
Erklär mir die Welt #25 Erklär mir den Islam 2: die Geschichte - Rüdiger Lohlker
Sep 4, 2018
Rüdiger Lohlker ist ein renommierter Islamwissenschaftler an der Universität Wien, spezialisiert auf die Geschichte des Islams. Im Gespräch beleuchtet er die komplexen Wurzeln des Islams und die zentrale Rolle Mohammeds im 7. Jahrhundert. Er erklärt, wie sich der Islam aus der kulturellen Vielfalt der arabischen Halbinsel entwickelte und die verschiedenen Strömungen, wie Sunniten und Schiiten, diskutiert. Zudem wird die Bedeutung der Wallfahrt nach Mekka hervorgehoben, die eine wichtige Gemeinschaftserfahrung für Muslime darstellt.
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Episode notes
Mekka Als Schnittstelle Der Religionen
- Im 7. Jahrhundert trafen in Mekka christliche, jüdische und iranische Einflüsse aufeinander und prägten die religiöse Landschaft.
- Diese Vielfalt machte monotheistische Ideen anschlussfähig und bereitete den Nährboden für den Islam vor.
Glaube An Das Jenseits Verändert Moral
- Vor dem Islam war auf der arabischen Halbinsel die Vorstellung verbreitet, dass es kein Leben nach dem Tod gibt.
- Mohammeds Lehre vom Jüngsten Gericht und dem Verdienen des Jenseits veränderte das ethische Bewusstsein radikal.
Auswanderung Nach Äthiopien Und Medina
- Wegen Verfolgung in Mekka wanderten erste Anhänger teils nach Äthiopien aus, wo christliche Herrscher Schutz boten.
- Später lud man Mohammed nach Medina ein, wo er Gemeinschaftsregeln schuf und die islamische Zeitrechnung begann.
