
FALTER Radio Daniel Kehlmann über Tradition – #94 (Teil 2)
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Sep 26, 2018 Daniel Kehlmann, ein prominenter österreichischer Schriftsteller, spricht über seine bewegenden Erfahrungen beim Brucknerfest in Linz und thematisiert die Flüchtlingspolitik. Er reflektiert über seinen Besuch im Konzentrationslager Mauthausen und die emotionale Wirkung eines Gedenkkonzerts, das Beethoven aufführt. Kehlmann beleuchtet die Schrecken des Nationalsozialismus und erzählt die tragische Geschichte seines Großvaters im Holocaust. Er betont die Verantwortung der Kunst und die Notwendigkeit, den Bedürftigen zu helfen, und verbindet Tradition mit ethischem Handeln.
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Episode notes
Bewegender Konzertbesuch Im Steinbruch
- Daniel Kehlmann beschreibt einen Besuch beim Gedenkkonzert der Wiener Philharmoniker in Mauthausen, der zugleich surreal und bewegend war.
- Das Erlebnis endet mit der bedrückenden Erkenntnis, dass der Steinbruch kein Symbol, sondern ein realer Ort des Grauens ist.
Ästhetik Und Unbehagen Beim Gedenken
- Während des Konzerts beschreibt Kehlmann die theatralische Beleuchtung, die Vögel als Antwort auf Beethoven und die stille Verunsicherung des Publikums.
- Trotz der ästhetischen Schönheit bleibt die Frage, ob Freude an diesem Ort angemessen ist.
Vaters Gefangenschaft Und Zufälliges Überleben
- Kehlmann erzählt die Lebensgeschichte seines Vaters, der als Halbjude in einem Nebenlager von Mauthausen interniert war und durch Zufälle überlebte.
- Die Erzählung zeigt Verlust, Willkür und das lebenslange Trauma seines Vaters in klaren, persönlichen Details.




