Die Sonntagsrunde mit Burkhard Müller-Ullrich: Seid ihr wahnsinnig?
Mar 30, 2025
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Zu Gast sind Raphael M. Bonelli, ein Wiener Psychiater und Psychoanalytiker, und Florian Machl, Chefredakteur von report24.news. Sie diskutieren kontroverse Themen wie die rechtlichen Konsequenzen einer kritischen E-Mail und die bewegenden Fragen zur Meinungsfreiheit während der Corona-Pandemie. Außerdem beleuchten sie die Gefahren einer politischen Bestrafungskultur und die Verwirrung um Geschlechteridentität. Bonelli präsentiert sein neues Buch 'Tabu', das sich mit gesellschaftlichen Tabus und deren Auswirkungen beschäftigt.
Die Macht der Tabus beeinflusst die gesellschaftliche Debatte und hindert an einer freien und kritischen Auseinandersetzung mit wichtigen Themen.
Der Selbstmord der Impfärztin verdeutlicht die verheerenden Folgen öffentlicher Anfeindungen und das komplexe Zusammenspiel von Verantwortung und Schuld.
Die Diskussion um 'Hass und Hetze' zeigt, wie politische Emotionen die Meinungsfreiheit gefährden und sachliche Debatten im öffentlichen Raum unterdrücken.
Deep dives
Die Macht der Tabus
Ein zentraler Aspekt ist die Macht der Tabus in der gegenwärtigen Gesellschaft, wie sie in einem neuen Buch behandelt wird. Der Autor erklärt, dass Tabus die Wahrnehmung und das Denken der Menschen stark beeinflussen und oft dazu führen, dass wichtige Themen nicht offen diskutiert werden können. Dies blockiert den Zugang zu geistiger Freiheit und kritischem Denken. Der Widerstand gegen diese Tabus ist notwendig, um eine authentische gesellschaftliche Debatte führen zu können.
Der Fall der Dr. Kellermeyer
Der Selbstmord einer Impfärztin, die in der Corona-Zeit eine radikale Haltung vertrat, wird als Beispiel für die verheerenden Folgen öffentlicher Anfeindungen und gesellschaftlicher Isolation angeführt. Die Diskussion beleuchtet, wie ihre aggressiven Äußerungen gegen Impfgegner zu einem öffentlichen Backlash führten, was schließlich zu ihrem tragischen Ende beitrug. Dabei wird der Einfluss der sozialen Medien und das Phänomen des Cybermobbings auf die psychische Gesundheit hervorgehoben. Diese Situation offenbart die Komplexität von Verantwortung und Schuld in Bezug auf Selbstmord.
Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit
Die Diskussion um den Strafprozess, in dem ein Kritiker der Ärztin Kellermeyer angeklagt wird, wirft grundlegende Fragen zur Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit auf. Es wird argumentiert, dass das Verfolgen von Meinungsäußerungen, die in einem politischen Kontext erfolgen, die Grenzen der rechtlichen Verfolgung verschiebt. Die vermeintliche Bedrohung des Angeklagten durch seine Äußerungen wird als Teil eines größeren Trends gesehen, in dem politische Auseinandersetzungen über die Justiz ausgetragen werden. Dies gefährdet das Fundament einer demokratischen Gesellschaft, in der unterschiedliche Meinungen respektiert werden sollten.
Emotionale Wut und politische Diskurse
Die Manipulation von Emotionen in politischen Debatten ist ein weiterer herausragender Punkt, da die Diskussion über 'Hass und Hetze' als Feind der Meinungsfreiheit dargestellt wird. Es wird darauf hingewiesen, dass die Definition von Hass subjektiv ist und oft in politischen Diskussionen verwendet wird, um kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen. Diese emotionalisierte Beurteilung führt dazu, dass sachliche Debatten aus dem öffentlichen Raum verloren gehen. Das Versagen, verschiedene Meinungen zu akzeptieren, wird als Zeichen für eine krisengeschüttelte Demokratie interpretiert.
Die Rolle der Medien im politischen Diskurs
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Einfluss der Medien auf die politische Meinungsbildung und den Diskurs. Es wird festgestellt, dass die Medien oft eine einseitige Darstellung der gesellschaftlichen Themen forcieren, was zu einem Verdrängungsprozess von konservativen Stimmen in der Politik führt. Die Diskussion zeigt, dass eine angemessene Repräsentation aller gesellschaftlichen Meinungen, unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung, für die Funktionsfähigkeit einer Demokratie unerlässlich ist. Die zunehmende Disparität zwischen den Wünschen der Wähler und der politischen Agenda wird als alarmierendes Signal gedeutet.
30.03.2025 – Raphael M. Bonelli (Psychiater und Psychoanalytiker, Wien), Florian Machl (Chefredakteur von report24.news, Linz), und Harald Martenstein (Schriftsteller und Kolumnist, Berlin) diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über einen Gerichtsprozess in Österreich gegen einen Mann, dem wegen einiger kritischer E-Mails die Schuld am Selbstmord einer impfpropagandistischen Ärztin während der Corona-Hysterie gegeben werden soll; über die galoppierende Willkür bei der Festlegung, was „Hass und Hetze“ seien, und den Versuch, auf diesem Wege Politiker von der Wählbarkeit auszuschließen; über die Idee der neuen deutschen Lügenregierung, das Lügen unter Strafe zu stellen, sowie über den neuen deutschen Lügenzwang bei der Anrede von Männern und Frauen.
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