Nico Lange, Politikberater und Sicherheitsexperte, diskutiert die Herausforderung für Europa in einer sich wandelnden Weltordnung. Er plädiert für ein selbstbewusstes Europa, das entschieden auf die Ansprüche von Trump und auf die Lage in der Ukraine reagiert. Lange betont die Notwendigkeit, strategisch handlungsfähig zu sein, insbesondere in der Satellitentechnik. Er analysiert, wie Europas schnelleres Handeln Putin zum Frieden drängen kann und fordert konkrete Schritte wie Bodenwaffen und eine gemeinsame Strategie mit den USA und der Ukraine.
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Dänemark Rückhalt Zeigen
Stehen Sie zu Dänemark und lassen Sie es nicht allein in der Grönland-Frage.
Vermeiden Sie hektische öffentliche Angebote und klären Sie Dinge zuerst hinter den Kulissen.
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Schnelle Partnerschaften Ausbauen
Schließen Sie rasch Freihandels- und Rüstungskooperationen, etwa mit Indien und Indonesien.
Bieten Sie attraktive Alternativen zur russischen Rüstungspartnerschaft und handeln Sie strategisch vorbereitet.
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Handeln Stärkt Europas Stimme
Europa muss selbst handeln, Fakten schaffen und nicht nur auf andere reagieren.
Selbstbewusstes Handeln verändert, wie Partner und Gegner Europa wahrnehmen.
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Venezuela, Grönland, Iran, dazu der andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine – es ist viel geschehen in den ersten Tagen des neuen Jahres. Die bisherige Weltordnung verändert sich. Wo bleibt da Europa? Und was muss es tun, um nicht als schwach dazustehen? Darüber spricht Host Kai Küstner mit Nico Lange. Der Politikberater plädiert für ein selbstbewusstes Europa. „Wenn man in dieser Welt erfolgreich sein will, muss man stark sein, man muss wissen, was man will.“ Herumzujammern bringe die Europäer nicht weiter. Lange fordert, den Ansprüchen von US-Präsident Trump auf Grönland gelassen, aber entschieden entgegenzutreten – und betont, die Europäer müssten Dänemark zur Seite stehen. Der Sicherheitsexperte schaut im Interview auch auf die Ukraine. Hier müssten die Europäer Putin zum Frieden drängen. Sie müssten „handeln und nicht nur mit den Fakten umgehen, die andere schaffen.“ Und sie müssten „schneller das Richtige“ tun. Was die europäische Sicherheit betrifft, so fordert Nico Lange, sich strategisch handlungsfähig zu machen, z.B. auf dem Gebiet der Satellitentechnik, und nicht einfach nur Haushaltsmittel abfließen zu lassen. Die Lage an der Front in der Ukraine bewertet Lange so: Putins Offensiven im vergangenen Jahr seien gescheitert. Dennoch führe Russlands Machthaber den Krieg auch 2026 weiter.
Inzwischen dauert Russlands Krieg gegen die Ukraine länger als der Kampf der Sowjetunion gegen Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Stefan Niemann schildert, wie unterschiedlich die Zwischenbilanz des russischen Angriffskrieges in Moskau und Kiew bewertet wird. Während Wolodymyr Selenskyj spottet, Russlands Truppen würden “nach vier Jahren immer noch versuchen, denselben Donbass zu erobern”, sucht Putins Propaganda das eigene Volk und die Welt davon zu überzeugen, Russlands Sieg sei unausweichlich.
Die Angreifer konzentrieren sich im vierten Kriegswinter auf die Zerstörung der ukrainischen Infrastruktur: Heizkraftwerke, Stromnetze, Wasserversorgung. Die Ukraine greift weiterhin Russlands Energiesektor und Waffenfabriken an. Auf beiden Seiten werden neuentwickelte Waffensysteme eingesetzt – der Krieg macht keine Pause.
Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de
Interview mit Nico Lange: https://www.ndr.de/nachrichten/audio-385048.html
Trump-Drohungen gegenüber Grönland: https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/wadephul-usa-besuch-analyse-100.html
Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien” https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
Podcast-Tipp: 11KM – Wettrüsten im Weltraum: Wer beherrscht das All? https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:b429bdd5536c1ab8/