

Auf den Punkt
Süddeutsche Zeitung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Jeden Tag um 17 Uhr und samstags um 7 Uhr.
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Feb 26, 2020 • 10min
Sterbehilfe: Das Dilemma um Leben und Tod
Es gibt Menschen, die sind so krank, dass sie ihr eigenes Leben als nicht mehr lebenswürdig empfinden. Und dann gibt es auf der anderen Seite den Staat, der das Leben aller seiner Bürger schützen will. Es herrscht also ein Konflikt darüber, wann jemandem beim Sterben geholfen werden soll.
Nun hat das Bundesverfassungsgericht den Paragrafen 217 aus dem Strafgesetzbuch für verfassungswidrig erklärt. Der hatte die “geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung” unter Strafe gestellt wird und damit für viel Unsicherheit bei Ärzten gesorgt. Einige befürchten, dass durch dieses Urteil dem Suizid Tür und Tor geöffnet wurde. Michaela Schwinn, die für die SZ betroffene Patienten und Ärzte getroffen hat, sagt hingegen, dass am Ende jeder Mensch für sich entscheiden soll, ob sie oder er ihr Leben für lebenswert erachten.
Weiteres Thema: Immer mehr Corona-Fälle in Europa.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Julia Ongyerth
Die meisten Paare wollen es, wenigen gelingt es: Gleichberechtigt leben. Für eine SZ-Videoserie suchen wir Paare und Singles, die von sich erzählen. Schreiben Sie uns eine Mail an video@sz.de oder melden Sie sich unter sz.de/paarserie.
Weiteres Audiomaterial über Reuters und dpa.

Feb 25, 2020 • 11min
Wer wird CDU-Chef?
Der neue CDU-Chef wird ein Mann, kommt aus Nordrhein-Westfalen und ist Katholik. All das trifft nämlich auf Friedrich Merz, 64, Norbert Röttgen, 54, und Armin Laschet, 59, zu. Doch wer hat die größten Chancen, Annegret Kramp-Karrenbauer zu beerben - und vielleicht auch Angela Merkel?
Er würde derzeit auf kein Pferd setzen, sagt SZ-Berlin-Korrespondent Stefan Braun. Alle hätten untereinander ein kompliziertes Verhältnis. Vielleicht aber habe momentan Laschet gemeinsam mit dem jüngeren Jens Spahn die besten Chancen, aber sicher sei noch nichts. Eine echte Teamlösung wäre es zudem nur gewesen, wenn Laschet auch noch Röttgen eingebunden hätte. Schließlich komme auch Merz bei den CDU-Mitgliedern gut an, auch weil der einen Neuanfang verspreche und der AfD das Wasser abgraben könne. Deshalb sei das Rennen bis zum Parteitag am 25. April völlig offen.
Weitere Nachrichten: Motiv der Amokfahrt von Volkmarsen unklar, Mubarak ist tot, Coronavirus in Österreich.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl, Donato Nicolaidi
Produktion: Justin Patchett
Weiteres Audiomaterial über Reuters und Phoenix

Feb 24, 2020 • 10min
Rote Hochburg Hamburg
Die SPD kann also doch noch gewinnen. Die Sozialdemokraten in der Hansestadt haben zwar mehr als sechs Prozentpunkte verloren. Aber mit 39 Prozent werden sie trotzdem stärkste Partei. Die wirklichen Wahlgewinner in Hamburg sind aber die Grünen, die ihren Stimmenanteil fast verdoppeln konnten. Die CDU kommt gerade mal auf elf Prozent und die FDP verlor fast ein Drittel der Stimmen. Die rechte AfD hat den Einzug in die Bürgerschaft knapp geschafft.
Die Hafenstadt könne mit den Rechten einfach nichts anfangen, sagt Hamburg-Korrespondent Peter Burghardt. Hamburg sei eine weltoffene, liberale Stadt und noch immer eine rote Hochburg. Bürgermeister Tschentscher von der SPD habe sich als Nachfolger von Olaf Scholz sehr gut gemacht und sich erfolgreich von ihm emanzipiert.
Weitere Nachrichten: Auto rast bei Kassel in Karnevalsumzug, Coronavirus erreicht Europa, Entscheidung über CDU-Vorsitz deutlich früher.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl, Donato Nicolaidi
Produktion: Carolin Lenk
Weiteres Audiomaterial über Facebookseite der SPD Hamburg

Feb 21, 2020 • 12min
Hanau: Wie Deutschland beim Rassismus wegsieht
Zwei Tage nach dem rechten Terroranschlag in Hanau, bei dem zehn Menschen ermordet wurden, stellt sich Innenminister Horst Seehofer den Fragen der Journalisten. Gleich zum Anfang redet er Klartext. Die Tat in Hanau sei ein "eindeutig rassistisch motivierter Terroranschlag" und den Rechtsextremismus bezeichnet Seehofer als die "größte Gefahr" Deutschlands.
Doch Seehofer beschreibt den Terroranschlag von Hanau nur als eine sicherheitspolitische Frage, dabei stellt sich genauso eine soziale, sagt Sonja Zekri. Die Feuilleton-Chefin der Süddeutschen Zeitung beschreibt, wie Deutschland bei den Themen Gewalt, Rechtsextremismus und Rassismus sich seit langer Zeit selbst was vormacht.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audio-Material über Bundespressekonferenz.

Feb 20, 2020 • 11min
Der rechte Terror in Hanau
Ein Mann eröffnet am späten Mittwochabend in der hessischen Kleinstadt Hanau das Feuer. Die Tatorte sind zwei Shisha-Bars und ein Kiosk. Dabei ermordet er neun Menschen. Viele von ihnen, heißt es aus Sicherheitskreisen, hatten einen Migrationshintergrund.
Der mutmaßliche Täter soll ein 43-jähriger Deutscher mit Waffenschein gewesen sein. Er wurde zusammen mit seiner Mutter tot in deren Reihenendhaus aufgefunden. Laut Generalbundesanwalt hatte er eine "zutiefst rassistische Gesinnung".
Nach derzeitigem Wissensstand wies er keine Verbindung zu rechten Terrornetzwerken auf, sondern handelte als Einzeltäter. Doch die Stimmung in der rechten Szene, beschreibt der Investigativjournalist Georg Mascolo, ist am kochen. Währenddessen trauert die muslimische Gemeinde um die Opfer. Muslime in Deutschland erhoffen sich mehr als nur Worte, sagt Dunja Ramadan.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Produktion: Valérie Nowak und Julia Ongyerth
Zusätzliches Audio-Material über Reuters.

Feb 19, 2020 • 11min
Digitalstrategie: So will die EU im KI-Wettbewerb glänzen
Die EU-Kommission hat am Mittwoch ihre Digitalstrategie für die nächsten Jahre vorgelegt. Gemeinsame Datenräume und die Förderung von KI gehören zum Plan von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Dadurch soll die EU mit Peking und Washington Schritt halten. Gleichzeitig soll die digitale Wirtschaft mehr reguliert werden, um Bürgerrechte zu stärken.
Karoline Meta Beisel erklärt im Gespräch, wie konkret die Vorschläge der Kommission sind, wie sich Tech-Konzerne in die Diskussion einmischen und warum die DSGVO für die Digitalstrategie zum Vorbild werden könnte.
Weitere Themen: Übergangsregierung in Thüringen gekippt, Boris Johnson schlägt neue Einwanderungsregelung vor.
Redaktion, Moderation: Laura Terberl
Redaktion: Lars Langenau
Produktion: Justin Patchett
Dieser Podcast wird unterstützt von Ford. Mehr Informationen unter ford.de

Feb 18, 2020 • 11min
Der Justizskandal um Julian Assange
Wikileaks-Gründer Julian Assange sitzt seit April in einem Londoner Hochsicherheitsgefängnis. Nach mehr als sieben Jahren in der Botschaft Ecuadors geht es ihm offenbar lebensbedrohlich schlecht. Und jetzt droht ihm die Auslieferung in die USA. Dort drohen ihm insgesamt 175 Jahre Haft.
Assange ist ein "Pionier der digitalen Aufklärung", dessen Veröffentlichungen Regierungen nicht passen, sagt Heribert Prantl, ehemaliger Innenpolitik-Chef der SZ. "Es ist aber nicht nur ein Mensch in Gefahr: Es ist die Zukunft der freien Presse in Gefahr." An Assange sei Opfer einer "modernen Hexenjagd" und an ihm solle** ein Exempel statutiert werden**.
Weitere Nachrichten: Röttgen will CDU-Vorsitzender werden, Ramelow schlägt Christine Lieberknecht als Regierungschefin in Thüringen vor, türkisches Gericht spricht Osman Kavala frei.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth
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Das Interview mit Nils Melzer, dem UN-Sonderbeaufragten für Folter, über den Fall Assange finden Sie in der Republik.

Feb 17, 2020 • 10min
Coronavirus: Stillstand in China
Mehr als 70 000 Menschen sind bis jetzt in China am Coronavirus erkrankt. Die Regierung unternimmt drastische Schritte, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Doch jetzt hat die Epidemie auch Auswirkungen auf die höchsten politischen Gremien in China. Die chinesische Regierung überlegt, den diesjährigen Volkskongress zu verschieben. Der Kampf gegen das Virus hätte nun „oberste Priorität“, hieß es.
Auch Lea Deuber, SZ-Korrespondentin in Peking, steht für 14 Tage unter Quarantäne. Sie habe aber Verständnis für die Maßnahme, sagt sie. China sei seit Wochen ein Land im totalen Stillstand. Trotz der Gefahr habe die Regierung, entgegen der offiziellen Darstellung, drei Wochen geschwiegen, statt Transparenz zu zeigen wie versprochen. Viele Menschen würden sich alleingelassen fühlen und fordern Zugang zu freien Informationen. Doch die Regierung in Peking macht dicht.
Weitere Nachrichten: Rechtsterroristen sollen Angriffe auf Moscheen geplant haben, SPD-Hamburg gerät unter Druck.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth
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Feb 14, 2020 • 11min
Steinmeiers Appell auf der Sicherheitskonferenz
Vor sechs Jahren hat Frank-Walter Steinmeier das letzte Mal vor der Münchner Sicherheitskonferenz gesprochen, damals noch als Außenminister. Die Situation ist seitdem nicht besser geworden, sagt Steinmeier. Eher das Gegenteil.
Als Bundespräsident mahnt er nun, dass Deutschland mehr außenpolitische Verantwortung übernehmen müsse. Zwar würden sich die Deutschen als Vorzeigeeuropäer schlechthin sehen, doch würden die Nachbarn dieses Bild lange nicht teilen.
Steinmeier macht in seiner Rede klar, dass der engste Partner dabei Frankreich sei. Das sieht auch SZ-Außenpolitikchef Stefan Kornelius so. In Europa erwartet man von den stärksten Mitgliedern Führung.
Weitere Themen: Vergleich bei VW-Skandal geplatzt, Mohring zieht sich zurück, Razzia wegen rechter Gruppe.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl und Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audio-Material über Munich Security Conference.

Feb 13, 2020 • 10min
Wie sich Friedrich Merz warmläuft
Es ist gerade einmal acht Tage her, da ging von Thüringen ein politisches Erdbeben aus, das die Bundesrepublik erschütterte. Die Wahl zum Ministerpräsidenten des FDP-Politikers Stefan Kemmerich traf nicht nur Erfurt. Die tektonisch-politische Plattenverschiebung hinterließ auch Schäden in Berlin.
Annegret Kramp-Karrenbauer sah ein, dass ihr der Rückhalt in ihrer CDU fehlte. Nun laufen sich die Kandidaten für ihre Nachfolge warm. Vor allem Friedrich Merz scheint auf Parteivorsitz und Kanzleramt zu brennen. Doch dafür, sagt SZ-Hauptstadtkorrespondent Stefan Braun, müsse er beweisen, dass er ein Teamplayer ist.
Weitere Themen: Neue Zählweise bei Corona-Infizierten, 16 Jahre Haft für Yücel gefordert, britischer Finanzminister tritt zurück.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Valérie Nowak und Justin Patchett
Zusätzliches Audio-Material über Reuters und dpa.


