Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Aug 27, 2021 • 12min

TV-Triell: "Das sind moderne Gladiatorenspiele"

Das erste der großen TV-Trielle steht am Sonntag an. Baerbock, Laschet und Scholz müssen punkten. Selten waren so viele Wähler unentschlossen. Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz: Die drei, die ins Kanzleramt einziehen wollen, treffen an diesem Sonntag auf den Sendern RTL und ntv beim ersten großen TV-Triell aufeinander. Vieles hängt von diesem Auftritt ab und entsprechend groß ist die Anspannung. Wie bereiten sich die drei darauf vor? SZ-Autor Nils Minkmar hat 2013 Peer Steinbrück, den damaligen Kanzlerkandidaten der SPD, ganz nah begleitet. Er erzählt, wie sich Profipolitiker auf das vielleicht wichtigste Event im Wahlkampf einstellen. Weitere Themen: Spanien ab Sonntag nicht mehr Hochrisikogebiet, Strache wegen Bestechlichkeit schuldig gesprochen. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Tami Holderried und Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über Phoenix und ARD.
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Aug 26, 2021 • 11min

Immunologin: Mit Impfungen durch die vierte Welle

Obwohl noch nicht einmal zwei Drittel der Deutschen vollständig gegen Covid-19 geimpft sind, wird jetzt schon über eine Auffrischung diskutiert. Ist das sinnvoll? Deutschland befindet sich in der vierten Welle der Pandemie. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt. Für den Mittwoch meldet das Robert-Koch-Institut über 12.600 neue Fälle. Und trotzdem wollen verantwortliche Politikerinnen und Politiker Einschränkungen lockern. Markus Söder kündigt für Bayern etwa an, die FFP2-Maskenpflicht fallen zu lassen und OP-Masken gleichzustellen. Das Impfen macht's möglich: Fast zwei Drittel der Deutschen sind mindestens einfach gegen das Coronavirus geimpft. Trotzdem sei man noch nicht nah genug dran an der sogenannten Herdenimmunität, sagt Christine Falk, die Präsidentin der deutschen Gesellschaft für Immunologie. Weitere Nachrichten: Evakuierungsmission in Afghanistan endet, Söder gibt CDU Schuld an Umfragetief. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Tami Holderried und Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
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Aug 25, 2021 • 12min

Bahn: Der nächste Streik kommt bestimmt

48 Stunden lang hat die GDL gestreikt. Die Bahn will so schnell wie möglich in den Normalbetrieb zurück. Aber der Streit geht wohl schon bald in die nächste Runde. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ist der zweite Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer - kurz GDL - zu Ende gegangen. Die Bahn will jetzt so schnell wie möglich wieder zurück in den Normalbetrieb. Tausende Züge im Regional- und Fernverkehr standen still. Viele Fahrgäste saßen und standen dicht an dicht - und das mitten in der Pandemie. Aber die nächste Streikwelle bahnt sich schon an, sagt Markus Balser. Der SZ-Hauptstadtkorrespondent sieht nicht, dass sich die Tarifparteien angenähert hätten. Und GDL-Chef Claus Weselsky vermittele sehr wohl einen streitlustigen Eindruck. Weitere Themen: Merkel zu Afghanistan, Bundesregierung will internationalen Klimaclub gründen. Weitere Nachrichten: Vergiftete Getränke an der TU-Darmstadt, Staatsverschuldung. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett
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Aug 24, 2021 • 11min

Afghanistan: Was die G7 noch ausrichten können

Jeden Tag erreichen uns neue Details über die nach wie vor chaotische Lage in Afghanistan, speziell vom Flughafen von Kabul. Immer noch wollen deutlich mehr Menschen das Land verlassen, als die internationalen Partner ausfliegen können. An diesem Dienstag tagen dazu auch die G7-Staaten. Welche Strategie ist jetzt noch die bestmögliche für die internationalen Partner? Man müsse versuchen, die Taliban einzubinden, indem man ihnen Hilfszahlungen in Aussicht stellt, sie dafür aber verpflichtet, Minderheiten und Frauenrechte zu respektieren und sich verlässlich zu verhalten. Das sagt SZ-Politik-Chef Stefan Kornelius, der in dieser Folge über die Hilflosigkeit der westlichen Staaten und den G7-Gipfel spricht. Weitere Nachrichten: Vergiftete Getränke an der TU-Darmstadt, Staatsverschuldung. Redaktion, Moderation: Franziska von Malsen Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Jakob Arnu
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Aug 23, 2021 • 12min

Wahlkampf: Worauf es für die Kandidaten jetzt ankommt

In fünf Wochen ist Bundestagswahl. Und in neuen Umfragen stehen Union und SPD jetzt gleichauf, die Grünen nur noch auf Platz 3. Am Wochenende haben Armin Laschet, Olaf Scholz und Annalena Baerbock bei großen Wahlkampfveranstaltungen und in Interviews gesprochen. Worauf kommt es für die drei jetzt an, und wie können sie ihre Chancen in den letzten Wochen doch noch verbessern? Armin Laschet zeige seine Kampfeslust nicht in einem programmatischen Sprung der Union. Sondern eher darin, das Feindbild einer rot-rot-grünen Koalition zu beschwören, erklärt Stefan Braun aus dem SZ-Parlamentsbüro. Und auch, wie die Grünen noch einmal mehr Schwung bekommen könnten. Nachrichten: Gefecht am Flughafen in Kabul, Corona-Maßnahmen. Redaktion, Moderation: Franziska von Malsen Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
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Aug 20, 2021 • 13min

Afghanistan: Die Verantwortung des Heiko Maas

Von allen Seiten hagelt es Kritik auf Heiko Maas. Wie viel Schuld tragen der Außenminister und das Auswärtige Amt in der Afghanistan-Krise? Die USA haben als erste den Truppenabzug aus Afghanistan verkündet. Klar. Die Bundeswehr und auch die anderen Nato-Truppen kamen danach. Alle haben die Lage vollkommen falsch eingeschätzt. Aber: Wie viel Schuld trifft am Ende die Bundesregierung und vor allem das Auswärtige Amt mit dem Minister Heiko Maas? Die AfD, FDP-Vize Wolfgang Kubicki und der Linken-Bundestagsabgeordnete Gregor Gysi fordern seinen Rücktritt, Gysi sogar den der gesamten Regierung. Der außenpolitische Sprecher der SPD im Bundestag, Nils Schmid, verteidigt den Minister wiederum. Man sei geschönten Berichten aufgesessen und müsse daraus für kommende Bundeswehreinsätze lernen. Weitere Themen: GDL kündigt Streik an, Corona in Deutschland. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Victoria Marciniak und Lars Langenau Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über RTL/ntv und WELT.
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Aug 19, 2021 • 12min

Afghanistan und die Auswirkungen auf die Bundestagswahl

Afghanistan bestimmt gerade die Nachrichten. Vor allem die CDU versucht daraus, ein Wahlkampfthema zu machen. Afghanistan ist das Nachrichtenthema der vergangenen Tage. Und auch in Berlin bestimmen die Folgen des Truppenabzugs die politische Debatte. Welche Rolle wird Afghanistan und werden von dort Flüchtende im Bundestagswahlkampf spielen? Der Hauptstadtbüroleiter der SZ, Nico Fried, meint, dass bei dieser Wahl ausnahmsweise die Außenpolitik sehr wichtig sein könnte. Wie sich die Parteien jetzt positionieren, erklärt er in dieser Folge. Weitere Themen: Zschäpe-Urteil vom BGH bestätigt, Drosten zu Auffrischungsimpfungen. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Antonia Franz und Franziska von Malsen Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über Reuters und ntv.
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Aug 18, 2021 • 13min

Sieg der Taliban: "Ein Push für Islamisten aus aller Welt"

Während Deutschland und andere Alliierte Hals über Kopf ihre Leute aus Afghanistan ausfliegen, kommen immer mehr hochrangige Mitglieder der Taliban ins Land. Einst wurden sie von Mullah Omar geführt. Jetzt gehört sein ältester Sohn Jakub zum neuen Führungs-Quartett. Viele Afghanen haben Angst vor den neuen Machthabern, andere haben Hoffnung. Schließlich sei, so meint Hans-Joachim Giessmann, die vom Westen implementierte Regierung “nicht starken Taliban gewichen, sondern sei einfach implodiert”. Giessmann hat bis Anfang der Woche in Doha die Friedensverhandlungen der Taliban mit der Ex-Regierung begleitet. Die neue Führungsmannschaft sei "durchaus gebildet und belesen". Unter den Verhandlern seien aber auch Leute gewesen, die durch ihre Jahre in Gefängnissen traumatisiert und misstrauisch geworden seien. Es gebe unter den Taliban zudem viele verschiedene Strömungen, die bislang durch den gemeinsamen Gegner geeint wurden: die jetzt geflohene Regierung. Bald werde sich jedoch zeigen, ob sich der alte oder neue Teil, der "gemäßigte" oder der radikale Flügel durchsetzen werde. "Auf jeden Fall aber gibt es einen großen Push für die islamischen Bewegungen in aller Welt, die die Taliban als ihre Vorbilder feiern." Weitere Nachrichten: Österreich wehrt afghanische Flüchtlinge bereits präventiv ab, US-Luftwaffe untersucht Chaos in Kabul. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Annika Schulz Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Guardian News.
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Aug 17, 2021 • 14min

Ortskräfte: "So lange der Flughafen auf ist, gibt es Hoffnung"

Laut offiziellen Angaben sollen es erst 1900 Ortskräfte aus Afghanistan nach Deutschland oder sichere Drittländer geschafft haben. Viel zu spät sei mit der Evakuierung begonnen worden, meint Marcus Grotian, der Vorsitzende des "Patenschaftsnetzwerks Afghanischer Ortskräfte". "Wir haben die Dringlichkeit schon vor drei bis vier Monaten angesprochen, aber unsere Vorschläge, Konzepte und Pläne sind vom Kanzleramt bis zu diversen Ministerien ignoriert worden." Es habe dafür nur ein "politischer Wille und ein wenig Geld" benötigt. Aber es habe immer nur Pläne für den Normalfall gegeben, den für einen Worst Case dagegen nicht. Bürokratie, Datenschutz und Ressortzuständigkeit sei hier vor Menschlichkeit und Menschenleben gegangen. Statt der etwa 2500 Personen, die gerettet werden müssen, geht Grotian von bis zu 8000 Ortskräften mit ihren Familienangehörigen sowie Dienstleistern und Subunternehmern aus. “So lange der Flughafen noch offen ist, gibt es noch Hoffnung.” Dass jetzt von PolitikerInnen eine “Flüchtlingswelle wie 2015 herbeigeredet” werde, sei ihm ein Graus. Nachrichten: Landrat von Ahrweiler gibt auf, GDL will Bahnstreiks ausweiten. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Franziska von Malsen Produktion: Benjamin Marktahler Zusätzliches Audiomaterial über dpa.
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Aug 16, 2021 • 11min

Afghanistan: "Eine Terrormiliz in Regierungsverantwortung"

Die Regierung in Kabul hat am Sonntag kampflos kapituliert. Präsident Ashraf Ghani ist geflohen. Nach 20 Jahren ist die Regierung Afghanistans wieder in den Händen der Taliban. Also der Terrorgruppe, die von 1996 bis 2001 schon einmal grausam herrschten. “Bei allen meinen Gesprächspartnern in Kabul herrscht große Angst”, sagt der ehemalige Afghanistan-Korrespondent Tobias Matern. Jeder, der kann, versuche das Land zu verlassen, aber die Ausfallstraßen bei Kabul seien alle von den Taliban gesperrt. Niemand könne mehr Kabul auf dem Landweg verlassen. Die Taliban hätten alle Schwächen der gescheiterten Regierung und des Westens ausgenutzt. Ideologisch habe sich an ihrer Einstellung wenig bis nichts geändert, sagt Matern. Aber es sei inzwischen eine junge Generation herangewachsen, deren Wünsche und Hoffnungen vom Westen verraten worden seien. Die Terrormiliz sei jetzt mit dramatischer Schnelligkeit “eine Miliz in Regierungsverantwortung” geworden. Es müsse sich zeigen, ob sie jenseits des Terrors noch etwas zu bieten habe. Auf diplomatischem Parkett jedenfalls hätten sie sich vor der Machtübernahme sehr geschickt bewegt. Zugleich sei aber nicht ausgeschlossen, dass Afghanistan wieder zum Anziehungspunkt für islamistische Terroristen aus aller Welt werde. Weitere Nachrichten: 10.000 Afghanen sollen Zuflucht in Deutschland finden, Stiko empfiehlt Impfungen für alle ab zwölf, Erdbeben in Haiti. Unseren Podcast "“Und nun zum Sport” über Gerd Müller finden Sie hier. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Annika Schultz Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Reuters und Abdullah Abdullahs Facebook-Seite.

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