

buch|essenz
Friedrich-Ebert-Stiftung
Mit der buch|essenz stellen wir Sachbücher von besonderer Bedeutung für den gesellschaftlichen Diskurs, als Buchzusammenfassungen für dich bereit. Du musst Sachbücher mit mehreren hundert oder gar tausend Seiten nicht gänzlich lesen, um die Kernaussagen und Argumente der Autoren zu verstehen – denn genau dies decken unsere kompakten Buchessenzen ab.
Mehr: www.fes.de/buch-essenz
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Episodes
Mentioned books

Jun 25, 2021 • 16min
Julia Friedrichs (2021): Working Class
Julia Friedrichs schildert den Ist-Zustand der gesellschaftlichen Ungleichheit in Deutschland, besonders die Kluft zwischen Kapital und Arbeit. Sie erläutert anschaulich, wie und warum diese Kluft in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gewachsen ist. Den Kern des Werks bilden drei Langzeit-Reportagen über Menschen, die teils ohne, teils mit bester Ausbildung trotz intensiver Anstrengung bei Vollzeitarbeit nur knapp über die Runden kommen und kaum Rücklagen für die unvorhersehbaren Lebensereignisse bilden können.

May 21, 2021 • 22min
Andreas Reckwitz (2017): Die Gesellschaft der Singularitäten
Andreas Reckwitz untersucht, wie sich das Streben nach Singularisierung in der spätmodernen Gesellschaft im Strukturwandel von Ökonomie, Arbeitswelt, Technologie, Lebensstilen und Politik wiederfindet, und zeigt auf, welche teils widersprüchlichen gesellschaftlichen Dynamiken freigesetzt werden. Die spätmoderne Gesellschaft erhebt, anders als die Gesellschaften zuvor, das Besondere und Singuläre zum gesellschaftlichen Maßstab. Alles soll individuell, besonders, wertvoll sein; Selbstverwirklichung ist das vorherrschende Ziel. Wem sie gelingen kann und wem eher nicht, und welche gesellschaftlichen Unwuchten dies zeitigt, ist Teil dieser großen Gesellschaftsanalyse.

May 14, 2021 • 18min
Andreas Kossert (2020): Flucht – Eine Menschheitsgeschichte
Geflüchtete haben ein Gesicht, einen Namen und eine persönliche Geschichte. Der Historiker Andreas Kossert schildert anhand von vielen biographischen Schilderungen ein großes Panorama von Fluchtschicksalen des 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Er macht deutlich, dass Flucht ein schwerer Lebenseinschnitt ist. Das Verlassen der Heimat und die Aufgabe seines bisherigen Lebens; die Ankunft und das Zurechtfinden an einem Ort, an dem man eigentlich gar nicht sein wollte, das ist eine Herausforderung, die ohne Solidarität und das Verständnis für diese Situation seitens der Aufnahmegesellschaften nicht gelingen wird.

May 4, 2021 • 15min
Björn Hacker (2018): Weniger Markt, mehr Politik
Wie kann Europa gestärkt werden? Für Björn Hacker ist die Antwort klar: Einseitige Marktgläubigkeit und zu wenig Politik haben Europa in die Krise geführt. Die Märkte müssen politisch wieder eingehegt werden. Dazu liefert Hacker eine überzeugende Analyse und konkrete Vorschläge – für neuen Wohlstand und Zukunftsvertrauen.

Apr 23, 2021 • 19min
Emmanuel Saez & Gabriel Zucman (2020): Der Triumph der Ungerechtigkeit
Emmanuel Saez und Gabriel Zucman räumen mit einem hartnäckigem Narrativ auf: das Ungleichheit unvermeidbar sei und die niedrige Besteuerung hoher Vermögen alternativlos. Sie stützen sich dabei auf eine brillante historische Analyse der US-Verteilungspolitik. Sie zeigen, wie es dazu kommen konnte, dass Einkommen wie Vermögen so dramatisch auseinandergedriftet sind – und warum dies das Ergebnis bewusster Politik ist. Zudem zeigen die beiden, dass die Steuervermeidungsstrategien international tätiger Unternehmen weder zu rechtfertigen, noch unabänderbar sind. Das Buch liefert eine wichtige Vorlage dafür, zu diskutieren, welchen Beitrag Besteuerung leisten kann, um die Spaltung von Gesellschaften zu stoppen. Emmanuel Saez und Gabriel Zucman haben mit ihrem Buch den Hans-Matthöfer-Preis für Wirtschaftspublizistik 2021 gewonnen.

Mar 26, 2021 • 16min
Naika Foroutan & Jana Hensel (2020): Die Gesellschaft der Anderen
Foroutan und Hensel analysieren und bewerten zentrale gesellschaftliche und politische Ereignisse der vergangenen 30 Jahre. Sie zeigen, dass das zutiefst demokratische Versprechen von Gleichheit, Teilhabe und sozialer Gerechtigkeit für weite Teile der deutschen Gesellschaft noch immer nicht verwirklicht ist. Im Zentrum vieler gesellschaftlicher Debatten stehen immer wieder zwei Gruppen: Menschen mit Migrationsgeschichte und Ostdeutsche. Um gesellschaftliche Phänomene wie Rechtsextremismus, Rassismus und soziale Ungleichheit wirklich verstehen zu können, braucht es die Perspektiven von Menschen mit Migrationsgeschichte und die der Ostdeutschen – also die der „Gesellschaft der Anderen“.

Jan 30, 2021 • 16min
Matthias Quent (2019): Deutschland rechts außen
Was ist Rechtsradikalismus, warum ist er erfolgreich und wie kann man ihn bekämpfen? Angesichts der hohen Wahlergebnisse der Alternative für Deutschland (AfD) und der Zunahme rechtsextremer Gewalttaten sind diese Fragen eindringlicher denn je. Matthias Quent liefert detaillierte Einsichten zur Strategie der Rechtsradikalen und zu den Strukturen, von denen sie profitieren.

Jan 29, 2021 • 15min
Maja Göpel (2020): Unsere Welt neu denken
Klimawandel, Ungleichheit und der digitale Fortschritt verlangen von allen, unsere Welt neu zu denken. Maja Göpel analysiert, warum wir es zu den ökologischen und sozialen Problemen haben kommen lassen. Das Hauptproblem besteht in unserem gegenwärtigen Verständnis von Wachstum. Es ist nicht vereinbar mit einer nachhaltigen Wirtschaftsweise. Dabei führt Konsumverzicht nicht zwingend zu Wohlstandsverlusten und technologischer Fortschritt nicht zwangsläufig zu mehr Nachhaltigkeit. Für einen Wandel zu einer besseren Welt muss der Staat die Richtung vorgeben, in die sich der Markt entwickeln soll.

Dec 18, 2020 • 20min
Thomas Piketty (2020): Kapital und Ideologie
Ungleichheiten – jede Gesellschaft muss sie rechtfertigen. Das tatsächliche Maß an Ungleichheit lässt sich nicht mehr rechtfertigen und hinnehmen. Eine Koalition für mehr Gleichheit braucht neue Ideen, eine bessere Ideologie, eine alternative Erzählung.

Dec 15, 2020 • 17min
Lisa Herzog (2019): Die Rettung der Arbeit
Die digitale Transformation wird unser Verständnis von Arbeit grundlegend verändern. In Gesellschaften mit Arbeitsteilung sind alle, die am Arbeitsprozess teilnehmen, voneinander abhängig. Der Prozess der digitalen Transformation muss deswegen aktiv gestaltet werden, sodass der Effizienzgewinn nicht einseitig zugunsten großer Digitalkonzerne ausfällt.


