Grönland 1953: von der Kolonie zum Teil Dänemarks
Bis 1953 war Grönland eine dänische Kolonie. Dann wurde es entkolonisiert – was in dem Fall aber nicht zu einem eigenständigen Staat führte, vielmehr wurde Grönland ein Teil Dänemarks.
Doch mit der Zeit wuchs die Unzufriedenheit mit der Zentralregierung. Einschneidend war die dänische Bevölkerungspolitik. Um das Bevölkerungswachstum zu drosseln, ließ Dänemark mehrere tausend junge Frauen der indigenen Inuit zwangssterilisieren. Auch Dänemarks Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft 1973 kam in Grönland nicht gut an, weil sich Grönlands Fischer bedroht fühlten.
1979: Volksabstimmung über autonome Selbstverwaltung
Am 18. Januar 1979 kommt es zur Volksabstimmung über eine autonome Selbstverwaltung – die Mehrheit stimmt dafür. Grönlands Außenpolitik wird weiter von Dänemark bestimmt, somit bleibt Grönland in der NATO, an den US-Raketen und
Militärstationen ändert sich nichts. Bemerkenswert: Schon im Bericht von damals ist von sicherheitspolitischen Interessen die Rede und von Befürchtungen, Grönland könnte unter den Einfluss der Sowjetunion oder Chinas gelangen.
1982 kommt es zu einem weiteren Referendum. Grönland entscheidet sich für den Ausstieg aus der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft. Das geschieht 1985. 1987 wird das bis dahin existierende Grönlandministerium in Kopenhagen aufgelöst.