
Essay und Diskurs Über Lesenswerte - Der Kanon ist tot! Es lebe der Kanon!
Jan 18, 2026
Die Diskussion über den literarischen Kanon ist komplex und umstritten. Peter Pohl definiert verschiedene Kanonbegriffe und beleuchtet die unterschiedlichen Typen und Kriterien. Die Rolle von Verlagen und Medien in der Kanonbildung wird ebenso thematisiert wie Geschlechterdifferenzen. Zudem wird die wichtige Frage nach der Erweiterung des Kanons und den Herausforderungen diskutiert. Politische Eingriffe und Buchverbote in den USA zeigen die aktuelle Relevanz dieser Thematik, während historische Lesebücher als Spiegel der Kanonisierungsprozesse dienen.
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Was Ein Kanon Eigentlich Bedeutet
- Ein Kanon ist eine Zusammenstellung exemplarischer, erinnerungswürdiger Texte, deren Auswahl oft unklar bleibt.
- Die Fragen „Wer entscheidet?“ und „Wodurch wird exemplarisch?“ bleiben zentral für jede Kanondebatte.
Drei Kanontypen Und Ihre Rolle
- Rosenberg unterscheidet Bildungskanon, Schulkanon und Kanon der Literaturwissenschaft mit unterschiedlichen Umfängen.
- Literaturwissenschaft übernimmt Wertungen oft von Bildungseliten und zeitgenössischer Praxis.
Kanon Als Machtinstrument
- Kanonbildung ist eng mit herrschender Ideologie und sozialen Machtverhältnissen verknüpft.
- Feministische und kritische Theorien haben diese Verflechtung seit den 1970ern aufgezeigt.





