bto – der Ökonomie-Podcast von Dr. Daniel Stelter

Wendepunkt für die Eurozone

43 snips
Jan 14, 2026
Bruno Schönfelder, emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre, diskutiert kritisch die Zukunft des Euros. Er erklärt, warum Währungsunionen ohne Staat oft scheitern und welche historische Perspektiven dabei eine Rolle spielen. Schönfelder fordert eine echte Fiskalunion, um die Eurozone zu stabilisieren, und skizziert drei notwendige Reformen: einen temporären Austritt, ein Verbot von Staatsanleihekäufen und einen Target-Ausgleich. Er warnt, dass bis 2030 kaum Chancen für den Euro bestehen.
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INSIGHT

BVerfG Urteil Öffnet Tür Für Transferunion

  • Das Bundesverfassungsgericht erlaubte den Wiederaufbaufonds als "Ausnahme", obwohl dies faktisch den Einstieg in eine Transfer- und Schuldenunion erleichtert.
  • Peter Müller warnte, dass dies die Ultravirus-Kontrolle aushöhlt und grundsätzliche Kompetenzen der EU verändern kann.
INSIGHT

Wechselkursverlust Schwächt Politische Rückkopplung

  • Der Euro hat die Wechselkurs-Koppelung zwischen Politik und Wirtschaft unterbrochen, wodurch Signale für Fehlentwicklungen schwächer werden.
  • Das fehlende Wechselkursventil erhöht Anpassungsdruck und fördert Ungleichgewichte zwischen Mitgliedstaaten.
INSIGHT

Drei Hebel Für Einen Lebensfähigen Euro

  • Ohne tiefgreifende Reformen bleibt der Euro anfällig: temporärer Austritt, EZB-Kaufverbot von Staatsschulden und Target-Tilgungen wären nötig.
  • Bruno Schönfelder hält die gleichzeitige Umsetzung dieser drei Hebel jedoch für politisch unwahrscheinlich.
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