Christiane Tovar, Psychologieexpertin aus dem Quarks-Team, beleuchtet die schädlichen Auswirkungen von Doomscrolling auf unsere Psyche. Sie erklärt, wie ständige negative Nachrichten Stresshormone ausschütten und das Gefühl der Hilflosigkeit verstärken. Annika Frank widmet sich der ambivalenten Beziehung zu Stille und deren Einfluss auf Körper und Geist. Stille kann sowohl befreiend als auch irritierend sein. Beide Gäste geben wertvolle Tipps, wie man bewusster mit Nachrichten umgeht und mehr positive Erlebnisse in den Alltag integriert.
20:47
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question_answer ANECDOTE
Yvis Nachrichtenkonsum
Yvi Strüwing erwähnt, dass sie manchmal bewusst auf negative Nachrichten klickt.
Sie fragt sich, warum sie das tut und ob etwas mit ihr nicht stimmt.
insights INSIGHT
Negativitätsbias
Unser Gehirn ist evolutionsbedingt auf negative Nachrichten fokussiert.
Negative Informationen werden schneller verarbeitet und länger gespeichert.
volunteer_activism ADVICE
Strategien gegen Doomscrolling
Schalten Sie Push-Benachrichtigungen aus und legen Sie feste Medienzeiten fest.
Reflektieren Sie Ihre Gefühle beim Nachrichtenkonsum und hören Sie auf, wenn es Ihnen nicht guttut.
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Außerdem: Warum uns Stille so irritiert (12:37)// Mehr spannende Themen wissenschaftlich eingeordnet findet Ihr hier: www.quarks.de // Habt Ihr Feedback, Anregungen oder Fragen, die wir wissenschaftlich einordnen sollen? Dann meldet Euch über Whatsapp oder Signal unter 0162 344 86 48 oder per Mail: quarksdaily@wdr.de.
Host in dieser Folge ist Yvi Strüwing. Und hier kommen die wichtigsten Infos für Dich.
NEGATIVE SCHLAGZEILEN - WARUM ZU VIELE DAVON UNS KRANK MACHEN Ständig durch die Weltuntergangsnachrichten zu scrollen, tut der Psyche nicht gut und kann auch machen. Doomscrolling heißt das Phänomen, wenn wir aus dem Strudel schlechter News gar nicht mehr rauskommen. Aber wir können was dagegen tun! Autorin: Christiane Tovar
Auch FOMO, also die Angst etwas zu verpassen, kann eine Rolle beim Doomscrolling spielen. Über FOMO haben wir in dieser Quarks-Folge gesprochen: https://1.ard.de/quarks_fomo Menschen, die ohnehin anfällig für psychische Erkrankungen sind, bzw. Vorerkrankungen haben, leiden besonders unter den Folgen von Doomscrolling: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35157484/
Dass schon ein paar Minuten Doomscrolling reichen können, um Stresshormone auszuschütten, zeigt diese Studie: https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0257728
Positive Geschichten entlasten uns, wenn wir negativen Nachrichten ausgesetzt sind: https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0284438
WARUM UNS STILLE SO IRRITIERT Totale Stille erleben wir selten. Und sie kann ganz schön schwer zu ertragen sein. Aber Ruhe und Stille sind gut fürs körperliche und seelische Wohlbefinden, darauf deuten Daten hin. Autorin: Annika Franck
Wie Forschende eher zufällig herausgefunden haben, dass Stille gesund ist, zeigt diese Studie: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC1860846/
Wie Floating auf Körper und Geist wirkt: https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0190292
Wenn es still wird, werden bestimmte Areale im Gehirn aktiviert: https://www.nature.com/articles/434158a
Lärm ist immer noch ein Gesundheitsrisiko, warnt die Weltgesundheitsorganisation WHO: https://iris.who.int/bitstream/handle/10665/326424/9789289002295-eng.pdf?sequence=1&isAllowed=y