
WDR Zeitzeichen Sultan wider Willen: Der letzte Monarch der Osmanen
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Jan 4, 2026 Maurus Reinkowski, Historiker und Turkologe, und Mehmet Hacisalihoglu, Professor für osmanische Geschichte, besprechen den letzten Sultan der Osmanen, Mehmed VI. Er wurde überraschend Sultan in einer Zeit des Umbruchs. Die Gäste thematisieren den Zerfall des Osmanischen Reiches, den Einfluss der Jungtürken und Mehmeds politische Ambitionen. Der Podcast beleuchtet auch den Widerstand unter Mustafa Kemal sowie die Abschaffung des Sultanats 1922 und Mehmeds Exil, das er als eine Art Schutzmaßnahme ansah.
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Imperiales Zerfallen Während des Ersten Weltkriegs
- Das Osmanische Reich war im Ersten Weltkrieg nur noch ein Schatten seiner selbst und verlor entscheidend an internationaler Bedeutung.
- Die Jungtürken führten Reformen durch, doch militärische Schwäche und Fehlentscheidungen beschleunigten den Zerfall.
Vom Unwahrscheinlichen Prinzen Zum Sultan
- Mehmed Vahdettin war der jüngste von 19 Söhnen und galt lange als unwahrscheinlicher Thronerbe.
- Mit 57 Jahren bestieg er überraschend 1918 als Mehmed VI. den Thron und beschrieb die Situation später als "auf der Asche des Feuers" zu sitzen.
Zwangsbedingungen Und Verlust Der Legitimität
- Mehmed VI. akzeptierte unter Druck die 14-Punkte Wilsons und den Waffenstillstand von 1918, obwohl dies den Verlust großer Gebiete bedeutete.
- Diese erzwungenen Zugeständnisse wurden in der Bevölkerung als Verrat interpretiert und schwächten die Legitimität des Sultanats weiter.

