Christina Berndt, Mitarbeiterin im SZ-Wissensressort, beleuchtet die besorgniserregende Entscheidung der US-Regierung, die Forschung an mRNA-Impfstoffen zu kürzen. Sie erklärt, warum diese Maßnahme die Vorbereitung auf künftige Pandemien gefährden könnte und widerlegt die Behauptungen, dass mRNA-Impfstoffe ineffektiv seien. Zudem wird die Rolle von Geschäftsinteressen in der Impfskepsis und die beeindruckenden Fortschritte der mRNA-Technologie in der Impfstoffentwicklung angesprochen.
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USA Stoppen Finanzierung Für mRNA-Atmungsimpfstoffe
Die USA strichen Fördergelder für 22 mRNA-Projekte und etwa 500 Mio. Dollar.
Die WHO schätzt, dass mRNA-Impfungen allein in Europa 1,6 Mio. Leben retteten.
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mRNA Schützt Besonders Ältere
Ungeimpfte über 60 hatten ein zehnfach höheres Risiko für schwere COVID-Verläufe.
In Deutschland waren über 200 der 220 Millionen Corona-Impfungen mRNA-Impfungen.
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So Funktioniert Die mRNA Technologie
mRNA-Impfstoffe nutzen nur ein Stück Viren-Erbgut, kein ganzes abgeschwächtes Virus.
Der Körper produziert daraus Virusbausteine und entwickelt gezielt eine Immunantwort.
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In dieser Woche gab es wieder sehr viele Nachrichten aus den USA. So viele, dass eine fast untergegangen ist: Die USA finanzieren keine Forschung mehr an gewissen mRNA-Impfstoffen. Das hat US-Gesundheitsminister Robert Kennedy mitgeteilt. Er begründet das damit, dass die Coronapandemie gezeigt habe, dass diese Impfstoffe nicht wirken würden. Entsprechende Studien kommen zu einem gegenteiligen Ergebnis: Allein in Europa seien circa 1,6 Millionen Menschenleben durch Impfungen gerettet worden, hat die Weltgesundheitsorganisation 2024 festgestellt. Kennedy ist ein bekannter Impfgegner und hat unter anderem Bücher gegen das Impfen veröffentlicht. US-Wissenschaftler bezeichnen die Kürzungen als die „gefährlichste Entscheidung im öffentlichen Gesundheitswesen“ der vergangenen 50 Jahre.
Christina Berndt aus dem SZ-Wissensressort erklärt in dieser Folge von „Auf den Punkt“, warum diese Entscheidung vor allem für künftige Pandemien so gefährlich ist.
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