
FALTER Radio Die Tage nach dem “Anschluss" – #42
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Mar 30, 2018 Gerhard Botz, führender österreichischer Zeithistoriker, und Helene Maimann, Historikerin und Filmemacherin, beleuchten die dramatischen Ereignisse rund um den Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland vor 80 Jahren. Sie diskutieren die Flucht und Verfolgung von Bruno Kreisky unter dem NS-Regime, sowie die Rolle der Medien im Gedenken. Zudem reflektieren sie über die Bedeutung von Volksabstimmungen und die Legitimationsstrategien von Diktatoren, während sie die Mechanismen der NS-Verfolgung und die Enteignung jüdischer Menschen näher unter die Lupe nehmen.
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Episode notes
Später Wandel Der Erinnerungskultur
- Gedenkjahre zum Anschluss haben sich erst spät zur öffentlichen Erinnerungskultur entwickelt und werden von Generationenwechseln beeinflusst.
- Medienwandel und gesellschaftliche Diskussionen seit den 70er/80er Jahren haben das Gedenkbewusstsein stark verstärkt.
Jahreszahlen Als Auslöser Neuer Debatten
- Große Gedenkanlässe korrespondieren oft mit gesellschaftlichen Umbrüchen und stärkerer öffentlicher Auseinandersetzung.
- Solche Phasen eröffnen Raum, historische Narrativen neu zu verhandeln.
Namen Prägen Politisches Bewusstsein
- Namen und Symbole prägen kollektives Bewusstsein langfristig und lassen sich nicht schnell ersetzen.
- Eine Umbenennung wie Heldenplatz in Platz der Republik würde heftige gesellschaftliche Konflikte auslösen und Zeit brauchen.




