
Systemfragen Fakten vs. Bauchgefühl - Was unsere Angst vor Kriminalität prägt
Jan 8, 2026
In dieser Folge diskutieren die Wissenschaftsjournalistin Josefine Schulz und der Medienwissenschaftler Thomas Hestermann über die Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung von Kriminalität und den tatsächlichen Statistiken. Sie beleuchten, wie Medienberichterstattung Angst schürt und dazu führt, dass bestimmte Verbrechensarten überbewertet werden. Schulz erklärt, dass sozioökonomische Faktoren und persönliche Erfahrungen Ängste verstärken können. Hestermann zeigt auf, wie die Darstellung von Tätern in den Medien zu Verallgemeinerungen und Stigmatisierung führt.
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Episode notes
Wahrnehmung Und Statistik Weichen Ab
- Subjektive Kriminalitätsfurcht stimmt nur teilweise mit Polizeistatistiken überein.
- Wahrnehmung schwankt unabhängig von realer Kriminalitätsentwicklung.
Gewalt Wird Überrepräsentiert Wahrgenommen
- Gewalt wird von Menschen häufig überschätzt, obwohl sie <4% aller Straftaten ausmacht.
- Medienberichterstattung fördert diese Überschätzung durch Verfügbarkeitsheuristik.
Krisen Vergrößern Angst Vor Kriminalität
- Große gesellschaftliche Umbrüche steigern Kriminalitätsfurcht, unabhängig von Zahlen.
- Angst wird zur Projektionsfläche für allgemeine Unsicherheit (Generalisierungsthese).
