

Der Pudel und der Kern - Philosophie to go
Dr. Albert Kitzler und Jan Liepold
Der Pudel und der Kern – der Philosophiepodcast zu den wichtigen Fragen des Lebens.
Was macht ein erfülltes und gelingendes Leben aus? Wodurch finden wir zu innerer Ruhe, echtem Ausgleich und heiterer Gelassenheit. Wie schaffen wir es, im Beruf oder in Beziehungen auch unter Stress authentisch zu bleiben und wenn nötig loszulassen. Können wir Erfolg, Besitz und Macht mit Meditation und Minimalismus in Einklang bringen. Kurz: wie finden wir zu einem erfüllten, gelingenden Leben?
Auf all diese Fragen des modernen Alltags liefern die Weisheitslehren im antiken Griechenland, Indien und China noch heute gültige Aussagen. Im Philosophie-Podcast „Der Pudel und der Kern“ beantwortet und diskutiert der Philosophieexperte Dr. Albert Kitzler die Lebensfragen des Moderators Jan Liepold und der zugeschalteten Hörer. Dabei geht es keineswegs um eine akademisch-abstrakte Diskussion. Vielmehr macht „Der Pudel und der Kern“ die Lebensweisheiten von Seneca, Konfuzius, Platon, Buddha & Co für seine Follower nutzbar und verknüpft sie als "praktische Philosophie" mit den Herausforderungen unserer schnelllebigen Zeit.
Das alles ist nicht als reiner Dialog geplant. Wir binden die Podcasthörer*innen mit ihren Fragen zu unseren Themen ein und interviewen externe Experten. Jeden Mittwoch erscheint eine neue Folge „Der Pudel und der Kern“ auf allen bekannten Podcast-Plattformen.
Was macht ein erfülltes und gelingendes Leben aus? Wodurch finden wir zu innerer Ruhe, echtem Ausgleich und heiterer Gelassenheit. Wie schaffen wir es, im Beruf oder in Beziehungen auch unter Stress authentisch zu bleiben und wenn nötig loszulassen. Können wir Erfolg, Besitz und Macht mit Meditation und Minimalismus in Einklang bringen. Kurz: wie finden wir zu einem erfüllten, gelingenden Leben?
Auf all diese Fragen des modernen Alltags liefern die Weisheitslehren im antiken Griechenland, Indien und China noch heute gültige Aussagen. Im Philosophie-Podcast „Der Pudel und der Kern“ beantwortet und diskutiert der Philosophieexperte Dr. Albert Kitzler die Lebensfragen des Moderators Jan Liepold und der zugeschalteten Hörer. Dabei geht es keineswegs um eine akademisch-abstrakte Diskussion. Vielmehr macht „Der Pudel und der Kern“ die Lebensweisheiten von Seneca, Konfuzius, Platon, Buddha & Co für seine Follower nutzbar und verknüpft sie als "praktische Philosophie" mit den Herausforderungen unserer schnelllebigen Zeit.
Das alles ist nicht als reiner Dialog geplant. Wir binden die Podcasthörer*innen mit ihren Fragen zu unseren Themen ein und interviewen externe Experten. Jeden Mittwoch erscheint eine neue Folge „Der Pudel und der Kern“ auf allen bekannten Podcast-Plattformen.
Episodes
Mentioned books

Jan 19, 2022 • 31min
#08 „Das gute Leben“ nach Sokrates
Sokratische Wege zum Glück.
„Muße ist der schönste Besitz von allen.“ (Sokrates)
Es ist das zentrale Thema der praktischen Philosophie: Was macht ein gutes, gelingendes Leben aus? Wie können wir unser Schicksal positiv beeinflussen, und welche Rolle spielen die äußeren Umstände bei der Suche nach dem Glück? Diese Fragen und wie wir im modernen Alltag passende Antworten darauf finden und diese umsetzen können, stehen im Zentrum der neuen Folge von „Der Pudel und der Kern“.
In der aktuellen Episode befragen wir dazu den für das abendländische Denken grundlegenden griechischen Vordenker Sokrates. Der Philosoph Albert Kitzler stellt dessen zentralen Weisheitslehren vor und diskutiert mit dem Moderator Jan Liepold, wie wir sie im Alltag anwenden können und dabei gleichzeitig Sokrates‘ Worte im Hinterkopf behalten: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ und „Erkenne Dich selbst!“
Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Sokrates, Platon, Stoiker
Fragen der Folge:
Was zeichnet „Das gute Leben“ in der Philosophie des Sokrates aus?
Wie können wir Eudämonie (nachhaltiges Glück) und Hedonismus (kurzfristige Lust) voneinander unterscheiden?
Womit begründet Sokrates, dass „Glück“ nicht durch äußere Faktoren entsteht, sondern der Mensch es in sich selbst finden muss?
Wie lebte Sokrates und wie hat er seine Lehre vom gelingenden Leben weitergegeben?
In welchem Verhältnis steht das Bewusstsein um die eigene Vergänglichkeit und das gelingende Leben?
Welche Rolle spielen nach Sokrates Freundschaft und Familie für ein gelingendes Leben?
Weiterführende Links:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/heilmittel-philosophie-wie-kann-ein-gutes-leben-gelingen-100.html
https://www.wbg-wissenverbindet.de/shop/30471/sokrates
https://www.nzz.ch/wissen/wissenschaft/besser-leben-mit-platon-1.16961093
https://www.br.de/nachrichten/kultur/die-liebe-der-philosophen-manfred-geier,SOoo35N
https://www.droemer-knaur.de/buch/albert-kitzler-wie-lebe-ich-ein-gutes-leben-9783426300923
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Jan 5, 2022 • 37min
#07 Gewohnheiten
Wie wir schlechte Gewohnheiten entmachten und gute einüben
„Nichts ist mächtiger als die Gewohnheit.“ (Ovid)
In der ersten Folge des neuen Jahres von „Der Pudel und der Kern“ diskutieren der Philosoph Albert Kitzler und der Moderator Jan Liepold über gute Vorsätze, schlechte Gewohnheiten und warum Routinen unser Gehirn zu häufig auf Autopilot schalten. Wir sprechen zudem von der „Macht der Gewohnheit“. Die Philosophie strebt das Gegenteil an: Die Macht über die Gewohnheiten durch kritische Selbstbeobachtung und innere Umprogrammierung.
Der Weg dahin gelingt über Selbsterkenntnis, Willenskraft und beharrliches Üben. „Eine Frau stemmte jeden Tag ein Kälbchen, am Ende einen ganzen Ochsen“, lautet ein antiker griechischer Ausspruch. Durch kontinuierliches Einüben guter Gewohnheiten können wir unseren Charakter und unsere Persönlichkeit formen und weiterentwickeln, so dass wir den Herausforderungen des Lebens standhalten und immer häufiger den Gemütszustand der heiteren Gelassenheit erreichen.
Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Seneca, Konfuzius, Epikur, Buddha
Fragen der Folge:
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und Routinen geben uns im Alltag häufig Sicherheit und Struktur. Sind diese Automatismen etwas Gutes oder etwas Schlechtes?
Wie können wir gute von schlechten Angewohnheiten unterscheiden?
Welche Methoden empfehlen die antiken Philosophen zum Einüben und Etablieren neuer positiver Routinen?
Kann Meditation dabei helfen, sich zu fokussieren und neue Gewohnheiten zu etablieren?
Besteht nicht die Gefahr, dass auch diese neu eingeübten Rituale und automatisierten Verhaltensweisen unsere Freiheit und unser Denken einschränken?
Weiterführende Links:
https://www.zeit.de/zeit-wissen/2013/02/Psychologie-Gewohnheiten/komplettansicht
https://www.philomag.de/artikel/die-macht-der-gewohnheit
https://practicalhealthpsychology.com/de/2016/01/getting-into-the-habit-applying-the-science-of-habit-formation-to-the-real-world/
https://www.chbeck.de/harari-sapiens/product/31134395
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Dec 22, 2021 • 39min
#06 Unglück in Glück verwandeln
Wie wir Krisen den Beigeschmack der Katastrophe nehmen
„Der Weise versteht Unglück in Glück zu verwandeln.“ (Konfuzius)
In der aktuellen Folge von „Der Pudel und der Kern“ diskutieren der Philosoph Albert Kitzler und der Moderator Jan Liepold die Frage, wie sich Freude und Leid zueinander verhalten und wie wir besser mit Schicksalsschlägen umgehen können. Jeder Mensch erfährt einschneidende Momente, in denen das Leben die Richtung wechselt und nichts mehr ist wie zuvor. Sei es durch Krankheit, den Tod eines geliebten Menschen oder durch den Verlust des Arbeitsplatzes. Fortgeschrittene Lebenskunst vermag es, solch ein vermeintliches Unglück – zumindest langfristig – in Glück oder doch in etwas Gutes zu verwandeln. Denn in der Rückschau erweist sich ein solcher Knacks nicht selten als ein mächtiger Antreiber, aktiv zu werden und die Weichen für ein besseres Leben zu stellen. So kann ein Schicksalsschlag auch ein Wegweiser raus aus der Komfortzone sein. Das Unglück kann zu einem Motor persönlichen und gesellschaftlichen Fortschritts werden. Davon waren die antiken Philosophen ebenso überzeugt wie zwei Jahrtausende später Immanuel Kant, von dem der Satz stammt, dass „jedem Vergnügen der Schmerz vorhergehen muss.“
Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Zenon von Kition, Epiktet, Epikur, Seneca, Konfuzius, Viktor Frankl, Thích Nhất Hạnh
Fragen der Folge:
Muss ich erst Niederlagen bzw. Unglück erleiden, um echtes Glück wertschätzen zu können?
Wie kann ich unterscheiden, ob ich tatsächlich ein Unglück erlebe oder nicht die Chance zu einem Fortschritt?
Nichts ist so schlecht, dass es nicht auch für etwas gut ist: An einzelnen Episoden des Unglücks können Menschen wachsen. Wie gelingt diese positive Umdeutung?
Wo verläuft beim konstruktiven Umgang mit Schicksalsschlägen die Grenze zwischen echter Lebenskunst und oberflächlichem Schönreden?
Wie kann ich gelassener und bewusster auf Unglückserfahrungen reagieren?
Welche antiken Philosophen haben sich mit dem Thema „Unglück“ besonders beschäftigt?
Weiterführende Links:
https://www.deutschlandfunk.de/philosophie-das-leiden-intensiviert-das-leben-100.html
https://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/briefe-an-lucilius/6931
https://www.fischerverlage.de/buch/roger-willemsen-der-knacks-9783596179893
https://psycnet.apa.org/record/1980-01001-001
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Dec 8, 2021 • 54min
#05 Resonanz und Persönlichkeitsentwicklung – Interview Teil 2 mit Prof. Dr. Joachim Bauer
Wie wir werden, wer wir sind.
Der Charakter eines Menschen ist keineswegs in Stein gemeißelt, sondern befindet sich vielmehr in einem lebenslangen Veränderungsprozess. Entscheidenden Einfluss auf diese Persönlichkeitsentwicklung nimmt die Interaktion bzw. Resonanz mit anderen Menschen.
Im zweiten Teil des Interviews für den Philosophie-Podcast „Der Pudel und der Kern“ erklärt der renommierte Universitätsprofessor, Arzt, Neurowissenschaftler und Psychotherapeut Prof. Dr. Joachim Bauer, „wie wir werden, wer wir sind“ und welche Rolle den Spiegelneuronen dabei zukommt. In der Diskussion mit ihm und Moderator Jan Liepold spannt der Philosoph Dr. Albert Kitzler den Bogen von Bauers neurowissenschaftlichen Erkenntnissen zu der Inschrift „Erkenne Dich selbst“ am Apollotempel in Delphi über das „Ich und Du“ des Religionsphilosophen Martin Buber bis hin zu Greta Thunberg, die im Kampf gegen den Klimawandel verbindende Resonanz mit großen Teilen ihrer Generation aufgebaut hat.
Ein Videomitschnitt des Gesprächs findet Ihr hier: https://www.youtube.com/watch?v=FFtWbl7tYGw und auf unserer Website: https://www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen und Weisheitstexte dieser Folge:
Aristoteles, Plato, Upanishaden, Martin Buber, Martin Heidegger
Fragen der Folge:
Wie kommen Menschen untereinander in Resonanz und welche äußeren Einflüsse können diese Verbindung untereinander stören?
Kann es ein zu viel an Resonanz geben und mache ich mir dann die Probleme anderer Menschen zu sehr zu eigen?
Welchen Einfluss hat die Beschäftigung mit Philosophie auf die Resonanzfähigkeit?
Was ist der geeignete Umgang mit negativen Resonanzen wie bspw. Streit oder Neid?
Was versteht die Neurowissenschaft unter einer Ich-Du-Koppelung und welche Bedeutung hat diese auf die Persönlichkeitsentwicklung?
Wie kann es uns im hektischen Alltag gelingen, aus dem Reiz-Reaktionsmodus auszubrechen und uns bewusst auf unser Gegenüber einzulassen?
Was sind Spiegelneuronen und wie können wir dieses Phänomen in unsere Kommunikation einbauen?
Weiterführende Links:
https://www.thieme.de/statics/dokumente/thieme/final/de/dokumente/tw_heilpraxis/01_Interview_Joachim_Bauer_Online-PDF.pdf
https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/resonanz-der-schluessel-zur-welt/
https://de.wikipedia.org/wiki/Spiegelneuron
https://www.penguinrandomhouse.de/Buch/Wie-wir-werden-wer-wir-sind/Joachim-Bauer/Blessing/e532818.rhd
http://www.massundmitte.de/Artikel_und_Interviews.html „Das wahrhafte Gespräch“
https://www.droemer-knaur.de/buch/albert-kitzler-vom-glueck-des-wanderns-9783426301760
http://massundmitte.de/veranstaltungen.html

Nov 24, 2021 • 55min
#04 Empathie – Interview mit Prof. Dr. Joachim Bauer
Warum ich fühle, was du fühlst.
Empathie ist eine der wichtigsten Schlüsselfähigkeiten für ein gelingendes Leben. Durch ein zugewandtes Miteinander und den Aufbau von positiver Resonanz zu unserer Umwelt schaffen wir die Voraussetzung für Zufriedenheit und eine Grundstimmung heiterer Gelassenheit. Zu dieser Erkenntnis kamen bereits antike Philosophen wie Platon und Aristoteles. Ihre frühen Beobachtungen werden mittlerweile eindrucksvoll durch aktuelle neurowissenschaftliche Erkenntnisse und die „Social Genomics“-Forschung belegt. In der vierten Folge des Philosophie-Podcasts „Der Pudel und der Kern“ diskutieren Dr. Albert Kitzler und der Moderator Jan Liepold mit dem Bestsellerautor Prof. Dr. Joachim Bauer über empathische Gene, resonante Beziehungen und die Bedeutung der ersten Lebensjahre für die Entwicklung des Selbst. Der renommierte Universitätsprofessor, Arzt, Neurowissenschaftler und Psychotherapeut Prof. Dr. Bauer hat in zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen (u.a. „Wie wir werden, wer wir sind“, „Das empathische Gen“) die Natur des Menschen sowie die Entstehung seines Charakters bzw. Selbst entschlüsselt. Heute ist er überzeugt, dass Philosophie und ein Sinn-geleitetes Leben unsere Gene beeinflussen und dass uns eine empathische, menschenfreundliche und prosoziale Einstellung auch in einem zunehmend schwierigen Lebensumfeld deutlich weiterbringen als egoistische Handlungen. Der zweite Teil des Gesprächs wird voraussichtlich am 8. Dezember 2021 als Podcast veröffentlicht. Ein Videomitschnitt des Gesprächs findet Ihr hier: https://www.youtube.com/channel/UCr4AHcpifeyrGD48yMj9Mtw und auf unserer Website: https://www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Epikur, Buddha, Aristoteles, Sokrates, Upanishaden
Fragen der Folge:
Wie können wir Empathiefähigkeit kultivieren und können sich auch noch Erwachsene zu empathischen Menschen weiterentwickeln?
Wenn wir qua Natur prosoziale Wesen sind und uns empathisch verhalten, was ist dann bei den Menschen schiefgelaufen, die wir in unserem Alltag als Egoisten oder Narzissten wahrnehmen?
Ist der Mensch im Grunde gut und „verderben“ ihn im Laufe der Zeit nur die äußeren Umstände? Was hält das Konzept des „empathischen Gens“ der populären These vom „egoistischen Gen“ entgegen?
Welche Verantwortung haben wir als Eltern, Kollegen, Kunden im Umgang mit unseren Mitmenschen und in Bezug auf die Resonanz, die wir bei ihnen erzeugen?
Was soll ich tun, wenn ich Menschen bzw. deren Resonanz auf mich in meiner engeren Umgebung als negativ oder gar schädigend empfinde?
Weiterführende Links:
https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/lebenseinstellung-steuert-risikogene-vermindert-empathie-das-krankheitsrisiko-wer-anderen-gutes-tut-lebt-laut-genforscher-gesuender_id_24331851.html
http://www.psychotherapie-prof-bauer.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Interleukin-6
https://www.herder.de/leben-shop/das-empathische-gen-gebundene-ausgabe/c-28/p-22390/
https://www.droemer-knaur.de/buch/albert-kitzler-denken-heilt-9783426301463
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Nov 10, 2021 • 45min
#03 Minimalismus. Weniger ist mehr.
Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.
„Das Leben ist einfach, aber wir bestehen darauf, es kompliziert zu machen“, stellte Konfuzius schon vor ca. 2400 Jahren in China fest. Darüber, wie wir das gerade im Zeitalter des Konsums und Materialismus ändern können, sprechen Dr. Albert Kitzler und Jan Liepold beim Philosophie-Podcast „Der Pudel und der Kern“. Es geht um Minimalismus. Die antiken Philosophen nannten diesen Lebensstil „Selbstgenügsamkeit“ und arbeiteten konsequent daran, sich im Alltag bewusst auf das Wesentliche und Nötigste zu beschränken. Nur so glaubten sie, sich auf die aus ihrer Sicht wirklich wichtigen Themen und Dinge fokussieren zu können. Das bekannteste Beispiel dafür ist Diogenes von Sinope, der angeblich bewusst in einer Tonne schlief und wie die meisten Kyniker überzeugt war, dass zu viel Besitz und Reichtum nicht zum Glück beitragen bzw. diesem sogar häufig im Wege stehen. Aber auch vom griechischen Philosophen Sokrates ist überliefert, dass er auf einem Markt in Athen ausrief: „Wie viele Dinge es doch gibt, die ich nicht brauche.“ Unter dem Einfluss von Werbung, E-Commerce und 10-Minuten-Lieferservices fällt uns diese Selbstbeschränkung heute zunehmend schwer. Dabei kann es sehr befreiend sein, sich von materiellem Ballast zu lösen, unter dem viele Menschen bewusst oder unbewusst leiden. Im schlechtesten Fall besitzen nicht wir die Dinge, sondern die Dinge besitzen uns. Wie wir das verhindern und damit auch umweltbewusster und nachhaltiger leben können, diskutieren Albert, Jan und der Anrufer Frank aus der Nähe von München in der neuen Episode unseres Philosophie-Podcasts.
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Demokrit, Epikur, Diogenes, Sokrates, Konfuzius
Fragen der Folge:
Warum sind die Lebensweisheiten der antiken Philosophen trotz der veränderten Lebensumstände in vielen Fällen auch heutige noch gültig?
Ist Verzicht und Minimalismus in Zeiten des Klimawandels zwingend oder sind auch heute noch ein philosophisches Leben und ein gewisses Maß an Luxus miteinander zu vereinbaren?
Worin sahen die antiken Philosophen die wichtigste Quelle des Glücks? Im äußeren Besitz oder in inneren Werten?
Wir leben heute wie damals nicht im luftleeren Raum und brauchen zumindest eine materielle Grundversorgung. Wie kann ich mich von existentiellen Sorgen oder Neidgefühlen gegenüber dem Besitz anderer frei machen?
Welche antiken Vordenker haben sich besonders als Fahnenträger des Minimalismus hervorgetan? Welche Rolle spielten die Stoiker bei dieser Geisteshaltung?
Weiterführende Links:
https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/23950-rtkl-kein-neuer-trend-weniger-war-schon-immer-mehr-eine-kurze-geschichte
https://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/briefe-an-lucilius/6931
https://www.medimops.de/seneca-von-der-seelenruhe-vom-gluecklichen-leben-von-der-musse-von-der-kuerze-des-lebens-gebundene-ausgabe-M03866474660.html
https://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2020-01/minimalismus-marie-kondo-aesthetik-selbstinszenierung-snobismus?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F
https://www.einfachbewusst.de/minimalismus/
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Oct 22, 2021 • 35min
#02 Loslassen
Keine Angst vor Veränderung
Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.
Die Kunst des Loslassens ist eine der großen Herausforderungen des Lebens. Seien es Beziehungen, berufliche Stationen, Status oder Besitz – häufig fällt es uns ausgesprochen schwer, Erreichtes oder Gewohntes loszulassen und zu neuen Ufern aufzubrechen. In der aktuellen Podcastfolge von „Der Pudel und der Kern“ erläutert der Philosophieexperte Dr. Albert Kitzler dem Moderator Jan Liepold, welche Hilfestellungen und Lebensweisheiten uns die antiken Philosophen geben, damit wir uns mit leichtem Herzen von auch noch so Liebgewonnenem trennen können, um uns für Neues zu öffnen. Dabei muss häufig der Konflikt zwischen „loslassen“ und „wertschätzen“ gelöst und abgewogen werden, um nicht vorschnell wertvolle Beziehungen, Betätigungen oder auch ganz profan Besitz wegzuwerfen. Die antiken Philosophen wie Epiktet oder Aristoteles rieten dringend dazu, das „Anhaften“ zu vermeiden bzw. zu überwinden. Schließlich führt es zu häufig zu Sorgen, Blockaden und äußeren wie inneren Zwängen. Nur wer lernt, loszulassen, kann eine innere Unabhängigkeit erreichen, die in der antiken Philosophie den Kern eines erfüllten, selbstbestimmten Lebens bildet.
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Epiktet, Aristoteles, Konfuzius, Goethe
Fragen der Folge:
Wie erkenne ich den Moment, in dem es Zeit wird, etwas ziehen zu lassen?
Welche Rolle können Freunde oder Familienmitglieder bei der Klärung zentraler Lebensfragen wie Abschiede oder Trennungen spielen?
Wie löse ich den Konflikt zwischen „loslassen“ und „wertschätzen“, um nicht vorschnell wertvolle Beziehungen oder berufliche Rollen aufzugeben?
Wie kann ich Blockaden bzw. häufige Fehleinschätzungen nach dem Motto „ohne mich geht es nicht“ auflösen?
Kann zu schnell loslassen auch zu einem negativen Verhaltensmuster werden und wie kann ich verhindern, dass ich immer wieder vorschnell aufgebe?
Weiterführende Links:
https://ethik-heute.org/erdulden-was-wir-nicht-aendern-koennen
https://www.deutschlandfunkkultur.de/philosophischer-wochenkommentar-gegen-den-kult-des.2162.de.html?dram:article_id=350128
https://www.kiz-online.de/wer-sucht-heute-noch-nach-weisheit
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Oct 22, 2021 • 46min
#01 Authentizität. Wie wir ein authentisches und gelingendes Leben führen können.
Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.
In der ersten Folge des Philosophie-Podcasts „Der Pudel und der Kern“ besprechen Albert und Jan das Konzept eines authentischen Lebens bzw. des Selbstseins. Wie gelingt es, ein erfülltes, aufrichtiges Leben zu führen und nicht falschen Zielen oder aufgesetzten Vorstellungen nachzujagen und dabei sich selbst und die eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen. Zentrale Grundlage für Authentizität ist es, sich selbst zu erkennen. Nur, wer sich selbst wirklich gut kennt, kann sein Leben so gestalten, dass es sich für ihn richtig anfühlt. Dieser Erkenntnisprozess ist nach Sokrates die grundlegende Voraussetzung für wichtige Weichenstellungen das eigene Leben betreffend, aber auch im Umgang mit anderen Menschen. Dabei ist das „authentische Ich“, also die eigene Persönlichkeit, keineswegs statisch, sondern befindet sich vielmehr in einer ständigen Veränderung und entwickelt sich häufig in Auseinandersetzung und Resonanz mit anderen weiter (Freunde, Familie, Kollegen). Nur wer wirklich weiß, was seinem innersten Wesen entspricht und ihm auf Dauer guttut, kann diese Erkenntnis als inneren Kompass für das eigene Leben und die Interaktion mit seinen Mitmenschen nutzen.
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Socrates, Aristoteles, Buddha, Konfuzius
Weitere Fragen der Folge:
Wie kann ich in einer modernen Umwelt und im beruflichen Kontext mir selbst treu bleiben und eine ausgeglichene Persönlichkeit werden?
Wo ist die Grenze zwischen Selbstfindung und Selbstbespiegelung?
Was sind geeignete Wege der Selbsterkenntnis
Wo ist die Grenze von der Philosophie zur Psychologie in Erforschung des Selbst?
Wie überwinden wir Leiden, das uns daran hindert, uns glücklich zu fühlen?
Wie überwinde ich negative Affekte wie Angst, Neid, Zorn, Sorgen etc.?
Widersprechen wirtschaftlicher Erfolg oder beruflicher Ehrgeiz einem authentischen Leben oder können wir beides in Einklang bringen?
Sollte ich als aufrichtiger Freund stets die gefühlte Wahrheit und offene Meinung schonungslos vermitteln?
Weiterführende Links:
https://ars-philosophandi.de/fph-5-erkenne-dich-selbst
http://www.abcphil.de/html/erkenne_dich_selbst.html
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