Fabian Fellmann, USA-Korrespondent des Tages-Anzeigers und der Süddeutschen Zeitung, gibt spannende Einblicke in einen Sicherheitsvorfall, bei dem amerikanische Beamte militärische Pläne in einem Gruppenchat auf Signal diskutierten. Er thematisiert, wie der Chefredaktor von "The Atlantic" versehentlich Zugang zu geheimen Informationen erhielt und fragt, weshalb niemand den Leak bemerkte. Zudem wird die Unsicherheit über Informationssicherheit und die Auswirkungen auf das Vertrauen in die US-Regierung unter Trump erörtert.
Die Sicherheitslücke in einem vertraulichen Signal-Gruppenchat durch hochrangige US-Beamte unterstreicht die gravierenden Mängel in der Informationssicherheit der Regierung.
Die informelle Kommunikation der Trump-Administration zeigt, wie private Messaging-Apps essenzielle Sicherheitsstandards untergraben und das Vertrauen in die Regierung gefährden.
Deep dives
Die Wohnkrise in Schweizer Städten
Die Diskussion über die Wohnkrise in den Schweizer Städten beleuchtet die Gründe für die aktuellen Herausforderungen im Wohnungssektor. Es wird darauf hingewiesen, dass der Mangel an bezahlbarem Wohnraum und die steigenden Mieten das gesellschaftliche Zusammenleben belasten. Ein wichtiger Punkt ist das Wohlstandsversprechen, das durch diese Entwicklungen in Frage gestellt wird, da immer mehr Menschen Schwierigkeiten haben, adäquaten Wohnraum zu finden. Konkrete Beispiele, wo die Wohnkrise besonders ausgeprägt ist, werden angeführt, um die Dringlichkeit des Themas zu verdeutlichen.
Sicherheitsvorfälle in der US-Regierung
Ein signifikantes Sicherheitsproblem trat auf, als hochrangige US-Beamte in einem Signal-Gruppenchat über militärische Strategien diskutierten, einschließlich eines möglichen Angriffs auf die Houthi-Rebellen im Jemen. Dabei wurden vertrauliche Informationen ausgetauscht, die theoretisch in die falschen Hände geraten könnten, da ein Journalist ungewollt in diesen Chat eingeladen wurde. Die Tatsache, dass dieser Chat in einer ungesicherten App stattfand, wirft ernste Fragen zur Sicherheit und Professionalität in der Regierungsführung auf. Zudem wird die besorgniserregende Ausgangslage von Personen wie dem Vizepräsidenten und dem Verteidigungsminister hervorgehoben, die sich in dieser informellen Umgebung äußerst ungeniert über europäische Partner äußerten.
Ein Versagen der Kommunikation
Die Kommunikationspraktiken innerhalb der Trump-Administration werden kritisch hinterfragt, insbesondere in Bezug auf die Nutzung von privaten Messaging-Apps für sicherheitsrelevante Gespräche. Es wird deutlich, dass die amerikanische Regierung nicht nur technische Sicherheitsprotokolle ignoriert hat, sondern auch grundlegende Prinzipien der Informationssicherheit für nationale Strategien in Gefahr bringt. Beispielhaft wird das unprofessionelle Verhalten der Beamten beschrieben, die sich selbst nicht im Klaren darüber waren, wie man souverän und sicher kommuniziert. Diese Vorfälle könnten das Vertrauen in die Verwaltung und ihre Fähigkeit zur nationalen Sicherheit ernsthaft untergraben.
Arbeiten die auch sonst so? Diese Frage stellt sich angesichts einer groben Sicherheitspanne in den USA.
In einem Gruppenchat auf der App «Signal» diskutieren amerikanische Top-Beamte einen Militärschlag gegen die Huthis im Jemen. Zu denen, die mitlesen, gehört der Chefredaktor der Zeitschrift «The Atlantic» – der hier direkten Einblick in die geheime Kriegsstrategie erhält.
Warum wurde er der Gruppe hinzugefügt? Warum bemerkte keiner den Leak? Und was erzählt uns der Skandal über die öffentliche Sicherheit der US-Amerikanerinnen und Amerikaner unter Donald Trump? Einordnungen von USA-Korrespondent Fabian Fellmann in einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos».