
Das Wissen | SWR Trotz Auschwitz: Jüdisches Leben in Deutschland nach 1945 in Original-Tondokumenten
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Oct 2, 2026 Micha Brumlik, deutsch-jüdischer Erziehungswissenschaftler und Publizist, spricht aus persönlicher Erfahrung über jüdisches Leben in Deutschland nach 1945. Originaltöne erzählen vom schwierigen Neubeginn, antisemitischen Kontinuitäten und Fritz Bauers Auschwitz-Prozessen. Weitere Themen sind Hannah Arendts Eichmann-Analyse, Hans Rosenthal, jüdischer Widerstand, Zuwanderung aus der Sowjetunion und die erste Rabbinerin der Nachkriegszeit.
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Episode notes
Jüdisches Leben Begann Als Provisorium
- Jüdisches Leben blieb nach 1945 zunächst provisorisch, schuldbeladen und auf Auswanderung ausgerichtet.
- Micha Brumlik erinnert sich an unruhige Gottesdienste, weil viele Überlebende nach Haft und Verfolgung nicht mehr zur Ruhe fanden.
Jüdische Proteste Gegen Werner Kraus
- 1950 demonstrierten jüdische Gemeinden und Studierende gegen Werner Kraus, der im antisemitischen Film Jud Süß mitgewirkt hatte.
- Die Proteste eskalierten, als Demonstranten Polizeiketten durchbrachen und Theaterscheiben einschlugen.
Adenauers Widersprüchliche Vergangenheitsdeutung
- Adenauer verurteilte antisemitische Anschläge öffentlich, relativierte aber zugleich die Verantwortung der deutschen Gesellschaft.
- Die Integration ehemaliger Nazis in den neuen Staat blieb dadurch ein widersprüchliches politisches Signal.







