

Auf den Punkt
Süddeutsche Zeitung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Jeden Tag um 17 Uhr und samstags um 7 Uhr.
Episodes
Mentioned books

Aug 10, 2020 • 12min
Schulstart in der Pandemie: “Es ist ohne Alternative”
Diese Woche kommen in vier Bundesländern hunderttausende Schülerinnen und Schüler zurück aus den Ferien. Das neue Schuljahr soll wieder möglichst normal ablaufen, mit möglichst viel Präsenz-Unterricht. Aber auch die Nervosität ist hoch: Wie lassen sich neue Corona-Fälle und Schulschließungen verhindern?
"Es gibt keine Lösung für alle", sagt Prof. Dr. Johannes Hübner, der Stellvertretenden Leiter des Haunerschen Kinderspitals in München. Er hat an Empfehlungen für Schulen mitgearbeitet und spricht sich für ein schrittweises Vorgehen je nach Fallzahlen aus. Masken im Unterricht seien nur die Ultima Ratio.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Carolin Lenk

Aug 7, 2020 • 11min
Champions League: Geisterturnier in Lissabon
Nach monatelanger Pause spielen die besten europäischen Klubs die Champions-League-Saison zu Ende. Es ist das unvorhersehbarste Turnier seit langem.
Monate nach dem überzeugenden Auswärtssieg gegen Chelsea steht für den FC Bayern nun endlich das Rückspiel an. Die Münchner gehören zum Kreis der Favoriten dieser so ungewöhnlichen Champions-League-Saison, deren Finale in Lissabon ausgetragen wird.
Keine Hin- und Rückspiele, sondern nur noch ein K.o.-Spiel. Bei diesem Turnier gibt es so viele Unbekannte wie noch nie zuvor, sagt Martin Schneider. Der SZ-Sportredakteur erklärt, dass eine Vorhersage dieses Mal kaum möglich sei. Aber sollte ein solches Turnier in einem Corona-Hotspot wie Lissabon überhaupt stattfinden?
Weitere Themen: Trump unterschreibt Dekret gegen TikTok und WeChat, Lehrerverband fordert strengere Hygienemaßnahmen.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Valérie Nowak

Aug 6, 2020 • 13min
Warum Attila Hildmann noch nicht angeklagt wurde
Selbst bei Aufrufen zu Gewalt und zum Umsturz des Staates müssen sich Hetzer wie Attila Hildmann nicht vor Strafverfolgung fürchten. Wie kann das sein?
Das Coronavirus für eine leichte Grippe zu halten ist eine Sache. Offen zu Gewalt, Hass und zum Umsturz des Staates aufzurufen eine andere. Attila Hildmann, der eigentlich Koch ist, hat so auf sich aufmerksam gemacht. Immer wieder spricht er von einer Verschwörung der Zionisten, von einem Krieg gegen sie.
Hildmann folgen auf seinem Telegram-Kanal 68.000 Menschen. Er ruft dazu auf, zu kämpfen und stellt sich mit einer schwarz-weiß-roten Flagge vor den Reichstag. Trotzdem muss er sich bisher vor keiner Anklage fürchten, weil das Strafrecht viel Interpreationsspielraum zulässt, erläutert in dieser Folge SZ-Hauptstadtkorrespondent Ronen Steinke.
Weitere Themen: EU sagt Libanon 33 Millionen Euro Hilfe zu, 1045 Neuinfektionen an einem Tag, Testpflicht ab Samstag.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Carolin Lenk

Aug 5, 2020 • 11min
Explosion in Beirut: Was bisher bekannt ist
In Beirut gibt es eine riesige Explosion. Die Stadt gleicht einem Schlachtfeld - und das mitten in der Corona- und Wirtschaftskrise.
Die Bilder aus Beirut sind Bilder, die einem das Fürchten lehren. Am Dienstagabend ereignet sich dort die größte Explosion, die es im Libanon je gegeben hat. Eine rote Rauchwolke schießt nach oben. Daraufhin breitet sich eine Druckwelle kreisförmig aus und bringt sogar noch kilometerweit entfernt Fensterscheiben zum bersten.
Das Rote Kreuz spricht von mindestens 100 Toten und 4000 Verletzten. Aber die Zahlen der Opfer werden immer wieder nach oben korrigiert. Die libanesische Regierung beschreibt, dass in einer Lagerhalle etwa 2750 Tonnen Ammoniumnitrat lagen. Ganz ohne Sicherheitsvorkehrungen. Die seien detoniert. Es klingt einerseits unfassbar, doch gleichzeitig symptomatisch für den Libanon, sagt der SZ-Nahostexperte Moritz Baumstieger.
Weitere Themen: Deutschland und EU sagen Libanon Hilfen zu, Stephan Ernst gesteht.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial von Twitter.

Aug 4, 2020 • 12min
Corona: Wie der Impfstoff verteilt wird
Obwohl die Impfstoffe gegen das Coronavirus noch an Menschen getestet werden müssen, kaufen schon viele Länder vorab mehrere Millionen Dosen. Warum das sinnvoll ist und wie der Impfstoff schließlich in der Bevölkerung verteilt werden soll.
Aktuell wird an mehr als 165 Impfstoffen gearbeitet, die vor dem Coronavirus schützen sollen. Zugelassen ist davon noch keines. Immerhin sechs davon gelten als "sicher" und können nun am Menschen getestet werden. Was in Ländern wie den USA oder Brasilien bereits gemacht wird.
Obwohl noch nicht klar ist, ob einer der Impfstoffe erfolgreich gegen das Coronavirus schützen kann, kaufen viele Regierungen schon jetzt große Mengen Vakzine. Die europäische Kommission will zum Beispiel 300 Millionen Dosen des gemeinsamen Präparats von Sanofi und dem Unternehmen Glaxo Smith Kline kaufen.
Ob das jetzt schon sinnvoll ist und wie zu gegebener Zeit der Impfstoff verteilt wird, darüber spricht Kathrin Zinkant, Wissenschaftsredakteurin der Süddeutschen Zeitung.
Weitere Themen: Cum-Ex-Razzia beim Bankenverband, Laschet bricht aus Sicherheitsgründen seinen Besuch im Flüchtlingslager Moria ab, 166 Corona-Infizierte in bayerischer Konservenfabrik.
Redaktion, Moderation: Christina Winkler
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth, Justin Patchett

Aug 3, 2020 • 10min
Warum sich China und USA um Tiktok streiten
US-Präsident Donald Trump will die Social-Media-Plattform Tiktok verbieten - es sei denn, der jetzige Besitzer Bytedance verkauft sein US-Geschäft an Microsoft. Wie die chinesische Plattform zum Politikum wurde.
Die Videoplattform Tiktok hat weltweit mehr als eine Milliarde Nutzer, allein in den USA sind es 100 Millionen. Letzte Woche kündigt Trump an, die App in Amerika verbieten zu lassen, er habe Sicherheitsbedenken und geht davon aus, die chinesische Regierung würde über die App Nutzerdaten sammeln. Seitdem zeigt die Firma Microsoft Interesse daran, den amerikanischen Tiktok-Markt zu übernehmen.
Aktuell besitzt das in Peking ansässige Unternehmen Bytedance die mehrheitlichen Anteile an der App. Wie sehr diese Firma von der chinesischen Regierung beeinflusst wird und inwiefern Tiktok nur ein weiterer Ausdruck des Konflikts zwischen Amerika und China ist, darüber spricht Lea Deuber, die SZ-Korrespondentin in China.
Weitere Themen: Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen in Berlin, neue Autobahnbrücke "San Giorgio" in Genua
Redaktion, Moderation: Christina Winkler
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth, Carlo Sarsky

Jul 31, 2020 • 11min
Steigende Fallzahlen: Das Coronavirus schleicht sich an
Nach relativ sorglosen Wochen infizieren sich nun wieder mehr Menschen mit dem Coronavirus. Wachsamkeit ist angesagt.
Eigentlich schien es so, als hätte man sich in Deutschland an das Leben mit dem Coronavirus gewöhnt: Im Supermarkt, im Kaufhaus und in der Bahn tragen fast alle brav Mund- und Nasenschutz. Große Events gibt es nur wenige und wenn, dann möglichst im Freien. Und überhaupt ist so etwas wie eine neue Normalität eingekehrt.
Das lag vor allem daran, dass es in den vergangenen beiden Monaten wenige Fälle gegeben hatte. Doch nun steigen seit ein paar Tagen die Fallzahlen wieder. Zwar nicht explosionsartig, aber stetig. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler zeigt sich beunruhigt - und er hat allen Grund dazu, meint der SZ-Datenjournalist Christian Endt.
Weitere Themen: Reisewarnungen für drei spanische Regionen, Eurozonen-Wirtschaft bricht drastisch ein.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial von RKI.

Jul 30, 2020 • 12min
Die Jahrhundert-Rezession ist da
Die deutsche Wirtschaft schrumpft im Vergleich zum letzten Quartal um 10,1 Prozent. Was dieser Einbruch bedeutet, darum geht es in dieser Folge.
Die deutsche Wirtschaft ist in den Monaten April, Mai und Juni stark eingebrochen. Das geht aus dem Bericht des Statistischen Bundesamts hervor. Sowohl Exporte als auch Importe sind laut den Statistikern massiv runtergegangen.
Zwar erwarten Ökonomen eine leichte Erholung in den Sommermonaten, doch schon im Herbst könnte die Konjunktur wieder stark schrumpfen. Der Bundesregierung bleibt nichts anderes übrig als auf Sicht zu fahren, sagt Bastian Brinkmann. Der SZ-Wirtschaftsredakteur räumt ein, dass er mit so einem Einbruch zum Anfang der Pandemie nicht gerechnet hatte.
Weitere Themen: Deutsche Bahn mit großem Minus, Schäuble offen für Wirecard-Untersuchungsausschuss, Seehofer untersagt Berlin mehr Geflüchtete aufzunehmen.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Audiomaterial von rbb.

Jul 29, 2020 • 11min
Warum die Mieten auch während Corona nicht sinken
Trotz Coronakrise bleiben die Mieten auf einem konstant hohen Niveau, die Kaufpreise für Immobilien steigen sogar immer weiter. Wie kann das sein?
Zum Anfang der Coronakrise wurde oft gesagt, dass auch in dieser Chancen stecken würden. Eine war, so haben viele gehofft, dass die Mieten günstiger werden könnten. Aber das wird wohl eine Wunschvorstellung bleiben.
Die Mieten bleiben stabil auf einem hohen Niveau. Die Kaufpreise für Immobilien steigen sogar. In München kostet ein Quadratmeter einer Neubauwohnung jetzt fast 10.000 Euro im Durchschnitt. Und auch in anderen Großstädten werden Immobilien immer teurer. Warum die größte Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit diesem Trend keinen Abbruch tut, erklärt der SZ-Redakteur Thomas Öchsner.
Weitere Themen: Kabinett beschließt Gesetzesentwurf für Fleischindustrie, EU-Kommission bestellt 30.000 Dosen Remdesivir, USA wollen fast 12.000 Soldaten abziehen.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl und Sophia Fehrenbach
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Audiomaterial von dpa.

Jul 28, 2020 • 11min
Wie Trump die Proteste in den USA für sich nutzt
Seit Monaten gehen die Menschen in den USA gegen Rassismus und Polizeigewalt auf die Straße. Jetzt eskalieren in einigen Städten die Proteste erneut. Was sich Trump davon erhofft.
Portland, eine Stadt an der Westküste im Bundesstaat Oregon ist das neue Epizentrum der Proteste in den USA. Seit mehr als 60 Tagen gehen dort die Menschen auf die Straße.
Und seit ungefähr zehn Tagen sind dort auch Bundespolizisten im Einsatz, um diese Proteste unter Kontrolle zu bringen - obwohl weder der Bürgermeister noch die Gouverneurin Kate Brown diesen Einsatz wollen. US-Präsident Donald Trump hat dagegen den Einsatz öfter gelobt und droht anderen US-Städten damit, ebenfalls Bundespolizisten zu entsenden.
Trump möchte sich als „law and order“ Präsident präsentieren, sagt Christian Zaschke, SZ-Korrespondent in New York. Wenn die Proteste weiterhin eskalieren, kann er seinen Anhängern versprechen, umso strenger dagegen vorzugehen. Denn bisher läuft Trumps Wahlkampf nicht besonders gut.
Weitere Nachrichten: Leiter des RKI besorgt über Fallzahlen, Auswärtiges Amt rät von Reisen nach Katalonien ab.
Moderation, Redaktion: Laura Terberl
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carlo Sarsky
Weitere Audio-Quellen: Reuters, dpa.


