Arbeit Bildung Zukunft

Dr. Lukas Kagerbauer
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Oct 27, 2026 • 29min

Die neue Logik an der Steckdose

Gäste: Matthias Volk, Stadtwerke Schweinfurt, und Justus Ameling, Universität Würzburg An einem Sonntag im April 2026 hat ein Autofahrer aus dem Landkreis Schweinfurt sein E-Auto geladen und dafür rund 5 Euro bekommen. Nicht bezahlt, bekommen. Möglich war das, weil sein Strompreis sich stündlich an der Börse orientiert. Seit 2025 muss jeder Versorger so einen dynamischen Tarif anbieten. Was passiert, wenn ein Stadtwerk daraus mehr macht als eine Pflichtübung? Darüber spreche ich mit Matthias Volk von den Stadtwerken Schweinfurt und Justus Ameling von der Universität Würzburg. Gemeinsam haben sie im Transferprojekt KI-Regio der Universität Würzburg einen eigenen Tarif entwickelt und mit Haushalten aus der Region im Feld getestet. Aus dem Gespräch „Wir werden den Preiskampf auf irgendwelchen Vergleichsportalen nicht täglich gewinnen können. Das funktioniert nicht.“ (Matthias Volk) „Häufig muss man halt eben erst in Vorleistung gehen, um gute Datenqualität zu sammeln, um dann nachher KI bauen zu können.“ (Justus Ameling) „Man muss jetzt kein Technologiekonzern sein, um KI zu nutzen. Wir sind ein lokales Stadtwerk.“ (Matthias Volk) Themen der Folge ⚡ Negative Strompreise: An einem Sonntag im April war so viel Sonnen- und Windstrom im Netz, dass ein Teilnehmer beim Laden seines E-Autos rund 5 Euro gutgeschrieben bekam. 🏢 Aus der Pflicht ein Produkt: Seit 2025 muss jeder Versorger einen dynamischen Tarif anbieten. Die Stadtwerke Schweinfurt haben daraus mit der Universität Würzburg einen Feldversuch gemacht. 🎚️ Der Regler: Die Haushalte entscheiden jeden Monat, welcher Anteil ihres Verbrauchs fix und welcher dynamisch abgerechnet wird. Nach der Testphase ist kaum jemand abgesprungen. 🤖 Erst Daten, dann KI: Smart Meter, Cloud und App waren die Vorarbeit. Jetzt geht es um bessere Lastprognosen, fehlende Messwerte und intelligente Preise. Über die Gäste Matthias Volk ist bei der Stadtwerke Schweinfurt GmbH Teamleiter für Kundenservice, Vertrieb und Marketing und verantwortet dort alles rund um Tarife und Preise. Er hat den Feldversuch auf Seiten des Stadtwerks angestoßen und bringt den dynamischen Tarif jetzt in den Regelbetrieb. Justus Ameling ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Künstliche Intelligenz im Unternehmen von Prof. Dr. Gunther Gust an der Universität Würzburg. Er hat den Feldversuch auf Seiten der Universität federführend begleitet, die Daten aus dem Projekt sind Grundlage seiner Forschung zu Lastprognosen und Tarifdesign. Bei Arbeit Bildung Zukunft war er bereits in der Folge zu PV und Batteriespeichern zu Gast. Links und Ressourcen KI-Regio, Universität Würzburg KI-Regio: Multimediareportage zu dynamischen Stromtarifen Stadtwerke Schweinfurt: Flexible Stromtarife Stadtwerke Schweinfurt: Forschungsprojekt KI-Regio Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und KI im Unternehmen, Universität Würzburg Justus Ameling, Teamseite Feldstudie zu dynamischen Stromtarifen gestartet (WiWi-Campus, Juni 2025) Arbeit Bildung Zukunft auf allen Plattformen Arbeit Bildung Zukunft auf YouTube: youtube.com/@arbeitbildungzukunft Podcast-Website: kagerbauer.de/podcast Lukas Kagerbauer auf LinkedIn LinkedIn-Newsletter Arbeit Bildung Zukunft Neue Folgen per E-Mail Über den Podcast Arbeit Bildung Zukunft ist der Podcast für den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Wir verbinden akademische Forschung mit konkretem Praxisnutzen, für Unternehmen, HR und alle, die die Arbeitswelt von morgen aktiv gestalten wollen. Neue Folgen erscheinen regelmäßig auf allen großen Podcast-Plattformen und auf YouTube.
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Oct 20, 2026 • 34min

KI aus Würzburg: Vom Forschungsprojekt zum Startup

Gäste: Nico Elbert und Magnus Maichle, SOLISTIQ GmbH / KI-Regio Wie viel Milch soll ein Großhändler heute bestellen, wenn er noch nicht weiß, was seine Kunden in sechs Wochen kaufen? Bisher brauchte jeder Artikel dafür sein eigenes Prognosemodell. Aus der Forschung an der Universität Würzburg ist ein anderer Ansatz entstanden: ein einziges vortrainiertes Modell, das verstanden hat, wie Nachfrage funktioniert. Darüber spreche ich mit Nico Elbert und Magnus Maichle, den Gründern von SOLISTIQ. Ihr Weg begann im Transferprojekt KI-Regio der Universität Würzburg und führt inzwischen zu eigenen Servern in Deutschland und ersten zahlenden Kunden. Diese Folge ist zugleich die 200. Folge von Arbeit Bildung Zukunft. Mit Nico Elbert sitzt ein Gast am Mikrofon, der schon als Forscher mehrmals dabei war und jetzt als Gründer zurückkommt. Drei Zitate aus der Folge „Nicht jedes von diesen großen Foundation Models, wie man sie heutzutage nennt, muss zwingend ein Sprachmodell sein.“ (Magnus Maichle) „Das ist ein absolutes Paradebeispiel, finde ich, wie so ein Transferprojekt funktionieren kann.“ (Nico Elbert) „Dann kann der Kunde wirklich, bevor er einen einzigen Euro in die Hand nehmen muss, bewerten: Was würde das auf meinen Daten bedeuten?“ (Nico Elbert) Themen der Folge 📦 Das Problem: Wann bestelle ich was beim Lieferanten, wenn ich noch nicht weiß, was meine Kunden in sechs Wochen kaufen? Ein mittelständischer Großhändler hat dafür 50.000 bis 300.000 Artikel im Blick, dazu Mindestbestellmengen und verderbliche Ware. 🧠 Die Methode: Statt für jeden Artikel ein eigenes Prognosemodell zu bauen, nutzt SOLISTIQ ein einziges vortrainiertes Foundation Model, trainiert auf rund 2,5 Millionen Produkten. Es prognostiziert auch neue Artikel ohne Nachtraining. 📊 Der Beweis: Für über 100.000 Produkte geht es in einer Stunde von Rohdaten zu Prognosen. Im Backtest wird ein halbes bis ganzes Jahr Tag für Tag nachgespielt, bevor der Kunde einen Euro ausgibt. 🇪🇺 Die Infrastruktur: Eigene GPU-Server in Deutschland, finanziert über EXIST-Forschungstransfer. Modell, Kundendaten und Sprachmodelle laufen lokal, und im eigenen Haus ersetzt ein selbstgebautes CRM die Standardsoftware. Kapitelmarken 00:00 Einführung 00:59 Von KI-Regio zur Ausgründung 08:12 Das Problem: wann was bestellen 11:24 Ein Modell statt tausender Einzelmodelle 15:10 Warum KI im Betrieb noch hinterherhinkt 17:30 Backtest auf den eigenen Daten 19:46 Im Alltag: ERP-Anbindung oder eigene Oberfläche 22:17 KI-Souveränität: eigene Server in Deutschland 25:40 KI im eigenen Haus: das selbstgebaute CRM 28:26 Team, Fundraising und Ausblick Über die Gäste Nico Elbert ist Mitgründer der SOLISTIQ GmbH in Würzburg. Er kommt aus der anwendungsnahen Forschung an der Universität Würzburg, wo eine Gruppe von fünf Lehrstühlen untersucht, wie Unternehmen mit KI und mathematischer Optimierung bessere Entscheidungen aus Daten treffen. Im Transferprojekt KI-Regio hat er das Prognosemodell mit Unternehmen aus der Region erprobt. Für Arbeit Bildung Zukunft ist er inzwischen ein Stammgast. Magnus Maichle ist Mitgründer der SOLISTIQ GmbH. Auch er stammt aus der Würzburger Forschungsgruppe, die sich mit datengetriebenen Entscheidungen im Bestandsmanagement beschäftigt. Gemeinsam mit Nico Elbert, Kai Günder und Thomas Wangler hat er aus dem Forschungsprojekt ein Unternehmen gemacht, das seit März 2026 über EXIST-Forschungstransfer gefördert wird. Links und Ressourcen SOLISTIQ: solistiq.com SOLISTIQ auf LinkedIn: linkedin.com/company/solistiq KI-Regio, Universität Würzburg: ki-regio.de EXIST-Forschungstransfer: Förderdatenbank des Bundes Arbeit Bildung Zukunft auf allen Plattformen: lnk.to/arbeit-bildung-zukunft LinkedIn: Lukas Kagerbauer LinkedIn-Newsletter: Arbeit Bildung Zukunft Neue Folgen per E-Mail: bit.ly/ABZ-Newsletter Über den Podcast Arbeit Bildung Zukunft ist der Podcast für den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Wir verbinden akademische Forschung mit konkretem Praxisnutzen, für Unternehmen, HR und alle, die die Arbeitswelt von morgen aktiv gestalten wollen. Neue Folgen erscheinen regelmäßig auf allen großen Podcast-Plattformen und auf YouTube.
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Oct 15, 2026 • 53min

Wissen Arbeitgeber, welche Benefits ihre Beschäftigten wirklich schätzen?

Gast: Max Müller, Doktorand, Universität Bonn Ein Betrieb in Bonn findet keine Leute und weiß nicht,woran es liegt. Zwei Wochen später sitzt ein vergleichbarer Betrieb vor 78 Bewerbungen auf drei Ausbildungsplätze. Was macht den Unterschied? Im Kern geht es darum, wie gut Betriebe wirklich wissen, was ihren Beschäftigten wichtig ist? In einem Working Paper mit 761 Unternehmen und 3.203 Beschäftigten unterschätzen sie den Wert von Benefits im Schnitt um 17 Prozent, bei jeder einzelnen Leistung. Darüber spreche ich mit Max Müller, Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bonn.  Themen der Folge 💶 Welche Benefits sind den Beschäftigten in Euro ausgedrückt, wie viel wert? Homeoffice 553 Euro im Monat, Vier-Tage-Woche 417 Euro, planbare Arbeitszeiten394 Euro. 📉 Betriebe unterschätzen das bei jeder einzelnen Leistung, im Schnitt um 17 Prozent. Am stärksten bei planbaren Arbeitszeiten mit 27 Prozent. 🚪 Wer kein Homeoffice anbietet, liegt um 35 Prozent daneben. 🧠 Der Grund: Projection Bias: Man ankert die Einschätzung in den eigenen Präferenzen 👥 Jüngere und weibliche Entscheider liegen näher an den tatsächlichen Präferenzen. 🔗 Und es kostet: Pro Standardabweichung stärkerer Unterschätzung melden Betriebe 8 bis 10 Prozentpunkte mehr Fachkräftemangel. Eine Korrelation, keine Kausalität – dennoch spannend.  Gemeinsam mit Max und Simon werden wir einen Workshop /eine Veranstaltung planen, um mit Betrieben in den Dialog zu kommen. Interessierte Unternehmen können sich zudem direkt melden – ich verbinden dann mit Max, denn der Dialog mit Unternehmen trägt dazu bei, die Forschung zu verbessern.  Über den Gast: Max Müller ist Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bonn. Bachelor und Master hat er an der Universität Würzburg gemacht und war zuletzt ein Jahr in den USA. Kennengelernt haben wir uns in einem gemeinsamen Forschungsprojekt zur Integration von Geflüchteten in Ausbildung. Das Working-Paper hat er gemeinsam mit Simon Cordes verfasst, ebenfalls Universität Bonn.  Timemarks: 00:00  Einstieg und kurz über Max Müller 06:29  Der Handwerker in Bonn und die 78 Bewerbungen 15:10  Studiendesign: Homeoffice oder 500 Euro? 19:34  Die fünf Leistungen und das Kernergebnis 26:46  Projection Bias: warum Betriebedanebenliegen 35:52  Selbst gemachter Fachkräftemangel 43:11  Ausblick und Angebot an Unternehmen  Links und Ressourcen: Working Paper „Do Firms Know What Workers Want?" (Simon Cordes und Max Müller, 27. Februar 2026) Max Müller @Universität Bonn: LINK Podcast: https://www.kagerbauer.de/podcast ‍
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Oct 13, 2026 • 44min

PV und Batteriespeicher: Warum Bauchgefühl nicht reicht

Gäste: Dieter Esau, Adites GmbH und Justus Ameling, Uni Würzburg / KI-Regio Lange war die Rechnung für eine PV-Anlage einfach: EEG-Vergütung, 20 Jahre feste Finanzierung, die Bank war zufrieden. Für Anlagen ab 100 Kilowatt gilt das so nicht mehr. Anlagen werden abgeregelt, der Strompreis rutscht mittags ins Minus, und in diesen Stunden fließt keine Förderung. Wie trifft ein Unternehmen da noch eine belastbare Entscheidung für PV und Speicher? Darüber spreche ich mit Dieter Esau, Gründer und Geschäftsführer der Adites GmbH, und Justus Ameling vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Künstliche Intelligenz im Unternehmen der Universität Würzburg. Die beiden entwickeln im Transferprojekt KI-Regio der Universität Würzburg gemeinsam ein Werkzeug, das genau diese Frage beantworten soll: https://ki-regio.de Aus dem Gespräch „Die meisten Kunden, die diese Anlagen ab 100 Kilowatt betreiben, die wissen heute nicht wirklich genau, was sie verdienen können.“ (Dieter Esau) „Wir haben so ein kleines Schweizer Taschenmesser für Investitionsentscheidungen für PV und Batterien gebaut.“ (Justus Ameling) „Da hat man ein sicheres Regelwerk gehabt, dieses EEG. Und dann hat man gesagt: 20 Jahre Finanzierung, fest, alle sauber, Banken waren sicher. Und jetzt, seit drei, vier, fünf Jahren, hat sich die Welt gedreht.“ (Dieter Esau) Themen der Folge ⚡ Warum die alte Rechnung nicht mehr aufgeht: Für Anlagen ab 100 Kilowatt trägt das EEG kaum noch. Anlagen werden abgeregelt, Strompreise rutschen ins Minus, und in längeren Negativphasen entfällt die Förderung. Das macht Finanzierung und Wirtschaftlichkeit unsicher. 🧰 Das Werkzeug: eine standortgenaue Simulation des PV-Ertrags plus ein Optimierungsmodell, das den Einsatz der Batterie am Strommarkt berechnet. Marktprämie, Ausrichtung, Neigung oder Abnutzung lassen sich frei verändern und als Szenarien vergleichen. 📊 Die Datengrundlage: standortspezifische Wetterdaten und historische Börsenpreise. Weil 2022 und 2023 durch den Ukrainekrieg verzerrt sind, dient 2025 als Basisjahr. Entscheidend ist, dass Wetter und Preise zusammenpassen. 🔋 Was es bringt: Kapital passend dimensioniert einsetzen, der Bank eine belastbare Rechnung vorlegen und im Betrieb nachvollziehen, woher das Geld kommt. Als Nächstes stehen Daten aus dem laufenden Betrieb und Energy Sharing auf dem Plan. Kapitelmarken 00:00 Einführung 01:40 Vorstellung: Adites und der Lehrstuhl Enterprise AI 05:04 Warum das EEG keine Sicherheit mehr gibt 08:38 Negative Strompreise und was ein Speicher daraus macht 12:45 Das Planungstool: Daten, Basisjahr 2025, Prognose 15:57 Das Schweizer Taschenmesser: Simulation und Optimierung 19:46 Lastmanagement, Grünstrom- und Graustromspeicher 25:53 Herausforderungen: Netzbetreiber, Bürokratie, Banken 29:57 Vom Bauchgefühl zur Transparenz im Betrieb 35:51 Ausblick: Betriebsdaten, Netzsicherheit, Energy Sharing Über die Gäste Dieter Esau ist Elektroingenieur und Gründer der Adites GmbH in Strahlungen im Landkreis Rhön-Grabfeld. Er hat als Energieberater angefangen und beschäftigt sich seit 2010 mit erneuerbaren Energien, 2015 wurde Adites als GmbH gegründet. Adites plant und baut PV-Anlagen, Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur und Mieterstromprojekte für Privat- und Gewerbekunden. Justus Ameling ist Doktorand und seit drei Jahren wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Künstliche Intelligenz im Unternehmen von Prof. Dr. Gunther Gust an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er forscht dazu, wie sich Machine Learning und Optimierungsverfahren im Energiesystem verbinden lassen, etwa bei der Trassenplanung oder bei dynamischen Stromtarifen. Links und Ressourcen KI-Regio, Universität Würzburg KI-Regio auf LinkedIn Adites GmbH Adites GmbH auf LinkedIn Dieter Esau auf LinkedIn Justus Ameling, Universität Würzburg Justus Ameling auf LinkedIn Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Künstliche Intelligenz im Unternehmen (Prof. Dr. Gunther Gust) Energy Sharing, Informationen der Bundesnetzagentur Arbeit Bildung Zukunft auf allen Plattformen Lukas Kagerbauer auf LinkedIn LinkedIn-Newsletter Arbeit Bildung Zukunft Neue Folgen per E-Mail Über den Podcast Arbeit Bildung Zukunft ist der Podcast für den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Wir verbinden akademische Forschung mit konkretem Praxisnutzen, für Unternehmen, HR und alle, die die Arbeitswelt von morgen aktiv gestalten wollen. Neue Folgen erscheinen regelmäßig auf allen großen Podcast-Plattformen und auf YouTube.
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Oct 6, 2026 • 26min

Warum 1,3 Prozent Wachstum für 2026 keine Trendwende ist

Gast: Prof. Dr. Peter Bofinger, Universität Würzburg Peter Bofinger und ich ordnen die Herbstprognose ein: warum das Plus vor allem am Staat hängt und welche Hebel Politik und Unternehmen jetzt haben. Economist Corner.
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Sep 29, 2026 • 33min

Predictive Maintenance im Wärmenetz: 14 % weniger Verluste

Gäste: Frank Wendel, ÜZ Mainfranken und Tim Lachner, Uni Würzburg / KI-Regio Ein Regelventil klemmt auf halber Position. Die Wohnung wird warm, der Kunde ruft nicht an, und trotzdem drückt dieses eine Haus die Effizienz eines ganzen Wärmenetzes. Solche Fehler sieht heute niemand, außer jemand setzt sich hin und liest Zeitreihen von über hundert Hausanschlussstationen. Darüber spreche ich mit Frank Wendel von der ÜZ Mainfranken und Tim Lachner von der Universität Würzburg. Die beiden arbeiten im Transferprojekt KI-Regio der Universität Würzburg daran, aus Betriebsdaten eine Vordiagnose zu machen, bevor der Monteur losfährt. Drei Sätze aus dem Gespräch Manchmal findet man was, manchmal aber auch nicht. (Frank Wendel über die Fehlersuche vor Ort) Das sind Faktoren, die wir nicht merken und die der Kunde nicht merkt. Erst wenn wir in die Messdaten schauen und die Zeitreihen händisch analysieren, kann man so einen Fehler identifizieren. Aber bei über hundert Stationen pro Wärmenetz ist das ein mühseliges Unterfangen. (Frank Wendel) Alles, was ich vorher optimiere und an Wärme einspare, muss ich schon mal nicht transformieren. (Frank Wendel über den eigentlichen Hebel) Themen der Folge 🕵️ Die teuerste Fehlerklasse ist die unsichtbare: Eine Station läuft, der Kunde ist zufrieden, und die Rücklauftemperatur ist trotzdem dauerhaft zu hoch. 📊 Warum die Betriebsdaten allein nicht reichen. Sie sind nicht gelabelt, das Modell weiß also zunächst nicht, wie ein Fehler überhaupt aussieht. 🚪 Rund hundert Stationen nach Wärmebedarf und Effizienz gerankt, etwa die Hälfte begangen. Aus diesen Protokollen entstehen die Label für das Modell. 📉 Ergebnis der manuellen Optimierung 2024 und 2025: 14 Prozent weniger Netzverluste. Die KI soll nicht das Ergebnis liefern, sondern das Suchen skalierbar machen. Kapitelmarken 00:00 Warum ein kleiner Fehler ein ganzes Wärmenetz ausbremst 00:59 Frank Wendel, die ÜZ Mainfranken und was eine Energiegenossenschaft ist 03:23 Tim Lachner: Business Analytics trifft Wärmenetz 06:41 Wartung heute: Anruf, Ausrücken, Ursachensuche vor Ort 10:02 Der Fehler, den niemand merkt: das halb offene Ventil 12:07 Daten ohne Label: wie man Anomalien trotzdem findet 16:26 Begehungen vor Ort: woher die Wahrheit für das Modell kommt 20:51 Studierendenteam und Dashboard 22:13 14 Prozent weniger Netzverluste, komplett von Hand 25:12 Ausblick: Feldtest, Schnittstelle und die nächsten Jahre Über die Gäste Frank Wendel Frank Wendel verantwortet bei der ÜZ Mainfranken eG das Energie- und Kommunalmanagement. Er ist seit 2024 im Unternehmen. Davor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Stuttgart und hat im Rahmen seiner Promotion zur Digitalisierung von Wärmenetzen gearbeitet. Bei der ÜZ kümmert er sich um die Bestandsnetze und ihre Transformation, um Potenzialanalysen für neue Netze und um die kommunale Wärmeplanung. Tim Lachner Tim Lachner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Business Analytics von Prof. Dr. Christoph M. Flath an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er hat dort Wirtschaftsinformatik im Bachelor und im Master studiert und arbeitet an der Frage, wie sich in komplizierten Systemen bessere Entscheidungen treffen lassen. Im Projekt KI-Regio betreut er die Zusammenarbeit mit der ÜZ Mainfranken und das Projektseminar, in dem Studierende das Analysemodell und das Dashboard entwickeln. Links und Ressourcen KI-Regio: https://ki-regio.de/ ÜZ Mainfranken eG: https://www.uez.de ÜZ Mainfranken, Nahwärme-Netze: https://www.uez.de/energiewende/waermeversorgung/nahwaerme-netze ÜZ Mainfranken, Klimaschutz-Netzwerke: https://www.uez.de/energieloesungen/klimaschutz-netzwerke Tim Lachner, JMU Würzburg: https://www.wiwi.uni-wuerzburg.de/wiba/team/tim-lachner/ Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Business Analytics, JMU Würzburg: https://www.wiwi.uni-wuerzburg.de/wiba/startseite/ LinkedIn Frank Wendel: https://www.linkedin.com/in/frank-wendel-4b535513a/ LinkedIn Tim Lachner: https://www.linkedin.com/in/tim-lachner-918768237/ Vorherige KI-Regio-Folge mit Robin Derzbach und Adites: https://youtu.be/QfeANR63g_Q Folge mit der ÜZ Mainfranken zum Thema Windkraft: https://youtu.be/QfeANR63g_Q Über den Podcast Arbeit Bildung Zukunft ist der Podcast für den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Wir verbinden akademische Forschung mit konkretem Praxisnutzen, für Unternehmen, HR und alle, die die Arbeitswelt von morgen aktiv gestalten wollen. Neue Folgen erscheinen regelmäßig auf allen großen Podcast-Plattformen und auf YouTube.
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Sep 18, 2026 • 45min

Social Media Marketing für KMU: Was authentisch wirkt

Gäste: Prof. Dr. Jana-Kristin Prigge, Universität Würzburg, Denisa Garcia, FLYERALARM Jedes Unternehmen will authentisch wirken, doch woran macht man das fest? Die Forschung hat darauf eine unbequeme Antwort: Ob etwas authentisch ist, entscheidet nicht das Unternehmen, sondern der Kunde. Damit wird aus einem Marketing-Buzzword eine Frage an den ganzen Betrieb. Für viele kleine und mittelständische Unternehmen mit knappen Marketingbudgets kann das wiederum eine echte Chance sein, denn oftmals schlagen einfache Rohformate teuren Hochglanzproduktionen. Darüber spreche ich mit Prof. Dr. Jana-Kristin Prigge, Lehrstuhlinhaberin für BWL und Marketing an der Universität Würzburg, und Denisa Garcia, die bei FLYERALARM die Social-Media-Kommunikation verantwortet. „Wir sind nicht einfach nur Mittelstand, wir sind der Mittelstand, weil unsere Kunden der Mittelstand sind.“ (Denisa Garcia) „Authentizität wird in der Regel aus Kundensicht gemessen. Das heißt, Authentizität ist an der Stelle eine Wahrnehmung.“ (Prof. Dr. Jana-Kristin Prigge) „Erzählt einfach Geschichten über euch, die echt sind und wahr sind.“ (Denisa Garcia) Themen der Folge 🎯 Erst das Ziel, dann der Content. Employer Branding und Vertriebsunterstützung brauchen verschiedene Posts. 🪞 Authentizität ist eine Wahrnehmung beim Kunden. Wer sie erzeugen will, muss zuerst wissen, wofür das eigene Haus steht. 👥 Der billigste Test vor der Veröffentlichung: Wenn die eigenen Leute den Post befremdlich finden, stimmt die Richtung nicht. 📺 Der WM-Spot mit Präsident Knabe, hochkant im Selfiemodus gefilmt, mit Abbruch mitten im Satz. Warum das funktioniert. 🔗 Kanalwahl und Medienbrüche: Wann LinkedIn und Fachcommunities besser tragen als TikTok. 🤝 Micro-Influencer ab 500 Followern, und warum bei langfristigen Kooperationen die DNA passen muss. 🤖 KI im Marketing: Wo sie hilft und ab wann die Engagement-Zahlen abrutschen. ⏱️ Kapitel 00:00 Zwei Perspektiven auf Social Media: Forschung und Praxis 04:43 Welche Ziele Social Media im Mittelstand erfüllen soll 06:30 Wenn die eigene Zielgruppe der ganze Mittelstand ist 11:14 Authentizität ist eine Wahrnehmung, kein Bauchgefühl 16:13 Erwartungshaltung: Warum Hochglanz nicht automatisch schadet 17:48 Der Knabe-Spot, der absichtlich mitten im Satz abbricht 20:49 Menschen und Geschichten schlagen Grafik mit Call-to-Action 24:01 Kanalwahl und der Sprung zwischen offline und digital 29:34 Influencer: DNA statt Reichweite 36:53 KI im Marketing, die Angst vor Fake und der Glaube an Analoges Über die Gäste Prof. Dr. Jana-Kristin Prigge ist Lehrstuhlinhaberin für BWL und Marketing an der Universität Würzburg und leitet die Forschungsgruppe Digital Marketing & E-Commerce. Denisa (Denny) Garcia verantwortet die Social-Media-Kommunikation bei FLYERALARM in Würzburg und ist dort im neunten Jahr. Sie begann im Community Management, baute im Digital Hub Teams und Geschäftsmodelle mit auf und arbeitete im Branchenvertrieb. Heute führt sie die Kommunikation durch einen Transformationsprozess. Links & Ressourcen Lehrstuhl für BWL und Marketing, Universität Würzburg: https://www.wiwi.uni-wuerzburg.de/marketing Prof. Dr. Jana-Kristin Prigge auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/jana-kristin-prigge-108289215/ Denisa Garcia auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dennygarcia/ FLYERALARM: https://www.flyeralarm.com/de/ Arbeit Bildung Zukunft auf YouTube: https://www.youtube.com/@arbeitbildungzukunft
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Aug 19, 2026 • 52min

ABZ 02-78 Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE) – Nachhaltig im Beruf handeln

Gäste: Nicole Duschka (Deutsche KlimaStiftung) & Tim Oberdieck (ATLANTIC Hotel Sail City) Seit 2021 ist Nachhaltigkeit fester Bestandteil jedes neu geordneten Ausbildungsberufs. Das ist bekannt. Die Herausforderung ist nicht die Wissensvermittlung, sondern vielmehr die projektbezogene, praktische Umsetzung in der betrieblichen Praxis. Darüber spreche ich mit Nicole Duschka, Projektleiterin im Projekt BBNE Lobby der Deutschen KlimaStiftung, und Tim Oberdieck, Hoteldirektor des ATLANTIC Hotel Sail City in Bremerhaven. Das Projekt "BBNE Lobby" wird im Rahmen des Programms "Nachhaltig im Beruf - zukunftsorientiert ausbilden" durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert. Themen der Folge 🌱 Was BBNE, also Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung, tatsächlich meint: nicht nachhaltig handeln nach Anweisung, sondern verstehen und erleben, wie Nachhaltigkeit funktioniert. 📋 Die Standardberufsbildposition „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ ist seit 2021 in jedem neu geordneten Beruf Pflicht. Aber wie kommt das in den Betrieben an und wie wird es vermittelt? 🏨 Über 500 Maßnahmen in 13 Jahren im ATLANTIC Hotel Sail City. Der Anstoß kam aus der Belegschaft, die Direktion war am Ende der Kette und nicht am Anfang. 📈 Warum sich das rechnet: Ein abgebrochener Ausbildungsvertrag kostet Bewerbungsprozess, Einarbeitung und Zeit. Diese Kosten fallen weg, wenn Menschen bleiben wollen. 🚀 Ausblick: BBNE Lobby geht in eine zweite Förderphase über zwei Jahre. Geplant sind ein BBNE-Check zur Standortbestimmung und das Materialheft „Einfach mal machen“. Über die Gäste Nicole Duschka hat im Projekt BBNE Lobby bei der Deutschen KlimaStiftung in Bremen die Projektleitung inne. Sie hat klassisch mit einer Ausbildung begonnen, viele Jahre an einem außerschulischen Lernort Bildungsangebote koordiniert und entwickelt und sich anschließend als Beraterin für solche Lernorte selbstständig gemacht. Sie war selbst mehrere Jahre Ausbilderin und kennt den Ausbildungsalltag aus eigener Erfahrung. Im Projekt verantwortet sie die Region Bremen, wobei die Deutsche KlimaStiftung mit ihren Angeboten auch bundesweit im Einsatz ist. Tim Oberdieck ist gelernter Hotelfachmann, hat die Hotelfachschule in Heidelberg besucht, neun Betriebe im In- und Ausland durchlaufen und ist seit 2010 Hoteldirektor des ATLANTIC Hotel Sail City in Bremerhaven. Seit 2013 treibt er dort unter dem Titel #gruenunterwegs eine Nachhaltigkeitsstrategie voran, ausgezeichnet unter anderem mit dem Bremer Klimaschutzpreis 2018 und dem Bremer Landestourismuspreis 2022. Er ist Botschafter des Projekts BBNE Lobby. Links & Ressourcen • BBNE Lobby (Projektwebsite, Formate und Termine): https://bbne-lobby.de • Deutsche KlimaStiftung: https://www.deutsche-klimastiftung.de • Projektseite BBNE Lobby bei der Deutschen KlimaStiftung: https://www.deutsche-klimastiftung.de/projekte/bbne-lobby/ • ATLANTIC Hotel Sail City Bremerhaven: https://www.atlantic-hotels.de/hotel-sail-city/ • Nachhaltigkeit im Sail City (Green Sail): https://www.atlantic-hotels.de/en/hotel-sail-city/green-sail-sustainability/ • Verbundausbildung meerzukunft³: https://meerzukunfthochdrei.de/ • BIBB zur Standardberufsbildposition „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“: [https://www.bibb.de/de/139364.php ](https://www.bibb.de/de/139364.php )
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Jul 30, 2026 • 51min

ABZ 02-77 Wie baut man eine souveräne Cloud für die deutsche Verwaltung?

Gast: Nikolaus Hagl, CEO Delos Cloud GmbH & Head of Sovereign Cloud, SAP 𝘐𝘮 𝘗𝘰𝘥𝘤𝘢𝘴𝘵 𝘴𝘱𝘳𝘦𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘸𝘪𝘳 ü𝘣𝘦𝘳 𝘧𝘰𝘭𝘨𝘦𝘯𝘥𝘦 𝘛𝘩𝘦𝘮𝘦𝘯: 🧭 Souveränität ist nicht gleich Abschottung: Vier Dimensionen entscheiden — wo die Daten liegen, wo die Technik läuft, wer sie betreibt und welches Recht gilt. Wer nur den Serverstandort prüft, hat drei Viertel der Frage übersehen. 🔐 Der Knackpunkt Microsoft: „Microsoft ist für Delos Technologielieferant." Dahinter stehen sicherheitsüberprüftes Personal über den gesamten Stack, ein mit dem BSI definierter Update-Prüfprozess mit Stopp-Möglichkeit und begleiteter Support ohne freien Systemzugriff. 🏛️ Warum es trotzdem hakt: 11.000 Kommunen, viele davon mit drei IT-Mitarbeitenden. Die können nicht digitalisieren — egal wie gut die Erkenntnis ist. Die Antwort ist nicht mehr Geld, sondern das Modell der Stadtwerke: gemeinsame Plattformen statt Einzelprojekte. 🤖 KI und Souveränität: Kein eigenes Frontier-Modell besitzen wollen — sondern die Plattform, auf der Modelle austauschbar bleiben. Mistral souverän betrieben, dazu ein MoU mit OpenAI auf Delos-Seite. ✅ Souveränität ist mehrdimensional: Ein deutscher Serverstandort allein sagt noch nichts darüber aus, wer im Zweifel Zugriff hat. ✅ Wahlfreiheit ist selbst ein Souveränitätskriterium — wer nur einen Anbieter hat, bleibt abhängig. ✅ Der Engpass ist nicht die Technik, sondern der Mut, mit 80 % zu starten. Bei Daten und Sicherheit gelten weiter 100 %. 𝐔𝐧𝐝 𝐧𝐮𝐧? 𝐃𝐢𝐞 𝐔𝐡𝐫 𝐭𝐢𝐜𝐤𝐭! Bis 2030 fehlen der öffentlichen Verwaltung rund eine Million Fach- und Führungskräfte. Das ist ohne Digitalisierung und Automatisierung nicht aufzufangen — in der Verwaltung genauso wenig wie im Mittelstand. Die Erkenntnis ist da. Jetzt geht es ums Machen. Links: https://www.deloscloud.de
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Jul 7, 2026 • 25min

ABZ 02-76 - Economist Corner – Programm für Aufschwung und Beschäftigung

Gute Ansätze und die Suche nach Wachstumsimpulsen Die Koalition hat sich auf ein „Programm für Aufschwung und Beschäftigung" geeinigt: 34 Maßnahmen, rund 10 Milliarden Euro Entlastung, Bürokratierückbau mit Beweislastumkehr. Im Kern sind viele gute Ansätze erkennbar. Echte Investitions- und Wachstumsimpulse sehen jedoch anders aus. Darüber spreche ich in unserem Podcast-Format „Economist-Corner“ mit Prof. Dr. Peter Bofinger, Seniorprofessor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg und langjähriger Wirtschaftsweiser. 🔍 Steuerreform unter der Lupe: 10 Mrd. € klingen groß — sind aber ein Viertelprozent des BIP, und ein Teil gleicht nur die kalte Progression aus. Das Urteil von Prof. Bofinger: „Homöopathische Dosen statt echter Medizin." 📉 Investitionen: den Investitionsbooster (17 Mrd. € Steuerausfall 2028, Wirkung fraglich) durch eine echte Investitionsprämie von z.B. 10 % ersetzen — wenn Unternehmen in Deutschland investieren. 🤖 Zukunftstechnologien: Im Papier werden KI, Halbleiter und Batterien genannt — Geld ist nicht hinterlegt. Gerade in diesen strategisch wichtigen Feldern ist gezielte und konsequente Industriepolitik wichtig. Die High-Tech Agenda in Bayern hat bereits gute Impulse geliefert, die es im Bund zu übernehmen gilt. ✅ Kernbotschaft: Gute Ansätze — aber wer Wachstum will, darf sich nicht im Klein-Klein verzetteln. ✅ Bürokratieabbau ist wichtig – aber, es braucht darüber hinaus echte Investitionsimpulse, die Wertschöpfung bringen. ✅ Deutschland (und auch Mainfranken) hat viel Potenzial: Robotik, KI, Raumfahrt-Informatik z.B. rund um Würzburg und Schweinfurt — was fehlt, ist Tempo und eine Strategie und finanzielle Mittel, die Cluster konsequent stärken. Reinhören lohnt sich. 🎧 LINK ZUM PROGRAMM: hier klicken Wie bewertet ihr das Paket?

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