Kulturleben

Bayerischer Rundfunk
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Jan 21, 2025 • 31min

Geschichte erzählen – Regisseur Andreas Dresen im Gespräch

Sein jüngster Film "In Liebe, Eure Hilde" handelt von einer mutigen Frau - von Hilde Coppi. Sie schloss sich dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus an und bezahlte dafür mit dem Leben. Wie kann man ihre Geschichte erzählen?
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Jan 20, 2025 • 14min

Im Dunkel des Museumdepots (Folge 14): Fälschungen im Ägyptischen Museum München

Hoch im Kurs bei Fälschern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts stand die ägyptische Kunst. Noch heute müssen Museen und Privatsammlungen immer wieder mal Gegenstände als Fälschungen deklarieren, auch im Kunsthandel tauchen immer wieder obskure Objekte auf.
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Jan 15, 2025 • 36min

Die Verunsicherte Welt - Endzeitstimmung

Krieg, Terror, Klima, Pandemien, Ressourcenknappheit, Seuchen - das Gefühl, in einer Endzeit zu leben, hat sich festgesetzt. Untergangsprognosen gewinnen angesichts etwa des Flammeninfernos in Los Angeles an Plausibilität. Klimaaktivisten sind überzeugt, dass wir den Kipppunkt der Erderwärmung längst überschritten haben. Auch die Maul- und Klauenseuche ist zurück. Und aus Moskau droht Wladimir Putin regelmäßig mit einer nuklearen Eskalation des Krieges. In aller Welt wird die Demokratie von Populisten und Autoritären bedroht, beziehungsweise abgeschafft. Düstere Zeiten, in denen uns die Zukunft abhandenkommt? Die Angst vor dem zivilisatorischen Untergang ist weit verbreitet, doch bezeichnenderweise bleibt sie, wie die Soziologin Alexandra Schauer beobachtet, in der Gesellschaft oft folgenlos. In ihrem Buch "Mensch ohne Welt - Eine Soziologie spätmoderner Vergesellschaftung" analysiert sie, warum uns zwar das Ende der Welt vorstellen können, aber keine andere Gesellschafts- oder Wirtschaftsordnung, warum uns alle Utopien abhandengekommen sind. Der Philosoph Andreas Urs Sommer hält eine optimistischere Weltauslegung dagegen und verweist auf den Zuwachs an tatsächlichen Möglichkeiten. Beide Denker sehen eine Gefahr, dass mit Angst und Schrecken die Mündigkeit des Bürgers eingeschränkt wird.
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Jan 13, 2025 • 17min

Im Dunkel des Museums-Depots (Folge 13): Geheimes Burgdepot bei Würzburg

"Purifizierung" in der katholischen Kirche: Wie ein neogotischer Altar in einem geheimen Lager bei Würzburg vor der Zerstörung gerettet werden konnte. Eine Reportage von Jan Limpert
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Jan 9, 2025 • 24min

Schadet die Social-Media-Kultur allmählich unserem Lesevermögen?

Es gibt alarmierende Untersuchungen aus ganz Europa: 2024 stellte eine Umfrage in Großbritannien fest, dass die Hälfte der Erwachsenen dort nicht mehr regelmäßig liest. Jeder vierte Jugendliche zwischen 16 und 24 Jahren behauptete bei dieser Gelegenheit gar, noch nie einen längeren Text gelesen zu haben. Eine medizinische Untersuchung in Schweden wiederum legte im Dezember 2024 nahe, dass sich aufgrund des übermäßigen Konsums von Social Media inzwischen auch die Gehirne von jungen Menschen verändert haben. Gilt das auch für Deutschland? Kerstin Paschke arbeitet in Hamburg als Kinderärztin, Psychiaterin und Psychologin mit dem Fachgebiet Jugend-Suchtverhalten. Ihr Befund ist eindeutig. Die sozialen Medien sind ein sehr weit verbreitetes Suchtmittel unter Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Sie sagt, dass mindestens eine Million Kinder und Jugendliche hierzulande eine "problematische Mediennutzung" zeigen, das heißt im Schnitt dreieinhalb Stunden täglich Social Media konsumieren. "Die Medien werden wichtiger als alles Andere, als Freunde, als das Fußballtraining, als die Schule. Die Betroffenen nehmen dann in Kauf, dass das Verhalten zu negativen Folgen führt. Und dann kommt es zu beträchtlichen Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit, der körperlichen Gesundheit, des Familienlebens durch viele Streitigkeiten, des Kontaktes mit Gleichaltrigen, der schulischen Leistungen. "Wegen dieses eklatanten Zeitmangels durch Social Media Konsum droht also mit dem Lesen eine wichtige Kulturtechnik an ihr Ende zu kommen. Oder doch nicht? Was können die Schulen dagegen unternehmen, wenn schon viele Elternhäuser versagen, weil auch hier die Momente zum gemeinsamen Vor-Lesen immer knapper werden? Anja Bensinger-Stolze ist bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Deutschland für den Bereich Schule zuständig. Die Lehrerinnen und Lehrer haben inzwischen gegen Social Media einen schweren Stand. "Wenn man sich das anguckt, zum Beispiel TikTok, Instagram, die mit ganz schnellen und kurzen Stories. Die Aufmerksamkeitsspanne der Kinder und Jugendlichen verkürzt sich sehr."Auch der Umgang mit dem sehr alten Medium Buch muss in den Schulen erprobt werden. Am besten geht das, wenn die Schülerinnen und Schüler direkt mit ihm konfrontiert sind. Anja Bensinger-Stolze verweist auf die nach wie vor starke Präsenz von Schulbibliotheken. Hierhin müssten die Lehrerinnen und Lehrer ihre Schüler gezielt begleiten und Hemmschwellen abbauen.
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Jan 7, 2025 • 18min

Delschad Numan Khorschid – Schauspieler, Erzähler, Fotograf

Im Münchner Residenztheater ist er etwa als schauspielversessener Handwerker in Shakespeares "Sommernachtstraum" zu erleben. Ebenso ist Delschad Numan Khorschid Schriftsteller, Fotograf und Maler - und erzählt die ungehörten Geschichten. Ein Porträt.
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Jan 6, 2025 • 14min

Im Dunkel des Museums-Depots (Folge 12): Koloniale Souvenirs: Was eine Fotosammlung im Augsburger Textilmuseum über die Ausbeutung durch bayerische Unternehmer im Cotton Belt verrät

In unserer Serie "Leichen im Keller" nehmen wir Sie diesmal mit auf eine Weltreise: Wir folgen Bayerischen Textilfabrikanten nach Atlanta, wo im Oktober 1907 die bis dato weltweit größte Baumwollkonferenz stattfand. Die Unternehmer aus Augsburg und Kempten trieb dabei die Sorge um, von den Produzenten vor Ort übers Ohr gehauen zu werden - die Dienstreise sollte Klarheit schaffen über die Bedingungen der Baumwollproduktion im Cotton Belt. Einer der Fabrikanten hat während des Aufenthalts Fotos gemacht. Im Depot des Staatlichen Textil- und Industriemuseums Augsburg, kurz TIM, lagern bis heute vielsagende Dokumente dieser Exkursion. Sie erzählen von der Baumwollproduktion jener Jahre, den Lebensumständen der schwarzen Bevölkerung und knallharten Geschäftsinteressen. Astrid Mayerle durfte sich diese besondere Foto-Sammlung im TIM anschauen - ausnahmsweise.
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Dec 30, 2024 • 20min

„Pro und Kontra“ – die journalistische Verpackung von Elon Musks AFD-Unterstützung

Gastbeiträge von Milliardären und Social-Media-Dynamik - ein Gespräch mit Harald Stocker vom Bayerischen Journalistenverband über Presseethos und Sorgfaltspflicht. Außerdem: Kleine Geschichte des Film-Schnees / Rückblick auf Mode und Stil 2024
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Dec 19, 2024 • 31min

Nach dem Pelicot-Prozess: Wie misogyn ist unserer Gesellschaft?

Die Täter sind verurteilt, der Fall damit aber nicht abgeschlossen. Auch nach dem Urteil im Vergewaltigungsprozess von Avignon bleibt das Problem misogyner Gewalt virulent. Das BKA berichtet seit Jahren von steigenden Fallzahlen. Gerade hat der NDR eine Recherche veröffentlicht, die von Telegram-Gruppen berichtet, in den sich zehntausende Männer über Vergewaltigungs-Fantasien austauschen, sie planen und mutmaßlich auch durchführen. - Angesichts all dessen: Wie "normal" ist Gewalt gegen Frauen in unserer Gesellschaft? Wie entsteht Frauenhass? Und was können Staat und Zivilgesellschaft dagegen tun? Das fragen wir in dieser Sendung den Sozialpsychologen Rolf Pohl und die Juristin Asha Hedayati. Lektüreempfehlungen: "Die stille Gewalt. Wie der Staat Frauen alleinelässt" von Asha Hedayati, erschienen im Rowohlt Verlag. "Feindbild Frau. Männliche Sexualität, Gewalt und die Abwehr des Weiblichen" von Rolf Pohl, erschienen im Offizin Verlag. Zur Recherche des NDR zu Vergewaltiger-Netzwerken auf Telegram: https://www.youtube.com/watch?v=GLrzyOLJUtk
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Nov 28, 2024 • 27min

Regelbruch als Erfolgskonzept? Über die Rückkehr der "Starken Männer" in der Politik

Diese starken Männer mit ihren Allmachtsphantasien heißen Erdogan, Bolsonaro und Orban, Putin und Trump. Wieso sind sie so erfolgreich? Das diskutieren der Soziologe Ulrich Bröckling und die Medienwissenschaftlerin Dorna Safaian.

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