
Archivradio – Geschichte im Original Grönland stimmt für Autonomie | 18.1.1979
Jan 21, 2026
Grönland war bis 1953 eine dänische Kolonie, was zu massiver Unzufriedenheit führte, besonders nach der Zwangssterilisation von Inuit-Frauen. Im Jahr 1979 stimmten 71% der Bevölkerung für autonome Selbstverwaltung, trotz der zentralen Macht Kopenhagens. Die Dänen behielten Kontrolle über Außenpolitik und Verteidigung, während die Sicherheitspolitik fokussiert blieb, um den Einfluss von Sowjetunion und China zu vermeiden. Schlussendlich führte die Unzufriedenheit mit Dänemarks EG-Mitgliedschaft zu weiteren politischen Veränderungen.
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Episode notes
Entkolonisierung Als Teil Dänemarks
- Grönland wurde 1953 nicht unabhängig, sondern Teil Dänemarks, was später zu wachsender Unzufriedenheit führte.
- Die Selbstverwaltung von 1979 übertrug nur begrenzte Kompetenzen und ließ Außenpolitik und Verteidigung bei Dänemark.
Zwangssterilisationen Bei Inuit-Frauen
- Dänemark praktizierte eine Bevölkerungspolitik, die mehrere tausend junge Inuit-Frauen zwangsssterilisierte.
- Diese Maßnahmen stärkten die Grönländer in ihrem Wunsch nach eigener Kontrolle über politische Entscheidungen.
Begrenzte Autonomie Und Geopolitik
- Bei der Abstimmung 1979 stimmte die Mehrheit für Selbstverwaltung, doch nur 63% gingen wählen.
- Dänemark behielt NATO-Zugehörigkeit und US-Militärbasen, sodass kein geopolitisches Vakuum entstand.
