Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Jun 21, 2021 • 12min

Wechselunterricht bis Weihnachten?

Die Corona-Lage scheint im Griff zu sein. Dennoch spricht Jens Spahn von Wechselunterricht bis Winter in den Schulen. Wieso gerade jetzt? Gesundheitsminister Jens Spahn sagt, dass er im Herbst weiterhin mit Maskenpflicht und Wechselunterricht für Schülerinnen und Schüler rechne. Viele Eltern können aber schon jetzt nicht mehr. Dazu kommen Studien, die dem Distanzunterricht ein verheerendes Zeugnis ausstellen. Die SZ-Hauptstadtkorrespondentin Henrike Roßbach verzweifelt fast, wenn sie über die Schulpolitik der vergangenen Monate spricht. Noch immer sind nicht genügend Luftfilter da. In Wahrheit haben Schulen und Kinder nie höchste Priorität in der Krisenbewältigung gehabt, sagt sie. Weitere Themen: Union stellt Wahlprogramm vor, Raisi erteilt USA eine Absage. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Evangelische Akademie Tutzing.
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Jun 18, 2021 • 14min

Jetzt noch mehr öffnen? Ein Pro & Contra der SZ

Die Inzidenz sinkt, die Hälfte der Deutschen ist mindestens einmal geimpft, Gefahr lauert dennoch. Wie viel Freiheit ist nun drin? Die Hälfte der Deutschen hat jetzt mindestens eine Impfung erhalten, die Zahl der Neuinfektionen nimmt stetig ab, gleichzeitig aber lauert eine Gefahr: die Delta-Variante des Virus. Die hat schon in Großbritannien die Inzidenz wieder steigen lassen. Sind da weitere Öffnungen möglich? Zwei SZ-Redakteurinnen sind sich da uneins: Angelika Slavik aus dem Berliner Hauptstadtbüro meint ja, sonst würde die Akzeptanz für die Maßnahmen, vor allem bei den Jüngeren, abnehmen. Wissenschaftsredakteurin Christina Berndt ist da vorsichtiger. Sie befürchtet, dass jetzt viele Erfolge verspielt werden könnten. Weitere Themen: RKI nimmt Risikogebiete von der Liste, Audi verabschiedet sich vom Verbrenner. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Lars Langenau Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Bundespressekonferenz.
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Jun 17, 2021 • 12min

Biden und Putin: Was das Treffen gebracht hat

Biden und Putin sprechen in Genf. Auch wenn nicht viel Substantielles herauskam, macht das Treffen Mut auf eine Normalisierung der Beziehungen. Was haben sich Joe Biden und Wladimir Putin in den vergangenen Wochen nicht alles an den Kopf geworfen: Biden bezeichnete Putin als "Killer". Putin wiederum sagte, Bidens Aussage sei Teil des in Hollywood üblichen "Machogehabes". Der russische Präsident sah die Beziehungen der beiden Länder an einem Tiefpunkt angekommen. Am Mittwoch treffen sich die beiden Staatschefs dann zum ersten Mal während der Amtszeit Joe Bidens. Und das in einer Villa in Genf, der selbsternannten "Stadt des Friedens". Viel Substanzielles kommt bei dem Treffen nicht heraus, aber sowohl Biden als auch Putin loben die konstruktiven Gespräche. Und auch SZ-Außenpolitikredakteur Paul-Anton Krüger findet, dass das Treffen ein Schritt Richtung einer Normalisierung der Beziehungen war. Weitere Themen: Spahn verteidigt Vorgehen bei Masken-Beschaffung, Bundesregierung gelassen in Bezug auf Delta-Variante. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über AP und Reuters.
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Jun 16, 2021 • 12min

Wie steht es ums deutsch-polnische Verhältnis?

Bundespräsident Steinmeier besucht Polen zum 30-jährigen Jubiläum des Nachbarschaftsvertrags. Wie wird Deutschland dort wahrgenommen? Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht einen der wichtigsten Freunde Deutschlands: Er fliegt nach Polen. Anlass ist das 30-jährige Jubiläum des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags. Aber wie steht es eigentlich um die Beziehungen der beiden Länder? SZ-Warschau-Korrespondent Florian Hassel beschreibt in dieser Folge, wie die regierende PiS-Partei Deutschland als Feindbild für innenpolitische Zwecke benutzt. Eine Sache kann sich die Bundesrepublik allerdings vorwerfen. Diese hat mit einer Pipeline in der Ostsee zu tun. Weitere Themen: Weniger Geld für digitalen Impfnachweis an Apotheken, Söder kündigt Konsequenzen nach Greenpeace-Aktion an. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Antonia Franz Produktion: Justin Patchett
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Jun 15, 2021 • 11min

"Das Kino kommt zurück!"

Die Absageflut von Konzerten und Festivals des vergangenen Jahres setzt sich dieses Jahr fort. Aber Dienstagabend spielt in München die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen Frankreich. Und das vor etwa 14.000 Fans. "Wir freuen uns, dass langsam die Normalität zurück kehrt", sagt auch der künstlerischer Leiter des Münchner Filmfestes, Christoph Gröner. Die Planungen für sein Filmfest hätten sehr viele Wendungen und Drehungen genommen. Planungssicherheit habe dabei nie bestanden. Deshalb habe er zunächst auf eine reine Open-Air-Kinos gesetzt. Jetzt sei die Spiegelung der Filme aber auch in Kinosälen möglich. Schließlich sei aus Kinosälen keine einzige Corona-Infektion bekannt. Jetzt müsse auch die Kinokultur endlich wieder ins Rollen kommen, meint Gröner. Schließlich sei Kino eine soziale Erfahrung, die man auf der Couch nicht habe. "Das Kino kommt zurück", sagt er. Beim Münchner Filmfest startet das allerdings mit höchstens 500 Zuschauern bei einem Open-Air-Kino-Abend. Deshalb werde man auch bei weitem auch nicht die Zuschauer erreichen, die das Festival etwa 2019 hatte. Damals besuchten etwa 80.000 Menschen das Filmfest in München. Das Filmfest München beginnt am 1. Juli und läuft bis zum 10.7. Weitere Informationen und Programm unter https://www.filmfest-muenchen.de/ Weitere Nachrichten: Hamburg und Berlin lockern Maskenpflicht, Biden betonte Partnerschaft der USA mit Europa, Rechtsextremismus steigt. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Antonia Franz Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über die Welt.
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Jun 14, 2021 • 12min

Biden auf Europareise: America is back

Bei Kanzlerin Angela Merkel und den anderen Staats- und Regierungschefs des G7-Treffen in Cornwall ist spürbar wie sich mit Joe Biden das Verhältnis zu den USA entkrampft. Einer, der gemeinsam mit ihnen für die Interessen und die Werte des Westens kämpfen will. Und einer, der versteht, dass die Erderwärmung DAS größte Problem der Menschheit ist. “Das Treffen der G7 war zumindest das Ende der Demontage des Westens. Die Blutung ist gestoppt”, meint Washington-Korrespondent Hubert Wetzel. Biden habe in Cornwall und in Brüssel bei der Nato gezeigt, dass die Trump-Ära vorbei ist und es wieder eine verlässliche USA gebe. Er habe vorrangig Vertrauen schaffen wollen, das unter Donald Trump so sehr gelitten habe. Unter Biden seien die USA wieder ein Land, das Verbündete sucht. Der US-Präsident habe das Signal gesendet: "America is back." Als technologischer und wirtschaftlicher Hauptkonkurrent und als Bedrohung sehe Washington China. Russland hingehen wird in den USA nur als Störenfried gesehen. Es werde spannend, ob Biden und Wladimir Putin bei ihrem persönlichen Treffen ihre Rhetorik wieder entschärfen können. Weitere Nachrichten: Naftali Bennett neue israelische Ministerpräsident, Debatte um Maskenpflicht, digitaler Impfausweis. Unsere neuen Folge von “Und nun zum Sport” finden Sie unter sz.de/sportpodcast. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über dpa.
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Jun 11, 2021 • 12min

Grünen-Parteitag: Gelingt Baerbock das Comeback?

Aufgehübschter Lebenslauf, nicht angemeldete Nebeneinkünfte, sinkende Umfragewerte: Baerbock braucht die Trendumkehr auf dem Parteitag. Annalena Baerbock hat gerade keinen Lauf. Eher das Gegenteil. Von dem Höhenflug nach ihrer Kandidatur ist nach persönlichen Fehlern rund um ihren Lebenslauf und nicht versteuerten Sonderzahlungen nicht mehr viel zu spüren. An diesem Wochenende halten die Grünen ihren Parteitag ab und wollen wieder für positive Schlagzeilen sorgen. Aber auch hier gibt es Konflikte, sagt Constanze von Bullion. Und bei einer Frage kann sich die Parteispitze keine Schlappe leisten, so die Hauptstadtkorrespondentin der SZ. Weitere Themen: G7-Gipfel in Cornwall, Generelle Reisewarnung für Risikogebiete wird aufgehoben, Lieferkettengesetz beschlossen. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Jacqueline Dinser und Laura Terberl Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über ARD-Sendung "Farbe bekennen".
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Jun 10, 2021 • 12min

Ist Jens Spahn so schlecht wie sein Ruf?

Noch im Herbst des vergangenen Jahres war Jens Spahn der beliebteste Politiker Deutschlands. Davon ist keine Spur mehr: Die Liste von Krisen und Vorwürfen ist einfach zu lang. Ein langsamer Impfstart, überteuerte Masken, lange wies er keine Teststrategie vor… Gerade erst in der vergangenen Woche ist ein neuer Vorwurf aufgekommen: Spahn soll Masken, die nicht ausreichend zertifiziert waren, an Hilfsbedürftige und Menschen mit Behinderung verteilt haben wollen. Gehindert daran habe ihn das vom Sozialdemokraten Hubertus Heil geführte Arbeitsministerium. Die SPD-Co-Vorsitzende Saskia Esken legte Spahn den Rücktritt nahe. Die Rücktrittsforderung sei "over the top", sagt Henrike Roßbach. Aber klar sei, so die SZ-Hauptstadtkorrespondentin, dass Spahn in den vergangenen Wochen eine wirkliche Fehlerhäufung unterlief und er sich wohl auf das baldige Ende der Legislaturperiode freuen dürfte. Weitere Themen: Papst lehnt Rücktritt von Marx ab, FU Berlin entzieht Giffey den Doktortitel. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Lars Langenau und Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über Bundespressekonferenz und ARD Moma.
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Jun 9, 2021 • 13min

Wie Kriegsverbrechen Bosnien und Serbien bis heute prägen

Grausames Finale des bosnischen Bürgerkrieges war im Juli 1995 das Massaker von Srebrenica, bei dem serbische Soldaten mindestens 8372 Jungen und Männer exekutiert haben. Ratko Mladić hatte den Auftrag alle Bosniaken, bosnischen Muslime aus der Region zu vertreiben. Am Montag hat ein Berufungsgericht der Vereinten Nationen in Den Haag die Verurteilung von Mladić zu lebenslanger Haft bestätigt. Wegen Völkermordes und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Beweise gegen Mladić waren überwältigend. "Ein anderes Urteil als lebenslänglich war nicht möglich", sagt SZ-Osteuropa-Korrespondent Florian Hassel. Doch mehr als 40 Kriegsverbrecher würden noch in Serbien offen leben. Selbst in den höchsten Kreisen der serbischen Politik seien sie noch heute vertreten. Nie kam es dort zu einer Aufarbeitung der Vergangenheit - und so reiche auch die Leugnung von Kriegsverbrechen bis in die Spitzen der Politik auch der bosnischen Serben. Dabei seien sowohl Serbien als auch Bosnien-Herzegowina EU-Beitrittskandidaten. Bosnien-Herzegowina aber sei ein völlig dysfunktionaler Staat ohne Zentralregierung, sagt Hassel. Ein Staat, in dem nicht nur die Nachbarn Kroatien und Serbien mitmischen, sondern der auch durch Russland kaum regierbar gehalten werde. Auch die Aussöhnung der Volksgruppen habe keine Fortschritte gemacht, zieht Hassel eine ernüchterte Bilanz. Weitere Nachrichten: Neue Vorwürfe gegen Jens Spahn, Anklage gegen Ex-VW-Chef Winterkorn, US-Milliardäre zahlen kaum Steuern. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Antonia Franz Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über BBC.
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Jun 8, 2021 • 12min

Wie man jetzt an seine Impfung kommt

Seit Montag ist die Impfpriorisierung bundesweit aufgehoben. Jetzt kann jede und jeder neben den Impfzentren auch beim Hausarzt und bei den Betriebsärzten versuchen, eine Corona-Schutzimpfung zu bekommen. Nur: Impfstoff fehlt noch immer in ausreichender Menge. Inzwischen sind 38 Millionen Menschen mindestens einmal geimpft, etwa 15 Millionen Impfwillige würden noch auf ihren ersten Schuss warten, sagte Jens Spahn im ARD-Morgenmagazin. Bis Mitte Juli werde es für jeden, der will, ein Impfangebot geben, verspricht der Gesundheitsminister. Gerade aber führt die Aufhebung der Impfpriorisierung zu einem Ansturm auf die Arztpraxen. Entgegen der Beteuerungen von Spahn warten noch viele Personen der Priorisierung 3 auf Termine, sagt SZ-Wissenredakteurin Christina Berndt. "Der Mangel ist noch nicht behoben. Die "Starken und Schnellen mit guten Kontakten" hätten tatsächlich bereits vielfach ihre Impfungen. Jeder solle sich jetzt selbst auf verschiedenen Wegen darum bemühen, empfiehlt sie. Es gebe immer wieder freie Termine. Eine einzelne Impfdosis biete angesichts der Virusmutationen jedoch noch keinen ausrechende Schutz vor Covid 19. Derzeit rät Berndt zudem noch nicht zu Impfungen für Kinder. Andere bräuchten den Impfstoff gerade nötiger. Auch seien die Krankheitsverläufe bei Kindern meist nicht schwer. Weitere Nachrichten: UN-Tribunal bestätigt lebenslange Haft für Ex-General Mladic, Lokführer planen Bahn-Streiks, keine Kinderrechte im Grundgesetz. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Antonia Franz Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über ARD-Morgenmagazin.

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