Militärexperte Lange: Auch ohne US-Hilfen kein Zusammenbruch der Ukraine
Mar 11, 2025
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Nico Lange, Militärexperte und Senior Fellow bei der Münchner Sicherheitskonferenz, analysiert die militärische Lage in der Ukraine und diskutiert, wie der Krieg ohne US-Hilfen weitergehen könnte. Yelizaveta Landenberger, freie Journalistin aus Kiew, berichtet von den emotionalen Herausforderungen des Lebens im Krieg, einschließlich der Sorgen und Ängste der Zivilbevölkerung. Beide beleuchten die geopolitischen Auswirkungen der westlichen Unterstützung und die strategischen Herausforderungen für die ukrainischen Streitkräfte.
Die Resilienz der Ukrainer im Krieg zeigt sich im Alltag in Kiew, wo trotz ständiger Gefahren die täglichen Verpflichtungen fortgeführt werden.
Die Unvorhersehbarkeit von Trumps Haltung beeinflusst nicht nur das Vertrauen der Ukraine in die USA, sondern auch die geopolitischen Dynamiken im Konflikt.
Deep dives
Trumps wechselhafte Außenpolitik
Donald Trump zeigt in seiner Kommunikation zu Russland und der Ukraine widersprüchliche Haltungen. Er droht mit Sanktionen gegen Russland, während er am Nachmittag behauptet, dass Putin den Krieg beenden wolle. Diese polarisierten Aussagen reflektieren nicht nur seine eigene Position, sondern beeinflussen auch die geopolitische Dynamik und das Vertrauen der Ukraine in die USA. Die Unvorhersehbarkeit von Trumps Haltung führt zu Unsicherheit, was die zukünftige militärische Unterstützung für die Ukraine angeht.
Alltagsleben im Krieg
Die Podcast-Episode beschreibt den Alltag der Ukrainer im Krieg, insbesondere in Kiew. Es gibt Berichte über Luftalarme, Ausgangssperren und die ständige Suche nach Schutzplätzen. Die Anwesenden haben sich so sehr an die Kriegsbedingungen gewöhnt, dass sie trotz der Gefahren weiterhin ihren täglichen Verpflichtungen nachgehen. Diese Anzeichen einer bemerkenswerten Resilienz stehen im Kontrast zu dem psychischen Stress, den die ständigen Alarmierungen mit sich bringen.
Langfristige Auswirkungen des Krieges auf die Jugend
Die Podcast-Episode thematisiert die tiefgreifenden und langfristigen Auswirkungen des Krieges auf die ukrainische Jugend. Viele Kinder und Jugendliche wachsen in einer Umgebung auf, in der Krieg zur Normalität gehört, was zu psychischen Traumata führt. Diese Erlebnisse werden Generationen prägen und sind eine ernste Herausforderung für die gesellschaftliche Stabilität in der Zukunft. Die Podcast-Gäste reflektieren, dass die Langzeitfolgen des Konflikts weitaus größer sind als der gegenwärtige physische Schaden.
Die Rolle der USA und geopolitische Verschiebungen
Die Episode analysiert die Rolle der USA im Ukraine-Konflikt und die geopolitischen Verschiebungen, die durch Trumps Entscheidungen und Äußerungen hervorgerufen werden. Experten warnen, dass der Rückzug der US-Militärhilfen zu einer besorgniserregenden Entwicklung führen könnte, die die ukrainischen Frontlinien schwächt. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Ukraine alternative Strategien entwickeln muss, um ihre Sicherheit langfristig zu gewährleisten. Die Abhängigkeit von ausländischen Ressourcen und Unterstützung bleibt ein zentrales Thema in der Diskussion um die Zukunft des Landes.
Im F.A.Z. Podcast für Deutschland sprechen wir mit der freien Journalistin Yelizaveta Landenberger. Sie war für uns in Kiew und hat mit den Menschen über ihren Alltag im Krieg gesprochen. Außerdem klären wir mit dem Militärexperten Nico Lange, wie sich die ausbleibende militärische und geheimdienstliche Unterstützung auf den Krieg auswirkt.
Host: Michael Götz
Mitarbeit: Kathrin Jakob, Marie Löwenstein, Matias Hartmann, Bengi Topcu