

Das Universum
Florian Freistetter, Ruth Grützbauch, Evi Pech
Ruth und Florian reden über das Universum. Mit Fragen. Und Antworten.
Die Astronomin Ruth (Spezialgebiet Galaxien) und der Astronom Florian (Spezialgebiet Asteroiden) reden über das Universum. Ruth betreibt ein mobiles Planetarium; Florian erzählt auf Bühnen, in Büchern und in Podcasts über den Kosmos und beide plaudern gemeinsam über alles, was dort so abgeht. In jeder Folge erzählen sie einander eine spannende Geschichte aus der aktuellen Forschung. Und beantworten Fragen aus der Hörerschaft zu allem was man gerne über das Universum wissen möchte. In der Rubrik "Science Frames" untersucht Evi die Verbindungen zwischen Science Fiction und echter Wissenschaft.
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Die Astronomin Ruth (Spezialgebiet Galaxien) und der Astronom Florian (Spezialgebiet Asteroiden) reden über das Universum. Ruth betreibt ein mobiles Planetarium; Florian erzählt auf Bühnen, in Büchern und in Podcasts über den Kosmos und beide plaudern gemeinsam über alles, was dort so abgeht. In jeder Folge erzählen sie einander eine spannende Geschichte aus der aktuellen Forschung. Und beantworten Fragen aus der Hörerschaft zu allem was man gerne über das Universum wissen möchte. In der Rubrik "Science Frames" untersucht Evi die Verbindungen zwischen Science Fiction und echter Wissenschaft.
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Episodes
Mentioned books

Aug 17, 2021 • 52min
DU031 - Das Universum dreht sich
...aber nicht um dich!
DU031 - Das Universum dreht sich
…aber nicht um dich!
In der letzten (kurzen) Sommerfolge dreht sich alles ums Drehen. Das Universum dreht sich nämlich. Beziehungsweise drehen sich die sogenannten “Filamente”. Die klingen filigran, bestehen aber aus gigantischen Galaxienhaufen und können hunderte Millionen Lichtjahre lang sein. Filamente sind die größten Strukturen des Universums und jetzt hat man herausgefunden, dass die Dinge rotieren. Wie sie das tun und warum, das erklärt Ruth in dieser Folge. Außerdem reden wir über Schleimpilze. Und beantworten die Frage, ob es auf Sternwarten “Deppenknöpfe” gibt. In “Neues auf der Sternwarte” erklärt Evi, wie das mit Prüfungen während des Astronomie-Studiums abläuft und ob es sich lohnt, dabei zu schummeln oder nicht. Und: Achtung vor der Big Verwordagelung!
Astro-Geschichte: Die Galaxie ohne dunkle Materie
Die Erde umkreist die Sonne; die Sonne gehört mit hunderten Milliarden anderer Sterne zur Galaxie, die wir Milchstraße nennen. Die bildet mit anderen Galaxien zusammen einen Galaxienhaufen (die lokale Gruppe) und die Galaxienhaufen finden sich zu Superhaufen zusammen. Und diese Superhaufen sind nicht beliebig im Universum verteilt, sondern ordnen sich entlang langer fadenartiger Strukturen, die man “Filamente” nennt. Und auch wenn die Dinger so groß sind wie kaum etwas im Universum, sind sie schwer zu beobachten. Eben weil sie so groß sind, muss man sich ziemlich anstrengen, wenn man Informationen darüber sammeln wird. Jetzt man wieder einmal genau hingeschaut und entdeckt, dass die Filamente rotieren (“Possible observational evidence for cosmic filament spin”). Beziehungsweise sieht es so aus, ganz sicher weiß man es nicht. Auch nicht, warum sie das tun. Aber es ist auf jeden Fall spannend genug, vor allem wenn man sich mal ganz genau ansieht, wie man so etwas überhaupt herausfinden kann. Was Ruth netterweise für euch getan hat.
Mehr Informationen zum Thema der Einleitung
Die Millenium-Simulation, die die großräumige Struktur des Universums darstellt, kann man sich mit jeder Menge Bildern im Internet ansehen.
Die Geschichte über den kosmologischen Schleimpilz kann man hier nachlesen
Auf Spektrum.de gibt es auch noch einen kurzen Artikel über die rotierenden Filamente.
Was sich Kurt Gödel über Zeitreisen und das rotierende Universum gedacht hat, kann man in diesem Podcast nachhören. Die neue Biografie über Gödel heißt “Journey to the Edge of Reason: The Life of Kurt Gödel”.
Fragen an das Universum
Ali möchte gerne wissen, auf welche Knöpfe man in Sternwarten drücken kann und wie groß sie sind: ”Ich habe mal gehört, das in Chile (glaube es war auch das VLT gemeint) in einem sehr hoch stehenden Teleskopkomplex größere Knöpfe verbaut sind und vereinfachte Bedienelemente, da man in der Höhe wohl durch den geringeren Sauerstoffanteil unkonzentrierter oder ungenauer ist. Stimmt das, oder ist es eine urbane Legende?”
Ruth kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass es in Sternwarten keine “Deppenknöpfe” gibt, der Sauerstoffmangel einem aber durchaus zu schaffen machen kann - dadurch sieht man nämlich schlechter.
Neues von der Sternwarte
In der aktuellen Episode erzählt Evi, wie es mit Prüfungen aussieht. Denn die muss man, leider, während eines Studiums zwangsläufig machen. Wie das so ist mit dem Lernen, vor allem wenn man schon eine Zeit lang aus der Schule raus ist und das Lernen erst wieder lernen muss. Außerdem: Wir gestehen, ob und wobei wir mal geschummelt haben!
Veranstaltungen
Florian wird am 28. August 2021 bei einer Show der Science Busters in Kufstein zu sehen sein - Tickets dafür gibt es hier . Bei Ruth wird es vielleicht ein paar Planetariumshows geben, also behaltet ihre Homepage im Auge!
Telegram
Das Universum gibt es auch bei Telegram. Dort könnt ihr mit anderen Hörerinnen und Hörern plaudern; auch Ruth und Florian sind da, um eure Fragen zu beantworten. Ihr könnt uns dort auch Audio-Kommentare für den Podcast zukommen lassen.
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Wir bedanken uns für die zahlreiche finanzielle Unterstützung die uns die Arbeit am Podcast ermöglicht. Und wenn das alles so weitergeht und wir mit diesem Podcast wirklich Geld verdienen, können wir vielleicht auch wöchentlich eine Folge veröffentlichen.
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Kontaktiert und trefft uns hier
Wenn ihr Fragen zum Universum hat, dann schickt sie einfach per Mail an: fragen@dasuniversum.at. Wer uns einfach nur was schreiben will, tut das unter hello@dasuniversum.at.
Falls ihr Ruth mit ihrem mobilen Planetarium buchen möchtet, schreibt an hello@publicspace.at oder schaut auf ihre Homepage: http://publicspace.at
Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast zu hören.
Florian und Ruth findet ihr beide auch regelmäßig im WRINT Wissenschaft”-Podcast den es ebenfalls bei Spotify gibt
Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien:
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Aug 3, 2021 • 1h 3min
DU030 - Die Entdeckung der undunklen Galaxie
Die Staubmenschen sind verärgert
DU030 - Die Entdeckung der undunklen Galaxie
Die Staubmenschen sind verärgert
Nach einer kurzen Einleitung, die niemanden außer Ruth und mich interessieren wird, erzählt Ruth die Geschichte einer Galaxie ohne dunkle Materie. Was äußerst seltsam ist, weil dunkle Materie eigentlich überall sein sollte. Seltsam hat sich auch Beteigeuze verhalten, aber mittlerweile weiß man, warum der Stern so komisch dunkel geworden ist, wie Ruth erklärt. Evi erzählt, warum Weltwetter cool ist und wir beantworten die Frage, ob und wie man die Sonne löschen kann. Viel Spaß dabei.
Astro-Geschichte 1: Die Galaxie ohne dunkle Materie
Ruth erzählt uns von der Galaxie NGC 1052-DF2. Oder kurz “Dragonfly 2” beziehungsweise DF2. Dort konnte man keine dunkle Materie nachweisen. Damit fällt sie komplett aus dem Rahmen dessen, was man über Galaxien und Galaxienentstehung weiß. Man wusste aber zuerst länger nicht, ob DF2 tatsächlich “undunkel” ist oder ob es sich nur um einen Beobachtungsfehler handelt. Um das zu klären muss man vor allem die Entfernung genau bestimmen und das ist nun gelungen. In diesem Fall ist das mit der Untersuchung von roten Riesensternen gelungen. Und zwar durch die Suche nach der Spitze des roten Riesenastes. Dazu muss man das Hertzsprung-Russell-Diagram verstehen, weswegen wir das auch erklären. Anschauen kann man sich das Diagramm hier. Jetzt weiß man zwar, dass da keine dunkle Materie ist. Aber warum das so ist, weiß man noch nicht. Tja.
Mehr Informationen zum Thema der Einleitung
Den Fachartikel über die undunkle Galaxie könnt ihr hier nachlesen: “A Tip of the Red Giant Branch Distance of 22.1 ± 1.2 Mpc to the Dark Matter Deficient Galaxy NGC 1052–DF2 from 40 Orbits of Hubble Space Telescope Imaging”. Eine deutschsprachige Zusammenfassung kann man bei Scinexx nachlesen.
Über die “Dragonfly-Beobachtung” von dunklen Galaxien haben wir schon in Folge D009 des Podcasts gesprochen.
Zur Entfernungsmessung von Galaxien und der Tully-Fisher-Beziehung gibt es hier mehr Informationen. Und hier.
Astro-Geschichte 2: Das Rätsel um Beteigeuze wurde gelöst
Nachdem Ruth schon in Folge DU003 und Folge DU005 vom Stern Beteigeuze und seiner seltsamen Verdunkelung erzählt hat, kommt nun (vielleicht) die Lösung für dessen Verhalten. Ruth berichtet von der Arbeit “A dusty veil shading Betelgeuse during its Great Dimming” die sich Beteigeuze ganz genau angesehen hat. Die Lösung: Ein Sternfleck auf Beteigeuze hat Staub erzeugt, der dessen Licht verdunkelt hat. Mehr dazu kann man auch im Blog von Florian lesen.
Fragen an das Universum
Isabell (beziehungsweise ihr Sohn) möchte wissen, ”ob man die Sonne löschen kann, wenn man unendlich viel Wasser zur Verfügung hat”?
Das ist eine enorm kluge Frage. Mit überraschenden Konsequenzen. Denn die Sonne ist kein normales Feuer. Tatsächlich würde sie nur um so heißer und länger brennen, wenn man Wasser auf sie schüttet. Wie man einen Stern - zumindest im Science-Fiction-Kontext - zum Erlöschen bringt, kann man ihm hervorragenden Buch “Project Hail Mary” (auf deutsch “Der Astronaut”) von Andy Weir nachlesen.
Neues von der Sternwarte
In der aktuellen Episode erzählt Evi von den diversen Vorlesungen die sie bisher schon im Astronomie-Studium erlebt hat. Und von der Faszination, die die Erforschung des Weltraumwetters auf sie ausübt. Außerdem stellen wir fest: Der Zufall spielt eine enorm große Rolle im Studium.
Veranstaltungen
Florian hat keine Auftritte, bei den Science Busters ist Sommerpause. Bei Ruth wird es vielleicht ein paar Planetariumshows geben, also behaltet ihre Homepage im Auge!
Telegram
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Jul 20, 2021 • 1h 46min
DU029 - Die Himmelsscheibe von Nebra
Der erste Griff nach den Sternen
DU029 - Die Himmelsscheibe von Nebra
Der erste Griff nach den Sternen
Premiere im Universum: Wir haben einen Gast! Kai Michel ist zu Besuch bei uns und erzählt von einem der faszinierendsten Fundstücke das wir bis jetzt aus der Erde gebuddelt haben: Es geht um die Himmelsscheibe von Nebra, 3600 Jahre alt und die erste bekannte bildliche Darstellung des Sternenhimmels. Kai hat zwei Bücher über die Himmelsscheibe geschrieben und erklärt uns, welche völlig fremde und doch irgendwie vertraute Welt wir in ihr entdecken können. Danach gibt es Antworten auf Fragen aus der Hörerschaft, diesmal zur Astronomie der Vergangenheit und der Zukunft. Evi erzählt uns diesmal was über die “Einführung in die Astronomie”. Und Ruth hat es tatsächlich geschafft, sich als Astronautin zu bewerben.
Astronautin-Update
Ruth hat sich erfolgreich als Astronautin beworben! Die Bewerbung ist rechtzeitig an die ESA abgeschickt worden und dort auch eingelangt. Es ist also alles auf Kurs und wir warten gespannt, was noch passiert!
Die Himmelsscheibe von Nebra
Das erste Mal hat “Das Universum” einen Gast. Nämlich Kai Michel, ein Historiker und Kulturwissenschaftler, der nicht nur ein sondern zwei Bücher über die “Himmelsscheibe von Nebra” geschrieben hat. Zusammen mit Harald Meller, dem Landesarchäologen von Sachsen-Anhalt, der dieses einmalige Fundstück für die Wissenschaft gesichert und intensiv erforscht hat. Die Himmelsscheibe ist 3600 Jahre alt und die älteste realistische Darstellung des Himmels. Sie zeigt uns, was die Menschen der Bronzezeit über den Himmel gewusst haben. Sie zeigt uns, wie sie die Welt gesehen haben. Und sie hat uns gezeigt, dass es in der tiefen Vergangenheit nicht nur in Ägypten und Mesopotamien Hochkulturen gegeben hat, sondern auch mitten in Deutschland.
Kai Michel hat gemeinsam mit Harald Meller im Jahr 2018 das absolut lesenswerte Buch “Die Himmelsscheibe von Nebra: Der Schlüssel zu einer untergegangenen Kultur im Herzen Europas” geschrieben. Vor ein paar Wochen ist ein neues Buch erschienen: “Griff nach den Sternen: Nebra, Stonehenge, Babylon: Reise ins Universum der Himmelsscheibe”.
Kai war so nett, mit uns sehr ausführlich über die Himmelsscheibe zu reden und zu erklären, wie einmalig dieses Fundstück ist. Sie ist nicht nur einfach ein “Notizzettel”, mit dem die Menschen damals eine Schaltregel für den Kalender festgehalten haben (was schon beeindrucken genug wäre). Sie ist ein Blick in eine Welt, die uns bisher verschlossen war und zeigt uns, an was die Menschen damals geglaubt haben, wie sie ihr Staatswesen organisiert haben, wie sich Hierarchien herausgebildet haben und wie Mitteldeutschland mit dem Rest der Welt in Verbindung stand.
Kai erklärt uns außerdem, dass Wissenschaft und Glaube damals nicht in der Form existiert haben, die wir uns heute vorstellen. Die Menschen haben nicht zwischen weltlicher und mystischer Bedeutung des Himmels unterschieden. Strukturen wie Stonehenge waren auch keine “Steinzeitsternwarten” an denen “Forschung” betrieben wurde. Sondern Orte, an denen Himmel und Erde aufeinander getroffen sind…
Was man wunderbar an einem Bild von Karol Schauer in Kais neuem Buch sehen kann, über das wir ausführlich diskutieren und von dem ihr hier eine Abbildung sehen könnt.
Mehr Informationen zum Thema der Geschichten
Jan Böhmermann hat die Himmelsscheibe gedisst, aber dann doch Besserung gelobt und besucht nun das Landesmuseum in Halle.
Besucht unbedingt die Arche Nebra, es lohnt sich! Und wenn ihr dort seid, dann macht danach eine Radtour zum Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. Es führt ein schöner Radweg dorthin und am Ziel könnt ihr die echte Himmelsscheibe ansehen.
Meine Artikelserie über die Himmelsscheibe von Nebra könnt ihr hier nachlesen
Neben den beiden Büchern über die Himmelsscheibe hat Kai auch noch zwei andere Bücher geschrieben, die ebenfalls beide sehr lesenswert sind: “Das Tagebuch der Menschheit: Was die Bibel über unsere Evolution verrät” und “Die Wahrheit über Eva: Die Erfindung der Ungleichheit von Frauen und Männern”.
Über die für die Himmelsscheibe wichtige Sternengruppe der Plejaden und ihre historische Bedeutung haben wir schon in Folge DU017 gesprochen
Über die ISS-Mission mit Himmelsscheiben-Logo könnt ihr hier mehr lesen.
Fragen an das Universum
Manuel möchte wissen, ob es aus Sicht der Menschen in der Vergangenheit wirklich der plausibelste Gedanke war, ”dass man annimmt, alles dreht sich um die Erde?”. Wie ist es, wenn man ”sich in einen Menschen hineinversetzt der vor der Erfindung des Teleskops gelebt hat”
Zum Glück haben wir Kai zu Gast, der zu diesem Thema jede Menge zu sagen hat. Und dass sich alles um die Erde dreht, ist eigentlich sehr offensichtlich. Denn wenn man die Sterne aufmerksam und ausführlich betrachtet, dann sieht es tatsächlich exakt so aus. Und die Frage nach einem Buch, das zeigt, wie die Menschen früher den Himmel beobachtet haben, konnte Kai auch beantworten: Er empfiehlt “Die Wahrsagekunst im Alten Orient: Zeichen des Himmels und der Erde” von Stefan Maul. Und wer es noch findet, sollte sich das Buch “Sterne und Steine: Eine praktische Astronomie der Vorzeit” von Wolfhard Schlosser besorgen.
Niklas stellt uns die Frage: ”Haben Sie als astronomische Wissenschaftler das Gefühl, dass die technische Entwicklung für die Forschung zu langsam abläuft?” und will wissen, woran das liegen könnte.
Am Geld, Niklas! Gebt uns mehr Geld und wir forschen euch die Wissenschaft um die Ohren! An der Technik liegt es nicht; wir wüssten, was wir bauen müssten - es gibt uns nur keiner das Geld dafür! Kai hat noch ein paar tiefgründigere Gedanken dazu und betrachtet das Thema aus einer anderen Richtung: Oft führt eine neue technische Entwicklung dazu, das wir alte Daten aus einer ganz neuen Richtung betrachten können. So war es unter anderem bei der Himmelsscheibe.
Neues von der Sternwarte
Die Himmelsscheibe von Nebra ist quasi die “Einführung in die Astronomie” für die gesamte Menschheit. Wie eine Vorlesung “Einführung in die Astronomie” im modernen Studium aussieht, erzählt uns Evi in “Neues von der Sternwarte”. Wie üblich stellen Ruth und Florian fest, dass es früher ganz anders war…
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Jul 6, 2021 • 1h 6min
DU028 - Außerirdische Orientierung
Mein Gott, es ist voller Polarsterne!
DU028 - Außerirdische Orientierung
Mein Gott, es ist voller Polarsterne!
Wer wissen will, wo Norden ist, muss am Himmel einfach nur den Polarstern finden. Das gilt allerdings nur heute und nur auf der Erde. Wer per Zeitmaschine in der Vergangenheit oder Zukunft unterwegs ist oder sich auf anderen Himmelskörpern des Sonnensystems rumtreibt, muss sich andere Orientierungshilfen suchen. Und weil “Das Universum” natürlich auch ein Service-Podcast ist, erklären wir in dieser Folge, welche Polarsterne man anderswo benutzen kann. Außerdem diskutieren wir ein wenig über die verwirrende griechische Mythologie. Und beantworten Fragen: Über das elektrische Universum, Löcher im Kosmos und das, was man alles noch nicht weiß, aber gerne wissen würde. Mit Evi reden wir über das, was in einem Astronomiestudium ganz am Anfang steht. Viel Spaß mit dem Podcast.
Urlaubserklärung
Diese Folge ist kürzer als sonst, weil wir sie vorab aufgezeichnet haben (zusammen mit ein paar anderen). Denn zuerst ist Florian auf Urlaub und danach Ruth. Florian fährt nämlich gerade vom nördlichsten Punkt Österreichs mit dem Fahrrad zum südlichsten Punkt und kämpft sich jetzt gerade vermutlich den Sölkpass hinauf um die Alpen zu überqueren. Damit es trotzdem was zu hören gibt, haben wir aber vorab ein paar Folgen aufgenommen. Und ein wenig über Extrempunkte, Mittelpunkte und die Zipfel Deutschlands diskutiert.
Norden ist Ansichtssache
Wenn man auf der Erde wissen will, wo Norden ist, dann sucht man den großen Wagen und lässt sich von ihm zum Polarstern führen. Das funktioniert aber nur jetzt; die Erdachse bewegt sich und hat in der Vergangenheit auf andere Sterne gezeigt. Genau so wird sie in Zukunft auf andere Sterne zeigen. Und wenn man nicht auf der Erde ist, sondern auf einem anderen Planeten, dann kommt man mit dem Polarstern auch nicht weit. Zum Glück gibt es die Arbeit “Pole Stars of Other Planets” von Paul Sharrah. Darin kann man nachlesen, wohin man schauen muss, wenn man auf einem anderen Himmelskörper den Norden finden will. Die vielen Polarsterne diskutieren wir in der Folge; außerdem sind wir uns uneinig über die Aussprache alter griechischer und lateinischer Name und sind ratlos angesichts der Mythologie.
*Fragen an das Universum
Dirk hat keine Frage, sondern uns auf die Audio-Dokumentation Frau im All - Die Astronautin Suzanna Randall hingewiesen. Und diesen Hinweis geben wir natürlich gerne weiter.
Luka möchte von uns gerne wissen ” ob es so etwas wie Löcher im Universum gibt oder geben kann, also blasenförmige Bereiche, in denen irgendetwas ist, was es verhindert, dass der Raum diesen Bereich ausfüllt.” Ruth denkt, schwarze Löcher könnte so etwas sein; Florian führt dagegen die “Ewige Infaltion” ins Feld (zur Inflation haben wir in der Kosmologie-Spezialfolge mehr erzählt.
Johannes hat uns auf die “Theorie” des elektrischen Universums hingewiesen und nach unserer Meinung gefragt. Kurz gesagt: Finden wir beide doof; ist aber ein Hinweis auf und Ansporn für bessere Wissenschaftskommunikation. Ausführlich hat Florian sich in Folge 453 des “Sternengeschichten”-Podcast (erscheint am 30.07.2021) mit dem elektrischen Universum beschäftigt.
Albrecht hat zum Abschluss eine wirklich einfache Frage: ” was sind für euch die aktuell spannendsten ungeklärten Fragen der Astronomie?”
Neues von der Sternwarte
Wie fängt so ein Studium der Astronomie an? Was macht man da im ersten Semester; was macht man am ersten Tag? Geht das Alles sofort mit langen Nächten am Teleskop los oder der Suche nach Aliens? Oder ist es doch ein wenig anders? Evi, die gerade Astronomie studiert, weiß Bescheid und erklärt uns, was da so abgeht.
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Florian hat keine Auftritte, bei den Science Busters ist Sommerpause. Bei Ruth wird es vielleicht ein paar Planetariumshows geben, also behaltet ihre Homepage im Auge!
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Jun 22, 2021 • 1h 52min
DU027 - Die Partyfolge! Das Universum wird ein Jahr alt
Astronomische Alkoholika und der öde Anfang des Universums
DU027 - Partyfolge! Das Universum wird ein Jahr alt
Astronomische Alkoholika und der Anfang des Universums
Das Universum hat Geburtstag! Es wird ein Jahr alt. Damit ist das Podcast-Universum ein bisschen jünger als der echte Kosmos. Was aber noch lange kein Grund ist, nicht zu feiern. Also haben sich Ruth, Florian und Evi das erste Mal in echt und von Angesicht zu Angesicht zum Podcasten getroffen und das erste Jahr des Universums in Anwesenheit diverser astronomischer Alkoholika Revue passieren lassen. Florian hat ein wenig was über die vielfältige Verbindung zwischen Bier und Astronomie erzählt; Ruth erklärt, warum das erste Jahr des Universums viel öder war als das erste Jahr unseres Podcasts. Und mit Evi haben wir in der Rubrik “Neues von der Sternwarte” über Uni-Partys früher und heute gesprochen. Außerdem gibt es ein wenig Statistik über das erste Jahr des Podcasts und ein Ausblick auf das, was wir im kommenden Jahr vorhaben.
Bild: CC-BY-SA 4.0
Astronomie und Bier
Florian hat Partygetränke eingekauft; natürlich alle mit astronomischer Relevanz. Wir fangen an mit einem Schluck Dunkle Materie von Brew Age. Die Planetenbiere von Inspirationsbräu haben wir ja leider nicht bekommen, aber dafür genug andere Biere. Unter anderem: Space Diamonds und Small Galaxy Everything von Other Half,
Chixulub und Fructosaurus von Brew Age, Gamma Ray von Beavertown und Haze out of Space von Bevog. Den Tobias Mayer Cuvée von den Weingärtnern Marbach haben wir nicht aufgemacht und die Geschichte über Tobias Mayer hab ich auch vergessen. Kann man aber hier nachhören.
Ganz im Stile von Carl Sagans kosmischen Apfelkuchen erzählt Florian dann ein paar der vielen Geschichten über die Astronomie im Bier. Den Anfang macht die Verbindung zwischen Bier und den supermassereichen schwarzen Löchern in fernen Galaxien. Dazu kann man hier alle Details nachlesen. Aber es geht um radioaktiven Kohlenstoff, kosmische Strahlung und kühles Bier! In einer zweiten Geschichte geht es um die Plattentektonik, die uns die Bierkeller und damit auch die schönen Biergärten gebracht hat. Mehr zu diesem Thema gibt es hier. Und am Ende reden wir kurz noch darüber, wie radioaktive Strahlung das Bier besser gemacht hat. Die Details dazu findet ihr hier.
Rückblick auf ein Jahr Universum
Nach dem ersten Jahr des Universums schauen wir ein wenig auf die Statistik. In den bisherigen 27 Folgen gab es:
470.000 Downloads und Streams
218.000 Hörer*innen
209.000 Abonennt*innen
50.000 Downloads pro Monat
zwischen 15.000 und 20.000 Downloads pro Folge
Die drei Top Episoden mit den meisten Downloads waren:
DU006 - Aliens im 8-dimensionalen kosmischen Heuhaufen
DU000 - Nullnummer mit Asteroiden
DU016 - Die Galaxie am Anfang des Universums
Ihr hört uns fast komplett über den Feed, nicht über den Webplayer. Circa 25% hören über Apple Podcasts, circa 12% mit Spotify. Der gute alte Podkicker hat es allerdings auf nur 2423 Downloads geschafft.
Die meisten Hörer*innen haben wir in:
Deutschland (400.000)
Österreich (40.000)
Schweiz (14.000)
USA (3000)
Italien (1200)
Und falls ihr für die 18 Downloads aus Liechtenstein oder die zwei von der Isle of Man verantwortlich seid: Sagt uns Bescheid!
Das öde erste Jahr des Universums
Ruth hat sich angesehen, was im ersten Jahr des echten Universums passiert. Zuerst sehr, sehr viel in sehr, sehr kurzer Zeit. Und nach ein paar Minuten war alles vorbei und es wurde ein wenig öde. Ganz anders also als unser Podcast-Universum! Hier ein kurzer Rückblick:
Es fängt an mit der Planck-Ära, die nach 10 hoch minus 43 Sekunden vorbei war, danach kommt die GUT-Ära, in der sich die fundamentalen Kräfte voneinander getrennt haben. Sie war 10 hoch minus 35 Sekunden nach dem Urknall zu Ende. Dann kamen die Quarks und die Quark-Ära, die Hadronen und die Hadronen-Ära, nach 10 hoch minus 6 Sekunden. Drei Minuten nach dem Urknall war die gesamte Materie da. Bis dann ein paar Millionen Jahre später die ersten Sterne entstehen, ist allerdings nicht mehr viel passiert.
Wenn ihr mehr über die Planck-Einheiten erfahren wollt, könnt ihr Folge 367 der Sternengeschichten anhören. Das mit dem Higgs-Mechanismus und der Trennung der Grundkräfte, ist Teil von Folge 70 der Sternengeschichten.
Die Zukunft des Universums
Bevor die Party weiter geht, schauen wir noch kurz in die Zukunft. Wir überlegen uns, was wir im nächsten Jahr mit dem Podcast anstellen wollen. Dazu brauchen wir aber auch eure Hilfe! Was wünscht ihr euch? Was sollen wir mit dem Instagram-Account des Universums anstellen? Wünscht ihr euch Merchandise und wenn ja: Wer kann uns helfen, das zu produzieren? Sollen wir in Richtung Videoformat expandieren? Und wo soll das erste Hörer*innen-Treffen stattfinden? Euer Feedback könnt ihr uns bei Telegram zukommen lassen. Oder ganz klassisch per Email an: hello@dasuniversum.at.
Neues von der Sternwarte
Natürlich kommt auch Evi zur Geburtstagsparty dazu. Sie stößt direkt vom Astronomie-Studium zu uns, das in diesem Fall aber im Zimmer nebenan stattgefunden hat. Auch auf der Uni wird coronabedingt distancegelearnt. Was uns veranlasst darüber zu reden, wie das so mit den Partys und dem sozialen Leben ist. Wie ist da generell der Unterschied zwischen jetzt und früher und wie läuft das, wenn man als ältere Studierende zu den ganzen jungen Kids stößt, die frisch von der Schule auf die Uni kommen?
Fehlender Kuchen
Wir haben vor lauter Astrobier vergessen, einen Kuchen für das Universum zu backen. Am liebsten hätten wir so einen Planetenkuchen gehabt. Leider hat die Zeit zum backen gefehlt.
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Jun 8, 2021 • 1h 54min
DU026 - Die verwirrende jüngste, älteste, entfernteste Galaxie
Jung oder alt, das ist hier die Frage
DU026 - Die verwirrende jüngste, älteste, entfernteste Galaxie
Jung oder alt, das ist hier die Frage
Ruth und (vor allem) Florian ärgern sich zuerst ein wenig über die Darstellung des “Supermondes” in den Medien und diskutieren über Wissenschaftsjournalismus und Astro-Click-Bait in den Medien. Danach erklärt Ruth noch einmal ausführlich, was man tun muss, wenn man mit der ESA ins Weltall fliegen will. In der Astro-Geschichte geht es dann um die älteste Spiralgalaxie. Oder die jüngste Spiralgalaxie. Und um die Frage, warum es so verwirrend ist, wenn man das Alter einer Galaxie angeben will. Spoiler: Das liegt daran, dass man in der Astronomie immer rückwärts in der Zeit schaut. Spannend ist die Sache aber auf jeden Fall. Danach gibt es Antworten auf eure Fragen und zwar diesmal zu: Expansion des Weltalls, der Leere des Kosmos und der Bewegung von Sternen. Außerdem berichtet Evi in “Neues von der Sternwarte” von den Problemen die es zu lösen gilt, wenn man ein Studium neben dem Beruf absolvieren will.
Außerdem rufen wir ein letztes Mal auf, uns Geburtstagsgrüße und -Kommentare per Audio zuzusenden. Macht das doch; per Mail oder in unserer Telegram-Gruppe.
Einleitung 1: Supermond und Ärger über Wissenschaftsboulevard
Florian ärgert sich über den Supermond! Weil da wieder mal der Boulevard austickt und die Wissenschaft für Click Bait missbraucht.
_Mehr Informationen zu den Themen der Einleitung
Die Artikelserie über “Schlechte Schlagzeilen” findet ihr hier.
Über den “Vollmond-Irrsinn” in den Medien hat Florian sich hier ausführlich aufgeregt.
Was man astronomisch über den Supermond sagen kann (und was nicht), könnt ihr in diesem Podcast nachhören.
Die Zitate von Max Goldt kann man hier nachlesen
Das Lied “Bettelmafia” von Christoph und Lollo über die Medienförderung in Österreich könnt ihr hier anhören
Einleitung 2: Astronautinnen-Update
Ruth hat ihre Bewerbung als Astronautin noch nicht abgeschickt. Was aber nicht schlimm ist, da die Deadline der ESA verlängert wurde, bis 18. Juni. Außerdem diskutieren wir über den Sinn von Deadlines und die Schwierigkeit, sie einzuhalten. Auf jeden Fall aber ist noch ausreichend Gelegenheit, sich zu bewerben. Wozu Ruth alle Hörerinnen und Hörer auffordert.
Astro-Geschichte: Die älteste, jüngste Spiralgalaxie
Am Nationalen Astronomischen Observatorium Japans in Tokio hat man die “älteste bisher bekannte Spiralgalaxie” entdeckt. Die aber irgendwie auch die jüngste bekannte Spiralgalaxie ist. Das ist verwirrend, aber das Universum ist eben nicht ganz einfach. Weil Licht Zeit braucht um von A nach B zu kommen und wir immer in die Vergangenheit schauen. Ruth ärgert sich ein bisschen um die unklare Darstellung dieser Tatsachen in den Medien. Aber insgesamt ist die Entdeckung schon ziemlich cool, weil sie uns ein paar überraschende Neuigkeiten über die Entstehung von Galaxien im jungen Universum liefert. Was genau wir aus der Beobachtung gelernt haben, erklärt Ruth in dieser Folge.
_Mehr Informationen zu den Themen der Geschichte
Der Fachartikel dazu ist hier zu finden: “Spiral morphology in an intensely star-forming disk galaxy more than 12 billion years ago”.
Warum das mit den Entfernungsangaben auf kosmologischen Maßstäben so kompliziert ist, könnt ihr hier im Detail nachlesen.
Die Videoserie “How far away is it” findet ihr hier
Fragen an das Universum
Johann (und diverse andere Leute) wollte wissen, wie das mit der Expansion des Alls ist: ”In eurer Folge habt ihr erzählt, dass die Galaxie nun 30 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt ist. Wie geht das, wenn das Universum erst 13,8 Milliarden Jahre alt ist?”
Das geht ganz einfach, weil immer mehr Raum entsteht, während das Licht durch das Universum unterwegs ist. Florian probiert, das Phänomen durch einen Vergleich mit Förderbändern zu erklären. Was aber vielleicht keine gute Idee war. Hört lieber nochmal die Kosmologie Spezialfolge
Markus will was wissen: ”Wenn ich das richtig verstanden habe, bewegen sich Sterne auch innerhalb von Galaxien aufeinander zu und voneinander weg. Wie geht das zusammen mit der gemeinsamen Bewegung um das gemeinsame Zentrum und der gravitativen Bindung daran?”
Ruth erklärt wie das zusammengeht: Nämlich weil es unterschiedliche Geschwindigkeitskomponenten gibt, die sich überlagern. Florian das Phänomen durch einen Vergleich mit Riesenschallplatten zu erklären. Was aber vielleicht schon wieder keine gute Idee war.
Günther befragt uns zur Leere: _”Gibt es in den leeren Regionen des Universums Orte die so weit ab von jedweder Materie sind das auch das Licht der Sterne sie nicht mehr erreichen kann?”
Da sind wir uns nicht sicher. Einerseits nein, wenn man aber die dunkle Energie berücksichtigt, wird es knifflig. Und dunkel ist das Universum tatsächlich nicht, wenn man die kosmische Hintergrundstrahlung berücksichtigt. Auf jeden Fall sollte man die Gelegenheit nutzen, um an den Lindau Nobel Laureate Meetings teilzunehmen. Da kann man dann auch die Leute treffen, die die kosmische Hintergrundstrahlung entdeckt haben. Wie man sich bewirbt, lest ihr hier.
Neues von der Sternwarte
Evi berichtet wieder vom Astronomie-Studium an der Uni Wien. Diesmal reden wir darüber, wie es ist, wenn man studieren möchte, obwohl man schon ein wenig älter ist und neben dem Studium noch berufstätig sein muss. Genau in dieser Situation absolviert Evi ja ihr Astro-Studium und sie gibt ein paar Tipps, wie man das am besten anstellt.
Veranstaltungen
Die Theater haben wieder offen. Deswegen wird Florian am 7. und 8. Juni im Wiener Stadtsaal, gemeinsam mit dem Rest der Science Busters und der Show “Global Warming Party” zu sehen sein. Tickets gibt es hier.
Telegram
Das Universum gibt es auch bei Telegram. Dort könnt ihr mit anderen Hörerinnen und Hörern plaudern; auch Ruth und Florian sind da, um eure Fragen zu beantworten. Ihr könnt uns dort auch Audio-Botschaften und Geburtstagswünsche zukommen lassen.
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Wir bedanken uns für die zahlreiche finanzielle Unterstützung die uns die Arbeit am Podcast ermöglicht. Und wenn das alles so weitergeht und wir mit diesem Podcast wirklich Geld verdienen, können wir vielleicht auch wöchentlich eine Folge veröffentlichen.
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Kontaktiert und trefft uns hier
Wenn ihr Fragen zum Universum hat, dann schickt sie einfach per Mail an: fragen@dasuniversum.at
Falls ihr Ruth mit ihrem mobilen Planetarium buchen möchtet, schreibt an hello@publicspace.at oder schaut auf ihre Homepage: http://publicspace.at
Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast zu hören.
Florian und Ruth findet ihr beide auch regelmäßig im WRINT Wissenschaft”-Podcast den es ebenfalls bei Spotify gibt
Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien:
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Shows Science Busters

May 25, 2021 • 1h 57min
DU025 - Die Sonne im Kern der Erde
Das Universum unter unseren Füßen
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DU025 - Die Sonne im Kern der Erde
Das Universum unter unseren Füßen
China ist am Mars gelandet. In der Milchstraße steckt ne riesige Wurst. Und im Inneren der Erde finden wir die Sonne. Nicht die echte Sonne natürlich. Aber aus dem Kern der Erde kommt tatsächlich Sonnenwind. Die Teilchenstrahlung der Sonne messen wir normalerweise im Weltall, wo sie auch hingehört. Jetzt konnte man zeigen, dass Sonnenwind aber auch aus dem metallischen Kern der Erde kommt. Wie er dort erzeugt wird, was das mit Meteoriten und den zerbrochenen Planeten des jungen Sonnensystems zu tun hat, diskutieren Ruth und Florian ausführlich in der neuen Folge. Außerdem beantworten wir wieder Fragen: Zum Weltraumlift, zum Magnetfeld der Sonne, den Starlink-Satelliten und geben Beobachtungstipps für Sternbeobachtungen mit einem Budget von 100 Euro. In “Neues aus der Sternwarte” erzählt Evi, warum man beim Astronomistudium keine Angst vor der Mathematik haben muss. Und endlich gibt es wieder mal etwas anzukündigen!
Einleitung 1: Feuergott am Mars
China ist auf dem Mars gelandet. Als zweite Nation überhaupt haben sie einen Rover auf unserem Nachbarplaneten abgesetzt. Warum es mit den Bildern ein wenig gedauert hat könnt ihr hier nachlesen. Und mit ein bisschen Verspätung kann man hier nun auch erste Bilder anschauen.
Einleitung 2: Galaktische Wurst
Florian hat mysteriöse Post von der Universität Birmingham bekommen. Dort wurden Sterne erforscht “Chronologically dating the early assembly of the Milky Way” , die älter als die Milchstraße sind und aus einer Galaxie stammen, die vor langer Zeit mit unserer Galaxis kollidiert ist und den etwas lächerlichen Namen “Gaia Sausage” trägt. Warum sie so heißt, könnt ihr euch hier anschauen. Und wie die verwendete Methode der “Asteroseismologie” funktioniert, hat Florian hier ausführlich gesprochen.
Einleitung 3: Ruth wird Astronautin
Ruth ist immer noch auf dem besten Weg, Astronautin zu werden. Zumindest hat sie schon die notwendigen ärztlichen Untersuchungen hinter sich gebracht. Die nächste Hürde: Das Verfassen eines europäischen Lebenslaufes. Danach muss das Kaffee-Problem im All geklärt werden, denn die orbitale Kaffeemaschine ISSpresso ist nicht mehr in Betrieb.
Astro-Geschichte: Die Sonne im Kern der Erde
Das erste wissenschaftliche Experiment auf dem Mond bestand in der Messung des Sonnenwindes. So nennt man die geladenen Teilchen, die die Sonne ständig ins All hinaus schleudert. Das zu messen ist wichtig, wenn wir die Sonne verstehen wollen. Aber auch wichtig, wenn wir verstehen wollen, wie die Erde und die anderen Planeten entstanden sind. Das ursprüngliche Material aus dem alles entstanden ist, wurde vom Sonnenwind durchaus beeinflusst. Wir haben aber wenig ursprüngliches Material zur Verfügung. Meteoriten sind eine Quelle; dort können wir untersuchen, wie der Sonnenwind in die Materie der ersten Himmelskörper inkludiert worden ist. Was man nun aber vor kurzem festgestellt hat: Auch aus dem Kern der Erde strömt Sonnenwind ("Solar noble gases in an iron meteorite indicate terrestrial mantle signatures derive from Earth’s core"). Wie er dahin kommt, ist eine spannende Geschichte. Rausgefunden hat man das durch die Untersuchung von Eisenmeteoriten, denn die haben ja auch den Kern der Erde gebildet. Wie der Sonnenwind in Meteorite gekommen ist, wie die Meteoriten den Erdkern gebaut haben und wie man heute herausfinden kann, was dort unten unter unseren Füßen abgeht: Das ist eine faszinierende Geschichte. Und deswegen wissen wir nun, dass der Kern der Erde durchaus einen Einfluss darauf hat, was weiter oben passiert.
_Mehr Informationen zu den Themen der Geschichte
Über die Erforschung des Erdkerns könnt ihr in dieser Folge des Sternengeschichten-Podcast mehr hören.
Die Mission zum Asteroid Psyche hat Florian hier genauer beschrieben
Ein paar Infos zum Washington-Meteorit gibt es hier.
Die “Landung” der Raumsonde “Genesis” kann man sich hier ansehen.
Fragen an das Universum
Alexander wollte wissen, wie das mit dem Weltraumlift funktioniert: ”Wird nun eigentlich versucht den Lift in die Realität umzusetzen?”
Der Weltraumlift wird erforscht. Konkrete Realisierungspläne gibt es aber noch nicht. Wofür aber eher nicht die wissenschaftlichen Probleme verantwortlich sind, sondern viel mehr politische und gesellschaftliche Gründe. Wie ein Weltraumlift funktioniert, hat Florian hier und hier erklärt. In seinem Buch “Asteroid Now - Warum die Zukunft der Menschheit in den Sternen liegt ist das ganz noch ein wenig ausführlicher erklärt.
Dennis interessiert sich für tote Sterne und seltsame Materie: ”Wisst ihr ob es eine Forschung zu Seltsamer Materie gibt oder ob es eine Sonde welche einen Neutronenstern erforscht oder umkreist falls das möglich ist?”
Theoretische Forschung zu seltsamer Materie gibt es durchaus; entdeckt hat man diese Art von Materie noch nicht. Aber wenn es sie gibt, dann vermutlich im Inneren von Neutronensternen. Die würden wir wirklich gerne aus der Nähe sehen. Aber da wir noch keine interstellaren Raumsonden haben, haben wir auch noch keinen Neutronenstern umkreist.
Lisa will zuerst wissen, wie das mit den Geschichten über die Sterne anderswo ist: ”Was wissen wir heute über die Astronomie der südlichen Hemisphäre?”
Viel! Wir haben zwar unser bestes getan, dem Rest der Welt unsere eigene Kultur aufzudrücken. Aber zum Glück haben wir das nicht ganz geschafft. Menschen haben immer schon zu den Sternen geschaut und sich Geschichten darüber erzählt; überall auf der Welt. Deswegen wissen wir heute zum Beispiel über den “Himmelsemu” der australischen Ureinwohner Bescheid. Einige Geschichten über die präkolonialen Sternbilder hat Florian in seinem Buch “Eine Geschichte des Universums in 100 Sternen” erzählt.
Lisa fragt außerdem noch, wieso die Sonne ein Magnetfeld hat, obwohl da kein Eisenkern ist, so wie bei der Erde.
Gute Frage! Aber es braucht nicht unbedingt Metall, sondern “nur” geladenes Material. Und davon hat die Sonne jede Menge, nämlich ionisierten Wasserstoff. Und wenn das Zeug sich bewegt, gibt es ein Magnetfeld.
Simeon saß eines Abends in Wien und hat jede Menge Lichtpunkte am Nachthimmel gesehen. Das waren die Starlink-Satelliten und jetzt will er wissen: ”Was ist, wenn auch nur ein einiger der Satelliten mit irgendetwas kollidiert und zerstört wird, gibt das dann eine Kettenreaktion und ziemlich viel Müll in der Umlaufbahn?”
Ja, das kann durchaus passieren. Und das ist einer der vielen Gründe, warum Projekte wie Starlink durchaus kritisch betrachtet werden sollten. Mehr zum Weltraummüll könnt ihr hier hören.
Simeon fragt außerdem: ”Ich würde gerne ein bisschen selber die Sterne von Wien beobachten, welche Ausrüstung (ich hab ein Fernglas) ist da für unter 100 Euro die sinnvollste?”
Unser Tipp: Am besten Wien verlassen! Oder wenigstens an den Stadtrand, zum Beispiel zum Sterngarten Georgenberg. Noch besser: Die 100 Euro für einen Ausflug in den Sternenpark Attersee-Traunsee investieren; dort gibt es seit kurzem den ersten offiziellen “Dark Sky Park Österreichs”. Ansonsten kann man mit 100 Euro leider nicht viel am lichtverschmutzen Wiener Himmel ändern.
Ganz allgemein ist es schwer zu sagen, welches Teleskop man sich zulegen soll. Aber vielleicht hilft dieser Leitfaden.
Neues von der Sternwarte
Evi berichtet wieder vom Astronomie-Studium an der Uni Wien. Diesmal reden wir über das, was vielen Menschen Angst macht: Die Mathematik. Muss man sich davor fürchten, wenn man daran denkt, ein Astronomie-Studium zu beginnen? Natürlich nicht! Aber man muss sie durchaus ernst nehmen. Es lohnt sich aber, das zu tun.
Telegram
Das Universum gibt es auch bei Telegram. Dort könnt ihr mit anderen Hörerinnen und Hörern plaudern; auch Ruth und Florian sind da, um eure Fragen zu beantworten. Ihr könnt uns dort auch Audio-Botschaften und Geburtstagswünsche zukommen lassen.
Veranstaltungen
Die Theater haben wieder offen. Deswegen wird Florian am 7. und 8. Juni im Wiener Stadtsaal, gemeinsam mit dem Rest der Science Busters und der Show “Global Warming Party” zu sehen sein. Tickets gibt es hier.
Florian und Ruth im Fernsehen
Seit 17. März 2021 läuft die neue Staffel der Science Busters im österreichischen Fernsehen (ORFeins, 21:55). Florian ist dabei auf der Bühne zu sehen; Ruth hat die Requisiten gebaut und sitzt im Publikum. Mehr dazu - und ein paar Trailer - gibt es hier. Man kann die Sendung auch außerhalb von Österreich sehen und zwar immer sieben Tage nach der Ausstrahlung in der ORF TVthek.
Der Science-Busters-Podcast
Ganz neu ist der Podcast der Science Busters, der originellerweise “Science Busters Podcast” heißt. Ihr könnt ihn überall hören, wo es Podcasts gibt. [Oder hier]
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Kontaktiert und trefft uns hier
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Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast zu hören.
Florian und Ruth findet ihr beide auch regelmäßig im WRINT Wissenschaft”-Podcast den es ebenfalls bei Spotify gibt
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May 11, 2021 • 1h 52min
DU024 - Auf der Suche nach den Antisternen
Warum gibt es etwas und nicht nichts?
DU024 - Auf der Suche nach den Antisternen
Warum gibt es etwas und nicht nichts?
Am Mars wird wieder rumgeflogen. Und die ESA sucht Menschen, die ins All fliegen. Florian probiert Ruth zu überreden, sich als Astronautin zu bewerben. Wenn es klappt, podcasten wir live aus dem All. Und finden dort vielleicht sogar “Antisterne” - denn das ist das Hauptthema der heutigen Folge. Ruth macht sich auf die Suche nach der fehlenden Antimaterie im Universum und erzählt von Hinweisen auf die Existenz von Sternen aus Antimaterie. Außerdem beantworten wir wieder Fragen: Zu Antimaterie natürlich, aber auch zum Hüpfen auf anderen Himmelskörpern oder zu Plasma.
Einleitung 1: Weihnachten
Es ist zwar noch nicht Weihnachten, wir haben aber trotzdem ganz kurz über das Buch “The Indisputable Existence of Santa Claus” von der Mathematikerin Hannah Fry gesprochen, über das Florian hier schon mal geschrieben hat.
Einleitung 2: Mars Update
Der Mars-Helikopter Ingenuity hat am 30. April seinen vierten Flug absolviert: 130 Meiter weit ist er diesmal geflogen und wieder retour und war dabei zwei Minuten in der Luft. Davon gibt es auch ein tolles Foto. Ab jetzt geht es weiter, höher und schneller; Ingenuity traut sich nun auch alleine hinaus auf den Mars und fliegt nicht immer wieder zum Rover zurück. Bis Ende August wird alle paar Wochen geflogen; folgt der Mission auf Twitter, es lohnt sich!
Einleitung 3: Ruth wird Astronautin
Die Europäische Weltraumagentur sucht neue Menschen, die ins All fliegen. Hier sind die Infos zur Bewerbung. Florian hat absolut keine Lust ins All zu fliegen, Ruth wollte das immer schon mal. Weswegen Florian probiert, sie zu einer Bewerbung zu überreden. Mal schauen, was daraus wird. Und auf welcher Raumstation Ruth dann rumschweben wird; die ISS wird es ja bald nicht mehr geben. Und im Gegensatz zu Deutschlan hätte Österreich dann endlich mal ne Frau ins All gebracht.
Astro-Geschichte: Wo ist all die Antimaterie geblieben?
Antimaterie ist keine Science Fiction, sondern ganz normale Materie, nur elektrisch andersum geladen. Sie entsteht zum Beispiel bei radioaktiven Zerfall und alles mögliche zerfällt andauernd radioaktiv, ganz natürlich. Auch in unserem Körper; der produziert im Durchschnitt 180 Anti-Elektronen pro Stunde!
Eigentlich sollte es aber viel mehr Antimaterie geben. Genau gleich viel wie Materie, weil beim Urknall eigentlich Materie und Antimaterie in identischen Mengen entstanden sein sollten. Aber wenn das so war, dann hätten sich beide Arten der Materie gegenseitig ausgelöscht und wir hätten heute nur Energie im Universum und keine Materie. Es muss also entweder doch mehr Materie als Antimaterie entstanden sein. Oder aber die Antimaterie hat sich schnell genug von der Materie entfernt, so dass keine Auslöschung stattfinden konnte. In dem Fall müsste sie heute noch irgendwo rumliegen und hat vielleicht “Anti-Sterne” gebildet. Die schauen nicht anders aus als Sterne, sind also schwer zu finden.
Es gibt Experimente die auf der ISS durchgeführt wurden, bei denen immerhin ein paar Anti-Heliumkerne entdeckt worden sind (“Giant space magnet may have trapped antihelium, raising idea of lingering pools of antimatter in the cosmos”). Die könnten von Anti-Sternen stammen und um das zu prüfen, hat man im Rahmen einer Studie nun nach Kandidaten für solche Objekte gesucht (“Constraints on the antistar fraction in the Solar System neighborhood from the 10-year Fermi Large Area Telescope gamma-ray source catalog”) und immerhin 14 Kandidaten entdeckt. Ein Nachweis der Existenz von Antisternen ist das natürlich nicht. Aber auf jeden Fall sehr cool!
Neues von der Sternwarte
Evi berichtet ein weiteres Mal vom Astronomie-Studium an der Uni Wien. Diesmal geht es um Vorurteile, die man - vor allem als Frau - überwinden muss, um sich an so ein Studium zu trauen und die Frage, was helfen kann, sich für ein Astronomie-Studium zu entscheiden.
Fragen an das Universum
Lars wollte wissen, wie das mit der dunklen Materie und der Auslöschung von Materie und Antimaterie ist: _” Hat die Dunkle Materie den wunderschönen Lichtblitz unbeschadet überlebt?
Die kurze Antwort: Wissen wir nicht! Vielleicht gibt es ja auch Anti-Dunkle-Materie, die mit Dunkler-Materie beim Urknall entstanden ist?
Tilman beschäftigt sich ebenfalls mit der Auslöschung von Materie und Antimaterie: ”Wo aber ist die unfassbar große Menge an Strahlungsenergie geblieben, die bei dieser Annihilation entstanden sein müsste? Ist sie Teil der kosmischen Hintergrundstrahlung?”
Jawoll, ist sie! Die Hintergrundstrahlung ist keine zusätzliche Energie, sondern nur die Energie die eh schon da war, Die hat sich immer wieder in Teilchenpaare umgewandelt und wieder zurück in Energie, und so weiter. Irgendwann hat das dann aufgehört, bzw die großen Mengen der Teilchenerzeugung haben aufgehört. Diese hohe Energie ist das was wir in der Hintergrundstrahlung sehen, nur eben noch ein wenig weiter abgekühlt.
Florian will wissen: ”Wo ist die untere Grenze, also wann ist ein Himmelskörper zu klein als das ein Mensch dort gehen/stehen/springen könnte?”
Eine harte Grenze gibt es nicht; kommt darauf an, was man mit “gehen/stehen/springen” meint. Und auf die Form des Objekts, auf dem Komet Tschurjumow-Gerassimenko würde die Schwerkraft nicht immer überall gleich nach “unten” zeigen. Aber der Marsmond Phobos wäre vielleicht so eine Grenzen. Dort könnte man tatsächlich in eine Umlaufbahn springen. Dieses schöne Video zeigt, wie es aussieht, wenn man auf anderen Himmelskörpern springen will.
Christian hat gleich zwei Fragen. Zuerst will er wissen, ob uns das Nachdenken über das Universum ”psychisches Unwohl bis hin zu physischem Übel und Schwindel” befällt.
Florian kennt das nicht; Ruth aber schon. Es gibt sogar die Phänomene von “Astrophobie” und “Cosmic Vertigo”. So heißt übrigens auch ein anderer schöner Podcast über Astronomie.
Die zweite Frage von Christian lautet: ”Wo könnte ein Zentrum des Universums vermutet werden”
Überall! Denn so ein Zentrum gibt es nicht. Bzw. ist es eben überall.
Dimi fragt uns ”Wie würde sich Plasma anfühlen? Brei oder Gasartig?”
Normales Plasma ist so heiß, das fühlt sich gar nicht an! Oder es ist zu dünn, um es fühlen zu können. Kaltes Plasma gibt es zwar auch; in der Medizin. Aber da kennen wir uns nicht aus ;)
Florian und Ruth im Fernsehen
Seit 17. März 2021 läuft die neue Staffel der Science Busters im österreichischen Fernsehen (ORFeins, 21:55). Florian ist dabei auf der Bühne zu sehen; Ruth hat die Requisiten gebaut und sitzt im Publikum. Mehr dazu - und ein paar Trailer - gibt es hier. Man kann die Sendung auch außerhalb von Österreich sehen und zwar immer sieben Tage nach der Ausstrahlung in der ORF TVthek.
Der Science-Busters-Podcast
Ganz neu ist der Podcast der Science Busters, der originellerweise “Science Busters Podcast” heißt. Ihr könnt ihn überall hören, wo es Podcasts gibt. Oder hier.,
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Apr 27, 2021 • 1h 47min
DU023 - Das ereignisreiche Leben von Galaxien und denen, die sie studieren
Wie läuft eigentlich das Studium der Astronomie?
DU023 - Das ereignisreiche Leben von Galaxien und denen, die sie studieren
Wie läuft eigentlich das Studium der Astronomie?
Nach einer kurzen Einleitung zu alten Filmen (23!) und neuen Marshubschraubern wird es in Folge 23 persönlich. Florian hat die Doktorarbeit von Ruth ausgegraben (und ein paar peinliche alte Fotos mit dazu) und nimmt das als Anlass, um über das Astronomiestudium zu sprechen. Und weil die Studienzeit von Ruth und Florian schon einige Zeit lang her ist, haben sie sich Evi als Verstärkung geholt, eine waschechte Astronomiestudentin, die gerade mitten im Studium steckt. Fragen beantworten wir natürlich auch wieder. Zur Ordnung der Planeten, dem Anblick der Milchstraße, Kugelblitzen, der Geschwindigkeit der Gravitation und der verwirrenden Kosmologie. Viel Spaß damit!
Einleitung 1: Schaut “23”
Wir sind bei Folge 23 angelangt und empfehlen deswegen den Film “23 - Nichts ist so wie es scheint”.
Einleitung 2: Alles was Rotoren hat fliegt (auf dem Mars)
Das erste Mal in der Geschichte der Menschheit ist ein Hubschrauber auf einem anderen Planeten geflogen. Nur kurz und nicht hoch - aber Ingenuity hat seinen Testflug erfolgreich absolviert und dabei fantastische Bilder produziert. Den Live-Stream des Flugs kann man hier nochmal nachsehen.
Einleitung 3: Primordiale schwarze Löcher und Neptun
In der letzten Folge hat Ruth von primordialen schwarzen Löchern erzählt. Jetzt gibt es eine neue Arbeit, in der gezeigt wird, wie man ihnen mit Hilfe des Planeten Neptun auf die Spur kommen kann. Darüber hat Florian in seinem Blog ausführlich berichtet.
Einleitung 4: Planetariumstagung
Es gab eine “Virtuelle Tagung der Gesellschaft deutschsprachiger Planetarien” (Programm). Da war Ruth aber nicht; sie erzählt dafür von der Gesellschaft Österreichischer Planetarien. Und empfiehlt einen Besuch im Sternenturm Judenburg.
Astro-Geschichte: Was passiert im Astronomiestudium?
Florian hat für diese Folge eine ganz besondere Forschungsarbeit rausgesucht. Sie heißt “The eventful life of galaxies in low density environments” (hier als pdf) und ist die Dissertation von Ruth. Die ist zwar durchaus sehr interessant und wir reden auch darüber. Aber eigentlich geht es um das, was man machen muss, bis man irgendwann mal eine Doktorarbeit abgeben kann. Wir reden über das Astronomiestudium! Warum studiert man Astronomie? Wie findet man ein Spezialgebiet; wir entscheidet man sich für ein Dissertationsthema? Was geht da sonst noch so ab? Darüber reden wir; inklusive ein bisschen Internetarchäologie bei der peinliche Fotos seit langer Zeit wieder an die Öffentlichkeit gelangen.
Mehr Informationen zu den Themen der Geschichte:
Wer sehen möchte, wie Ruth bei ihre Dissertation tanzt: Bitte sehr, hier gehts lang.
Über Florians Diplomarbeit könnt ihr hier lesen. Seine Dissertation hat er hier zusammengefasst; wer will kann sie hier komplett als pdf runterladen.
Neues von der Sternwarte
In einer neuen Rubrik schauen wir ab jetzt in jeder Folge kurz auf die Universität Wien. Dort absolviert Evi gerade ein Astronomie-Studium und wird uns regelmäßig erzählen, was da gerade so abgeht.
Fragen an das Universum
Peter will wissen, wie das mit der Hintergrundstrahlung ist: ”Warum sind es gerade Mikrowellen?”
Das erklären wir gerne; nicht ganz so leicht zu erklären ist die Vermessung der Form des Universums anhand der Hintergrundstrahlung. Das kann man aber zum Beispiel hier nachlesen.
Und die Story über das “warme, lebensfreundliche” Universum könnt ihr hier lesen.
Torsten war verwirrt ob der Aussagen in einem anderem Podcast: ”Ich habe in einem anderen Podcast gehört das nach dem Urknall zuerst Helium und danach erst der Wasserstoff entstanden ist.”
Das klären wir gerne auf: Es ist Unsinn!
Thomas hat fundamentale Fragen: ”Würde es einen Unterschied machen, ob Gravitation oder Licht das absolute Geschwindigkeitsmaximum definieren? In Bezug auf die physikalischen Grundlagen Theorien?”
Wir sagen: Nein. Weil es nicht spezifisch um die Licht- oder Gravitationsgeschwindigkeit geht. Sondern um die Geschwindigkeit mit der sich Teilchen ohne Ruhemasse bewegen müssen.
Arnim hat eine interessante Frage: ”Ist es nach dem Standardmodell möglich, soviel Energie auf einen Punkt zu konzentrieren, daß sich gravitative Effekte zeigen, ohne daß die Energie zu Materie kondensiert?”
Im Prinzip ja. Für das schwarze Loch macht es keinen Unterschied, was hinter dem Ereignishorizont ist. Das Konzept des “Schwarzen Lochs aus Energie” heißt auch “Kugelblitz” und wird in der lesenswerten “Gateway-Trilogie” aufgegriffen.
Stefanie will wissen ”Wie wiegt man Planeten, Sterne und schwarze Löcher?” und ”Wieso sind die Planeten so aufgereiht , wie sie sind?”
Himmelskörper wiegen ist nicht einfach. Wie das gehen kann, hat Florian in einer “Sternengeschichten”-Folge erklärt. Wie man die Erde gewogen hat, ist hier erklärt. Was die Ordnung von Planeten angeht: Die gibt es in der Form nicht. Das basiert auf chaotischen Prozessen und entsprechende “Gesetze” haben sich als falsch herausgestellt.
Günter hat uns gefragt ”was wir genau sehen, wenn wir in einer sternklaren Nacht mit freiem Auge das Band der Milchstrasse betrachten”
Und Ruth, die Expertin für Galaxien, beantwortet das natürlich gerne. Es kommt vor allem darauf an, wo man zur Milchstraße schaut. Die Frage nach dem “fernsten sichtbaren Stern” hat Florian hier ausführlich beantwortet.
Florian und Ruth im Fernsehen
Seit 17. März 2021 läuft die neue Staffel der Science Busters im österreichischen Fernsehen (ORFeins, 21:55). Florian ist dabei auf der Bühne zu sehen; Ruth hat die Requisiten gebaut und sitzt im Publikum. Mehr dazu - und ein paar Trailer - gibt es hier. Man kann die Sendung auch außerhalb von Österreich sehen und zwar immer sieben Tage nach der Ausstrahlung in der ORF TVthek.
Der Science-Busters-Podcast
Ganz neu ist der Podcast der Science Busters, der originellerweise “Science Busters Podcast” heißt. Ihr könnt ihn überall hören, wo es Podcasts gibt. Oder hier.,
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Öffentliche Auftritte wird es wegen der Corona-Einschränkungen in nächster Zeit leider nicht geben.
Falls ihr Ruth mit ihrem mobilen Planetarium buchen möchtet, schreibt an hello@publicspace.at oder schaut auf ihre Homepage: http://publicspace.at
Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt.
Florian und Ruth findet ihr beide auch regelmäßig im WRINT Wissenschaft”-Podcast den es ebenfalls bei Spotify gibt
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Apr 13, 2021 • 1h 26min
DU022 - Die mittelmäßige Dunkelheit schwarzer Löcher
Eine halbe Antwort auf eine ungelöste Frage der Kosmologie
DU022 - Die mittelmäßige Dunkelheit schwarzer Löcher
Eine halbe Antwort auf eine ungelöste Frage der Kosmologie
Es wird wieder dunkel im Universum! Nachdem Ruth und Florian kurz den aktuellen Status des Mars-Helikopters Ingenuity diskutiert haben, beschäftigen sie sich wieder mit der Dunkelheit. Ruth erzählt die Geschichte der Entdeckung eines “mittelschweren” schwarzen Lochs. So etwas kannte man bis jetzt nicht. Man weiß auch noch nicht, wo die Dinger herkommen. Aber sie könnten direkt beim Urknall entstanden sein und die Antwort auf eine große ungelöste Frage der Kosmologie sein. Außerdem beantworten wir wieder Fragen aus der Hörerschaft: Über dunkle Materie, über Dinge, die man in ein schwarzes Loch schmeißt und über “Planet X” am Rande des Universums.
Einleitung: Mars Update
Perseverance hat seine ersten Fahrten zurückgelegt, und Ingenuity fallen lassen. Der kleine Helikopter hat sich Anfang April in einer sechstägigen Prozedur schlussendlich erfolgreich vom Bauch des Rovers gelöst und sitzt nun in freudiger Erwartung seines ersten Fluges auf der Marsoberfläche. Noch ist er aber nicht geflogen; der erste Versuch steht aber unmittelbar bevor.
Mehr Informationen zu den Themen der Einleitung:
Das tolle Selfie findet ihr hier und eine super Nahaufnahme von Ingenuity seht ihr hier.
Hier könnt ihr den Status der Mission verfolgen. Und zumindest haben sich die Rotoren des Helikopters schon mal gedreht.
Astro-Geschichte: Das mittelmäßige schwarze Loch
Forsch der der Uni Melbourne haben ein mittelmäßiges schwarzes Loch entdeckt. Warum ist das aufsehenerregend? Es hat sich genau zwischen uns und einen weit entfernten Gammablitz geschoben und diesen “gelinst” also dessen Licht durch seine Gravitation verstärkt. Schwarze Löcher gibt es ja entweder als Sternleichen oder als gigantische supermassereiche Monster in den Zentren von Galaxien, aber dazwischen hat man bis jetzt noch nicht viel entdeckt. Es könnte sich dabei vielleicht sogar um ein primordiales schwarzes Loch handeln, also eines das direkt nach dem Urknall entstanden ist. Wenn das wirklich stimmt könnte es vielleicht sogar die Entstehung der supermassereichen schwarzen Löcher in den Zentren der Galaxien erklären. Was super wäre, denn dafür haben wir bis jetzt noch keine Erklärung.
Mehr Informationen zu den Themen der Geschichte:
Der Artikel in “Nature” gibt es hier und hier eine Zusammenfassung der Arbeit.
Infos zum Myonen-Experiment und neuer Physik
Ob man “neue Physik” entdeckt hat, hat Florian hier genau erklärt.
Fragen an das Universum
Michael, Mark und Peter haben ähnliche Fragen gestellt, nämlich ”ob Dunkle Materie, nicht vielleicht einfach aus jeder Menge schwarzer Löcher bestehen könnte?”
Das scheint eine attraktive Alternative zu sein, weil wir schwarze Löcher schon kennen. Bei der Dunklen Materie kann es sich aber nicht um “normale” schwarze Löcher handeln, sondern um primordiale schwarze Löcher, also solche, die sich kurz nach dem Urknall gebildet haben. Und über diese primordialen schwarzen Löcher wissen wir ungefähr genauso viel wie über Dunkle Materie. Tja.
Michael möchte wissen ”wie super-massereiche schwarze Löcher entstanden sind”
Alles was man darüber weiß, haben wir im Laufe der Podcastfolge erklärt.
Michael und Carsten wollen wissen, ob man denn ”nicht eine Sonde in ein kleines schwarzes Loch hineinfallen lassen und an einem Seil wieder rausziehen könnte”.
Reinfallen lassen würde super klappen. Rausholen nicht mehr. Denn erstens würde die Sonde schon auf dem Weg ins Loch in ihre Elementarteilchen zerlegt werden. Und man müsste das Seil mit Überlichtgeschwindigkeit rausziehen - was knifflig werden könnte. Florians Artikel über das nächstgelegene schwarze Loch ist schon ein wenig veraltet. Mittlerweile hat man schon neue Erkenntnisse, wie man hier lesen kann.
Alexander fragt sich, ”ob der Gravitationslinseneffekt dazu führt, dass wir die genauen Positionen von weit entfernten Objekten nicht bestimmen können, weil das Licht vielfach abgelenkt wurde”
Eventuell gibt es ein paar Objekte im Universum, deren Position wir nicht rekonstruieren können, aber generell sind Gravitationslinsen sehr selten, weil der Weltraum einfach so leer ist. Man muss schon Glück haben (oder Pech), damit das Licht eines Objekts abgelenkt wird. Und selbst wenn, dann ist die Ablenkung minimal.
Florian Timm hat einen Knoten im Kopf wegen der Expansion des Universums_ _”Wie können sich die entfernten Galaxien immer schneller von uns wegbewegen, wenn sich doch früher das Universum etwas langsamer ausgedehnt hat als heute?”:
Wir versuchen uns an einer Erklärung, die Florian Timm hoffentlich nicht noch mehr verwirrt hat. Ist aber tatsächlich ein kompliziertes Thema.
Die letzte Frage kommt von Wolfgang, den interessieren würde, was wir ”zu Meldungen über einen unbekannten Planeten X zu sagen haben, und ob es sich dabei auch um ein mini schwarzes Loch handeln könnte.”
Planet X hat eine lange Geschichte (siehe dazu hier - und die dortigen Links). Der spezielle Planet X, dessen Existenz 2016 postuliert wurde, gibt es neuen Daten zufolge aber vielleicht gar nicht. Insofern ist er auch kein schwarzes Loch, was aber so oder so enorm unwahrscheinlich wäre.
Florian und Ruth im Fernsehen
Am 17. März 2021 startet die neue Staffel der Science Busters im österreichischen Fernsehen (ORFeins, 21:55). Florian ist dabei auf der Bühne zu sehen; Ruth hat die Requisiten gebaut und sitzt im Publikum. Mehr dazu - und ein paar Trailer - gibt es hier. Man kann die Sendung auch außerhalb von Österreich sehen und zwar immer sieben Tage nach der Ausstrahlung in der ORF TVthek.
Der Science-Busters-Podcast
Ganz neu ist der Podcast der Science Busters, der originellerweise “Science Busters Podcast” heißt. Ihr könnt ihn überall hören, wo es Podcasts gibt. Oder hier.,
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