Lena Bodewein, Wissenschaftsjournalistin und Expertin für Musiktherapie, teilt faszinierende Erkenntnisse über die heilende Kraft der Musik. Sie erklärt, wie Musik die Wundheilung fördern und Menschen mit Sprachverlust helfen kann. Im Heidekreisklinikum wird Musik zur Stressreduktion und zur Unterstützung von Demenzpatienten eingesetzt. Zudem erforscht sie, warum manche Klänge wie Death Metal effektiver sind als klassische Musik. Entdecke, wie Musik das Gehirn stimuliert und eine tragende Rolle in der Medizin spielt!
01:07:33
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Musik In Der OP Schafft Vertrauen
Korinna Hennig berichtet von einer Zahnoperation, bei der laute Musik Vertrauen und Ruhe vermittelte.
Sie verbindet das mit Studien, in denen Musik das Schmerzempfinden bei Operationen reduziert.
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Musik Reguliert Stress Und Immunantwort
Musik beeinflusst Wundheilung und Entzündungsmarker indirekt über das autonome Nervensystem und neuroimmunologische Verbindungen.
Das reduziert Stress, verbessert Herzratenvariabilität und fördert regenerative Prozesse.
question_answer ANECDOTE
Erinnerungszimmer Mit Jugendmusik
Im Heidekreisklinikum spielt Musik aus der Jugend der Patient*innen und weckt Erinnerungen sowie Wohlgefühl.
Roy Black und Heinz Rühmann werden dort gezielt zur Bindungs- und Angstreduktion eingesetzt.
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Musik wirkt auf viele Areale im Gehirn. Studien zeigen: Selbst bei der Wundheilung kann Musik als Medikament genutzt werden.
Dass Musik entspannend und stresslösend wirken kann, ist lange bekannt. Aber warum ist das eigentlich so, was passiert dabei im Gehirn? Und wie groß können gesundheitsfördernde Effekte tatsächlich sein?
Diesen Fragen ist Wissenschaftsredakteurin Lena Bodewein nachgegangen - mit verblüffenden Ergebnissen: Weil Musik so viele verschiedene Hirnareale anspricht, kann sie die Wundheilung befördern und Menschen mit Sprachverlust wieder zum Sprechen bringen.
Im Gespräch mit Host Korinna Hennig berichtet Lena von ihrem Besuch im niedersächsischen Heidekreisklinikum, wo Musiktherapie schon präventiv eingesetzt wird. Sie hat mit einem Neurologen, Krankenhausärzten, Musikwissenschaftlern und einem Experimentalphysiker gesprochen und die therapeutischen Effekte von Musik in harter Datenwährung recherchiert. Und sie erklärt, warum manchen Menschen Death Metal oder Roy Black mehr helfen kann als Mozart.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN
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Zakaria Eletreby M, El-Sayed Abd-El-Fattah M, Sabry Ali Al-Dawy H, Abd-El-Hameed Khedr M, Abd-El-Fattah El-Salamoni M. Effects Of Music And Stress On Healing Of Induced Wound In The Skin Of Adult Male Albino Rats, Al-Azhar Medical Journal, 47(3), pp. 493-510 (2018). doi: 10.12816/0052812
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Khan SH, Xu C, Purpura R, Durrani S, Lindroth H, Wang S, Gao S, Heiderscheit A, Chlan L, Boustani M, Khan BA. Decreasing Delirium Through Music: A Randomized Pilot Trial. Am J Crit Care. 2020 Mar 1;29(2):e31-e38. doi: 10.4037/ajcc2020175.
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