
FALTER Radio Disput der Ökonomen – #75
Jul 20, 2018
Stephan Schulmeister, ein kritischer Wirtschaftsforscher, und Thomas Wieser, ehemaliger Chefkoordinator der Eurogruppe, beleuchten die Tücken des Neoliberalismus und seine Rolle in aktuellen Finanzkrisen. Sie diskutieren die Eurokrise und die Auswirkungen der Austeritätsprogramme auf Griechenland. Außerdem wird die Beziehung zwischen wirtschaftlichen Theorien und politischen Entscheidungen erforscht, sowie die Herausforderungen der Eurozone hinsichtlich zentraler Geldpolitik und nationaler Fiskalpolitik.
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Episode notes
Eurokrise Als Vielschichtiges Problem
- Thomas Wieser erklärt, dass die Eurokrise aus einer Aneinanderreihung von Finanz-, Banken- und Wettbewerbsproblemen entstand.
- Es gab nicht nur eine Fiskalkrise; unterschiedliche Länder litten an unterschiedlichen Ursachen.
Aufschwung Durch Regelverletzungen
- Stephan Schulmeister sagt, der jüngste Aufschwung beruhe primär auf der Abkehr von strikten neoliberalen Regeln.
- EZB-Geldpolitik und Regelbrüche in Spanien und Frankreich ermöglichten das Wachstum.
Sektorsalden Sind Verbunden
- Schulmeister betont, dass Sektoren-Salden miteinander verknüpft sind und Staatsdefizite oft Reflexe anderer Sektoren sind.
- Fiskalregeln ignorieren diese systemische Wechselwirkung und können schaden.
