Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Mar 26, 2024 • 12min

Einigung bei Bahn und GDL: Die 35-Stunden-Woche kommt

Sechs Mal hat die Lokführergewerkschaft GDL seit November gestreikt und damit den Bahnverkehr in Deutschland in den Notbetrieb gezwungen. Jetzt gibt es endlich eine Einigung zwischen GDL und Deutscher Bahn. Claus Weselsky, der Chef der GDL, hat durchgesetzt, was er für seine Mitglieder immer gefordert hat: die 35-Stunden-Woche. Aber: Erstmal wird die Arbeitszeit nur von aktuell 38 auf 37 Wochenstunden abgesenkt. Wer seine Arbeitszeit dann weiter verringern will, muss das aktiv bei der Bahn anmelden und kann dann bis 2029 stufenweise auf 35 Stunden reduzieren. Das vielleicht wichtigste Detail: Die Mitarbeitenden verdienen dann für 35 Wochendtunden den gleichen Lohn wie heute für 38. Sie können sich aber auch für bis zu 40 Stunden Wochenarbeitszeit entscheiden und so ihr Einkommen steigern. SZ-Politikredakteur Benedikt Peters spricht in dieser Folge von “Auf den Punkt” darüber, ob der Tarifabschluss einen generellen Trend abbildet – ob also 35 Wochenstunden schon bald die neue Vollzeit sein könnten. Weitere Nachrichten: Abschiebung Julian Assange weiter ausgesetzt, eingestürzte Brücke in Baltimore Zum Weiterlesen und -hören: Hier finden Sie die Reportage über den Einsatz der Bundeswehr bei der Gaza-Luftbrücke. Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Nadja Schlüter Produktion: Aylin Sancak
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Mar 25, 2024 • 14min

Nach Terror in Moskau: Wie geht Putin mit dem Anschlag um?

Freitagabend, in einer Konzerthalle bei Moskau. Eigentlich soll gleich die Rockband „Piknik“ auftreten. Aber das Konzert beginnt nie. Gegen 20.30 Uhr stürmen vier Terroristen das Gebäude. Mit automatischen Schusswaffen schießen sie auf die Konzertbesucher, 6000 Leute waren zum Konzert gekommen. Mindestens 137 Menschen sind bei dem Terroranschlag getötet worden, circa 180 wurden verletzt. Die russischen Ermittlungsbehörden haben inzwischen vier Tatverdächtige festgenommen und öffentlich dem Haftrichter vorgeführt. Mindestens drei von ihnen sollen sich bereits schuldig bekannt haben. Insgesamt sind laut russischen Ermittlungsbehörden elf Personen verhaftet worden, die an dem Anschlag beteiligt gewesen seien sollen. Es gibt ein Bekennerschreiben der Terrormiliz „Islamischer Staat“, Experten halten es für glaubwürdig. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte vor dem Anschlag Warnungen von US-Geheimdiensten als Versuch abgetan, Russland zu destabilisieren. Wird er dafür in Russland kritisiert? Könnte der Anschlag auch zum Problem für seinen Machtapparat werden? Silke Bigalke, SZ-Korrespondentin in Moskau, ordnet ein. Weitere Nachrichten: UN-Sicherheitsrat fordert Waffenstillstand im Nahost-Krieg, EU-Kommission eröffnet Verfahren gegen Apple, Alphabet und Meta. Zum Weiterlesen und -hören Die neue Folge von „Und nun zum Sport“ hören Sie hier. Die Reportage von Silke Bigalke lesen Sie hier. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Franziska von Malsen, Antonia Franz Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über AFP Deutschland (Youtube).
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Mar 24, 2024 • 25min

US-Wahl: Die Trump-Verfahren und ihre Konsequenzen

Diese Folge von "Auf den Punkt: Die US-Wahl" wurde am vergangenen Freitag bereits im gleichnamigen Kanal veröffentlicht. Wenn Sie die nächsten Episoden also immer möglichst aktuell hören wollen, abonnieren Sie gerne auch diesen Kanal. Ansonsten erscheint jede Folge aber auch weiterhin sonntags hier im regulären Kanal von "Auf den Punkt". Am 25. März hätte in New York das sogenannte "Hush Money Trial" gegen Donald Trump beginnen sollen. In dem Fall geht es darum, dass Trump im Jahr 2016 seine Buchhaltung gefälscht haben soll, um eine Schweigegeld-Zahlung an eine Pornodarstellerin zu vertuschen. Jetzt aber wurde der Prozess verschoben und soll frühestens Mitte April starten. Es ist aber nicht das einzige Verfahren. Insgesamt vier strafrechtliche Verfahren laufen gegen den ehemaligen US-Präsidenten: In New York, Georgia, Florida und Washington D.C., hinzu kommen zivilrechtliche Klagen. Aber: Alle Verfahren verzögern sich, werden immer wieder aufgeschoben und es ist unklar, ob überhaupt eines vor der Wahl im November mit einem Urteil endet. Wie der Stand der Verfahren ist und wie sie die US-Wahl beeinflussen können, darüber sprechen in dieser Folge von "Auf den Punkt: Die US-Wahl" Nadja Schlüter und Stefan Kornelius. Zum Weiterlesen und -hören: Hier finden Sie die Übersicht über alle Klagen gegen Donald Trump. Hier geht es zur "Geschichte Daily"-Folge über die US-Wahl 2000. Redaktionsschluss für diese Sendung war Donnerstag, 21.03.2024, um 17 Uhr. Moderation, Redaktion: Stefan Kornelius, Nadja Schlüter Redaktion: Maja Goertz, Johannes Korsche Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über MSNBC, The Economic Times, Face the Nation, AP Archive. Hier geht es zum Kanal von "Auf den Punkt: Die US-Wahl". Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Mar 23, 2024 • 29min

Krieg in Nahost: „Man kann Menschenrechte nicht auf eine Gruppe beschränken“

In dieser Woche hat das israelische Militär den drittwichtigsten Mann der Hamas getötet: Marwan Issa, von Experten als „Verteidigungsminister“ der Terrororganisation bezeichnet. Er ist bei einem Bombenangriff auf einen Hamas-Tunnel getötet worden. Israel ist damit dem erklärten Ziel näher gekommen, die Strukturen der Hamas nach dem Terror vom 7. Oktober zu zerschlagen. Aber ein Ende des Krieges im Gazastreifen oder ein Waffenstillstand scheint trotzdem nur schwer vorstellbar. Der Journalist, Autor und Musiker Ofer Waldman lebt in Haifa. Er ruft dazu auf, Menschenrechte auch im Krieg zu achten und sagt: „Es geht sowohl darum, dass die Geiseln schnell nach Hause kommen, als auch darum, dass das Leid in Gaza insgesamt ein Ende findet.“ Zum Weiterlesen und -hören: Das Interview mit Rolf Mützenich lesen Sie hier. Die „Auf den Punkt“-Sendung zur teilweisen Cannabis-Legalisierung hören Sie hier. Mehr zum Buch, das aus dem Blog „Gleichzeit“ entstanden ist, finden Sie hier. Redaktionsschluss für diese Sendung war Freitag, 22.03.2024, um 16 Uhr. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Antonia Franz, Nadja Schlüter, Patrick Bauer, Maja Goertz Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über Al Jazeera English, Today, eurasianews, Зе!Президент, Phoenix.
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Mar 22, 2024 • 13min

Nike statt Adidas: Der DFB düpiert seinen langjährigen Partner

Für Adidas kam die Nachricht sehr überraschend: Der Vertrag mit dem DFB läuft aus, der Verband hat sich mit dem Konkurrenten Nike aus den USA auf einen neuen Ausrüster-Deal geeinigt. Der DFB verspricht sich davon mehr Einnahmen. Nike soll offenbar 100 Millionen Euro im Jahr an den DFB zahlen, doppelt so viel wie Adidas derzeit. Damit geht eine 70-jährige Ära zu Ende. Für Adidas ist das ein gewaltiger Image-Verlust. Der Wechsel wurde am Donnerstag verkündet und hat sofort für große Aufregung gesorgt. Viele sind erzürnt, auch aus der Politik gibt es Reaktionen: Wirtschaftsminister Robert Habeck von den Grünen sagt, er hätte sich “mehr Standortpatriotismus” beim DFB gewünscht, auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach schaltet sich in die Diskussion ein. Caspar Busse aus dem SZ-Wirtschaftsressort erklärt im Gespräch die Gründe für den Deal – und ob die Reaktionen darauf angemessen sind. Weitere Nachrichten: Cannabis und Wachstumschancengesetz im Bundesrat, Preise für Immobilien sinken Zum Weiterlesen und -hören: Die Rubrik „Mitten in…“, diese Woche vom Flughafen in Katar Moderation, Redaktion: Leopold Zaak Redaktion: Patrick Bauer, Antonia Franz, Johannes Korsche Produktion: Aylin Sancak Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
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Mar 21, 2024 • 13min

Cannabis: Scheitert die Legalisierung doch noch?

Ab dem 1. April 2024 soll Kiffen und der Besitz von Cannabis legal sein. Das hat der Bundestag vor ziemlich genau einem Monat beschlossen. Natürlich geht es dabei nur um gewisse Mengen. Und man darf auch nicht überall konsumieren, zum Beispiel nicht direkt vor einer Schule. Aber trotzdem war das ein Durchbruch. Ersehnt vor allem von allen regelmäßig kiffenden Menschen in Deutschland. Und ersehnt von Gesundheitsminister Karl Lauterbach von der SPD. Jetzt steht die Legalisierung allerdings doch nochmal auf der Kippe. Und das hat damit zu tun, wie in Deutschland Gesetze auf den Weg gebracht werden. Und damit, dass in vielen Bundesländern eine Regierung an der Macht ist, in der mindestens eine Ampelpartei mit der Union regiert. Wie könnte es ausgehen? Das erklärt in dieser Folge Angelika Slavik, Korrespondentin im SZ-Parlamentsbüro in Berlin. Weitere Nachrichten: Deutsche Bahn-Bilanz Zum Weiterlesen und -hören: Emmanuel Macron boxt wie Rocky, zumindest auf Fotos. Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Nadja Schlüter, Johannes Korsche Produktion: Jakob Arnu
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Mar 20, 2024 • 12min

Genderverbot in Bayern: Symbolpolitik, die keine Probleme löst

In bayerischen Behörden, an Schulen und an Unis darf nicht mehr gegendert werden. Das hat die bayerische Staatsregierung entschieden. Mehrgeschlechtliche Formulierungen, die dafür ein Sonderzeichen brauchen, also etwa einen Doppelpunkt oder ein Sternchen, darf es also nicht mehr geben. Die CSU begründet das damit, dass die Gendersprache den Diskurs in der freien Gesellschaft verenge, es bestehe ein gefühlter Zwang dazu, so zu sprechen. Von vielen Seiten kommt Kritik an dem Verbot: Die CSU betreibe einen Kulturkampf, sagen etwa die Grünen. SZ-Chefreporter Roman Deininger sagt, dieser Kulturkampf sei für die Partei wichtig, viele Wählerinnen und Wähler lehnen das Gendern nämlich ab. Weitere Nachrichten: Zölle für ukrainisches Getreide, deutsche Geburtenrate gesunken Zum Weiterlesen und -hören Der Grusel-Text aus dem Bayerischen Wald von Sebastian Beck Moderation: Leopold Zaak Redaktion: Johannes Korsche, Franziska von Malsen Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über: Bayerische Staatsregierung
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Mar 19, 2024 • 13min

Nahost-Krieg: Was bedeutet der Tod des Hamas-Anführers?

Marwan Issa gilt als drittwichtigster Mann der Hamas im Gazastreifen. Er soll die Terrorattacke auf Israel vom 7. Oktober mitgeplant haben, jetzt ist er offenbar tot. Die israelische Armee hatte schon vor einer Woche mitgeteilt, dass sie Issa bei einem Luftangriff möglicherweise getötet hat. Er soll sich in einer unterirdischen Anlage versteckt gehalten haben. Die Hamas selbst hatte den Tod von Marwan Issa bislang aber nicht bestätigt. Am Montag Abend haben auch die USA davon gesprochen, dass Marwan Issa von der israelischen Armee getötet worden ist. Bringt der Tod des Hamas-Anführers Israel näher an sein Kriegsziel? Und wie könnte die Zeit nach dem Krieg überhaupt aussehen? Darüber spricht in dieser Thomas Avenarius gesprochen, Kriegs- und Krisenreporter der SZ, aktuell in Tel Aviv. Weitere Nachrichten: Rentenerhöhung, Urteil Mord an Hanna Wörndl Zum Weiterlesen und -hören: Weinland China Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Leopold Zaak Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Audiomaterial über C-Span
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Mar 18, 2024 • 14min

Migrations-Deal mit Ägypten: Wie abhängig ist die EU von Autokraten?

Am Sonntag ist Ursula von der Leyen, die EU-Kommissionspräsidentin, nach Kairo gereist, um dort ein Abkommen mit Ägypten zu unterzeichnen. Mit 7,4 Milliarden Euro soll das Land stabilisiert werden. Ägypten ist hochverschuldet, die Inflation liegt bei 40 Prozent und bedroht viele Menschen mit Armut. Im Gegenzug verspricht sich die EU davon, das Migrationsproblem zu lösen. Ägypten spielt in dieser Frage eine Schlüsselrolle. Von dort machen sich viele Menschen auf, um über das Mittelmeer nach Europa zu kommen. Der Krieg in Gaza könnte außerdem viele weitere Menschen in die Flucht treiben. Ägypten, so die Idee, soll die Fluchtrouten kontrollieren und viele Menschen bei sich aufnehmen. An dem Deal gibt es aber heftige Kritik, denn die Menschenrechtslage ist dort sehr schwierig. Josef Kelnberger, SZ-Korrespondent in Brüssel, sieht die EU bei dem Deal in einer schwierigen Position. Er sagt: Dass in Ägypten Menschenrechte eingehalten werden, kann die EU eigentlich nicht garantieren. Weitere Nachrichten: Krieg in Gaza, Wahlen in Russland Zum Weiterlesen und -hören Hier finden Sie den Text über den Fußballtrainer Christian Streich. Moderation: Leopold Zaak Redaktion: Johannes Korsche Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über: Kicker
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Mar 17, 2024 • 25min

US-Wahl: Migrationspolitik als Wahlkampftaktik

Diese Folge von "Auf den Punkt: Die US-Wahl" wurde am vergangenen Freitag bereits im gleichnamigen Kanal veröffentlicht. Wenn Sie die nächsten Episoden also immer möglichst aktuell hören wollen, abonnieren Sie gerne auch diesen Kanal. Ansonsten erscheint jede Folge aber auch weiterhin sonntags hier im regulären Kanal von "Auf den Punkt". Donald Trump sorgt seit Wochen dafür, dass ein Gesetz zur Grenzsicherung im Süden der USA im Repräsentantenhaus blockiert wird – vor allem aus Wahlkampftaktik. Denn die aktuell chaotische Lage an der Grenze hilft ihm im Duell mit Joe Biden. Bei einem Besuch an der US-Mexikanischen Grenze spricht Trump von „Biden-Migrant-Crime“ und darüber, dass Biden angeblich erlaube, dass das Land von illegal eingewanderten Migranten überrannt wird. Auf der anderen Seite sagt auch Präsident Joe Biden: Die Lage sei schwierig. Er übt aber allerdings Kritik an den Republikanern und appelliert an die Zusammenarbeit beider Parteien. Warum braucht das Migrationssystem der USA eine Reform? Wieso hat sich bis jetzt nichts getan? Und warum wollen Hispanics und Latinos vor allem Donald Trump wählen? Über diese Themen sprechen in der dritten Folge von "Auf den Punkt: Die US-Wahl" der SZ-Politik-Chef Stefan Kornelius und die SZ-Audio-Redakteurin Nadja Schlüter. Redaktionsschluss für diese Sendung war Donnerstag, 14.03.2024 um 17 Uhr. Moderation, Redaktion: Stefan Kornelius, Nadja Schlüter Redaktion: Maja Goertz, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über CNN, PBS News Hour, Washington Post, The White House, NBC News Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

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