In dieser Folge wird das Phänomen des People Pleasings beleuchtet, das oft aus Kindheitserfahrungen resultiert. Es wird erklärt, wie diese ständige Anpassung an andere die eigene Identität gefährden kann. Besonders wichtig sind geschlechtsspezifische Unterschiede beim People Pleasing. Praktische Tipps und persönliche Einblicke zeigen, wie man lernt, eigene Grenzen zu setzen und höflich 'Nein' zu sagen, um das eigene Wohlbefinden zu schützen. Psychologische Hintergründe und alternative Verhaltensweisen stehen ebenfalls im Fokus.
28:23
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Quick takeaways
People-Pleasing führt zu emotionalem Stress, da die Bedürfnisse der Betroffenen oft in den Hintergrund gedrängt werden, was langfristig gesundheitliche Probleme verursachen kann.
Um People-Pleasing zu überwinden, ist es entscheidend, eigene Grenzen zu erkennen und gesunde Praktiken zu entwickeln, um Nein zu sagen.
Deep dives
Das Verhalten des People-Pleasing
People-Pleasing bezeichnet das Verhaltensmuster, ständig die Wünsche anderer über die eigenen Bedürfnisse zu stellen. Dies führt oft zu körperlichem und emotionalem Stress, da sich die Betroffenen nicht abgrenzen können. Ein Beispiel ist Kiki, die lieber Schmerzen in Kauf nimmt, als zu sagen, dass sie während eines Autofahrts stoppen muss. Diese Tendenz führt dazu, dass People-Pleaser ihre eigenen Identitäten und Wünsche verlieren und nicht mehr wissen, was ihnen wirklich wichtig ist.
Ursachen und Auswirkungen von People-Pleasing
Die Gründe für People-Pleasing liegen oft in der Kindheit, wenn die eigenen Bedürfnisse von den Eltern oder dem Umfeld nicht ernst genommen werden. Eine Person entwickelt das Gefühl, nur durch das Gefallen anderer Anerkennung zu erhalten, was zu einem tief verwurzelten Bedürfnis nach Zustimmung führt. Dieser Mechanismus kann sich verstärken, wenn die betroffene Person immer wiedernegative Rückmeldungen zu ihren eigenen Wünschen erhält oder sich um das emotionale Wohl anderer kümmert. So erfahren viele Kiki und andere Betroffene, dass ihre Identität und Bedürfnisse in den Hintergrund gedrängt werden, was langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen kann.
Strategien zur Überwindung von People-Pleasing
Um aus dem People-Pleasing auszubrechen, ist es wichtig zu lernen, eigene Grenzen zu erkennen und zu kommunizieren. Kiki hat begonnen, ihre innere Stimme ernst zu nehmen und sich bewusst zu machen, was ihre eigenen Bedürfnisse sind. Praktiken wie das Inga-Prinzip helfen, Nein zu sagen, ohne sich schuldig zu fühlen. Zudem zeigen Studien, dass Angst vor der Ablehnung oft unbegründet ist, da negative Emotionen nur eine kurze Lebensdauer haben und sich schnell wieder legen können.
„Ja, natürlich kann ich die Aufgabe noch für dich übernehmen!”, „Aber klar, macht mir nichts, wenn wir uns erst morgen statt heute treffen!”, „Klar komme ich noch vorbei, hatte sowieso nichts anderes zu tun!” - Kennt ihr Situationen, in denen ihr es eurem Gegenüber auf jeden Fall recht machen wollt? Dann gehört ihr vielleicht auch zu den sogenannten People Pleasern. Was genau das ist, klären wir in dieser Folge. Wir zeigen euch, wie ihr People Pleasing erkennt, warum es dabei einen Unterschied zwischen Männern und Frauen gibt und wie ihr das People Pleasing hinter euch lassen könnt. Dafür haben wir mit Psychologin Dr. Ulrike Bossmann gesprochen. Wie es einem als People Pleaser geht und in welchen schwierigen und unangenehmen Situationen People Pleaser manchmal stecken, erzählt uns Kiki.
Wenn ihr noch tiefer ins Thema People Pleasing einsteigen wollt, dann liefert euch das Buch von Ulrike Bossmann noch weitere Infos. An dieser Stelle findet ihr die Schlaganfall-Studie. Außerdem könnt ihr euch hier noch in die Studie zu kulturellen Unterschieden und Soziotropie bei Männern und Frauen reinfuchsen. Kikis Reel zum People Pleasing findet ihr hier. Das TikTok dieser Folge ist von greggedygreg und das YouTube-Reel von Maria Clara Groppler. Falls euch das Thema interessiert, dann könnt ihr hier auch noch in unsere Wissen Weekly-Folge über Freundschaften reinhören.
(00:00 - 03:44) Intro
(03:44 - 09:43) Teil 1: Was ist eigentlich People Pleasing?
(09:43 - 12:43) Teil 2: People Pleasing - Warum werden wir so?
(12:43 - 16:20) Teil 3: Warum machen Frauen das häufiger?