Nathalie Stüben, Host der Reihe „Ohne Alkohol mit Nathalie“ und selbst Betroffene, teilt ihre bewegende Reise von der Abhängigkeit zur Abstinenz. Gemeinsam beleuchten sie die Alarmierende Zahl von sieben Millionen Menschen in Deutschland, die gefährlich viel trinken. Nathalie spricht über die schleichende Entwicklung der Alkoholabhängigkeit und die schädlichen Folgen selbst geringen Konsums. Zudem wird erörtert, wie Alkohol unser Belohnungssystem beeinflusst und die gesellschaftlichen Auswirkungen des Konsums, die wir nicht länger ignorieren dürfen.
Die Entscheidung, auf Alkohol zu verzichten, kann eine Befreiung sein, die neue Lebensmöglichkeiten eröffnet und Kontrolle über das eigene Leben zurückgibt.
Die gesundheitlichen Risiken des Alkoholkonsums, die auch psychische Probleme und Beeinträchtigungen des Belohnungssystems beinhalten, werden oft unterschätzt und betreffen Menschen in allen sozialen Schichten.
Deep dives
Die persönliche Geschichte der Abstinenz
Nathalie Stüben teilte ihre Erfahrung, wie sie nach einer schockierenden Nacht entschied, Alkohol für immer abzulehnen. Zuvor kämpfte sie mit der Vorstellung, was Menschen in ihrer Freizeit ohne Alkohol tun, was ihre Lebensweise in Frage stellte. Nach fünf Jahren Abstinenz hat sie erkannt, dass das Leben ohne Alkohol viele Möglichkeiten bietet, die sie zuvor nicht kannte. Nathalies Entscheidung fiel, als sie realisierte, wie stark ihr Konsum ihr Leben bestimmt hatte und dass sie die Kontrolle zurückgewinnen wollte.
Definitionen von Alkoholkonsum
Der Konsum von Alkohol wird in vier Kategorien eingeteilt: risikoarmer, riskanter, schädlicher Konsum und schließlich Abhängigkeit. Es wird betont, dass nicht nur die Menge an Alkohol entscheidend ist, sondern auch die damit verbundenen physischen und psychischen Auswirkungen. Bei einem risikoarmen Konsum liegt die Grenze für Frauen bei 12 und für Männer bei 24 Gramm reinem Alkohol pro Tag. Überschreitet man diese Grenzen, steigt das Risiko für gesundheitliche Schäden, was viele Menschen oft unterschätzen.
Die Gefahren des Alkohols für den Körper
Alkohol hat weitreichende negative Auswirkungen auf den menschlichen Körper, einschließlich Entzündungen der Schleimhäute und Schädigungen der Leber und des Gehirns. Der Konsum von Alkohol beeinflusst das Belohnungssystem im Gehirn, das für positive Gefühle verantwortlich ist, und kann den Gedächtnis- und Entscheidungsprozess beeinträchtigen. Dies führt zu einem Teufelskreis, in dem Personen zunehmend größere Mengen Alkohol benötigen, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Psychische Probleme können ebenfalls entstehen, wenn Menschen Alkohol zur Stressbewältigung verwenden, was zu einer verstärkten Abhängigkeit führen kann.
Die gesellschaftliche Sicht auf Alkoholismus
Die gesellschaftliche Akzeptanz und Verfügbarkeit von Alkohol tragen dazu bei, dass viele Menschen ihre Problematik nicht wahrnehmen. Der stereotype Alkoholiker wird oft als verwahrlost und arbeitslos dargestellt, während tatsächliche Abhängigkeiten in allen sozialen Schichten vorkommen. Es wird eingehend diskutiert, wie das Bild des Alkoholikers fehlerhaft ist und nicht die Realität widerspiegelt. Auch wird die Möglichkeit des kontrollierten Trinkens als Alternative zur völligen Abstinenz hervorgehoben, wobei individuelle Grenzen festgelegt werden können.
Alkohol kann Spaß machen. Stimmt. Aber kann es sein, dass wir alle Alkohol ein bisschen unterschätzen? Sieben Millionen Menschen in Deutschland trinken so viel Alkohol, dass sie damit ihre Gesundheit gefährden. Sieben Millionen! Wissen Weekly darüber, wann Abhängigkeit anfängt, welcher Konsum noch grünen Bereich liegt und was Alkohol mit dem Belohnungszentrum im Gehirn zu tun hat.
Falls jemand aus eurem Umfeld Probleme mit Alkohol hat, dann findet ihr auf dieser Seite eine kleine Anleitung, was man tun kann und was man beachten muss, wenn man den Konsum thematisieren möchte.
Oder auf dieser Seite vom Blauen Kreuz, einer Organisation, die Menschen mit Suchtproblemen hilft. Dort findet ihr auch Unterstützung, falls ihr das Gefühl habt, dass euer eigener Konsum problematisch sein könnte.
Bei „Alkohol: Kenn dein Limit.“ findet ihr außerdem noch viele spannende Zahlen zum Thema Alkoholkonsum in Deutschland, zum Beispiel wie viele Liter puren Alkohol die Deutschen jedes Jahr trinken und wie viele von ihnen jedes Jahr durch die Folgen sterben.