
Im Gespräch Bernhard Pörksen, Medienwissenschaftler
Jan 2, 2026
Bernhard Pörksen, Medienwissenschaftler und Professor an der Universität Tübingen, erklärt, warum wirkliches Zuhören als gelebte Demokratie gilt. Er unterscheidet zwischen egozentrischem und empathischem Zuhören und reflektiert über die Herausforderungen der digitalen Kommunikation. Pörksen erörtert die Macht des Zuhörens für Betroffene und die Notwendigkeit persönlicher Resonanz. Zudem thematisiert er die Politik des Zuhörens als essenziellen Teil einer funktionierenden Gesellschaft und kritisiert inszeniertes Zuhören, das oft populistisch ist.
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Episode notes
Ich‑Ohr Vs. Du‑Ohr
- Zuhören unterscheidet sich als Ich‑Ohr und Du‑Ohr und verlangt urteilsfreies Offenbleiben gegenüber dem Anderen.
- Das Du‑Ohr fragt, in welcher Welt die Aussage des Gegenübers plausibel ist und lässt Andersheit bestehen.
Papa Believe: Dialog gegen Propaganda
- Mischa Katsurin startete die Website Papa Believe, um innerhalb von Familien Propagandabelastung zu überwinden und Dialogräume zu schaffen.
- Das Projekt zeigte frühe Erfolge, scheiterte aber langfristig wegen Kriegseinflüssen und gesellschaftlicher Polarisierung.
Wir Hören, Was Wir Fühlen
- Wir hören, was wir fühlen: Selbsterlebtes schafft ein inneres Prisma für Wahrnehmung und Empathie.
- Tiefe persönliche Erfahrungen machen Menschen resonanzfähiger für ökologische und soziale Themen.




