
Das Neue Berlin Das Verbrechen als Produkt der Gesellschaft – mit Daniela Klimke
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Dec 29, 2025 In dieser Folge spricht Daniela Klimke, Professorin an der Polizeiakademie Niedersachsen und Expertin für kritische Kriminologie, über die soziale Konstruktion von Kriminalität. Sie erklärt den Labeling-Ansatz, der Verbrechen als Ergebnis sozialer Zuschreibungen versteht. Klimke thematisiert die Ungleichbehandlung von Marginalisierten im Strafrecht und die Rolle von Polizei und Gesetzen als Produzenten von Kriminalität. Zudem wird die Bedeutung von Resozialisierung vs. Vergeltung sowie der Bedarf nach alternativen Ansätzen wie Restorative Justice diskutiert.
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Episode notes
Kriminalität Als Gesellschaftliches Konstrukt
- Kriminologie untersucht nicht nur Täter, sondern die sozialen Bedingungen und Konstruktion von Kriminalität.
- Kriminalität entsteht historisch und wird gesellschaftlich hergestellt, etwa durch Statistik und Normbildung.
Labeling Shift: Fokus Auf Kontrolle
- Der Labeling-Ansatz verschiebt den Fokus von individuellen Tätern zu Instanzen sozialer Kontrolle.
- Kriminalität wird durch Strafrecht, Polizei und Gerichte sozial konstruiert.
Ungleiche Sichtbarkeit Vor Dem Recht
- Kontrollen treffen ungleich: Menschen mit sichtbarem Migrationshintergrund werden häufiger angezeigt.
- Racial Profiling lässt sich nur aus einer konstruktivistischen Perspektive sinnvoll untersuchen.




