
Jung & Naiv #795 - Philosoph Jason Stanley über Faschismus in den USA
Familienflucht nach Kanada
- Jason Stanley zog mit seinen Kindern und Ex-Frau 2025 aus den USA nach Kanada, weil er die Gefahr durch Donald Trump sah.
- Er nennt Deutschland trotz Verbundenheit unsicher wegen AfD und der Gefährdung seiner schwarz-jüdischen Kinder.
Internationale Vernetzung der Rechten
- Stanley nennt enge transatlantische Verbindungen zwischen US-Rechten und AfD-Akteuren als besorgniserregend.
- Er nennt Begriffe wie „Remigration“ als Beispiele für importierte rechte Konzepte.
Medienkauf als Machtinstrument
- Stanley warnt, dass Oligarchen konservative Medien kaufen, um Kontrolle über den Diskurs zu erlangen.
- Er vergleicht den Vorgang mit Ungarn und sieht ähnliche Strategien in den USA.



































Zu Gast im Studio: Philosoph Jason Stanley, der seit 2025 an der Universität Toronto (Munk School of Global Affairs & Public Policy) lehrt. Zuvor war er seit 2013 Professor an der Yale University, die er dieses Jahr aufgrund der Gefahr der "faschistischen US-Regierung" freiwillig verließ. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Erkenntnistheorie, Themen der Linguistik, Kognitionswissenschaft und Sprachphilosophie sowie Theorie des Faschismus. Jason hat jüdische Eltern. Er ist ein Sohn des Soziologen Manfred Stanley, der 1939 als Kind aus Deutschland fliehen musste. Dessen Mutter war Ilse Stanley (Memoiren 1957: "Die Unvergessenen"), die verkleidet als Sozialarbeiterin Juden aus dem KZ Sachsenhausen rettete. Jasons Mutter wurde 1940 auf der Flucht aus Polen geboren, überlebte den Krieg in der Sowjetunion und musste nach ihrer Rückkehr nach Polen in einem Waisenhaus wohnen.
Ein Gespräch über Jasons Familiengeschichte, Deutsch und jüdisch sein, seinen Weg zum Philosophie-Professor an einer amerikanischen Elite-Uni, seine philosophische Denkschule und Vorbilder, Jasons abgebrochene Rede am 9. November 2025 bei der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Antisemitismus, Israel und den Krieg in Gaza sowie schwerpunktmäßig Jasons Propaganda- und Faschismusforschung: Anhand von Umberto Ecos "14 Merkmale des Faschismus" analysieren wir die laut Jason "faschistische Bundesregierung der USA", die von Präsident Donald Trump angeführt wird. Warum ist "Make America great again" so anschlussfähig? Ist Trump ein nützlicher Idiot der US-Faschisten?
Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Konto: Jung & Naiv IBAN: DE854 3060 967 104 779 2900 GLS Gemeinschaftsbank
PayPal ► http://www.paypal.me/JungNaiv
(Wir haben das Gespräch am 25. November 2025 aufgezeichnet und veröffentlichen es ungekürzt.)

