Handelsblatt Today – Der Finanzpodcast mit News zu Börse, Aktien und Geldanlage

Solveig Gode, Nicole Bastian, Sandra Groeneveld, Nele Dohmen, Anis Mičijević, Ben Mendelson
undefined
Sep 12, 2022 • 28min

Drohende Pleitewelle am Energiemarkt: Was kommt jetzt auf Verbraucher zu? / Kommentar zur Lage in der Ukraine

Handelsblatt Today vom 12.09.2022 Immer mehr Energieunternehmen plagen Liquiditätsprobleme. Viele sind deshalb auf Staatshilfen angewiesen. Wie es am Energiemarkt jetzt weitergeht. Deutschland schnürt ein Rettungspaket von über 15 Milliarden Euro für Uniper. Denn die Bundesrepublik kann sich eine Pleite des größten Gasimporteurs des Landes in diesem Winter nicht erlauben. Uniper sei zum „Spielball“ im Ukrainekrieg geworden, sagt CEO Klaus-Dieter Maubach. Weil jetzt große Mengen Gas aus Russland fehlen, muss das Unternehmen Ersatz auf dem Markt einkaufen, um weiterhin liefern zu können. Und der ist extrem teuer: Allein der Gaspreis ist innerhalb von einem Jahr um über 600 Prozent gestiegen. Das Unternehmen machte deshalb im ersten Halbjahr ganze 50.000 Euro Verlust – und das pro Minute. Zeitweise verlor es im August mehr als 100 Millionen Euro an einem Tag. Die Lage am Energiemarkt ist angespannt. Und nicht nur Uniper plagen deshalb Liquiditätsprobleme: Auch Sefe und VNG, der zweit- und der drittgrößte Gashändler des Landes, müssen vom Staat gerettet werden. Ebenso gehen immer mehr kleineren Energieunternehmen die Mittel aus. Laut Branchenkreisen sollen bereits über 20 Stadtwerke über mögliche finanzielle Unterstützung mit der Bundesregierung in Kontakt sein. „Es kann sein, dass doch deutlich mehr Unternehmen in Schieflage geraten und staatliche Hilfe benötigen“, befürchtet Handelsblatt-Redakteurin Catiana Krapp. Diese Unternehmen könnten dann zum Beispiel hohe Kredite brauchen, erklärt sie im Interview mit Handelsblatt-Today-Host Tobias Gürtler. Ist die große Pleitewelle am Energiemarkt noch aufzuhalten? Wie viele Unternehmen wird der Staat noch retten müssen – wie viele wird er überhaupt retten können? Und was bedeutet das für Verbraucher? All das besprechen die beiden in dieser Folge von Handelsblatt Today. Außerdem: Die Ukraine konnte in den letzten Tagen militärische Erfolge verzeichnen. Jetzt ist selbst der Einsatz von Atomwaffen durch Russland nicht mehr ausgeschlossen. In der heutigen Folge hören Sie einen Kommentar von Russlandkorrespondent Mathias Brüggmann zur Lage im Ukrainekrieg. Er erklärt, warum Putin jetzt ins Risiko gehen muss – und warum die Ukraine jetzt mehr denn je die Unterstützung des Westens braucht. Wir haben ein exklusives Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt-Today-Hörerinnen und -Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblattgroup.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 – 80 99 427
undefined
Sep 11, 2022 • 26min

Wie Anleger sich gegen einen Börsenverfall wappnen

Handelsblatt Today Extended vom 11.09.2022 Die Börsen geraten immer stärker unter Druck. Ein schleichender Börsenverfall ist nicht auszuschließen. Das erfordert neue Strategien bei der Geldanlage. An den Börsen geht es seit dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole vor rund zwei Wochen wieder abwärts. Fed-Chef Jerome Powell hat sehr deutlich gemacht, dass die Bekämpfung der Inflation oberste Priorität hat. Und zwar ganz egal, wie die Märkte darauf reagieren. Die Notenbanken wollen die Zinsen so lange erhöhen, bis die Inflationsraten unter Kontrolle sind und nicht mehr so stark steigen. Auch dann, wenn die Zinsanhebungen eine Rezession verursachen. Am Donnerstag folgten den Worten dann Taten. Die Chefin der europäischen Zentralbank Christine Lagarde gab bekannt, den Leitzins um 0,75 Prozent auf 1,25 Prozent zu erhöhen. Das ist historisch: Eine solche Anhebung gab es seit der Einführung des Euro-Bargelds im Jahr 2002 noch nie. Und: Die EZB will den Zins noch weiter anheben, um die Rekordinflation im Euroraum von 9,1 Prozent unter Kontrolle zu bekommen. Die Wirtschaft werde sich laut Lagarde in Folge dessen jedoch deutlich verlangsamen. Die aktuelle Lage setzt die Märkte unter Druck. Laut Handelsblatt-Aktienanalyst Ulf Sommer vollkommen zurecht. Er sagt: Höhere Zinsen belasten Aktien zum einen wegen der Rezessionsgefahr, aber auch aus drei weiteren Gründen. Zum einen steigen dadurch die Kreditkosten. Das bedeutet für Unternehmen, dass sie weniger investieren können und ihre Schulden teurer werden. Auch Konsumenten können sich nicht mehr so billig verschulden wie früher und haben unter Umständen weniger Geld zum ausgeben. Im Gegensatz zu Aktien werden Anleihen überdies wieder attraktiver. Ein schleichender Börsenverfall sei aus diesen Gründen nicht auszuschließen, erklärt Sommer. In der heutigen Folge verrät er, wie Anleger sich dagegen wappnen können. Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblatt.com
undefined
Sep 9, 2022 • 31min

So wirkt sich Ihr Verhalten auf Ihren Schufa-Score aus

Handelsblatt Today vom 09.09.2022 Schufa-Chefin Tanja Birkholz beantwortet im Q&A die Fragen der Today-Hörer. Wer einen Kredit aufnehmen oder auch eine Wohnung anmieten möchte kommt an ihr nicht vorbei: Die Schufa. Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung gibt ihren Vertragspartnern Auskunft über die Bonität, also die Kreditwürdigkeit, etwa von Privatpersonen. Doch obwohl jeder schon einmal von der Wirtschaftsauskunftei gehört hat, ist den wenigsten klar, wie sie arbeitet. In dieser Folge beantwortet die Chefin der Schufa Tanja Birkholz deshalb eure Fragen, die der Handelsblatt Today-Hörer. Wie lange werden die Daten bei der Schufa gespeichert? Wie setzt sich der Basis-Score zusammen und was genau beeinflusst ihn? Darüber hat Host Lena Jesberg mit Tanja Birkholz auf dem Handelsblatt Bankengipfel gesprochen. Wir haben ein exklusives Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt-Today-Hörerinnen und -Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblattgroup.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 –80 99 427
undefined
Sep 8, 2022 • 36min

„Bitcoin wird nicht wegreguliert“ – Bitpanda-CEO Eric Demuth spricht über die Krypto-Krise

Handelsblatt Today vom 08.09.2022 Kryptowährungen befinden sich seit vielen Monaten in der Krise. Bitpanda-Mitgründer Eric Demuth spricht über den Vertrauensverlust bei Anlegern. Vor nicht einmal einem Jahr war ein Bitcoin noch fast 70.000 Dollar wert. Inzwischen ist er nicht einmal mehr 20.000 Dollar wert. Doch nicht nur der Bitcoin, sondern die gesamte Kryptowelt ist in eine tiefe Krise gerutscht – und die hält bis heute an. Das Vertrauen vieler Anlegerinnen und Anleger ist derzeit erschüttert. Gründe dafür gab es einige in diesem Jahr: Zum Beispiel der Zusammenbruch des Kryptoprojekts Terra und seines Stablecoins UST, der das Versprechen der Dollar-Parität nicht halten konnte. Ein weiterer Schockmoment war die Pleite der US-Kryptoplattform Celsius, die auch die Berliner Neobank Nuri mit in die Insolvenz gerissen hat. Hat Krypto überhaupt noch eine Zukunft als Assetklasse? Eric Demuth, Mitgründer und Co-CEO der Investmentplattform Bitpanda, bleibt optimistisch: „Die etablierten Coins wie Bitcoin, Ethereum und Co. werden immer bleiben. Da mache ich mir überhaupt keine Gedanken.“ Demuth glaubt nicht, dass ein wachsender Regulierungsdruck irgendwann das Aus für den Bitcoin bedeuten könnte, sagt er im Interview mit Handelsblatt-Today-Host Anis Mičijević. Außerdem: Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöht den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent. Das gab EZB-Chefin Christine Lagarde am Donnerstag bekannt. Handelsblatt-Finanzredakteur Ingo Narat spricht über die Marktreaktionen. Wir haben ein exklusives Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt-Today-Hörerinnen und -Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt.
undefined
Sep 7, 2022 • 24min

„Buy Now Pay Later"- Schuldenfalle & wie sie sich auf den Schufa-Score auswirken kann

Handelsblatt Today vom 07.09.2022 Der Buy-Now-Pay-Later-Markt boomt. Doch für viele entwickelt sich das Angebot zur Schuldenfalle Seit einigen Jahren zählt „Buy-Now-Pay-Later“, kurz BNPL, zu den größten Trends im Zahlungsverkehr. Die Angebote ermöglichen es, allerlei Dinge zu kaufen, sie allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt zu zahlen. Man unterscheidet zwischen einem Kauf auf Rechnung oder Raten. Das schwedische Start-Up Klarna, PayPal und Affirm sind etablierte Anbieter im Markt. In naher Zukunft will auch Apple mit „Apple Pay Later“ dazustoßen. Doch so verlockend für viele Verbraucher das Prinzip BNPL klingen mag, es birgt Tücken. Verbraucherschützer warnen vor einer schleichenden Überschuldung privater Haushalte. Auf der Kurzvideo-Plattform Tiktok übertrumpfen sich junge Leute gegenseitig mit ihren Konsumschulden. „40 Prozent der Nutzer haben schon einmal eine Rechnung nicht bezahlt oder eine Mahnung bekommen. 18 Prozent von denen wiederum haben es nicht vergessen sondern hatten schlichtweg nicht das Geld dafür“, berichtet Schufa-Chefin Tanja Birkholz in dieser Folge Handelsblatt-Today. Die EU-Kommission will nun die gesetzlichen Rahmenbedingungen für BNPL anpassen und so den Verbraucherschutz verbessern. Doch wie gefährlich ist BNPL tatsächlich und wie lassen sich solche Angebote verantwortungsvoll nutzen? Darüber hat Host Lena Jesberg beim Handelsblatt Bankengipfel mit Tanja Birkholz gesprochen. Wir haben ein exklusives Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt-Today-Hörerinnen und -Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt.
undefined
Sep 6, 2022 • 29min

Porsche-Börsengang: So geht es mit der VW-Tochter weiter // Wie Anleger mit kleinem Sparvermögen jetzt ihr Geld anlegen

Handelsblatt Today vom 06.09.2022 Auch mit kleinen Vermögen lassen sich gute Renditen am Kapitalmarkt erzielen. Eine Möglichkeit bieten beispielsweise ETF-Sparpläne. Investmentbanker Gerd Kommer erklärt, worauf Anleger achten sollten. Die Energie- und Lebensmittelkosten steigen in Deutschland weiter an, denn die Inflationsrate lag im August hierzulande bei 7,9 Prozent. Das bereitet vielen Anlegerinnen und Anlegern Sorge und die Bereitschaft zu investieren sinkt. Viele legen ihr Geld jetzt in Zeiten von schwankenden Kursen lieber aufs Konto. Zum einen weil dort gerade die Zinsen steigen, zum anderen, weil es dann jederzeit verfügbar ist. Das zeigen auch aktuelle Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK): Im August stieg die Sparlust der Deutschen um 17,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Vermögensverwalter Dr. Gerd Kommer sagt jedoch, dass Investieren in Zeiten von hoher Inflation und schwankenden Kursen genauso sinnvoll sei wie in ruhigeren Zeiten. Im Podcast spricht er mit Host Luisa Bomke darüber, warum sich investieren auch für Anleger mit geringem Vermögen lohnt. Gerade Anleger mit kleinen Ersparnissen hätten heute mehr Optionen bei der Geldanlage. „Der technische Fortschritt und die allgemeine Weiterentwicklung im Börsenumfeld machen es möglich, bereits mit geringen Summen Sparpläne anzulegen“, erklärt Kommer. Doch warnt der Gründer der gleichnamigen Vermögensverwaltung: „Die Börse ist ein schwankungsintensives Gebilde. Wenn große Makroschocks wie Krieg oder eine Zinssteigerung geschehen, reagiert der Aktienmarkt mit einem Einbruch bzw. Dip nach unten.“ Eine Möglichkeit, solche Einbrüche abzumildern, sieht Kommer bei der Investition in ETFs. Durch ihre breite Streuung fangen sie die Schwankungen besser ab. Anlegern müsse jedoch klar sein: „Schwankungen und Rendite sind unmittelbar miteinander verbunden.“ Außerdem: Der Volkswagen-Aufsichtsrat hat dem Börsengang der Porsche AG zugestimmt. Der Stuttgarter Autobauer hatte das Vorhaben bereits im Februar angekündigt. Aufgrund des Ausbruchs des Ukraine-Kriegs war jedoch lange unklar, ob der Börsengang realisierbar ist. Nun soll der Porsche-IPO bereits im Herbst in die Wege geleitet werden. Warum der IPO nun doch stattfindet und worauf Anlegerinnen und Anleger sich bei einem Einstieg einstellen sollten, erklärt Handelsblatt-Automobilexperte Stefan Menzel im Podcast Handelsblatt Today. Hier geht es zu unserer Umfrage Wir haben ein exklusives Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt-Today-Hörerinnen und -Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblatt.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 - 80 99 427
undefined
Sep 5, 2022 • 24min

Neue Premierministerin: Kann Liz Truss Großbritannien aus der Krise führen? / Kommentar: Wer zahlt das Entlastungspaket?

Handelsblatt Today vom 05.09.2022 Nach einem wochenlagen Wahlkampf hat sich Truss gegen ihren Konkurrenten Rishi Sunak letztendlich behauptet. Doch kann sie ihren Versprechen gerecht werden? Liz Truss wird neue Premierministerin von Großbritannien. Das hat die Tory-Partei am heutigen Montagmittag mitgeteilt. Truss setzte sich bei der innerparteilichen Wahl gegen ihren Konkurrenten Rishi Sunak durch. Damit ist die ehemalige Außenministerin auch zugleich Vorsitzende der konservativen Partei und folgt auf ihren Vorgänger Borris Johnson. Anfang Juli gab Johnson nach einer Reihe von Skandalen noch seinen Rücktritt bekannt. Die 47-jährige Liz Truss wird dem rechten Flügel ihrer Partei zugeordnet und hat ihm Wahlkampf angekündigt trotz einer historisch hohen Inflation die Steuern zu senken. Eine Mammutaufgabe, denn Großbritannien steckt zudem in der größten ökonomischen Krise seit 50 Jahren. Wie es Truss trotzdem gelingen will und welche Herausforderungen noch auf sie warten. Darüber hat Host Lena Jesberg mit Auslands-Korrespondent Torsten Riecke gesprochen. Außerdem: Am Sonntag hat sich die Ampel-Koalition sich auf ein drittes Entlastungspaket in Höhe von 65-Milliarden Euro geeinigt. Eine gewaltige Summe, doch wie die finanziert werden soll, hat die Bundesregierung nicht verraten, kritisiert Politik-Ressortleiter Thomas Sigmund. Ein Kommentar. Hier geht es zu unserer Umfrage Wir haben ein exklusives Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt-Today-Hörerinnen und -Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblatt.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 - 80 99 427
undefined
Sep 2, 2022 • 27min

Neue China-Strategie: Wie Deutschland sich aus der Abhängigkeit zum wichtigsten Handelspartner lösen will

Handelsblatt Today vom 02.09.2022 Deutschland ist in einer Zeit zunehmender geopolitischer Spannungen abhängig von China. Die Bundesregierung will nun anders mit der Volksrepublik umgehen. Die Bundesregierung reagiert auf die veränderte chinesische Politik unter Xi Jinping mit der Entwicklung einer neuen China-Strategie. Die größte Sorge: China könnte sich den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine zum Vorbild nehmen und seinen Nachbarn Taiwan angreifen. Einige Experten sprechen hierbei nur noch von einer Frage der Zeit. Eine Eskalation des Konfliktes könnte globale Folgen haben: Eine militärische Auseinandersetzung zwischen China und den USA wäre denkbar. Vor diesem Hintergrund muss die Bundesrepublik ihren Umgang mit der Autokratie anpassen. Derzeit ist China Deutschlands wichtigster Handelspartner. Diese Abhängigkeit wird im Härtefall zum Problem für die hiesige Wirtschaft. Ein Beispiel: Bei Seltenen Erden ist Deutschland zu mehr als 93 Prozent auf Lieferungen aus China angewiesen. Wie sich Deutschland diesbezüglich besser aufstellen und aus den Fehlern im Umgang mit Russland lernen kann, bespricht Handelsblatt Today-Host Lena Jesberg im Interview mit Berlin- Korrespondentin und China-Expertin Dana Heide. Hier geht es zu unserer Umfrage Wir haben ein exklusives Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt-Today-Hörerinnen und -Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblatt.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 - 80 99 427
undefined
Sep 1, 2022 • 26min

Unmoralische Geschäfte? Warum diese Frage für Unternehmen manchmal nicht so leicht zu beantworten ist

Handelsblatt Today vom 01.09.2022 Unternehmen müssen bei der Frage, ob Geschäfte mit kritischen Staaten noch vertretbar sind, verschiedene Positionen abwägen. Als der russische Angriffskrieg auf die Ukraine im Februar dieses Jahres begann, wurden Unternehmen vor die Wahl gestellt: Sollen und wollen wir weiter in und mit Russland Geschäfte machen – und welche Konsequenzen hat das? Unternehmen wie beispielsweise die Baumarkt-Handelskette Obi stellten den Verkauf in russischen Filialen wegen moralischer Gründe ein. „Der Tengelmann-Eigentümer Christian Haub begründete den Rückzug damit, dass das Regime vor Ort nicht unterstützt werden sollte“, sagt Politik-Redakteurin Teresa Stiens im Podcast Handelsblatt Today. Anders bei dem Schokoladenhersteller Alfred Ritter aus Baden-Württemberg: Das Unternehmen erwirtschaftet rund 15 Prozent seines Umsatzes in Russland. „Neben dem starken Umsatz hat das Unternehmen auch viele Mitarbeiter vor Ort, die sonst arbeitslos wären“, erklärt Stiens. Mit Host Ina Karabasz diskutiert sie über den schwierigen Abwägungsprozess, den die Unternehmen in Anbetracht des Kriegs, aber auch in Fragen von Menschenrechtsverletzungen, wie es im Beispiel der Uiguren im chinesischen Gebiet Xinjiang der Fall ist, durchführen müssen. Außerdem: Die zuletzt ins Stocken geratene Impfkampagne gegen das Coronavirus soll ab Anfang September neuen Aufschwung erhalten: Die europäische Arzneimittelbehörde hat am Donnerstag neue Impfstoffe genehmigt, die wirksamer gegen neuere Coronavarianten helfen soll. Handelsblatt-Redakteur Jürgen Klöckner erklärt, was die Vakzine so anders macht und wann eine Impfung empfohlen wird. Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie mit bei unserer Umfrage und bewerten Sie unsere Handelsblatt-Podcasts. Wir haben ein exklusives Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt-Today-Hörerinnen und -Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblatt.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 - 80 99 427
undefined
Aug 31, 2022 • 31min

Drittes Entlastungspaket: Diese Maßnahmen könnte es geben / BMW setzt als einziger deutscher Autokonzern auf Wasserstoff

Handelsblatt Today vom 31.08.2022 Die deutsche Regierung berät sich aktuell über ein drittes Entlastungspaket. Die Arbeit daran soll laut Kanzler Scholz bald abgeschlossen sein. Die Ampelkoalition möchte die Bürger und Unternehmen angesichts der steigenden Energiepreise weiter entlasten – das hat Bundeskanzler Olaf Scholz vor Beginn der Kabinettsklausur auf Schloss Meseberg angekündigt. Uneinigkeit besteht noch darüber, in welcher Form das passieren soll. Mitunter darüber berieten der Kanzler und die Bundesminister seit Montag in Meseberg. Einbezogen wurden unter anderem auch Industrievertreter und Gewerkschafter. Einen konkreten Entwurf für das dritte Entlastungspaket gibt es direkt im Anschluss an das Regierungstreffen noch nicht. „Die Arbeit werden wir bald abschließen“, kündigte Scholz bei der Pressekonferenz am Schloss Meseberg an. Berlin-Korrespondent Martin Greive spricht in der heutigen Folge mit Handelsblatt Today-Host Lena Jesberg über die Maßnahmen, die die Ampelparteien derzeit rege diskutieren. Welche davon sind realistisch, welche zielführend? Außerdem: BMW startet heute seine Produktion von Brennstoffzellen. Und zwar als bisher einziger deutscher Autokonzern. Der restliche deutsche Automarkt sieht die Zukunft in Elektromobilität. Zwar gilt Wasserstoff als zentraler Stoff für die Energiewende. Im Hinblick auf den Fahrzeugmarkt wird die Brennstoffzelltechnologie jedoch weitgehend belächelt. VW-Chef Diess etwa bezeichnet die Antriebsform als „reine Zeitverschwendung“. Ob die BMW-Wette aufgeht und sich die neue Produktionsreihe als Marktvorteil oder Fehlzündung entpuppt, bleibt laut Unternehmensredakteur Markus Fasse abzuwarten. Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie mit bei unserer Umfrage und bewerten Sie unsere Handelsblatt-Podcasts. Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: today@handelsblatt.com Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 - 80 99 427

The AI-powered Podcast Player

Save insights by tapping your headphones, chat with episodes, discover the best highlights - and more!
App store bannerPlay store banner
Get the app