

AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie
Karl Urban und Franziska Konitzer
Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziskia Konitzer und Karl Urban regelmäßig Geschichten, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert – oder die sie in den Tiefen und Untiefen des Universums aufgestöbert haben. Es sind wahre Geschichten aus Astronomie und Astrophysik, Geologie und Geowissenschaften.
Episodes
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May 19, 2015 • 53min
Kometenbilder und offene Forschung
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke!
Seit über acht Monaten kreist Rosetta um den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko. An Bord befinden sich zehn Instrumente, unter denen eines hervorsticht: Die Kamera OSIRIS füllt fast ein Viertel der wissenschaftlichen Nutzlast aus. Die hochaufgelösten Bilder von OSIRIS gehören wohl zu den öffentlich gefragtesten Daten von Rosetta.
Ich habe darüber mit Holger Sierks gesprochen, dem Kamerachef von OSIRIS am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen. Das OSIRIS-Team umfasst heute 83 Personen, die europaweit über neun Institute in vielen Ländern verteilt sind. In der ersten Hälfte sprechen wir über die Kamera, wie sie funktioniert, und wie aufwendig es ist, anhand der Bilder zu forschen. Im zweiten Teil sprechen wir über die vielen tausend Bilder, die OSIRIS bis heute übermittelt hat und die bisher zu 99% beim Max-Planck-Institut liegen. Zuletzt geht es um offene Forschung – und die Schwierigkeiten, die sich dabei ergeben könnten.
Transparenz-Hinweis: Der Autor dieses Podcasts war im Juli 2014 Mitautor eines offenen Briefs an Holger Sierks und andere Wissenschaftler hinter der Rosetta-Mission. Darin wurde gefordert, mehr Bilder der Mission sofort öffentlich freizugeben.
Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA – CC BY-SA 4.0
Links
WP: RosettaWP: KometMPS: Kamera OSIRISWP: KomaWP: EquinoxImmotep-Region auf Komet 67PWP: GiottoWP: Tempel 1WP: CCDWP: Planetary Science ArchiveWP: Galaxy ZooWP: Seti@home

Apr 17, 2015 • 20min
Philaes Magnetkompass
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Vor fünf Monaten landete Philae auf einem Kometen, gerade 2 Tage, 7 Minuten und 56 Minuten später war alles vorbei. Philae hat in dieser Zeit viele Daten gesammelt. – Aber wo genau der Lander (nach zwei ungewollten Sprüngen) zum Stehen kam, ist bis heute ungeklärt.
Ich sprach in Wien mit zwei Forschern darüber, inwiefern Philaes Position etwas genauer bestimmt werden konnte. Karl-Heinz Glaßmeier nutzte dazu ein im Herbst mit Rosetta entdecktes Signal, das die Magnetometer an Bord beider Sonden aufgefangen hatten. Und das diente jetzt als Trägersignal, um wie ein Magnetkompass Philaes Lage im Raum etwas genauer zu bestimmen. Tatsächlich geht es dabei aber auch um plasmaphysikalische Effekte im Kometenumfeld.
Im Anschluss folgt ein zweites Interview mit Stefan Ulamec, dem Projektmanager von Philae. Er erzählt vom Stand bei der Suche nach Philae. Und er berichtet, wann genau der Lander vielleicht wegen der immer stärkeren Sonnenstrahlung aufwachen könnte.
Grafik: ESA
Links
General Assembly, European Geosciences Union (EGU)WP: PhilaeWP: RosettaWP: 67P/Tschurjumow-GerasimenkoWP: Karl-Heinz Glassmeier, TU BraunschweigESA: Magnetometer auf Rosetta im Rosetta Plasma Consortium (RPC)WP: Halleyscher KometWP: GiottoIp & Axford: The formation of a magnetic-field-free cavity at comet Halley, Nature (1987)Stefan Ulamec, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Jan 28, 2015 • 1h 22min
Geschichte der Geologie
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Geologen sind Menschen, die Steine verstehen. Aber über lange Zeit verstanden Forscher nicht ansatzweise, wie die feste Erde entstanden ist. Sie rätselten über die Rolle der Vulkane. Sie wunderten sich über Fossilien von Meerestieren hoch in den Bergen. Vor allem aber mussten sie sich nach der Bibel richten, denn die Entstehung der Welt war klar die Domäne der Kirche.
Ich wage mit David Bressan einen Spaziergang über die verschlungenen Pfade der Geschichte der Geologie. David ist freiberuflicher Geologe aus Südtirol und bloggt in seiner Freizeit über die Geschichte der Geologie – und das dreisprachig.
Titelbild: public domain / Wikimedia Commons / ‚Mr. Grey‘ in Crispin Tickell’s book ‚Mary Anning of Lyme Regis‘ (1996)
Bilder
Die wohl erste geologische Karte: Der Turiner Papyrus von 1160 v. Chr. (gemeinfrei)
Erste moderne geologische von William Smith, 1769 – 1839 (gemeinfrei)
Henry Thomas De la Beche (1796-1855): Geologin Mary Anning sucht Fossilien (gemeinfrei)
Links
David Bressan: Geschichte der Geologie / History of Geology / Storia della GeologiaWP: Turiner PapyrusWP: ElbaWP: EtruskerWP: SintflutWP: Georgius AgricolaAgricola: De re metallica libri XII (Hauptwerk)WP: WünschelrutenWP: Nicolaus Steno / Nils StensenWP: Sedimente und SedimentgesteineWP: Magmatische GesteineWP: Metamorphe GesteineWP: Robert HookeWP: Hookesches GesetzWP: Charles DarwinWP: NeptunismusWP: PlutonismusWP: BasaltWP: Georges CuvierWP: Abraham Gottlob WernerWP: Leopold von BuchWP: Alexander von HumboldtWP: William SmithGeschichte der Geologie: William Smith – Methodische UrsprüngeAmazon: Eine Karte verändert die WeltWP: LeitfossilienWP: Alfred WegenerWP: KontinentaldriftWP: PlattentektonikWP: Mittelozeanischer Rücken

Jan 22, 2015 • 47min
Methan und organisches Material auf dem Mars
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Der Mars und die Erde sind keine Zwillinge. Während es dort nur trockene Wüsten und eine ungewöhnliche dünne Atmosphäre gibt, ist die Erde bewohnbar. Umso erstaunlicher war der Fund von Methangas in der Atmosphäre des Mars, der gerade zehn Jahre alt ist. Immerhin entweicht Methan auf der Erde neben Vulkanen auch vielen Mikroorganismen, Tieren und sogar Pflanzen. Wo genau das Marsmethan herstammt, ist bislang noch umstritten. Ein neuer Fund hat die Diskussion allerdings gerade weiter angeheizt: Der NASA-Rover Curiosity beobachtete einen rasanten Anstieg des Gases.
(Bild: © Frank Keppler)
Ich habe deshalb das Thema mit einem Forscher diskutiert, der sich damit auskennt: Frank Keppler ist frisch berufener Heisenberg-Professor am Institut für Geowissenschaften der Universität Heidelberg. Er hat vor einigen Jahren die Methanemissionen von Pflanzen entdeckt und damit weltweit für Aufregung gesorgt. Er forscht auch zu Methanquellen auf dem Mars. Und er ist sehr vorsichtig, wenn es darum geht, über Leben auf dem Roten Planeten zu spekulieren.
Titelbild: NASA JPL / Ken Kremer / Marco di Lorenzo)
Bilder
Sommerliche Methanplumes auf dem Mars (Bild: NASA)
Denkbare Ursachen für Methan auf dem Mars (Bild: NASA/JPL-Caltech/SAM-GSFC/Univ. of Michigan)
Links
Prof. Frank Keppler, Institut für Geowissenschaften, Universität HeidelbergWP: MethanWP: TreibhausgasWP: ErdgasStudie: Pflanzen geben Methan ab (Keppler et al.: Methane emissions from terrestrial plants under aerobic conditions, Nature 2006)WP: PermafrostbodenWP: EisbohrkernStudie: Erster Nachweis von Methan auf Mars (Formisano et al.: Detection of Methane in the Atmosphere of Mars, Science 2004)Studie: Methanplumes auf dem Mars (Mumma et al.: Strong Release of Methane on Mars in Northern Summer 2003, Science 2009)WP: UV-StrahlungWP: MikrometeoritenWP: Murchison-MeteoritStudie: UV-Strahlung setzt Methan aus Meteoriten frei (Keppler et al.: Ultraviolet-radiation-induced methane emissions from meteorites and the Martian atmosphere, Nature 2012)NASA: Curiosity Detects Methane Spike on Mars (Dezember 2014)WP: Methanclathrate (englisch)Roman: Frank Schätzing, Der SchwarmWP: ChlormethanWP: Stabile IsotopeWP: ExomarsWP: Perchlorate

Dec 11, 2014 • 22min
Ozeanbildung ohne Kometen
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Vier Monate umkreist Rosetta nun Tschurjumow-Gerasimenko. Die erste Kometenlandung ist Geschichte, der Lander Philae eingeschlafen. Die Muttersonde kreist aber weiter – und wird das wohl noch über ein Jahr lang tun. Nun gibt es erste handfeste Ergebnisse von ihr: Das Massenspektrometer ROSINA an Bord von Rosetta hat so etwas wie den Fingerabdruck des Wassers gemessen. Das Resultat scheint überraschend: Das Wasser der Erde kam kaum von einem Kometen wie Tschuri, vermutlich spielten Kometen als Wasserlieferanten überhaupt keine Rolle.
Um die neuen Daten zu verstehen, habe ich mit Kathrin Altwegg gesprochen. Sie ist Professorin in der Abteilung für Weltraumforschung und Planetologie der Universität Bern. Und sie ist verantwortlich für ROSINA: Das Rosetta Orbiter Spectrometer for Ion and Neutral Analysis. Es besteht aus zwei Massenspektrometern und einem Gasdrucksensor.
Titelbild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA – CC BY-SA 4.0
Bilder
Kathrin Altwegg (Bild: CC-BY 2.0 Georg Eberle / TedX Bern)
Unter Kometen wurden verschiedene Werte von Deuterium über Wasserstoff (D/H) gemessen. Komet 67P Tschuri sticht aber hervor. (Bild: ESA, Daten aus Altwegg et al. 2014)
Links
Kathrin Altwegg: Institutsseite, Interview beim Schweizer RadioAltwegg et al: A Jupiter family comet with a high D/H ratio, Science (2014)ESA Science: ROSINAWP: RosettaWP: DeuteriumWP: WasserstoffWP: GiottoWP: KuipergürtelWP: Herschel-TeleskopWP: Komet Hartley 2WP: Oortsche WolkeWP: Late Heavy BombardmentWP: Orbitale Resonanz

Nov 19, 2014 • 22min
Die erste Kometenlandung
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Am 12. November 2014 landete erstmals in der Geschichte eine Raumsonde auf einem Kometen: Philae. Nach zwei ungewollten Hüpfern stand Philae – und begann wissenschaftliche Daten der unbekannten Kometenwelt zu sammeln. Leider arbeitete die Sonde nur 56 Stunden – danach war die Hauptbatterie an Bord erschöpft.
(Bild: Fred Goesmann)
Sechs Tage später traf ich mich mit Fred Goesmann für ein Interview: Er ist leitender Wissenschaftler für das Instrument COSAC auf Philae (Cometary Sampling and Composition Experiment). Es ist so etwas wie die Nase der Sonde: Sie kann die vielen organischen Verbindungen im Kometenmaterial untersuchen, von denen wir längst noch nicht alle kennen. COSAC ist somit auch eines der komplexesten Instrumente an Bord – samt einem Gaschromatographen und einem Massenspektrometer, wofür zuvor das Material in winzigen Öfchen gekocht werden muss.
Fred Goesmann erzählt, wie er die kurze Missionszeit von Philae erlebte, was er in seinen (längst noch nicht fertig ausgewerteten) Daten erwartet – und ob Philae vielleicht wieder aufwachen könnte.
Titelbild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA
Bilder
Abstiegskamera ROLIS: Philae hinterlässt Abdrücke im Staub – den der Lander wohl auch aufwirbelte (Bild: ESA / Rosetta / Philae / ROLIS / DLR; ESA / Rosetta / MPS for OSIRIS-Team MPS / UPD / LAM / IAA / SSO / INTA / UPM / DASP / IDA; Emily Lakdawalla)
Philae landet – und fliegt weiter (Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)
Philae steht: Auf was er blickt, bleibt unklar. Im Vordergrund: Eines der drei Landebeine. (Bild: ESA/Rosetta/Philae/CIVA)
Links
Göttingen-Wiki: Fred GoesmannInstrument COSAC auf PhilaeInstrument PTOLEMY auf PhilaeESA: Philae im Flug, von Rosetta aufgenommenWP: MassenspektrometerDLR: MUPUS Hammer klopft

Oct 23, 2014 • 1h 35min
Rohstoffe
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Der Mensch kommt nicht ohne sie aus. Menschliche Kultur ohne sie wäre undenkbar. Jeder ist auf sie angewiesen – aber niemand will die Industrie in seinem Vorgarten haben: Es geht um Rohstoffe.
Ein weites Thema, das in dieser Folge von Gunnar Ries (Mineraloge) und Karl Urban (Geologe) ergründet wird, heruntergekocht und moderiert von Faldrian.
Titelbild: Andreas Feininger / Library of Congress Prints and Photographs Division, Farm Security Administration – Office of War Information Collection / Wikimedia Commons / gemeinfrei
Grafiken
Fakten
1970 förderten Bergwerke noch halb so viel Metalle 1999: Da waren es 9,6 Milliarden Tonnen [1]Energiebedarf des globalen Bergbaus in späten 1990er Jahren: 10% des Weltenergieverbrauchs [1]SO2-Emissionen des globalen Bergbausin späten 1990er Jahren: 13% der globalen Emissionen [1]Bis 2050 dürften Bergwerk 2-3 mal mehr Material fördern als heute [2]Anders als erzählt, passierte der erste Nachweis von Aluminium noch ohne elektrolytische VerfahrenDas von Johannes Gutenberg verwendete Metall heißt Antimon. Wir sprechen von Antimonit – das ist das Mineral, aus dem Antimon gewonnen wird.
Quellen
[1] A. Whitmore: The emperors new clothes: Sustainable mining?, Journal of Cleaner Mining, 2006
[2] P. Laznicka: Giant Metallic Deposits: Future Sources of Industrial Metals, Springer, 2010
Links
Gunnar Ries: Mente e MalleoFaldrian: Twitter / BlogWP: RohstoffeWP: BergbauWP: KupferWP: KupfersteinzeitWP: QuecksilberWP: BronzenWP: BronzezeitWP: ZinnWP: EisenWP: EisenzeitWP: BleiWP: Johannes GutenbergWP: DruckerpresseWP: LetternWP: Antimonit / AntimonWP: AluminiumWP: LithiumWP: TritiumWP: AlchemieAmazon: Die Welt der RohstoffeWP: LagerstätteWP: MagmatismusWP: Fraktionierung / Fraktionierte KristallisationWP: Merensky-Reef (Platinlagerstätte)WP: Überkritischer ZustandWP: GangWP: GeodenWP: KieselsäureWP: NickelWP: Sudbury-Lagerstätte / -BeckenWP: ReichweiteWP: Peak Oil (Erdölfördermaximum)KSL: Kupfer Schiefer LausitzWP: Seltene ErdenWP: Mountain Pass MineWP: Fracking, Hydraulic FracturingAG006 FrackingWP: Urban MiningWP: BioleachingWP: Lake George, UgandaAG009 Faires GoldWP: FairphoneMente e Malleo: Macht Windenergie Krebs?AstroGeo: Eine Welt ohne Bergwerke: Geht das?WP: Mittelozeanischer RückenWP: Asteroid MiningNational Geographic: Meteorite Beads Oldest Example of Metalwork

Sep 16, 2014 • 57min
Isländische Vulkane
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Sie heißen Eyjafjallajökull, Grímsvötn und momentan Bárðarbunga: Isländische Vulkane sind spätestens nach der Aschewolke von 2010 in aller Munde, wenn sie denn aussprechbar sind. Wir wissen mittlerweile: Island ist die Insel der Vulkane, die jederzeit ausbrechen können und die nicht nur das Leben einiger skandinavischer Bauern sondern von uns allen beeinflussen können.
Am 28. August 2014 begann der Bárðarbunga, viel Lava in das Vorland des Gletschers Vatnajökull zu schicken. Das nehme ich zum Anlass, mit Tobias Dürig zu sprechen. Der Würzburger Geophysiker arbeitet gerade an der Universität Island am europäischen Forschungsprojekt FutureVolc, das Ausbrüche zukünftig berechenbarer machen soll. Tobias beobachtet deshalb auch den aktuellen Ausbruch.
Zuletzt eine Empfehlung: Nebenan im Blog von Christian gibt es derzeit tägliche Infos zum aktuellen Ausbruch und der Ausbreitung des neuen Lavafelds, darunter auch eindrucksvolle Videos.
Titelbild: CC-BY 2.0 Sverrir Thorolfsson
Links
Tobias Dürig, Uni Würzburg (z.Zt. Universität Island)Physikalisch-Vulkanologisches Labor, Uni WürzburgProjekt FutureVolcWP: Phreatomagmatische EruptionWP: StromboliWP: Ausbruch im Bárðarbunga-Vulkansystem 2014WP: Ausbruch des Eyjafjallajökull 2010WP: Effusiver AusbruchWP: Gletscher VatnajökullWP: GrímsvötnWP: AskjaKrafla FiresWP: Gletscherlauf – JökullhlaupWP: Geology of IcelandWP: Mittelozeanischer RückenWP: HotspotWP: MýrdalsjökullWP: KatlaWP: HeklaWP: Holuhraun-LavafeldWebcam Bárðarbunga 1 / Webcam Bárðarbunga 2WP: Leidenfrost-Effekt

May 12, 2014 • 46min
Strahlung für die Raumfahrt
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Der Weltraum ist gefährlich und eine Reise dorthin ist riskant. Das war so, als der erste Mensch ins All startete – und es ist bis heute so. Selbst unbemannte Satelliten und Raumsonden sind ständig bedroht: Extreme energiereiche Teilchen von der Sonne und tief aus dem Universum können immense Schäden anrichten. Elektronische Bauteile müssen entsprechend gehärtet werden, um unter dem Teilchenstrom nicht schnell Schaden zu nehmen.
Dabei ist es bis heute aber nicht möglich, in irdischen Labors die kosmische Strahlung korrekt nachzubilden. Zwar testen Raumfahrtingenieure die Bordcomputer und Sensoren von Satelliten ausgiebig. Kosmische Strahlung wirklich im Labor zu erzeugen, ist aber nicht möglich.
Darüber spreche mit Oliver Karger, Doktorand am Institut für Experimentalphysik der Universität Hamburg. Er arbeitet an einer neuen Methode, kosmische Strahlung mit Lasern im Labor nachzubilden. Und er will dazu beitragen, dass Satelliten und Sonden bald deutlich realistischer getestet werden können, um Missionen eines Tages vielleicht zuverlässiger und langlebiger zu machen.
Titelbild: NASA Goddard Spaceflight Center
Links
WP: Kosmiche StrahlungWP: RadioaktivitätWP: SupernovaWP: Van-Allen-GürtelWP: ElektronenvoltWP: Single Event UpsetWP: SonnenwindAstronews.com: Jupiters Strahlungsgürtel intensiver als gedachtWP: Exponentielle VerteilungWP: LaserWP: Elektrisches FeldWP: ESTECWP: OktokopplerWP: Juno-Raumsonde

Mar 31, 2014 • 1h 4min
Kosmische Chemie
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Millionen Objekte bevölkern unser Sonnensystem: von winzigen Asteroiden über mittelgroße Gesteinsplaneten bis zu den gewaltigen Gasriesen. All das ist vor langer Zeit aus einer Urwolke entstanden und diese Einsicht ist schon über 200 Jahre alt. In den letzten Jahrzehnten haben Forscher aber gelernt, aus der Chemie von Meteoriten deutlich mehr herauszulesen. Die Geochemie eröffnet uns einen tiefen Blick in die Geschichte des Sonnensystems – bis zur Entstehung des Lebens.
Mit Mario Trieloff von der Universität Heidelberg wage ich einen Ritt durch die letzten 4,6 Milliarden Jahre, alle Körper des Sonnensystems und die Innereien der Erde. Er ist Professor am Institut für Geowissenschaften und leitet die Forschungsgruppe Geo- und Kosmochemie.
Grafik: NASA Jet Propulsion Laboratory / California Institute of Technology
Links
Mario Trieloff, Universität HeidelbergWP: GeochemieWP: KosmochemieWP: Viktor Moritz GoldschmidtWP: MassenspektrometrieWP: MeteoritenWP: ErdkrusteWP: Formation and evolution of the solar system (engl.)WP: UrwolkeWP: Uran-Blei-DatierungWP: AsteroidWP: PlanetesimalWP: AsteroidengürtelWP: Aluminium-26 (engl.)WP: ZerfallswärmeWP: ErdkernWP: MantelplumeWP: Heiße Flecken / HotspotsWP: Klassifikation nach Goldschmidt: Siderophile ElementeWP: Mittelozeanischer RückenWP: ErdkrusteWP: BasaltWP: PyroxenWP: FeldspatWP: SonnenwindESO: Schneegrenze fotografiertWP: Spätes großes BombardementWP: KometWP: KuipergürtelWP: Komet Wild 2WP: Raumsonde StardustWP: Raumsonde RosettaWP: Interstellarer Staub


