähnte Personen & Organisationen
Donald Trump: 47. Präsident der USA, autoritäre Führungsfigur
Charlie Kirk: Konservativer Aktivist und Gründer von Turning Point USA
Stephen Miller: Trumps Berater und stellvertretender Leiter der Heimatschutzbehörde
J.D. Vance: Vizepräsident der USA
Elon Musk: Tech-Milliardär und Trump-Unterstützer
Pam Bondi: US-Justizministerin unter Trump
Cash Patel: FBI-Direktor unter Trump
Pete Hegseth: Verteidigungsminister (Kriegsminister) unter Trump
Marco Rubio: US-Außenminister unter Trump
Jimmy Kimmel: Late-Night-Moderator, von Zensur betroffen
Laura Loomer: Rechtsextreme Aktivistin und Trump-Beraterin
Peter Thiel: Tech-Milliardär und Gründer von Palantir
Project 2025: Konservativer politischer Plan für Trump-Administration
Turning Point USA: Konservative Studentenorganisation von Charlie Kirk
Palantir: Datenanalysefirma für Überwachungstechnologie
Begriffe
Blue Cities/Blue States: Von Demokraten regierte Städte und Bundesstaaten
Red Cities/Red States: Von Republikanern regierte Städte und Bundesstaaten
H1B-Visa: Spezielle Arbeitsvisa für Fachkräfte in den USA
Mail-In Ballots: Briefwahl in den USA
Flooding the Zone with Shit: MAGA-Strategie der täglichen Skandalisierung
FCC: Federal Communications Commission, US-Rundfunkbehörde
USAID: US-Entwicklungshilfebehörde
Nihilistic Violent Extremists: Neue FBI-Kategorie zur Verfolgung von Transpersonen
Stochastischer Terror: Gewaltaufruf durch rhetische Radikalisierung
Power Projection: Machtdemonstration durch militärische Präsenz
Weiterführende Quellen
Project 2025 Tracker
Wikipedia: Machtergreifung
Wikipedia: Gleichschaltung
Brennan Center for Justice – Demokratie und Rechtsstaat
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Sep 20, 2025 • 3h 21min
Charlie Kirk Komplex
0,1 Prozent – das ist der statistische Anteil von Transgender-Personen an allen Mass-Shootings in den USA seit 2013. 5 von 5748 Fällen. Doch genau diese Zahlen diskutierte Charlie Kirk am 10. September auf dem Campus in Utah, als um 12:23 Uhr ein Schuss fiel.
Der Tod des 30-jährigen Turning Point USA-Gründers markiert mehr als nur das Ende einer kontroversen Karriere: Er offenbart die Mechanismen einer politischen Bewegung, die aus marktradikalen Anfängen zu christlich-nationalistischem Extremismus mutierte. Kirk, einst als konservativer Debattenheld gefeiert, verbreitete systematisch Desinformation über die „Great Replacement Theory“, verglich Abtreibungen mit dem Holocaust und forderte Steinigungen für Homosexuelle. Seine Professor-Watchlists und Pseudo-Debatten dienten nicht dem demokratischen Diskurs, sondern der ideologischen Indoktrination einer Generation.
Während deutsche Medien Kirk posthum als „letzten Republikaner, der noch mit Linken redete“ verklären, zeigt die Analyse seiner Aussagen: Viele würden in Deutschland als Volksverhetzung gelten. Die instrumentalisierte Trauer, die Verbreitung von Snuff-Videos auf TikTok und drei konkurrierende Täter-Narrative enthüllen den wahren Charlie-Kirk-Komplex: wie aus einem College-Abbrecher ein Scharnier zwischen Marktradikalismus und Faschismus wurde.
Patrick und Jens dekonstruieren die Mythen um einen Mann, dessen Tod die Fratze einer Bewegung entlarvt.
Themen
Charlie Kirks Ermordung und die Instrumentalisierung seines Todes
Turning Point USA: Von neoliberaler Jugendorganisation zum rechtsextremen Aktivismus
Pseudo-Debatten auf Universitätscampus und deren manipulative Mechaniken
Great Replacement Theory und andere Verschwörungstheorien
Christlicher Nationalismus und die Verbindung zur MAGA-Bewegung
Die Normalisierung von Gewaltdarstellungen in sozialen Medien
Deutsche Medienberichterstattung und die Verharmlosung rechtsextremer Positionen
Erwähnte Personen & Organisationen
Donald Trump: 47. Präsident der USA, enge Verbindung zu Kirk
Milton Friedman: Neoliberaler Ökonom, früher Einfluss auf Kirk
Rush Limbaugh: Rechter Talk-Radio-Moderator, prägte Kirks politische Entwicklung
Turning Point USA: Von Kirk 2012 gegründete konservative Jugendorganisation
Tea Party: Rechte US-Bewegung, Vorläufer der MAGA-Bewegung
Jordan Peterson: Kanadischer Psychologe, Teil des „Intellectual Dark Web“
Elon Musk: X/Twitter-Besitzer, verstärkte Verbreitung von Gewaltvideos
Begriffe
Great Replacement Theory: Rechtsextreme Verschwörungstheorie über angeblichen „Bevölkerungsaustausch“
Christlicher Nationalismus: Ideologie, die christliche Vorherrschaft in Politik und Gesellschaft anstrebt
Professor Watchlist: Denunziationsplattform gegen angeblich „linke“ Hochschullehrer
Gish-Galopp: Rhetorische Technik mit schnellen, unbelegten Behauptungen
Astroturfing: Künstlich erzeugte Graswurzelbewegungen, finanziert von Eliten
Snuff-Videos: Aufnahmen echter Todesfälle, früher stark tabuisiert
Memifizierung: Verwandlung ernster Ereignisse in virale Internet-Memes
Weiterführende Quellen
Annika Brockschmidt: „Gotteskrieger“ – Analyse des christlichen Nationalismus
Hannah Arendt – Über Postfaktizität und totalitäre Systeme
Jürgen Habermas – Diskursethik und demokratische Debattenkultur
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Aug 23, 2025 • 1h 2min
Urlaub für Alle!
Eine Milliarde Überstunden jährlich in Deutschland – die Hälfte davon unbezahlt. Während Unternehmerverbände nach längeren Arbeitszeiten rufen, kämpfen Millionen Deutsche ums nackte Überleben: Sie verzichten auf Mahlzeiten, damit ihre Kinder essen können. Gleichzeitig subventioniert jeder Bundesbürger die Luftfahrtindustrie mit über 100 Euro pro Jahr, während Bahnfahrten zum Luxus werden.
Doch woher kommt eigentlich unser Konzept von Urlaub? Das mittelhochdeutsche „Urloup“ bedeutete ursprünglich „Erlaubnis wegzugehen“ – ein Begriff aus militärischen Hierarchien, der die Unfreiheit bereits in sich trägt. Was heute selbstverständlich scheint, musste hart erkämpft werden: von der Gewerkschaftsbewegung gegen die Fabrikherren der Industrialisierung, später instrumentalisiert von den Nazis mit „Kraft durch Freude“, schließlich demokratisiert im Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit.
Heute erzeugt der Tourismus 8,8 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen – mehr als ganze Volkswirtschaften. Der Iran führt überraschend die globale Urlaubsstatistik mit 53 Tagen an, während die USA als einziges entwickeltes Land null gesetzliche Urlaubstage garantieren. In diesem Urlaubsspecial analysieren Patrick und Jens die Kulturgeschichte der Erholung: von römischen Feriae über skandinavisches Jedermannsrecht bis zu französischen Grand Vacances – und warum Urlaub immer eine Frage von Macht, Klasse und Kontrolle war.
Themen
Kulturhistorie des Urlaubs: Vom mittelalterlichen „Urloup“ zur modernen Urlaubsgesellschaft
Globale Urlaubsstatistiken: Iran führend mit 53 Tagen, USA ohne gesetzlichen Anspruch
Industrialisierung und Arbeiterbewegung: Der Kampf um Freizeit und Erholung
Nationalsozialismus: „Kraft durch Freude“ als Instrument der Sozialtechnik
Massentourismus und Umweltauswirkungen: 8,8% der weltweiten CO2-Emissionen
Klassenfragen beim Urlaub: Wer kann sich welche Form der Erholung leisten?
Internationale Urlaubskulturen: Französische Grand Vacances, japanische Golden Week
Skandinavisches Jedermannsrecht: Freier Zugang zur Natur als Demokratisierung der Erholung
Aktuelle Bedrohungen: Arbeitszeitschutzgesetz und neoliberale Angriffe auf Urlaubsrechte
Erwähnte Personen & Organisationen
Katharina Reiche: CDU-Politikerin, Forderung nach längeren Arbeitszeiten
Johann Wolfgang von Goethe: Deutscher Dichter, Beispiel für bürgerlichen Bildungsurlaub
Thomas Cook: Pionier der Pauschalreise (1841)
Kraft durch Freude: NS-Organisation zur Freizeitgestaltung und Überwachung
Christopher Clark: Historiker, Autor von „Frühling der Revolution“
Roger Willemsen: Autor und Publizist, Beispiel für Bildungsreisen
Harald Juhnke: Entertainer, Zitat „Keine Termine und leicht einen sitzen“
Begriffe
Urloup (mittelhochdeutsch): Ursprünglicher Begriff für „Erlaubnis wegzugehen“, militärischen Ursprungs
Feriae: Strukturierte Freizeit in der römischen Antike entlang religiöser Feiertage
Otium: Römisches Konzept der Muße als Gegenpol zum Negotium (Geschäft)
Sommerfrische: Aufenthalte des Bürgertums in ländlichen Gebieten zur Gesundung
Grand Vacances: 8-9 wöchige französische Sommerferien als kulturelle Institution
Golden Week: Japanische Urlaubszeit mit bis zu 10 zusammenhängenden freien Tagen
Allemannsretten/Jedermannsrecht: Nordisches Prinzip des freien Zugangs zur Natur
Workation: Selbstausbeutung im Urlaub durch Arbeit am anderen Ort
Cool-cations: Neue Tourismusform zu kühleren Orten wegen Klimawandel
Weiterführende Quellen
Geschichte des Tourismus (Wikipedia)
Deutsche Arbeiterbewegung
Jedermannsrecht in Skandinavien
Tourismus und Umweltauswirkungen
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Aug 2, 2025 • 2h 13min
Epstein - die Klasse der Gesetzlosen
Eine Milliarde Dollar Veruntreuung, tote Zeugen, verschwundene Beweise: Der Epstein-Komplex offenbart die dunkelste Seite einer gesetzlosen Klasse. Während Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell jahrzehntelang ein System des Missbrauchs aufbauten, profitierten Mächtige von beiden Seiten des politischen Spektrums. Was als elitäre Parties begann, entpuppte sich als perfides Netzwerk aus Erpressung und Kompromittierung.
Wie konnte ein verurteilter Sexualstraftäter weiter in höchsten Kreisen verkehren? Warum starb Epstein unter mysteriösen Umständen im bestbewachtesten Gefängnis der USA? Und weshalb verschwinden plötzlich Beweise, während das FBI Trump-Erwähnungen aus den Akten herausfiltert? Von Robert Maxwells dubioser Vergangenheit bis zu Donald Trumps aktueller Vertuschungskampagne – Patrick und Jens decken auf, wie sich eine Oligarchie systematisch über Gesetze hinwegsetzt.
Der Fall zeigt nicht nur individuelle Verbrechen, sondern das Versagen ganzer Institutionen: Justizministerien, die Akten unterdrücken, Medien, die wegschauen, und eine Gesellschaft, die bereit ist, das Undenkbare zu normalisieren. Wenn selbst Kindesmissbrauch keine roten Linien mehr darstellt – wo führt uns diese Erosion der Maßstäbe hin?
Themen
Jeffrey Epsteins Netzwerk und Geschäftsmodell
Ghislaine Maxwells Rolle als Komplizin und Rekruterin
Donald Trumps Verbindungen zu Epstein
Der mysteriöse Tod Epsteins im Gefängnis
Aktuelle Vertuschungsversuche der Trump-Administration
Machtstrukturen und Klassenjustiz
Medienversagen und institutionelle Komplizenschaft
Erosion gesellschaftlicher Maßstäbe
Erwähnte Personen & Organisationen
Jeffrey Epstein: Verurteilter Sexualstraftäter und Finanzier
Ghislaine Maxwell: Epsteins Komplizin, zu 20 Jahren Haft verurteilt
Robert Maxwell: Ghislaines Vater, britischer Medien-Mogul
Donald Trump: US-Präsident mit dokumentierten Epstein-Verbindungen
Bill Clinton: Ehemaliger US-Präsident, häufiger Nutzer von Epsteins Privatjet
Prinz Andrew: Britischer Royal, von Epstein-Opfer beschuldigt
Alexander Acosta: Staatsanwalt, der Epstein einen milden Deal gewährte
Elon Musk: Tech-Milliardär, enthüllte Trumps Epstein-Verbindungen
J.D. Vance: US-Vizepräsident, möglicher Trump-Nachfolger
Steve Bannon: Trump-Berater mit eigenem Epstein-Material
Jean-Luc Brunel: Modelagent und Epstein-Komplize, starb im Gefängnis
Maria Farmer: Erstes Epstein-Opfer, das 1996 Anzeige erstattete
Virginia Roberts Giuffre: Epstein-Opfer, klagte gegen Prinz Andrew
Alan Dershowitz: Anwalt mit Epstein-Verbindungen
Begriffe
Lolita Express: Epsteins Privatjet, auf dem Missbrauch stattfand
Client List: Liste der Epstein-Kunden, deren Existenz bestritten wird
Sweetheart Deal: Acostas extrem milder Vergleich mit Epstein 2008
QAnon: Rechte Verschwörungstheorie über pädophile Eliten
Pizzagate: Falschbehauptung über Clinton-Pädophilenring
Kompromat: Kompromittierendes Material zur Erpressung
MAGA: „Make America Great Again“, Trumps Bewegung
Deep State: Verschwörungstheorie über geheime Machteliten
Weiterführende Quellen
Jeffrey Epstein: Filthy Rich (Netflix-Dokumentation)
Miami Herald: Perversion of Justice (Investigative Serie)
Wall Street Journal: Aktuelle Epstein-Berichterstattung
Panama Papers
Paradise Papers
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Jul 26, 2025 • 2h 2min
Kapitalismus Ketzerei
700 Millionen Menschen hungern weltweit – jeden Tag. Während Jeff Bezos täglich 30 Millionen Dollar verdient, müssen seine Arbeiter in Flaschen urinieren. Ein Drittel aller produzierten Lebensmittel landet im Müll: 1,3 Milliarden Tonnen pro Jahr. Das System, das uns befreit haben sollte, frisst uns auf.
Die Grundprinzipien sind klar definiert: Privateigentum an Produktionsmitteln, Marktlogik, Gewinnmaximierung, Wettbewerb. Doch was als dezentraler Koordinationsmechanismus verkauft wird, entpuppt sich als Konzentration von Macht und Reichtum bei wenigen. Warren Buffett brachte es auf den Punkt: „Es gibt einen Klassenkampf – meine Klasse führt ihn, und wir gewinnen.“ Während Unternehmen Rekordgewinne einfahren, stagnieren Löhne seit Jahrzehnten. Während man uns erzählt, mehr Wachstum führe zu mehr Wohlstand für alle, arbeiten 46 Prozent der Obdachlosen in den USA trotz Job.
Patrick und Jens zerlegen Mythos für Mythos: Die angebliche Effizienz bei der Ressourcenallokation? Eine Lüge. Die Befreiung aus der Armut? Geschah trotz, nicht wegen des Kapitalismus. Das System, das auf individuellem Gewinnstreben beruht, macht aus Grundbedürfnissen wie Wasser, Gesundheit und Wohnen profitable Waren. Es verwandelt Demokratie in Plutokratie. Es trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen.
Themen
Grundprinzipien des Kapitalismus: Privateigentum, Marktlogik, Gewinnmaximierung
Wachstumszwang und planetare Grenzen
Ungleichheit und Konzentration von Macht
Lebensmittelverschwendung vs. Welthunger
Kommodifizierung aller Lebensbereiche
Ausbeutung von Arbeitskraft und globaler Süden
Kapitalismus und Faschismus
Demokratiedefizit durch Plutokratie
Privatisierung öffentlicher Güter
Umweltzerstörung und Klimakrise
Erwähnte Personen & Organisationen
Warren Buffett: US-amerikanischer Großinvestor und Milliardär
Franz Müntefering: Ehemaliger SPD-Politiker und Bundesarbeitsminister
Friedrich Merz: CDU-Parteivorsitzender und Oppositionsführer
Michael Kretschmer: Ministerpräsident von Sachsen (CDU)
Carsten Linnemann: CDU-Politiker und Generalsekretär
Christian Lindner: FDP-Vorsitzender und Bundesfinanzminister
Jeff Bezos: Gründer und Executive Chairman von Amazon
Peter Thiel: US-amerikanischer Unternehmer und Trump-Unterstützer
Elon Musk: CEO von Tesla und SpaceX
Karl Marx: Philosoph und Kapitalismuskritiker
Joseph Stiglitz: Wirtschaftsnobelpreisträger und ehemaliger Chefökonom der Weltbank
Vonovia: Deutschlands größter Immobilienkonzern
BlackRock: Weltgrößter Vermögensverwalter
Blackstone: US-amerikanische Private-Equity-Gesellschaft
Begriffe
Kapitalakkumulation: Kontinuierliche Anhäufung von Kapital durch Reinvestition von Gewinnen
Externalitäten: Kosten oder Nutzen wirtschaftlicher Aktivitäten, die nicht im Marktpreis berücksichtigt werden
Kommodifizierung: Verwandlung von Gütern und Dienstleistungen in handelbare Waren
Plutokratie: Herrschaft der Reichen; politische Macht konzentriert sich bei Vermögenden
Union Busting: Systematische Bekämpfung von Gewerkschaften durch Arbeitgeber
Third Places: Soziale Räume zwischen Zuhause und Arbeitsplatz für Gemeinschaftsbildung
Erdüberlastungstag: Tag im Jahr, an dem die natürlichen Ressourcen für das ganze Jahr verbraucht sind
Trickle-Down-Effekt: Theorie, dass Wirtschaftswachstum automatisch allen zugutekommt
GLP-1 (Ozempic): Medikament zur Gewichtsreduktion mit gesellschaftlichen Auswirkungen
Polyworking: Euphemismus für die Notwendigkeit mehrerer Jobs zum Überleben
Weiterführende Quellen
Welthungerhilfe: Fakten zum Welthunger
FAO: Food Waste Statistics
IEA: Energieverbrauch von Rechenzentren
Oxfam: Inequality Reports
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Jul 19, 2025 • 1h 57min
Der Plan für die Machtergreifung?
Ein großer Teil der Bevölkerung bewertet eine Zusammenarbeit zwischen der Union und der AfD als akzeptabel. Während der Verfassungsschutz die AfD als „gesichert rechtsextrem“ einstuft, verschwindet diese Bezeichnung aus dem öffentlichen Diskurs. Die Normalisierung ist in vollem Gange.
Ein internes AfD-Strategiepapier offenbart den Plan zur Machtergreifung. Vier zentrale Ziele: Stammwähler binden, neue Potenziale erschließen, das Akzeptanzumfeld vergrößern – und die Brandmauer stürzen. Die Strategie ist simpel wie erschreckend: Durch „Kreide fressen“ und Mäßigung in der Sprache wollen sie sich normalisieren, während sie gleichzeitig CDU und SPD spalten. Der Plan geht auf.
Patrick und Jens analysieren das 20-seitige Dokument und zeigen die verheerenden Parallelen zu aktuellen politischen Entwicklungen auf. Die gescheiterte Nominierung der Verfassungsrichterin Frauke Brosius-Gersdorf wird zum Paradebeispiel: Eine orchestrierte Kampagne aus rechten Medien, organisierten Abtreibungsgegnern und CDU-Abgeordneten verhindert ihre Wahl. Das Muster ist erkennbar, die Methoden perfektioniert. Die Brandmauer bröckelt nicht nur – sie wird systematisch abgetragen.
Themen
AfD-Strategiepapier zur Machtergreifung analysiert
Normalisierung rechtsextremer Politik im Diskurs
Gescheiterte Nominierung von Frauke Brosius-Gersdorf als Bundesverfassungsrichterin
Orchestrierte Kampagne gegen die Kandidatin
Erosion der „Brandmauer“ zwischen CDU und AfD
Vier-Punkte-Plan der AfD: Stammwähler binden, Potenziale erschließen, Akzeptanz steigern, Brandmauer stürzen
„Kreide fressen“ als Taktik der sprachlichen Mäßigung
Kulturkampf und Polarisierungsstrategie
Rolle rechter Medien bei der Meinungsbildung
Parallelen zur MAGA-Bewegung in den USA
Erwähnte Personen & Organisationen
Frauke Brosius-Gersdorf: Rechtswissenschaftlerin, gescheiterte Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht
Friedrich Merz: CDU-Vorsitzender und Kanzlerkandidat
Jens Spahn: CDU-Politiker, Fraktionsvize im Bundestag
Alice Weidel: AfD-Bundesvorsitzende
Björn Höcke: AfD-Politiker, Landesvorsitzender Thüringen
Julian Reichelt: Ehemaliger Bild-Chefredakteur, heute News-Chefredakteur
Elon Musk: Unternehmer und X-Eigentümer, unterstützt AfD öffentlich
Sahra Wagenknecht: Vorsitzende des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW)
Stefan Weber: Plagiatsjäger, erhob kurzfristig Vorwürfe gegen Brosius-Gersdorf
1000plus: Organisation gegen Schwangerschaftsabbrüche, initiierte Mailing-Kampagne
Apollo News: Rechtes alternatives Medienportal
News: Online-Magazin von Julian Reichelt
Begriffe
Brandmauer: Metapher für die Abgrenzung demokratischer Parteien zur AfD
Kreide fressen: Taktik der sprachlichen Mäßigung bei Beibehaltung extremer Inhalte
Normalisierung: Prozess der gesellschaftlichen Akzeptanz extremer politischer Positionen
Gesichert rechtsextrem: Verfassungsschutz-Kategorisierung für die AfD
Akzeptanzumfeld: Gesellschaftlicher Raum der Toleranz gegenüber einer Partei
Kulturkampf: Politische Strategie der gesellschaftlichen Polarisierung
Pizza-Connection: Informelle politische Absprachen bei gemeinsamem Essen
Lagerübergreifende Koalition: Bündnis demokratischer Parteien gegen Extremismus
Russlanddeutsche: Menschen mit Migrationshintergrund aus post-sowjetischen Staaten
MAGA: „Make America Great Again“ – Trumps politische Bewegung
Weiterführende Quellen
NDR-Podcast „Die Jagd“ über AfD-Interna
Verfassungsschutzbericht zu rechtsextremistischen Bestrebungen
Informationen zum Bundesverfassungsgericht
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Jul 12, 2025 • 1h 45min
Skandale aus dem Zirkuszelt - Teil 2
Die beiden Moderator*innen decken bedrückende Lobbyinteressen auf und informieren über die steigenden Energiekosten. Sie beleuchten die fragwürdige Rolle der Politik in der Klimapolitik und die verheerenden Folgen der Klientelpolitik für zukünftige Generationen. Skandale rund um Jens Spahn und die Maskenaffäre zeigen, wie Machtmissbrauch das Vertrauen der Bürger*innen zerstört. Außerdem diskutieren sie die Herausforderungen der Energiewende in Deutschland und warnen vor dem Aufstieg autoritärer Tendenzen, die die Demokratie gefährden.

Jul 5, 2025 • 1h 34min
Skandale aus dem Zirkuszelt - Teil 1
In dieser spannenden Diskussion wird die politische Bühne mit Zirkusmetaphern beleuchtet, um die Rhetorik im Bundestag zu kritisieren. Der Einfluss von Lobbyinteressen auf demokratische Standards wird als alarmierend dargestellt. Themen wie die Zusammenarbeit zwischen Politik und Lebensmittelindustrie sowie die Verharmlosung der Klimakrise sind ebenfalls zentrale Punkte. Zudem wird auf die Rolle von Ministerinnen in der Migrationsdebatte und die Gefahren von Desinformation eingegangen. Schließlich wird die Problematik von Diskriminierung in der Polizeiarbeit angesprochen.


