
Kontrafunk: Schweizerstunde Schweizerstunde: Stromabkommen mit der EU – Schluss mit der Souveränität?
Jan 22, 2026
Mit Beat Rieder, Walliser Ständerat und Energiepolitiker, und Ronny Siev, Zürcher Gemeinderat und Aktivist gegen Antisemitismus. Sie sprechen über das geplante Stromabkommen: Wasserkraft, Versorgungssicherheit, Rechtsübernahme und Risiken für die nationale Souveränität. Zudem geht es um das Wiederaufflammen von Antisemitismus: Muster, Alltagsformen, Social Media und Forderungen nach Bildung und Zivilcourage.
AI Snips
Chapters
Transcript
Episode notes
Schweiz Als Transit- Und Speicherland
- Die Schweiz ist physisch und handelsseitig stark ins europäische Stromnetz integriert und fungiert als Transit- und Speicherland wegen Wasserkraft und Pumpspeichern.
- Das macht einseitige Trennungen unrealistisch, aber schafft auch Abhängigkeiten besonders in Wintermonaten.
Versorgungssicherheit Ist Staatsaufgabe
- Beat Rieder warnt, dass Verlust der Energie-Versorgungssicherheit gleichbedeutend mit Souveränitätsverlust ist.
- Er sieht die Regulierungshoheit über Strom als zentrale staatliche Aufgabe, die nicht ausgelagert werden darf.
Dynamische Rechtsübernahme Gefährdet Autonomie
- Das geplante Abkommen sieht eine dynamische Übernahme des EU-Stromrechts vor, wodurch die Schweiz Gesetzgebungskompetenzen verlieren würde.
- Rieder kritisiert fehlende Immunisierung zentraler Schweizer Interessen gegen künftige EU-Rechtsentwicklung.

