WDR 5 Das philosophische Radio

Gregor Taxacher: Ist der Tod das Ende?

Jan 19, 2026
Gregor Taxacher, katholischer Theologe und Autor an der TU Dortmund, untersucht die Frage, ob der Tod das Ende ist. Er spricht über die mediale Präsenz des Todes, die Angst vor dem Sterben und erklärt die Unterschiede zwischen jüdisch-christlicher Auferstehungshoffnung und platonischer Seelenunsterblichkeit. Zudem erörtert er die Krise dieser Vorstellungen im 21. Jahrhundert und plädiert für eine nachmetaphysische theologische Sprache. Auch Nietzsches Kritik wird thematisiert, zusammen mit dem spannenden Vorher-Nachher-Paradox und digitalen Unsterblichkeitsfantasien.
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Episode notes
INSIGHT

Tod Rückt Privat Aus Blickfeld

  • Der Tod ist in modernen Gesellschaften teils aus dem privaten Alltag gerückt, aber medial sehr präsent.
  • Gregor Taxacher sieht ein Revival der Todesnähe seit der Pandemie, das Unsicherheiten sichtbar machte.
ANECDOTE

Altes Israel Sah Tod Häufig Als Ende

  • Taxacher berichtet, dass im alten Israel ursprünglich kein Jenseitsglaube dominierte.
  • Die frühe Israelit*innen sahen Tod oft als Ende und ein langes, erfülltes Leben als Gottes Gabe.
INSIGHT

Auferstehung Nicht Gleich Unsterblichkeit

  • Auferstehung unterscheidet sich historisch von platonischer Unsterblichkeitsvorstellung.
  • Bei der biblischen Hoffnung geht es um Rettung des ganzen Menschen, nicht um eine von Natur aus unsterbliche Seele.
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