Kulturfragen

Die oberen vier Prozent - Zur Kontinuität von Eliten vom Kaiserreich bis heute

6 snips
Aug 24, 2025
Michael Hartmann, Elitenforscher und emeritierter Professor für Soziologie, spricht über die Beständigkeit der sozialen Eliten in Deutschland von 1871 bis heute. Er erläutert die Wahrnehmung und Kritik an Eliten, insbesondere im Kontext des Rechtspopulismus. Hartmann beleuchtet die Herausforderungen für soziale Aufsteiger und die Rolle von Geschlechterdiskriminierung in Führungspositionen. Zudem diskutiert er die wachsende Macht der wirtschaftlichen Elite und die Notwendigkeit von Quoten für mehr Diversität in diesem Bereich.
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Episode notes
INSIGHT

Wer Zur Elite Gehört

  • Michael Hartmann definiert Eliten als diejenigen, die qua Amt oder Eigentum gesellschaftliche Entwicklungen maßgeblich beeinflussen.
  • In Deutschland sind das etwa 4.000 Personen in Politik, Justiz, Verwaltung und Wirtschaft.
INSIGHT

Stabile Soziale Rekrutierung

  • Die soziale Rekrutierung der Eliten zeigte über 150 Jahre extreme Kontinuität mit nur minimalem Anstieg von Aufsteigern aus den unteren 96 Prozent.
  • Zwischen 1907 und 1927 fanden die größten Veränderungen statt; danach blieb die Durchlässigkeit nahezu stabil.
ANECDOTE

Exklusivität Der NS-Politikelite

  • Michael Hartmann widerspricht dem Bild vom 'Pöbel' im Nationalsozialismus und betont die hohe Exklusivität der politischen Elite damals.
  • Er ordnet die NS-Elite als nach dem Kaiserreich die zweitexklusivste Phase in über 100 Jahren ein.
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