Katharina Roehrig, Geschäftsführerin bei Melitta und Expertin für Kommunikation und Nachhaltigkeit, diskutiert die Integration von Nachhaltigkeit im Unternehmen. Sie erklärt, wie Melitta Herausforderungen mit langen Lieferketten meistert und nachhaltige Praktiken erfolgreich implementiert. Katharina teilt Einblicke in die Motivation der Mitarbeitenden und die Balance zwischen Gewinn und Verantwortung. Zudem geht es um innovative Ansätze, wie recycelter Kunststoff und Wurmhumus, die ökonomischen wie gesellschaftlichen Nutzen bieten.
Nachhaltigkeit ist zentral für Melittas Unternehmensstrategie und wird durch die Umstellung auf Mehrwegprodukte und Projekte zur Umweltförderung umgesetzt.
Die Mitarbeitenden spielen eine entscheidende Rolle in der nachhaltigen Transformation, indem sie aktiv Verantwortung übernehmen und durch transparente Kommunikation motiviert werden.
Deep dives
Integration von Nachhaltigkeit ins Geschäftsmodell
Nachhaltigkeit wird als wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie bei Melitta betrachtet. Das Unternehmen versucht, nachhaltige Praktiken in alle Geschäftsbereiche zu integrieren, angefangen bei den Produkten bis hin zur gesamten Wertschöpfungskette. Ein bedeutendes Beispiel ist die Umstellung von Einwegprodukten auf Mehrweg- oder recycelbare Alternativen, um den Plastikverbrauch zu reduzieren. Melitta fördert außerdem Projekte, die das lokale Umfeld unterstützen und gleichzeitig die Auswirkungen ihres Geschäftsmodells auf die Umwelt minimieren.
Rolle der Mitarbeitenden in der nachhaltigen Entwicklung
Mitarbeitende spielen eine zentrale Rolle in der Umsetzung der nachhaltigen Vision von Melitta. Das Unternehmen setzt auf eine Kultur, die es den Mitarbeitenden ermöglicht, aktiv an Veränderungsprozessen teilzunehmen und Verantwortung zu übernehmen. Durch intrinsische Motivation und transparente Kommunikation erklärt das Unternehmen den Mitarbeitenden, wie ihr tägliches Handeln zur Erreichung der Unternehmensziele beiträgt. Diese Herangehensweise schafft ein Gefühl der Sinnhaftigkeit und fördert das Engagement in der Gemeinschaft.
Langfristige Perspektiven für ein nachhaltiges Wirtschaftssystem
Melitta verfolgt eine langfristige Perspektive, um ein regeneratives Wirtschaftssystem aufzubauen. Das Unternehmen strebt danach, geschlossene Kreisläufe zu schaffen und Materialien so zu nutzen, dass sie der Umwelt zugutekommen. Projekte, die sich auf nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken konzentrieren, wie die Verwendung von Kompost aus Haushaltsabfällen zur Verbesserung der Bodengesundheit, sind Beispiele für diese Denkweise. Diese Veränderungen zielen darauf ab, den Ressourcenverbrauch zu reduzieren und gleichzeitig die Lebensqualität der Menschen vor Ort zu erhöhen.
Herausforderungen und Chancen der Transformation
Die Transformation zu einem nachhaltigeren Geschäftsmodell birgt sowohl Herausforderungen als auch Chancen für Melitta. Trotz der hohen Anfangskosten für nachhaltige Praktiken wird betont, dass langfristig wirtschaftliche Vorteile aus einer solchen Umstellung resultieren können. Während der Prozess Zeit und Geduld erfordert, ist eine klare Kommunikation innerhalb des Unternehmens notwendig, um Skepsis auszuräumen und Unterstützung zu gewinnen. Diese strategische Ausrichtung steht nicht nur in Einklang mit internen Zielen, sondern berücksichtigt auch die Erfordernisse der Partner, um in einem wettbewerbsintensiven Markt bestehen zu können.
Nachhaltigkeit ist bei Melitta erklärter Unternehmenszweck. Wie geht das bei einer Marke, die lange Lieferketten hat und Produkte mit viel Kunststoff verkauft? Die Geschäftsführerin für Kommunikation und Nachhaltigkeit, Katharina Roehrig, im Gespräch.
(00:02:28) Begrüßung Katharina Roehrig von Melitta
(00:03:11) Auf dem Weg zur Sinngesellschaft – Esoterisch?
(00:05:00) Neues Wirtschaftssystem?
(00:07:33) Wie kamst du zum Thema Nachhaltigkeit im Unternehmen
(00:12:51) Wie überzeugst du die Controller bei euch?
(00:14:57) Konkrete Beispiele für Projekte
(00:20:28) Kann man trotz Nachhaltigkeit Geld verdienen?
(00:25:44) Motivation der Mitarbeitenden für die Ziele
(00:28:39) Welchen Unterschied macht das Familienunternehmen
(00:30:47) Rubrik – Quick and Dirty