Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Jan 15, 2020 • 10min

US-Demokraten: Die Suche nach Trumps Gegner

Insgesamt 28 Kandidaten haben sich bei den Vorwahlen der US-Demokraten beworben, von denen schon einige zurückgezogen haben. In sieben riesigen Debatten im landesweiten Fernsehen haben sie sich duelliert. Und bisher ist noch nicht so richtig klar, wer von den Demokraten gegen Donald Trump ins Rennen geschickt wird. In drei Wochen, am 3. Februar, finden im Bundesstaat Iowa die ersten Vorwahlen statt. Passend dazu war dort die letzte Fernsehdebatte. Den giftigsten Schlagabtausch liefern sich dabei ausgerechnet zwei Kandidaten, die sich gegenseitig eigentlich als Freunde bezeichnen. Elizabeth Warren behauptet, Bernie Sanders hätte ihr bei einem Treffen 2018 gesagt, er glaube nicht, dass eine Frau Donald Trump schlagen könne. Sanders sagt, Warrens Darstellung sei lachhaft. Hinter diesem Streit steht eine zentrale Fragen dieses Wahlkampfs, sagt Washington-Korrespondent Hubert Wetzel. Weitere Themen: Russische Regierung tritt zurück, Söder zählt CSU-Minister an. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audio-Material über Reuters und dpa.
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Jan 14, 2020 • 10min

In Thüringen fallen alte Mauern

In Thüringen gestaltet sich die Regierungsbildung seit der Wahl Ende Oktober 2019 mehr als schwierig. Weder gibt es eine Mehrheit für Rot-Rot-Grün, noch für Schwarz-Gelb, geschweige denn für CDU und SPD. Das liegt vor allem an der AfD, die mit ihrem Spitzenkandidaten Björn Höcke auf 23,4 Prozent kam. Anfang Februar will sich Ministerpräsident Bodo Ramelow von der Linken zur Wiederwahl stellen. Im dritten Wahlgang hat er dazu ernsthafte Chancen, sagt die Korrespondentin für Ostdeutschland, Ulrike Nimz. Ramelow wird es mit einer rot-rot-grünen Minderheitsregierung versuchen und sich dabei punktuell die Zustimmung von CDU und FDP einholen müssen. Damit werde sich zeigen, ob 30 Jahre nach dem Mauerfall eine weitere Grenze abgeschafft wird, die zwischen CDU und Linkspartei. Schließlich habe sich dafür auch Alt-Bundespräsident Joachim Gauck eingesetzt. Weitere Nachrichten: Frankreich, Großbritannien und Deutschland erhöhen Druck auf Teheran, "Klimahysterie" ist "Unwort" des Jahres, Filmkritik Sam Mendes’ "1917". Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Jean-Marie Magro Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audio-Material über Reuters und dpa.
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Jan 13, 2020 • 10min

Irans Lügen provozieren Proteste

Das erste Opfer des Krieges sei die Wahrheit, heißt es. Da leugnet Irans Regierung zwei Tage die wahre Ursache des Absturzes einer ukrainischen Passagiermaschine. Und gibt dann doch zu, dass ihre eigene Abwehr die Maschine versehentlich abgeschossen habe und somit für den Tod von 176 Menschen verantwortlich sei. Seither fordern Tausende Demonstranten in mehr als zehn Städten die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Erschüttert über die Lüge seien nur die Iraner, die noch an die Führung und die Staatsmedien geglaubt haben, sagt der stellvertretende Leiter der SZ-Außenpolitik, Paul-Anton Krüger. Ungeklärt sei aber bis heute, warum der Luftraum über Teheran nicht gesperrt worden sei - oder wer die politische Verantwortung für den Abschuss trägt. Und US-Präsident Trump könnte die Entwicklung zumindest kurzfristig in die Hände spielen. Weitere Nachrichten: Siemens hält an Plänen zum Kohle-Projekt in Australien fest, Oscar-Nominierungen. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Anika Blatz, Jean-Marie Magro Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audio-Material über Reuters und Global News.
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Jan 10, 2020 • 10min

Flug PS752: Was für einen iranischen Abschuss spricht

Zuerst ließ Donald Trump mit einer Drohne den iranischen General Soleimani töten. Als Vergeltung darauf antwortete Iran mit 22 Raketen auf zwei US-Stützpunkte im Irak. Und dann stürzte auch noch eine Boeing 737 ab. Und zwar in Teheran, also der Hauptstadt von Iran. Über 170 Menschen starben dabei. Viele waren Kanadier oder in Kanada lebende Iraner, die in Kiew umsteigen sollten. Iran sprach und spricht zur Stunde noch von einem technischen Problem. Eines der Triebwerke war ausgefallen. Dann aber hält am Donnerstag der kanadische Premier Justin Trudeau eine Pressekonferenz ab und spricht davon, dass die Maschine - möglicherweise versehentlich - von einer iranischen Rakete abgeschossen wurde. Auch der SZ-Ukrainekorrespondent Florian Hassel denkt, viele Indizien sprechen für einen Abschuss des Flugzeugs. Er sieht einige Parallelen zum Fall MH17 vor fünfeinhalb Jahren. Weitere Themen: Bahncards werden billiger, Studienkosten weiterhin nicht voll absetzbar. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Material über Reuters, New York Times, Intel und The Flintstones.
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Jan 9, 2020 • 10min

Australien gefangen im Feuer

Seit September toben in Australien Buschfeuer und sie hören nicht auf. Etwa 110 000 Quadratkilometer Landfläche sind seitdem niedergebrannt. Das ist eine Fläche so groß wie Bayern und Baden-Württemberg zusammen. Viele Menschen und Tiere starben wegen der großen Brände. Für die gibt es zwei Gründe: Erstens war 2019 Australiens wärmstes Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In diesem Sommer war es an elf Tagen über den ganzen Kontinent verteilt im Durchschnitt heißer als 40 Grad. Und zweitens regnet es kaum. Buschfeuer gibt es in Australien zwar jedes Jahr, aber dieses Mal sind Gegenden betroffen, die es nie waren, sagt Marlene Weiß. Lange Zeit, so die SZ-Wissenschaftsredakteurin, hat es das Land verschlafen, präventiv gegen Buschfeuer vorzugehen. Weitere Themen: Entspannung zwischen USA und Iran, Massenproteste in Frankreich, Libanon verhängt Ausreisesperre gegen Ghosn. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth und Carlo Sarsky Zusätzliches Audio-Material über Deutsche Welle.
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Jan 8, 2020 • 10min

Irans letzter Schlag?

In der Nacht zum Mittwoch hat Iran zwei US-Militärcamps in Irak angegriffen. Dies sei ein “Schlag ins Gesicht” der USA gewesen, sagt das geistliche und staatliche Oberhaupt Irans, Ajatollah Ali Chamenei. Und eine angemessene Vergeltung für die Tötung des iranischen Generals Soleimani. Dies könnte die Lage wieder entspannen, sagt der Leiter der SZ-Außenpolitik, Stefan Kornelius. Auch die USA könnten es dabei belassen, denn niemandem sei mit einer weiteren Eskalation auf längere Sicht gedient. Weitere Nachrichten: 176 Tote bei Flugzeugabsturz in Iran, Ex-Automanager Ghosn rechtfertigt Flucht. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audio-Material über Reuters.
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Jan 7, 2020 • 10min

Wie der Tod Soleimanis die Kriegsgefahr am Golf schürt

Die US-Regierung hat mit Qassim Soleimani den wichtigsten Militärstrategen Irans getötet. US-Präsident Donald Trump zündelt so in einer Weltregion, die sowieso schon einem Pulverfass gleicht. Der iranischen General habe zwar Blut an seinen Händen gehabt, trotzdem war er für viele Iraner ein Held. Seine Funktion und Position sei vergleichbar mit der des CIA-Chefs. Die Iraner sinnen auf Rache, sagt der stellvertretender Leiter der SZ-Außenpolitik, Paul-Anton Krüger, und würden diese auch auf die eine oder andere Weise folgen lassen. Weitere Nachrichten: Deutschland nähert sich Klimazielen, Sánchez zum spanischen Regierungschef gewählt, Sony präsentiert eigenes E-Auto. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audio-Material über Reuters.
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Dec 20, 2019 • 33min

Politisch-melancholischer Jahresrückblick mit Kurt Kister

So richtig ruhig wurde es 2019 nie. Die Klimademos der "Fridays-for-Future"-Bewegung rissen nicht ab. Vorreiterin Greta Thunberg wurde vom "Time Magazine" sogar zur Person des Jahres erklärt. In Deutschland wurschtelt sich die große Koalition irgendwie durch, CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer lässt gefühlt kein Fettnäpchen aus und die SPD wählt sich eine neue, wenn auch unbekannte Führung. Donald Trump wütet weiter vor sich hin, wird angeklagt, hat aber nicht die schlechtesten Chancen auf eine Wiederwahl im nächsten Jahr. Und die Briten könnten mit der eindeutigen Wahl Boris Johnsons zum Premier nun endlich die Brexit-Saga beenden. Einige dieser Ereignisse stimmen Kurt Kister nachdenklich, ein paar sogar traurig. Doch eine Sache bereitet dem SZ-Chefredakteur Hoffnung, ganz abseits von den politischen Großlagen. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl, Nora Ederer Produktion: Carlo Sarsky, Justin Patchett Dieser Podcast wird unterstützt von Nespresso.
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Dec 19, 2019 • 9min

Wie das Impeachment die US-Wahl beeinflussen wird

Das US-Repräsentantenhaus hat Donald Trump am Mittwoch offiziell wegen Amtsmissbrauch und Behinderung des Kongresses angeklagt. Jetzt muss der Senat abstimmen, ob Trump schuldig ist oder nicht. Im Senat haben aber seine Republikaner die Mehrheit - und die stützen ihren Präsidenten natürlich. Deshalb ist es sehr unwahrscheinlich bis ausgeschlossen, dass Trump als Präsident abgesetzt wird, sagt der ehemalige USA-Korrespondent der SZ, Reymer Klüver. Auch in Umfragen hat Trump das Impeachment bisher noch nicht geschadet. Kann sich der US-Präsident also alles erlauben? Weitere Nachrichten: Mautfirmen fordern 560 Millionen Euro, Putin gibt Falschbehauptung zu. Redaktion, Moderation: Nora Ederer Redaktion: Laura Terberl, Lars Langenau Produktion: Carolin Lenk Dieser Podcast wird unterstützt von Nespresso.
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Dec 18, 2019 • 11min

Das rechte Problem der CDU in Sachsen-Anhalt

Die CDU in Sachsen-Anhalt hat in den vergangenen Monaten öfter für Aufsehen gesorgt. Im Sommer hat sie eine "Denkschrift" veröffentlicht. In der heißt es, es müsse wieder gelingen, das "Soziale mit dem Nationalen" zu versöhnen. Dann kam die gescheiterte Personalie Rainer Wendt dazu, den CDU-Landeschef und Innenminister Holger Stahlknecht als Staatssekretär gegenüber den Koalitionspartnern SPD und Grüne nicht vermitteln konnte. Schließlich gibt es einen neuen Fall: Ein Mitglied des Kreisvorstands Anhalt-Bitterfeld hat eine Vergangenheit als Neonazi. Der 29-jährige Robert Möritz war außerdem Mitglied bei Uniter. Ein Verein, der im Verdacht steht, Teil eines rechtsextremen Netzwerks zu sein, der aber nicht verboten ist. Möritz trat nach den Vorwürfen mit sofortiger Wirkung aus. Doch er ist wohl nicht der einzige CDU-Politiker, der Mitglied bei Uniter war. Dem SZ-Leipzig-Korrespondenten Cornelius Pollmer kommt es so vor, als würde die Brandmauer der CDU nach rechts in Sachsen-Anhalt immer mehr bröckeln. Weitere Themen: Scheuer in Erklärungsnot, Macron kündigt Nachbesserungen an. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Lars Langenau Produktion: Carolin Lenk Dieser Podcast wird unterstützt von Nespresso.

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